Aufbau eines WDVS

Diskutiere Aufbau eines WDVS im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Frage an die Experten, im Bauauftrag steht folgendes: - Außenmauerwerk aus 24 cm Ziegelmauerwerk mt 12 cm WDVS Wie stark muß bei dieser Art des...

  1. hirma

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    Frage an die Experten,
    im Bauauftrag steht folgendes:
    - Außenmauerwerk aus 24 cm Ziegelmauerwerk mt 12 cm WDVS
    Wie stark muß bei dieser Art des Wandaufbaus die im WDVS enthaltenen Dämmung (Platte sein)? Welche Art von Putz würdet Ihr mir für diesen Aufbau empfehlen?
     
  2. #2 Ziegelmann, 14.09.2006
    Ziegelmann

    Ziegelmann Gast

    Bauantrag

    Um das WDVS kümmern sich neuerdings die Maler, nicht mehr die Putzer.
    Also gibt es eine Putzempfehlung von einem Maler.
    Bevor Herr Hundertwasser sich in Richtung Silikatputz äußert (er scheint heute abend nicht am Rechner zu sitzen) , folgender Tip:

    Verzichten Sie auf das von WDVS 12 cm bei Neubauten (bei Altbauten o.k. hier aber nicht empfehlenswert).
    Erhöhen Sie die Ziegelbreite von 24 auf 36,5 cm.
    Nehmen Sie einen Poroton T12 (WLF 0,12 W/mK) oder T14.
    Dann nehmen Sie einen mineralischen Leichtputz oder einen Faserputz.

    Fortan können Sie sich auch über Wärmegewinne und nennenswerte Speichermaße von 650 kg/m³ + 25 kg/m³ Innenputz erfreuen.

    Sie schonen die Umwelt und Ihren Geldbeutel - Ihre Kinder (wenn Sie welche haben), werden es Ihnen in danken, weil Sie in 20 - 30 Jahren nicht Ihre WDVS-Fassade für viel Geld entsorgen müssen.

    Wenn Sie allerdings in 2 Jahren wieder ausziehen wollen , empfehle ich > 25 cm Dämmung. Sie bekommen einen hervorragenden Energiepass und der Wert Ihres Hauses steigt, siehe auch
    http://www.bauschaeden-forum.de/8_energiepass.htm

    Entscheiden Sie einfach selbst.
     
  3. hirma

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    Leider schon gebaut

    Leider wurde das Haus aber schon in 24 cm Ziegelbauweise gebaut (Rohbau). Die Isolierungsarbeiten wurden heute begonnen, deshalb stellt sich mir nun diese Frage. Vielen Dank aber trotzdem für die prompte Reaktion.
     
  4. #4 Ziegelmann, 14.09.2006
    Ziegelmann

    Ziegelmann Gast

    na dann geht es ja voran...mein TIP:

    Nehmen Sie die Beipackzettel aus der WDVS Verpackung, dort steht

    -Güte der Dämmung, Wärmeleitfähigkeit, Rohdichte, Material,...
    -Plattenmaße (auf Angabe D= 12 cm achten)
    -Hersteller
    -Zulassungsnummer

    Sie rufen dann beim Hersteller an und lassen sich die Zulassung zuschicken.
    Dort steht alles detailliert beschrieben, worauf Sie achten müssen ...z.B. das die Verarbeitung durch Fachleute (protokolliert) zu erfolgen hat...wie die Befestigung geregelt ist, wie sich der Schallschutz verändert (verbessert oder verschlechtert)....usw.

    Nehmen Sie die Empfehlung ernst, auch im Sinne der Gewährleistung...und bei Streitigkeiten.
     
  5. #5 VolkerKugel (†), 14.09.2006
    VolkerKugel (†)

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    Wenn 12 cm WDVS ...

    ... ausgeschrieben/vereinbart sind, muss die Dämmplatte selbst auch 12cm stark sein.
    Normalerweise gehört dazu auch die Angabe der Wärmeleitfähigkeitsgruppe (WLG) - üblich sind heute 040 und 035 (035 ist besser).
     
  6. hirma

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    Hab ich mir doch fast gedacht.

    Nun ist es leider so, dass bereits das halbe Haus gedämmt ist und zwar mit 10 cm starken Platten. Was nun? Abreissen? Gutschrift? Wie hoch ist der Schaden, bzw. lässt sich dieser überhaupt beziffern (Energieverlust u.ä. )? Irgendwelche Tips?
     
