Ausführung Ortgang? Max. Dachlattenüberstand?

Diskutiere Ausführung Ortgang? Max. Dachlattenüberstand? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich habe schon gesucht, aber nix wirklich gefunden, weder hier noch wo anderst. Wie muss beim Neubau der Dachüberstand ausgeführt...

  1. linuxdep

    linuxdep Gast

    Hallo,

    ich habe schon gesucht, aber nix wirklich gefunden, weder hier noch wo anderst.

    Wie muss beim Neubau der Dachüberstand ausgeführt werden?
    Giebel ist aus 36,5er Poroton, der letzte Dachbalken ist davon nach innen noch mal ca. 10cm weit weg, dann ist noch ein äusserer Dachüberstand von ca. 20cm geplant. Damit ergibt sich von dem letzten Balken ca. 65-70cm.

    Ist das o.k. wenn das nur mit Dachlatten überbrückt wird? Von unten ist dann ein Brett untergenagelt, zwischen den Dachlatten wurden aussen noch mal Dachlattenstücke eingesetzt.
    Mir scheint es, als wenn das Dach leicht gebogen ist...gibt es da eine Ausführungsbeschreibung? Damit ich dem Dachdecker sagen kann, wie er es machen muss, damit es Facharbeit ist! (Denn die will er ja auch abrechnen)

    Hoffe auf fachliche Hilfe hier...
     
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  3. mls

    mls Bauexpertenforum

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    und?
    was sagt die planung? :)
    da müsste doch alles berechnet und detailliert sein?
    oder will der architekt die facharbeit nur abrechnen, aber nicht abliefern? so ein schlingel ;)
     
  4. carpe

    carpe

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    @mls:
    In meiner Praxis kommen nur selten selten Fälle vor, in denen solche Punkte vom Architekt schon genau geplant sind.
    In der Regel bleibt dies mir als Ausführendem überlassen, zumal auch das Ziegelmodell erst kurz vor knapp ausgewählt wird und somit in eventuell vorhandenen Ausführungsplänen garnicht genau berücksichtigt werden kann.

    Zum Fall: Prinzipiell würde ich da jetzt kein Problem sehen wenn der Giebel sauber bis OK Sparren hochgemauert und abgezogen ist. Je nachdem kann da aber auch ein Ringanker mit oberseitiger Dämmung sein. Dann ist das vielleicht doch eher wieder nicht ganz unproblematisch.

    Kritischer sehe ich das eher am Traufpunkt wo das Dach noch über den Giebel hinausläuft und somit der überstand wirklich auch über 60 cm beträgt und sich sicher nach unten hängt.

    Aber das hat man halt von den modernen Sachen. Die Girlies laufen auf der Strasse im tiefsten Winter Bauchfrei rum und den Häusern wird kein ordentlicher Dachüberstand mehr spendiert.
     
  5. #4 VolkerKugel (†), 7. Februar 2006
    VolkerKugel (†)

    VolkerKugel (†)

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    Ähemm ...

    ... wird "in den seltensten Fällen vom Architekten geplant". Das kann ich nicht auf mir/uns sitzen lassen.

    Vorab: ausreichender Dachüberstand muss sein - auch am Giebel - schon zum Schutz der Fassade.

    Möglichkeit 1:
    Die Pfetten gehen durch und man legt einen Flugsparren drauf.

    Möglichkeit 2 (meine):
    Die Pfetten gehen nicht durch, weil ich ein Wärmedämmverbundsystem aufbringen will (und weil ich die üblichen Ausrundungen und -kehlungen an den Pfettenköpfen optisch auch nicht so optimal finde).
    In den oberseitig gedämmten Ringanker werden Stahl-Vierkantprofile sparrenmittig mit einbetoniert, die innen mindestens über zwei Sparrenfelder führen und außen den Flugsparren im gewünschten Abstand halten.
    Flugsparrenansicht und die Unterseite bis zum WDVS werden verschalt, so wie die traufseitigen Überstände.
    Das Haus hat einen sauberen Deckel. :D

    Freundliche Grüße . Volker Kugel
     
  6. H.PF

    H.PF

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    @ V K

    hast du da mal ein Detail? Das habe ich noch nie so gesehen und auch nicht verstanden.

    Sparrenmittig und dann noch über 2 Sparrenfelder: Machst du in die Sparren ein Loch rein um die Eisen Sparrenmittig über 2 Felder durchzuführen?


    Ich mache bei solchen Aktionen meistens auf die Unterspannbahn, die ich bis Aussenkante Mauerwerk führe eine Konterlattung, die ich mit Schlagdübeln festmache.
    Dadurch sind die Latten geführt und können nicht weg. Dann ist das überhaupt kein Problem mit dem weiten Abstand zum Sparren


    Gruß Holger
     
  7. #6 VolkerKugel (†), 7. Februar 2006
    VolkerKugel (†)

    VolkerKugel (†)

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    @Holger ...

