Aufsparrendämmung und Photovoltaik beim Neubau

Diskutiere Aufsparrendämmung und Photovoltaik beim Neubau im Dach Forum im Bereich Neubau; Ja – wieder mal das Thema Aufsparrendämmung, habe schon alles mögliche hier gelesen, deckt aber nur zum kleinen Teil unsere Fragen und ab – darum...

  1. #1 wuselklaus, 25. Juni 2011
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    Ja – wieder mal das Thema Aufsparrendämmung, habe schon alles mögliche hier gelesen, deckt aber nur zum kleinen Teil unsere Fragen und ab – darum mal ein neues Thema:

    Wir planen (bevor wieder die „Keule“ kommt: Mit wir meine ich: unseren Bauingenieur, Statiker und mich) ein „einfaches“ Pfetten-Satteldach (25°, Rohbaumaß: 10x12,5m) Dachüberstand Giebel: 0,7, Traufe 0,6m. Kein Dachfenster, keine Gaube, Schornstein geht durch das Norddach.

    Dämmung diffusionsoffen mit Holzfaserplatten auf der Schalung darauf eine zweite Schicht Mineralfaserplatten (den Materialmix habe ich vorgeschlagen – ich spekuliere auf eine bessere Kombi aus Brandschutz, Wärmespeicherkapazität, Kosten und evtl. auch ein besseres Schallabsorptionsverhalten da Mifa und Holzfaser vermutlich in verschiedenen Frequenzbereichen unterschiedlich gut wirken). Lärm ist aber in der Gegend auch nicht das Problem.
    Gesamtdämmstärke: 22-24cm, Ziegeldeckung.

    Im Traufbereich werden Aufschieblinge montiert für die Giebelseite überlegen wir noch eine „elegante“ Variante. Ein Vorschlag ist, mit einer Art „Giebelaufschiebling“ zu Arbeiten und die Höhendifferenz zu den Pfetten mit kleinen Edelstahlstützen zu überbrücken – das Aufdoppeln gefällt uns nicht so sehr. Unser Statiker hat sich hierzu aber noch nicht geäußert.

    Falls zu dieser Giebelfrage jemand noch andere Ideen hat: Gerne

    So weit so gut – das bekommt man sicherlich alles irgendwie hin. Schwieriger wird die nächste Anforderung: Photovoltaik auf einer Dachhälfte (Nun muss unser Statiker doch noch arbeiten).

    Bei einer Montage mit Dachhaken, die bis in den Sparren verschraubt werden dürfte es schwierig werden, die Sparren zu treffen.

    Momentan stehen zwei Ideen im Raum:

    1. man macht die Sparren dünner und die Konterlattung dicker, verschraubt natürlich alles nach statischen Vorgaben (sinnvoller Weise auch die Dachlatten auf der Südseite). Die Konterlatten könnten auch zusätzlich breiter werden (solche Details sind dann Sache des Statikers und Schraubenherstellers).
    2. man wählt Dachhaken (heißen dann wohl meist Dachanker), die für eine Montage ohne Verschraubung in die Sparren ausgelegt sind. Im Bereich der Dachüberstände kann man ja übliche Haken direkt mit den „Überstandssparren“ verschrauben und hat dann auch das Problem der dort höheren Windlasten im Griff.

    Solche Dachanker bieten wohl min. 2 Firmen mit Statik an:

    http://www.photovoltaikforum.com/montagesysteme-f4/dachhakenbefestigung-aufsparrendaemmung-t39876-s15.html

    Indachsystemen stehe ich skeptisch gegenüber wegen der Hinterlüftung (nicht nur für die Module sondern auch für den Dachaufbau darunter)

    Insgesamt scheint es aber bei der Kombi Aufsparrendämmung und Photovoltaik wenig Leute mit Erfahrung zu geben – darum meine Frage hier: In welche Richtung würdet Ihr denken, hat jemand noch weitere Vorschläge bzw. ist in der Ausführung dann schon mal auf Probleme gestoßen, an die zuvor keiner gedacht hat?

