Aufdachdämmung Probleme mit der Luftdichtigkeit

Diskutiere Aufdachdämmung Probleme mit der Luftdichtigkeit im Dach Forum im Bereich Neubau; Mahlzeit, unser Bau hat begonnen, aber irgendwie haben wir noch keinen Dachdecker / Zimmermann der uns versteht. Altbau bekommt ein neues Dach...

  1. #1 Data1701, 22. Mai 2008
    Data1701

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    Mahlzeit,

    unser Bau hat begonnen, aber irgendwie haben wir noch keinen Dachdecker / Zimmermann der uns versteht. Altbau bekommt ein neues Dach (incl. Gauben), vorher wird noch angebaut.

    Wir wollen gerne eine Aufdachdämmung verbauen, allerdings erzählt uns jeder etwas anderes. Wir müssen das Dach für die KFW mit einer vernüftigen Dämmung versehen, und die Bauder PIR hat bei 140mm einen U-Wert von 0,16 bzw. bei Berücksichtigung des Dachaufbaus 0,19. Die Sparren sind nicht dick genug um mit einer Innensparrendämmung den gleichen Wert zu erreichen.

    So und nun mein Problem.

    Handwerker A: Kein Problem

    Handwerker B: Vorsicht, die Sparren trocknen nach und dann sind die Anschlüsse zum Mauerwerk nicht mehr dicht, daher besser nur 60 mm Aufdachdämmung und 120 mm Innensparrendämmung. Auch gibt es Probleme im Giebelbereich mit der Aufdachdämmung.
    Mit den Innensparrendämmung würde auch der Schall geschluckt werden der entsteht, wenn man auf die Sparren Gipskarton aufbringt.
    Weiter hat er darauf hingewiesen, das auf der Verschraubung der Aufdachdämmung riesige Lasten liegen, und sich die Platten in den Jahren verschieben könnten.

    Handwerker C: Eigentlich kein Problem, aber auf den Giebel müssen wir aufpassen. Der hatte eine Lösung für dieses Problem, Folienverarbeitung. leider liegt mir die Zeichnung nicht vor. Sah aber vernünftig aus. Schall war nicht thematisiert, wir wohnen übrigens extrem ruhig.

    Alle haben natürlich das Problem, das die Aufsparrendämmung im Gaubenbereich die Fenster verkleinert. Im Altbau liegt ein Ringbalken, der die Unterkante der Fenster festlegt. Wenn jetzt aber eine Aufdachdämmung genutzt wird, dann ist nicht mehr der Ringbalken das Maß der Dinge sondern die Oberkante der Aufdachdämmung.

    Was ist denn nun richtig ?! Bauder hat doch schon einige qm von der Aufdachdämmung verkauft.

    Der Aufbau sieht so aus: http://www.bauder.de/ximages/43670_05dachkons.jpg

    Gibt es sogar als direkt streichbare Ausführung: http://www.bauder.de/ximages/107240_abtpegr.jpg

    Wenn es solche Probleme mit der Dichtigkeit gibt, dann kann man das Produkt doch direkt einstampfen, oder.

    Wer hat denn schon Erfahrung sammeln können, bzw. kann Tipps geben ?

    Danke schon eimal im voraus.

    Gruß Timo
     
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  3. carpe

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    Die Abdichtung einer Aufsparrendämmung ist anspruchsvoll was Planung und Ausführung betrifft. Bei korrekter Ausführung klappts dann aber auch.
    Wenn Sie Gauben als Durchdringung haben bekommen sie aber auch einige Schnittpunkte welche die Abdichtung nach Innen erschweren.
    Wenn Sie keinen Wert auf sichtbare Sparren als Optik legen dann lassen Sie die reine Aufdachdämmung sein. Bedenken Sie auch, daß schalltechnisch die Ausführung mit PIR Platten alks Aufdachdämmung und zusätzlicher Hohlraum in den Sparrengefachen sicherlich eine schlechte Lösung ist.

    Wenn es sowieso einen neuen Dachstuhl gibt haben Sie meiner Meiniung nach zwei Möglichkeiten:

    a): Sparren aus konstruktiven Gründen anders dimensionieren damit mehr Dämmung reinpasst.
    b): Kombinierten Aufbau wählen aus Zwischensparrendämmung (MIneralfaser, Holzfaser, Hanf) und Aufdachdämmung (Holzfaserplatten). Wählen Sie diffusionsoffene Baustoffe wie vorhergehend beschrieben.
    Sie werden schalltechnisch und vom sommerlichen Wärmeschutz her zufriedener sein als bei Ihrem gedachten Aufbau, sich wohler fühlen trotzdem Energie sparen.
     
  4. #3 Data1701, 22. Mai 2008
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    Da müsste aber schon eine WLG 025 eingebracht werden um bei geringer Sparenhöhe den gleichen U-Wert zu erreichen, oder ??

    Materialvorschläge ?

    Gruß Timo
     
  5. #4 Data1701, 22. Mai 2008
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    Oh Gott oh Gott

    Nochmal ich. Um die Verwirrung vollkommen zu machen, habe ich mir mal folgendes Infomaterial angetan:

    http://www.bauder.de/ximages/377349_ratgeber20.pdf (Reine Aufdachdämmung)

    und

    http://www.bauder.de/ximages/501665_40691007pr.pdf (Kombi aus Auf- und Zwischensparrendämmung)

    Man sieht, dass man schon 160 mm WLG 035 Zwischensparrendämmung einbringen muss, in Kombination mit einer 50 mm WLG 035 Aufdachdämmung, um den gleichen U-Wert wie bei einer reinen Aufsparrendämmung mit WLG 024 (160mm) zu erreichen.

    Ist der Schall der Umgebung (Autolärm etc.) oder des Daches selbst (Regen etc.) gemeint wenn es um Schallproblematik geht.

    Gruß Timo
     
  6. carpe

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    sowohl als auch

    aber wo ist das problem mehr dicke bringen zu müssen wenn sie den sparrenzwischenraum nutzen?
    Ihre variante: 120 mm sparren, 20mm schalung, 140 mm bauder pir ergibt 280 mm aufbau.
    mein Vorschlag: 180mm sparren mit rockwool 035, 50mm gutex ultratherm ergibt 230 mm dachaufbau.
    wo ist das problem?
    schall und sommerlicher wärmeschutz ist dabei viel viel besser.

    oder gibt es gründe warum die sparren nicht grösser dimensioniert werden können?
     
  7. #6 Data1701, 23. Mai 2008
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    Hmh, kann man so machen, gebe ich Dir recht.
    Nur muss der Dachaufbau mit Zwischensparrendämmung den gleichen U-Wert haben wie die reine 140mm Aufdachdämmung. Der WLG der Bauder-Platte (PIR AZS) in Kombi mit einer Zwischensparrendämmung (160 mm WLG 035) kommt auf den Wert, die gutex ultratherm hat einen WLG von 046, wenn ich das richtig gelesen habe, der ist etwas hoch.

    Wie sieht es denn mit den Kosten aus, wenn man die beiden Dämmarten kombiniert ?

    Gruß Timo
     
  8. KPS.EF

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    ... Zwischensparrendämmung mit zusätzlicher Untersparrendämmung?

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