  7. #7 Ziegelmann, 14.09.2006
    Ziegelmann

    Ziegelmann Gast

    Was wäre Ihnen denn am liebsten ?
    Streit, Geld, Verzögerung, sicherer Einzugstermin, Erbsenzählerei,...?

    Fragen Sie doch einwach den Unternehmer, wie er die Gleichwertigkeit nachzuweisen meint ? Spricht er deutsch?
    Wenn er die vertragl. vereinbarte Listung mit 10 cm schafft, dann ist es besser als mit 12 cm.

    Sie werden aber nicht umhin kommen, sich den Beipackzettel näher anzuschauen....und die vertragliche Vereinbarung ...erst dann sollten wir hier weiter diskutieren.
     
  8. #8 VolkerKugel (†), 15.09.2006
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    Eine hochinteressante Frage ...

    ... die sich mir bisher allerdings noch nie gestellt hat. Hier begibt sich jemand offenbar auf das Gebiet der Haarspalterei (zu Lasten seines Kunden).

    Genau genommen beträgt die Systemdicke bei 10er Dämmplatten schon ca. 12 cm (mit Kleber, Verspachtelung, Putz und Beschichtung).
    Ich kenne es allerdings nur so: Wenn von einem 12er WDVS gesprochen wird, dann handelt´s sich um 12er Platten. Punkt.

    Wer hat denn eigentlich die Ausschreibung formuliert? Da müsste doch die Plattenstärke eindeutig definiert sein!
    Und welche Plattenstärke mit welcher Wärmeleitfähigkeitsgruppe ist denn nach EnEV erforderlich?
     
  9. #9 Bugs-Bunny, 15.09.2006
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    12 /10 cm?

    Bei der angabe 12cm WDVS kenn ich es auch so dass die Dämmstoffstärke gemeint ist. AUSSER bei Formulierungen wie Gesammtstärke, Bestehend aus 10cm.. etc. Gelegentlich geben auch örtliche Gegebenheiten eine abweichende Dämmstärke vor. (Dachüberstand, halterungen o.ä.)

    Wie dem auch sei es ist immer empfehlenswert eine gütliche loesung anzustreben.

    Zum Wandaufbau kann ich Sie eigentlich nur beglückwünschen.
    24KS/10PS ist einer der bessten Wandaufbauten.
    In Gegensatz zu einer vorangegangenen Antwort, halte ich nicht viel von hochdämmentem Mauerwerk. (Taupunktlage / Putzverzahnung / Schallschutz / Statik / relevante Mauerwerksdicke für Bauantrag / Anschlußproblematik / Kosten / Installationsverlegung / .....)
    Zu diesen und anderen Punkten könnte ich ganze Vorträge halten weswegen Ihr System das bessere ist.

    Vielleicht könnte mann hier eine online-Diskussion starten.
    mfg
     
  10. #10 Baumausxyz, 15.09.2006
    Baumausxyz

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    Ich habe 30 cm Blähtonwände und später 6 cm "Styropor" um die Wände gepappt.

    Nach den Berichten aus diesem Forum hatte ich mir ins Hemd gemacht, ggf. einen großen Fehler gemacht zu haben.


    Ist nun auch schon ein Weilchen dran...und gar nyscht!

    Meine Heizkosten mit dem WDVS sind deutlich gesunken und an den Wände ist Nullkommanix.

    Bei Raumtemperatur von 20C haben die Wände 19,zerquetschte °C.

    Hatte die S.platten direkt auf den Putz geklebt.

    Mit Monolithbauweise hatte ich an den Ecken etwas Probleme mit Feuchtigkeit
    und nach WDVS

    Nix mehr!!!!

    An den Innenwänden habe ich dicken Reibeputz, der puffert ausreichend.

    Trockne im Winter meine Wäsche im Wohnzimmer.

    Regelmäßig Lüften und der Putz gibt die Feuchte wieder ab.

    Daher, alles großer Glaubenskäse.

    Drauf machen und profitieren.

    Inzwischen beeindruckt mich nichts mehr alles, was manche Bauexperten von sich geben.

    Sorry, mußte sein.
     
  11. #11 VolkerKugel (†), 15.09.2006
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    Sach mal ...

    ... welche haste denn damit jetzt gemeint :konfusius ?
     
