Aufdachdämmung

Diskutiere Aufdachdämmung im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen! Ich bin absolut neu hier und, ich gebs zu, trotz tech. Ausbildung, alles nur kein Dachdecker o.ä.. Darum wollte ich euch, die...

  1. tjs2710

    tjs2710

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    Hallo zusammen!

    Ich bin absolut neu hier und, ich gebs zu, trotz tech. Ausbildung, alles nur kein Dachdecker o.ä.. Darum wollte ich euch, die Profis, was fragen und hoffe, dass ich mit den zum gefühlten 523mal gestellten Fragen doch noch eine Antwort bekomme ;)

    Unser Haus ist Ende der 60'er gebaut, also nicht grad ein energieoptimierter Neubau. Unser Schlafzimmer u.a. Zimmer, sind im Dachgeschoß und vor allem im Sommer entsprechend ungemütlich, was ich grad wieder die Tage spürte. Schlafen war praktisch nicht möglich wg der Wärme.
    Also muss eine Isolierung her, die ja nur als Aufdachdämmung ausgeführt werden kann, wenn ich das bis hier schon mal recht verstanden habe.
    Ich muss dazu sagen, dass ich mir nicht auf irgendwelchen Verbrauchermessen von Verkäufer 1 sagen lassen möchte, dass sein Produkt das Beste ist, was Verkäufer 2 auch von seinem Produkt....usw usw, ihr kennt das wohl alle auch. Darum bin ich absolut unbeleckt von der ganzen Materie.
    Nun meine Frage(n) dazu:

    - Was wäre als Dämmmaterial zu empfehlen?
    - Schalldämmung nicht ganz zu vernachlässigen, aber sicher nicht oberste Priorität
    - Wenn ich verschiedene Angebote vorliegen habe, wobei Firma 1 das Material XY verwenden würde, Firma 2 das Mat. ABC, wo und wie kann ich das Geeignetere herausfinden?
    - Wär es zu empfehlen, nach gut 40 Jahren Eindeckung, auch gleich die Ziegel zu erneuern oder kann sowas nur nach Sichtung gesagt und beurteilt werden?
    - Sollte ich bei der Angebotserstellung auf irgend was bestimmtes hinweisen?
    - Und, last, but not least, was wäre ein reeller Preis für nen m², ohne Ziegel, gehts eher in Richtung über 150 Teuronen oder bleibts noch drunter?

    Dachfläche ca 120-150 m², Neigung 30 grd, ausser Kamin noch 4 Fenster als Durchbrüche

    Ich weiss, es hat sicher keiner eine Glaskugel auf dem Schreibtisch stehen, aber ich hoffe nicht, dass die Schätzungen sich von 3Mark fuffzich bis zu "unrentabel bei der alten Hütte" ausdehnen.
    Wenn ich nur ne Hausnummer hätte, +/- 20%, da wär mir echt schon gut geholfen.

    Ich hoffe sehr, mit den (sehr) spärlichen Angaben was erfahren zu können, kann auch gerne noch was nachschieben an Infos.


    Schon mal vielen Dank für einen heissen Tipp und ein schönes WE noch! :bierchen:

    bis dann dann
    thomas
     
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  3. Neutal

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    Ich kann Ihnen da nur Systeme mit Holzweichfaser oder Zellulose empfehlen. Gerade im Sommer spielen diese Dämmstoffe Ihre stärken aus und es bleibt unter dem Dach deutlich kühler.<br>Einziger Nachteil ist die WLG &nbsp;die aber mit gut 040 immer noch ganz anständig ist.
     
  4. #3 susannede, 28. Juli 2012
    susannede

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    Moing Thomas,

    Dir ist schon klar, dass allein Deine Angabe
    Dachfläche eine Unschärfe von mehr als 20% enthält...?:shades

    Der erste Schritt hier ist, festzustellen, was Dein Dach überhaupt noch lastentechnisch ab kann,
    also wie die statischen Voraussetzungen (Konstruktion) sind.
    Der zweiten Schritt ist, die bauphysikalischen Bedingungen, die jetzt bestehen zu prüfen,
    um danach festzulegen, was dämmtechnisch zu tun ist.
    Vorallem auch die Anschlüsse zu allen Rändern, also Giebel, Traufe, Drempel usw. !

    Haste falsch verstanden.

    Bei Dir könnte das auch z.B. eine Sparrenaufdoppelung von außen sein (z.B. um 6 -12 cm) und eine Gefachdämmung von 12-18 cm und/oder eine zusätzliche Übersparrendämmung von 6 cm mit DWD bzw. Unterdach / Unterspannbahn.

    Dachziegel müssen runter, Gefache müssen ggf. ausgeräumt werden
    (sind zur Zeit wie gefüllt / was ist im Bestand ?),
    feuchtevariable Dampfsperre mit z.B. sd-Wert von 0,05 bis 2 m müßte von außen rein
    (im Gefach diffusionsdichter, über'm Sparren hochdiffusionsoffen).

    Welche Dämmung dann rein kommt, also mineralisch, Fasern (Holz/Hanf) oder sonst,
    ist erst einmal wurscht, an dieser Stellschraube dreht die Bauphysik.
    Nur harte Dämmungen wegen Schallschutz vermeiden.

    Ob es sich lohnt, die alten Ziegel wieder neuverlattet drauf zu tun,
    hängt vom Zustand ab, Du benötigst ja auch mehr Ziegel,
    da das Dach in der Fläche etwas größer wird.
    Dann noch die Gerüstkosten noch hinzu.

