Aufbau der Bodenplatte mit Pfahlrost auf 18m Pfählen so OK?

Diskutiere Aufbau der Bodenplatte mit Pfahlrost auf 18m Pfählen so OK? im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Vor X Jahren angemeldet - jetzt erst geht es los...es kamen uns 2 Kinder "dazwischen"... Wir haben ein Grundstück in wundervoller Lage aber...

  1. #1 Wir bauen bald, 20.11.2013
    Wir bauen bald

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    Vor X Jahren angemeldet - jetzt erst geht es los...es kamen uns 2 Kinder "dazwischen"...

    Wir haben ein Grundstück in wundervoller Lage aber dafür mit Grundwasser/ Oberschichtenwasser knapp unter der Geländeoberkante. Nach dem Besuch des Bodengutachters mit Bohrungen auf 21m Tiefe und bis in große Tiefen nur Torf, sind nun betonverfüllte Stahlpfähle mit einer Länge von 18m im Boden. Als Nächstes soll nun die WU-Beton Bodenplatte mit einem 20cm tief in die Erde reichendem Streifenfundament als Pfahlrost (auch WU-Beton) gegossen werden. Das "Streifenfundament" wird von aussen mit einer ca. 4cm dicken Isolierung + Buntsteinputz versehen. Den Aufbau, so wie ihn unser Architekt beschrieb und was wir aus dem LV für den Betonbauer entnommen haben, versuchten wir grafisch darzustellen.

    Sollte/ kann man es so ausführen? Wir hoffen unser Planer schaut hier nicht rein, falls doch: ENTSCHULDIGUNG, ist kein Mangel an Vertrauen sondern grenzenlose Angst vor Nässe!

    Aufbau 1.jpg

    Vielen Dank für Hinweise! (Ja, wir wissen das es billiger mit einem trockenen Grundstück geworden wäre...:biggthumpup: )

    Mario
     
  2. mls

    mls Bauexpertenforum

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    20cm .. kein wu-bauteil im sinn der ardt
    wurde bew. für vollen zwang gerechnet?
    wurde überhaupt bewehrung gerechnet?
     
  3. #3 Wir bauen bald, 20.11.2013
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    Danke für die Nachfrage! Ja, die Bewehrung wurde gerechnet, einen Bewehrungsplan hat der Architekt erstellt und die Lage der Pfähle auf das Haus abgestimmt. Inwieweit irgendwas mit Zwang gerechnet wurde...keine Ahnung. Der WU-Beton wurde wohl wegen der Kapillarwirkung gewählt.

    Das Schwarze im Bild ist übrigens die Erde, konnte nur "Erdreich" nicht weiss färben...
     
  4. #4 Inkognito, 20.11.2013
    Inkognito

    Inkognito Gast

    Porenbeton würde ich mir bei Angst vor Wasser verkneifen, insbesondere in Überschwemmungsgebieten - einmal nass braucht das ewig zum Trocknen.
     
  5. #5 Thomas Traut, 21.11.2013
    Thomas Traut

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    Ich gehe mal davon aus, dass es keinen Keller gibt. Dann muss auch die Bodenplatte nicht WU sein. Oberseitig muss sowieso eine Dampfbremse drauf, damit ist das Thema Kapillarwirkuung vom Tisch. Unter der BoPla ist XPS, da diffundiert auch nichts durch.

    @Inkognito: Falls das ein Überschwemmungsgebiet wäre, ist es trotzdem wurscht, woraus die Wände sind. Das Wasser würde direkt auf der Bodenplatte durch die Türanschlüsse ins Haus und unter den Estrich laufen, wahrscheinlich auch noch über die Grundleitungen für die Hausanschlüsse - das wäre der worst case. Im Mauerwerk wird meistens über der 1. Schicht noch eine Sperrschicht eingebaut. Höher zieht das Wasser auch im Pb nicht.
     
  6. #6 Wir bauen bald, 21.11.2013
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    Vielen Dank für Eure Rückmeldungen und Überlegungen!

    Nein Hr. Traut, einen Keller macht man an unserem Kanal nicht. ;-)

    Es beruhigt uns, dass trotz 300 Klicks keine "macht das bloß nicht so"-Antworten kamen. Wir werden dann wohl wie geplant weiter machen.

    Gruß
    Mario
     
  7. #7 RMartin, 21.11.2013
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    Ich hoffe ja, dass es Pläne gibt und nicht nur Beschreibungen vom Architekten.