    „Vereinfacht“ wird das ganze evt. dadurch, dass man Dinge wie Sparrenabstand, Ziegel und Montagesystem zusammen planen und evtl. aufeinander abstimmen kann (z.B. Sparrenabstand auf ein vielfaches der Ziegelbreite.
     
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  3. Jonny

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    es gibt aber auch 'indach'-Lösungen die auf die Lattung geschraubt werden. Also bleibt der Luftraum in höhe konterlattung erhalten.

    nur mal so als Idee.

    Grüsse
    Jonny
     
  4. #3 gunther1948, 25. Juni 2011
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    hallo
    und da hängt alles an der dachlatte und die ist mit einem nagel befestigt und normalerweise ist das noch ein glattschäftiger. das sieht zwar einfach aus, auf dem video, aber statisch hät ich da so meine bedenken.
    bei meinen untersuchungen von pv- verankerungen war der halter noch nicht dabei.
    (flender flux)
    gruss aus de pfalz
     
  5. #4 wuselklaus, 26. Juni 2011
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  6. Jonny

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    drum schrub ich ja 'höhe konterlattung'

    und wenn du Indach und co in's Rennen wirfst, brauchst du nicht über Modulhinterlüftung meckern. :D

    ich meinte sundeck, kannst dir ja mal anschauen.

    @gunther
    er hat doch ne'n Statikus, der wird dann schon geschraubte Latten einplanen.

    Grüsse
    Jonny
     
  7. #6 wuselklaus, 26. Juni 2011
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    @Jonny: Habe sie mir angeschaut: Mich stört da vor allem eines: Durch die Festlegung au bestimmte Module wird es fast ein Zufallstreffer, wenn man die Dachfläche weitgehend komplett belegen möchte.

    Was die Hinterlüftung anbelangt: Auf irgend einer Messe bin ich mal über ein System gestolpert, das einen fast so große Hinterlüftung hatte wie eine übliche Haken-/Schienenmontage - finde ich aber auf die Schnelle nicht wieder. Hatte auch für mich andere Nachteile (vergessen, welche)

    @gunther1948: könntest Du evtl. noch etwas mehr zu Deinen Erkenntnisen durch die eigenen Untersuchungen zu den Verankerungen erzählen? Bin auch noch über einen weiteren möglichen Haken gestolpert:

    http://www.rem-gmbh.de/Dachhaken-Typ-1.110+M54a708de802.0.html?&cHash=f1d8dcf369&tx_jppageteaser_pi1[pointer]=1

    Ich frage mich nur, ob dieser Haken nicht eher Vorteile bei steileren Dächern bietet, da er an zwei Latten befestigt wird. Welche weiteren Haken waren denn in Deiner Auswahl?
     
  8. #7 gunther1948, 26. Juni 2011
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    hallo
    musste mal suchen hab da irgendwo in letzter zeit was über randabstände von schrauben etc. geschrieben.
    haken oben die last aus gewicht und sog geht weiterhin nur auf eine latte nur für die kräfte parallel zur dachfläche wirkt die obere befestigung.

    gruss aus de pfalz
     
  9. #8 wuselklaus, 26. Juni 2011
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    Hätte denn auch jemand Anregungen zur Frage der Giebelausführung (ich nenne das mal "Giebelaufschiebling". Hat irgend jemand so eine Lösung mit kleinen Edelstahlpfosten als Höhenausgleich / Lastabtragung schon mal irgendwo gesehen oder gar umgesetzt?

    Ein Foto wäre hier hilfreich um sich das besser vorstellen zu können (kann ja auch sein, dass das eher blöd aussieht).

    Die Pfettenaufdopplung hat für mich einen gwissen Holzklotz-Charme.
     