    Der allerwichtigste Hinweis wäre aber,
    dass falsch geplante Dächer die größten Schäden nach sich ziehen.
    Dein:

    kann dann nur heißen: ich habe keinen Plan und davon ganz viel.:winken

    Wie willst Du ohne richtige Planung erstens die schadensfreie Lösung finden
    und zweitens vergleichbare Angebote erhalten ???
     
  5. tjs2710

    tjs2710

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    Hallo Flocke!

    Erst mal merci für die schnelle Antwort von Ihnen.
    Die vorgeschlagenen Systeme wären dann wohl in Plattenform direkt auf die Sparren anzubringen wenn ich das mir so vostelle?
    Darf ich noch wissen, was WLG bzw es sich mit 040 auf sich hat?
    Sorry, aber mein Fachwissen ist halt mal an einer ganz anderen Ecke angesiedelt, darum die Frage.

    MfG
    thomas
     
  6. #5 susannede, 28. Juli 2012
    susannede

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    googlen üben.
     
  7. mls

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    . bestand prüfen, bei positivergebnis:
    .. gefache "tunen"
    .. für den bauzustand vorsorgen
    .. aufdachdämmung/aufdopplung etc.
    .. anschlüsse, dampfmodulator etc

    alles nur nach untersuchung/bewertung/gesamtkonzept.
    kostet, lohnt aber: ich hab momentan tages-max-temp
    von 24° unterm dach (draussen im schatten: 31°)
     
  8. tjs2710

    tjs2710

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    Hallo Susannede,

    auch dir erst mal ein Merci für die Auskunft, aber da bin ich jetzt voll ausgebremst.

    Wie ich ohne Planung eine Lösung finden will? Nun, wie jeder Laie halt auch, der sowas machen lassen muss dachte ich :-)))) würde ich die ganze Detailkentnisse besitzen hät ich sicher nicht so doof gefragt. Und ich dachte eben, da gibts Dachdecker, die ne Lösung haben, also ich meine die, die mir ihre Handswerksleistung anbieten. Ist sicher heute leider weit verbreitet, dass man als Auftraggeber sich so auskennen muss wie der Aufttragnehmer, aber wenn ich alles wissen muss, was andere können sollen, dann kann ich es ja gleich selbst machen.
    Meine Frage wg der Größenordnung bezüglich des Preises bezog sich auf den m², wär also Wurscht ob es sich um 120 oder 150 handelt denke ich. Dass der m²-Preis so abhängig ist von der Gesamtfläche hät ich nicht gedacht, aber ok, wenn du das sagst. ;)

    Was ich aber schon mal falsch vestanden hatte war er Begriff der Aufdachdämmung, dachte ich, damit sei allgemein das Dämmen von Aussen gemeint, unabhängig von der Ausführung.

    Aber ok, das ist ja alles erst mal in weiter Ferne, wenn ich deine als erstes aufgeführten Punkte sehe:
    "....Der erste Schritt hier ist, festzustellen, was Dein Dach überhaupt noch lastentechnisch ab kann,
    also wie die statischen Voraussetzungen (Konstruktion) sind.
    Der zweiten Schritt ist, die bauphysikalischen Bedingungen, die jetzt bestehen zu prüfen,
    um danach festzulegen, was dämmtechnisch zu tun ist.
    Vorallem auch die Anschlüsse zu allen Rändern, also Giebel, Traufe, Drempel usw. !...."

    Da muss ich also erst mal da schauen, was ich in Erfahrung bringen kann, da ich die Hütte nicht gebaut habe.

    Vielen Dank für deine einen Laien glatt erschütternde Kritik an der Fragestellung, ich werd mich mal dann gaaaanz leise zurückziehen und wenn ich in dann in der Abendschule das alles gelernt habe und alles weiss, dann nochmal nachfragen, smile

    Eine gute Zeit wünscht
    thomas
     
  9. #8 susannede, 28. Juli 2012
    susannede

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    Ich weiß ja jetzt nicht, wo da die erschütternde Kritik war ?
    Ich hab Dir recht viele Hinweise für die Planung gegeben
    und das bei fast 0 verwertbaren Infos Deinerseits.

    Du willst 150 Teuronen ausgeben,
    bist aber nicht gewillt, Dich soweit aufzuschlauen,
    dass das Ergebnis was werden könnte.
    Aber wenn Du Dir ein neues Auto kaufst, was vermutlich ein paar Ocken weniger kostet...?
    Interessant.

    Abendschule oder Schmolleckchen - mach mal. :D
     
  10. mls

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    unlogisch/unnötig, oder? ;)
    günstiger wäre, einen fachmann mit
    anamnese - diagnose - therapiekonzept
    zu beauftragen. danach mit ausschreibung, überwachung .. usw.
     
  11. #10 susannede, 28. Juli 2012
    susannede

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    Schrei nicht so...bei 24°C.
    Innere Erregung erhöht Temperatur und Luftfeuchte.
     
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    Da war ja auch der Fachmann tätig!

    Zum Vergleich: Auch diese Außentemperatur, aber PUR-Aufdachdämmung. Unterm Dach Sauna, nicht zum Aushalten! :mauer
     
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    Das wäre mit einer vernünftigen Zellulosedämmung nicht passiert. Bei meinen Eltern habe ich den Flachdachanbau mit 24 cm Zellulose ausgeblasen. selbst im Hochsommer bleibt es angenehm kühl. Bei der früheren Mineralwolle wollte sich dort niemand aufhalten.
     
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