    Würde mir mal das Detail Pfahlkopf/ Streifenfundament zeigen lassen. Gibt es hier Anschlussbewehrung aus den Pfählen? Dies dann dringend vor Ort bei Ausführung prüfen (lassen) ob entspr. umgesetzt.
    Ein eigtl. Pfahlplan ist hoffentlich auch vorhanden. Dafür Sorge tragen, dass die Pfähle vor Einbau korrekt eingemessen werden. Wäre doch zu blöde wenn man dann beim Erstellen des Streifenfundaments merkt, dass einige Pfähle außerhalb des Fundaments liegen.

    Verbleiben die Stahlrohre im Boden? Wird gebohrt oder gerammt?
     
  8. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Die betonverfüllten Stahlpfähle dürften duktile Gußrohre sein. Das macht sonst wirtschaftlich beim EFH keinen Sinn. Bei Stahlpfählen idR und bei Gußrohren sowieso gibt es keine Anschlußbewehrung.
    Prinzipiell funktionieren die Lösungen.
    Die Tücke liegt eher im Detail und hier insbesondere, ob es eine koordinierte Planung und Überwachung gibt.
    Sonst ist schon angesprochen: zwar WU-Beton, aber Abdichtung sschwarz erforderlich.
    Lagegenauigkeit der Pfähle und Maßnahmen falls es zu weit abweicht durch Tragwerksplaner.
    ...
     
  9. #9 Thomas Traut, 22.11.2013
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    Was sagt denn der Prüfingenieur zur Konstruktion? Immerhin müsste es geprüfte Bewehrungspläne geben.
     
  10. #10 Thomas B, 22.11.2013
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    Ist es in Berlin üblich, daß der Architekt Bewehrungspläne erstellt?

    Ein Tausendsassa, der Kollege. Meine Hochachtung!
     
  11. #11 OLger MD, 22.11.2013
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    Wenn das Streifenfundament komplett bewehrt werden soll, ist es zu schmal, um die Bewehrung auch an den Pfählen vorbeiführen zu können. Hier müssen auch Toleranzen bei Einbringen der Pfähle berücksichtigt werden.
    Warum bindet der Pfahl so weit in das Streifenfundament ein?
    Eine übliche Ausführung ist die Kappung der Pfahlköpfe und eine Einbindung von 5cm in die Pfahlkopfplatte, sodass die Längsbewehrung direkt auf den Pfählen aufliegt und unten 5cm Betondeckung hat.
    Je nach Stärke der Pfahlkopfplatte ist ein Durchstanznachweis zu führen und die entsprechende Bewehrung einzulegen.
    Je nach Statik/Tragsystem kann auch im oberen Endes des betongefüllten Rohres eine Pfahlkopfbewehrung eingebaut werden, die in die Pfahlkopfplatte/Streigenfundament einbindet.
    Bei der Ausschreibung der Gründungsarbeiten muss darauf geachtet werden, dass alle 'zusätzlichen Leistungen' nach VOB enthalten sind (z.B. Herstellen einer Rammebene, Herrichten der Pfahhlköpfe, usw. siehe EN 12699 [ehemals DIN 4026 und DIN 4026-500]).
    Hat der Baugrundgutachter auch Angaben gemacht zum Abrostungsgrad / bzw. zum Angriffsgrad des Grundwassers, damit die passende Wandstärke der Stahl-/Gussfähle darauf abgestimmt werden kann?
    Wo ist die Sauberkeitsschicht?
    Bei der obigen Ausführung besteht die Gefahr, dass sich die Abstandhalter in die XPS-Platte eindrücken und dass dann die erforderliche Betondekcung nicht mehr vorhanden ist.

    Gruß
    Holger
     
  12. #12 Wir bauen bald, 22.11.2013
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    Nabend und danke für die zahlreichen Meinungen!

    Ja, die Bewehrung ist auch von unserem Architekten. Der Prüf-Ing. nahm die Pfahlpläne und die Bewehrungspläne mit ab. Bei unserem Architekten haben wir ein gutes Gefühl.

    Bei dem Einzeichnen der Pfähle in das Streifenfundament hab ich die Pfähle zu lang gemacht. Diese gehen tatsächlich nur bis zum Fundament und haben jeweils einbetonierte Bewehrung, welche dann mit der Bewehrung des Streifenfundamentes verbunden werden. Der Bodengutachter hat "stark betonangreifendes Grundwasser" festgestellt. Die betonverfüllten Rohre sind 5,6mm stark, hoffe das hält eine Weile.

    Ja, das mit dem Durchstanzen der Abstandhalter könnte/ wird ein Problem werden. Danke für den Tip(p), frage mal an wie das gelöst werden kann, es ist ja doch ne Menge Eisen in der Platte...

    Nochmals herzlichen Dank!

    Mario
     
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