  10. #9 gunther1948, 26. Juni 2011
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    hallo
    jetzt wuselst du dich aber durch alle details, hast nix planer oder was ?

    gruss aus de pfalz
     
  11. #10 wuselklaus, 26. Juni 2011
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    ... nun achtet man schon darauf, gewisse Fragen von Anfang an klar zu beantworten - nützt offenbar nichts. Deutlicher kann ich nicht schreiben, dass wir natürlich einen Planer und Statiker haben!!! Deutlicher kann ich auch kaum schreiben, warum ich dieses Thema eröffnet haben (einfach oben nochmal nachlesen). Hier also nochmal zur Unterstreichung: Weder Planer noch Statiker haben das so schon mal ausgeführt (ich sowieso nicht). Wir alle wären an evtl. gemachten guten oder schlechten Erfahrungen interessiert falls das jemand schon mal so oder ähnlich gemacht hat. Ich glaube, das Forum könnte auch gewinnen, wenn nicht so häufig und schnell die "Planerlosigkeit" ins Feld geworfen würde.
     
  12. #11 gunther1948, 26. Juni 2011
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    hallo
    wuselklaus woher soll ich wissen um wieviel aufdopplung das da geht ond welche kräfte da abgetragen werden müssen.z.b ortgang erhöhte soglast etc. ich weiss noch nichtmal ob du ein pult-, sattel-, walmdach oder wasweissich hast, welche dachneigung, welche gebäudehöhe,- abmessungen, welchen ortgang überstand, welches tragsystem stehender pfettendachstuhl, liegender pfettendachstuhl, kehlbalkendach, sparrendach.
    also kein grund gleich wuschig zu werden.

    gruss aus de pfalz
     
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  14. #12 wuselklaus, 26. Juni 2011
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    Hallo gunther1948,

    es wäre hilfreich, meinen ersten Beitrag nochmal zu lesen - da stehen viele Angaben schon drin.
    Was noch nicht drin stand: Höhe über NN: 247 m üNN im Ruhrgebiet (rings herum ist alles tiefer, hin und wieder also "recht windig"). Windlastzone lt. Karten im Netz: 2

    Schneelastzone sk = 0,65 kN/m² laut Datenbank (würde mit einem leichten Aufschlag rechnen, da hier "oben" sichtbar mehr Schnee liegt als 3km entfernt und 100 m tiefer).
    Die geplante Dämmstärke liegt wie erwähnt bei 22 bis 24 cm - die erforderliche Aufdopplung kann man momentan nur schätzen, da momentan wie gesagt Planungsvarianten diskutiert werden aber noch nicht gerechnet wurde.

    Gebäudehöhe: 7,6 m über Gelände

    Dachziegel: 45 kg pro qm

    Bei den exakten Dachstuhlbezeichnungen bin ich nicht so firm. Pfettendach hatte ich ja schon geschrieben:shades, genauere Beschreibung: Fußpfette auf Ringbalken, Mittelpfette auf Ringbalken wie Planer Statiker die Firstpfette planen weiß ich momentan nicht. im DG sind auch noch tragfähige Wände, die sich als Auflage für die Pfetten eignen würden - hier müßte ich den aktuellen Planungsstand erfragen. (Ist das dann nun ein "liegender Pfettendachstuhl?)

    ... ich werde auch nur selten wuschig - eher mal wuselig (was immer da ein oder andere auch genau ist). :Brille
     
  15. mls

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    die idee, latten zu schrauben, sorgt bestimmt für begeisterung ;)

    wenn ich derartige befestigungen plane, freue ich mich über ausreichend
    dimensionierte und befestigte luftlatten.
    wenn ich ein dach plane, freue ich mich über angaben zum gewünschten
    pv-befestigungssystem in form belastbarer zahlenwerte.
    es gibt also eine schnittstelle - ob der für das gebäude beauftragte twp
    diese schnittstelle von beiden seiten bearbeitet, ist ggfs. zu klären.
    "wenig erfahrung" oder "noch nie gemacht" ist bei geistesakrobaten
    kein hinderungsgrund - und immer noch besser als manch geistloser murks.

    ortgangseitiger dachüberstand von 70cm (das ist statisch-konstruktiv ggfs.
    auch etwas mehr) ist beherrschbar, kommt u.a. auf den grundlegenden
    lattenquerschnitt, geringfügig auch auf den typ der dachpfannen/-steine an.

    überflüssig zu erwähnen? besondere leistungen ziehen besondere honorare an.
     
Thema: Aufsparrendämmung und Photovoltaik beim Neubau
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