Ausführung Außenwände so korrekt?

Diskutiere Ausführung Außenwände so korrekt? im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo zusammen, wir wandeln bei unserem RMH den Balkon im 1.OG in Wohnraum um. Die Trennwände zu den Nachbarn sind Mauerwerk in Bestand. Auf...

  1. #1 Waterdragon, 8. November 2014
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    Hallo zusammen,

    wir wandeln bei unserem RMH den Balkon im 1.OG in Wohnraum um. Die Trennwände zu den Nachbarn sind Mauerwerk in Bestand. Auf der Außenkante des Balkons (Stahlbeton-Träger) sollen 3 Mauerschieben erstellt werden, dazwischen werden Fensterelemente eingebaut. Vorgabe des Statikers: zwecks Lastabtrag im EG in Tiefe des Balkons eine Bodenplatte mit Fundament erstellen, links und recht zwei Mauerscheiben für den (geringen) Lastabtrag des Balkons. Sämtliches Mauerwerk soll mit 17,5er Porenbeton PPW4 erstellt werden.

    Unser Maurer hat das nun umgesetzt, SV kommt kommende Woche um sich das anzuschauen. Heute war ein befreundeter Maurer (ist ein anderer *g*) auf der Baustelle und meinte, das wäre keine fachgerechte Ausführung. Nächster Termin mit dem umsetzenden Maurer ist vor dem SV - da würde ich das Thema schonmal ansprechen wollen. Daher die Frage in die Runde, ob die Ausführung so auf Euch einen korrekten oder bedenklichen Eindruck hinterlässt (ich weiß, keine Glaskugel):

    (1) Tragende Mauerscheiben im EG:
    Das sind zwei 17,5er PPW4 60cm breit. Jede Mauerscheibe wurde an der angrenzenden Wand mit Ankern befestigt. Die Oberkanten der Mauern enden knappe 5mm unter dem Unterzug des Balkonträgers. Verschlossen bzw. eher zugeschmiert wurden die oberste Fuge mit Porenbetonkleber, jedoch nicht vollflächig. Ich kann von der Seite einen Zollstock 20cm tief einschieben.
    - Hätte das nicht vollflächig sein müssen, um einen kraftschlüssigen Verbund herzustellen?
    - Ist das mit dem Porenbetonkleber zulässig, oder hätte das Unterstopfmörtel sein müssen?

    (2) Nicht-tragende Mauerscheiben 1.OG:
    Diese drei Wandscheiben müssen nicht tragen sein, da kein Lastabtrag von oben. Sie wurden gegen den Träger des Balkons im 2.OG gemauert. Die oberste Fuge wurde von innen wieder mit Kleber zugeschmiert. Auf Wandinnenseite kann man den getrockneten Kleber stellenweise mit einem Schraubenzieher leicht durchstoßen, dahinter Luft. Auf der Außenseite ist die oberste Fuge bis 4-5cm Tief komplett nicht geklebt/verfugt - also offen. Der Maurer kam da wohl nicht dran?! Bei einer Mauer kann man wieder den Zollstock um 20cm einschieben.
    - Hätte hier nicht ebenfalls vollflächig verklebt/unterstopft werden müssen? Oder gibt es für nicht-tragende Wandscheiben einen großzügigen Toleranzbereich?!?

    Die linke und rechte Wandscheiben (je 60cm breit) sind mit Ankern an Bestandwand befestigt. Die mittlere Mauerscheibe (Breite 110cm) steht aber frei (da links und rechts davon Fenster eingebaut werden)!! Wären hier bei oberster Lage irgendwelche Anker oder Winkel notwendig gewesen? Wenn, dann sind hier bestenfalls Siemens Lufthaken in hochtransparent verbaut.

    Was meint Ihr dazu? Oder muss der Beitrag schon in die Kategorie Baumurks (hoffe nicht)....

    Viele Grüße
     
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  3. Gast036816

    Gast036816 Gast

    was ist im ausführungsplan im detail dargestellt?

    gibt es überhaupt eine detailplanung? von wem?
     
  4. #3 Waterdragon, 8. November 2014
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    Die Ausführungspläne vom TWP umfassen Zeichnungen mit Positionen, Bemaßungen, Materialen Bestand und Neu für das neu zu erstellende Fundamtent, BoPla, und Mauerwerk sowie die Bewehrungsplan, Schneideskizzen, Stahlliste. Daraus sollte eigentlich alles ersichtlich sein.

    Worauf zielt die Gegenfrage ab?
     
  5. Gast036816

    Gast036816 Gast

    dann müsste in den unterlagen auch beschrieben sein, wie die anschlussfugen auszubilden sind.
     
  6. #5 Waterdragon, 9. November 2014
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    In den Unterlagen steht "Die Stoßfugen werden vermörtelt ausgeführt", mehr nicht.
     
  7. Gast036816

    Gast036816 Gast

    dann sollte dein planer schnell nachbessern.
     
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  9. Skeptiker

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    Für den Deckenanschluß der nichttragenden Mauerwerkswände muss es ein gleitendes Ausführungsdetail geben! Durch eine Vermörtelung wird die Wand tragend!

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  10. #8 Waterdragon, 9. November 2014
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    Soll hießen, für den tragenden Teil ist die Planung ok, für den nichttragenden muss der TWP nachbessern?

    Und der Maurer(meister!) kann an der Stelle nicht wissen, was er tun muss - dann hätte er aber die Hand heben müssen? Oder er darf trotzdem einfach lsolegen - dann gibt es doch bestimmt Normen, RiLi, aRdT, etc. Bei tragenden Wänden reicht dann eine unregelmässige Vermörtelung/Verklebung von 70% der Fläche. Hmm ... und der nicht tragende Anschluß wird dann durch Teilverklebung irgendwann von alleine gleitend :). Das kann ich mir nicht so recht vorstellen... wie seht Ihr das?
     
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