  12. Yilmaz

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    Wieso so kompliziert?
    Einfach die Wärmeschutznachweis aufschlagen und dort nachschauen welche Dämmstärke.

    Das hat nicht zu sagen!Gute/Schlechte handwerker gibt in jede nation.


    @Volker

    Baumausxyz fühlt sich hier nicht wohl,was ich nicht verstehe warum er immer nocht hier ist :confused: :cool: Man bleibt doch nicht irgendwo sitzen wo man sich nicht wohl fühlt! und dann noch so eine Lange weile
     
  13. #13 Hundertwasser, 16.09.2006
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    Stimmt, ich musste noch ein WDVS (14 cm WLG 035) mit PUR Schaum verkleben. Wahrscheinlich steht bald er Ku Fischer Clan vor meiner Tür und verbrennt ein (Styropor) Kreuz:D

    Abgesehen davon plädiere ich für einen Siliconharzputz, da dieser eine geingere Wasseraufnahme bei gleichguter Wasserdampfdiffusion besitzt.

    Zum Thema: Entscheiden ist was hinten rauskommt. Falls 12 cm geplant waren und 10 cm ausgeführt waren kann es auch daran leigen, das aus wirtschaftlichen Gründen die Auführung mit Neowall WLG 035 statt mit WLG 040 erfolgte. Dabei spart man sich die Brandüberschlagsstreifen in den Sturzbereichen der Fassadenöffnungen. Rechnerisch kommt man dann ungefähr auf den selben U-Wert.

    Ich persönlich würde das allerdings nicht ohne Rücksprache mit dem Bauherrn ändern.

    Abgesehen davon verstehe ich die Angben zur Dimensionierung immer für die Dämplatte, nicht für das ganze System und das ist, glaube ich , auch allgemeiner Konsens.
     
  14. hirma

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    Eine Wand, viele Meinungen.

    Trotzdem Danke für die prompten Antworten. Das Problem hat sich heute gelöst. Laut Bauvertrag war ein 12cm WDVS (WLG 40) vorgesehen. Durch ein (oder mehrere Missverständnisse) wurden nun Fensterbretter, Dachrinnen und andere Gewerke für ein max. 10 cm starkes WDVS eingebaut. Also haben wir uns heute darauf geeinigt dieses (10 cm) zu verbauen, aber dafür mit WLG 35. Viele Grüße aus einem sonnigen Bayern.
     
  15. #15 VolkerKugel (†), 18.09.2006
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    Na also ...

    ... und um die "Verschlechterung" des U-Werts um 0,013 würden sich wirklich nur noch Erbsenzähler streiten :konfusius .
     
  16. #16 Ziegelmann, 18.09.2006
    Ziegelmann

    Ziegelmann Gast

    WDVS kleben

     
  17. #17 VolkerKugel (†), 18.09.2006
    VolkerKugel (†)

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    Oh Mann ...

    ... schon mal was von Satire gehört :Roll ?
     
  18. #18 Gievers, 18.11.2007
    Gievers

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    WDV-Systeme mit PUR-Schaum kleben

    Ein Hersteller aus Münster (Bri...) liefert ein System mit Bauaufsichtlicher Zulassung. Verarbeite es seit 2 Jahren mit großem Erfolg. Die meisten großen Hersteller bieten mittlerweile auch Systeme an die den Styropor mit Schaum kleben.:Brille
     
  19. Netzer

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    Lieber Ziegelmann,
    richtig mit Schaum geklebte Platten reißt du mit beiden Armen nicht so leicht von der Wand ! Egal ob Schaum vom Münsteraner Hersteller oder von den Gelben ! Ich versteh dich aber, als Ziegelmann kaut man wirtschaftlich wahrscheinlich schwer am allgemeinen Dämmboom !
     
  20. Piwi

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    @Ziegelmann

    Hallo,

    Sie schreiben hier eine Empfehlung in Richtung (lieber 36,5 Außenwand mit z.B. Poroton T12, als 24 Außenwand + Dämmung).

    Ich habe eine Bungalow Haus mit 36,5 Poroton Plan T12 er Außenwand gebaut und möchte nächstes Jahr die Fassade machen.

    Was wäre dann hier zu empfehlen? Ich dachte evtl. noch 40 mm Außendämmung drauf zu knallen, aber davon wurde mir bereits hier im Forum mehr oder weniger abgeraten?

    Danke
    Gruß......

    PS. Haus wird mit einer Erdwärmepumpe geheizt!
     
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