    ... kommt gleich, geht bei mir nicht so schnell über den Umweg CAD/pdf.

    Freundliche Grüße . Volker
     
  8. linuxdep

    linuxdep Gast

  9. linuxdep

    linuxdep Gast

    ach so, lese gerade noch, die Ortgangsteine müssen geschraubt oder genagelt werden??? Immer? oder gibt es Steine die wegen ihrem hohen eigengewicht nicht befestigt werden müssen?
     
  10. H.PF

    H.PF

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    Am Ortgang gehört eine Latte drunter, dann passt das.

    Ortgänge müssen IMMER geschraubt werden und lass dich nicht auf Nageln ein, das taugt nichts. Ich schraube immer jeden 2. Stein bei Dachsteinen, dann kan man auch mal einen austauschen, ohne den ganzen Ort abbauen zu müssen.


    Gruß Holger
     
  11. #10 VolkerKugel (†), 7. Februar 2006
    VolkerKugel (†)

    VolkerKugel (†)

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    Also Holger ...

    ... hier hast Du die Skizzen (der Mensch muss auch mal zu Abend essen und gucken, wer sich wieder wo und warum auf die Hörner gehauen hat).

    Ich hoffe, Du kommst damit klar.

    Freundliche Grüße . Volker
     
  12. H.PF

    H.PF

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    Du machst wirklich Löcher in die Sparren :yikes

    Das habe ich ja noch nie gesehen



    Gruß Holger
     
  13. #12 VolkerKugel (†), 7. Februar 2006
    VolkerKugel (†)

    VolkerKugel (†)

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    Nein, ich nicht ...

    ... die macht mein Zimmermann :D . nur die Idee ist von mir.

    Der ist übrigens mittlerweile so schlau - allerdings auch in der 2. Generation - dass er seinen gesamten Abbund nach meinen Planvorgaben in seinen PC eingibt und ´ne CD ans Sägewerk schickt.
    Die richten den ganzen Kram her einschließlich aller Ausschnitte (und die Balkenschuhe für die Kehlbalkenlage sind auch schon dran) inklusive dann vollflächiger Imprägnierung und Nummerierung aller Hölzer.

    Er hat mir im letzten Jahr den Dachstuhl für ein 10-FH (27 x 11,50m + 5 einbindende Erkerdächer) in schlappen 3 Tagen aufgeschlagen. Die Säge hat er nur gebraucht, um die Traufbretter abzulängen, ansonsten nur Hammer und Nägel. Soll ich Dir mal die Adresse geben?

    Freundliche Grüße . Volker
     
  14. H.PF

    H.PF

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    Bei einer elektronischen Abbundanlage sollte das passen und eigendlich normal sein.

    Leider kann ich nicht einen eigenen Zimmerer nehmen, da mein Hausanbieter im Rücken mit einer Firma fest zusammenarbeitet, die Deutschlandweit für uns zum Festpreis die Dachstühle richtet. Die sind jetzt neu bei uns und arbeiten ausgesprochen sauber und präziese. Denen schaue ich allerdings auch genau auf die finger, die alte Firma schluderte schonmal, da gab es dann Zapfenversätze von so 5 - 10 mm und so. Immer so kleine Schludrigkeiten, die Nacharbeiten nach sich zogen. :motz :motz :motz
    Teilweise schlechtes Holz geliefert für die Dachlatten und Traufdielen, mit viel Baumrinde... :boxing :boxing

    Viel Ärger gehabt letztes Jahr mit den Zimmerern, jetzt haben die es besonders schwer bei mir, da scheue ich ganz genau hin und bemängel alles, was nicht sauber ist :smoke
     
  15. Lukas

    Lukas

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    Kleine Zwischenfrage

    vom Amateur.

    Da war doch die Rede von 20cm Dachüberstand, oder? Was spricht in diesem Falle dagegen, den Dachlatten ein Auflager auf dem Giebel zu geben?

    Gruß Lukas
     
  16. H.PF

    H.PF

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    Nichts, deswegen schrieb ich das hier:

    Gruß Holger
     
  17. #16 VolkerKugel (†), 7. Februar 2006
    VolkerKugel (†)

    VolkerKugel (†)

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    Einspruch, liebe Leute ...

    ... das funktioniert nicht!

    Auch bei Josefs monolithischem T9-Mauerwerk gehört eine Dämmung auf den Ringanker (und ohne Ringanker auf der Giebelwand geht´s ja wohl nicht!).
    Und dann wird die "weiche" Auskragung zu groß - das Zeugs ist schwer!

    Beim WDVS wird diese Auskragung dann nochmal größer.

    Und: wie stellt Ihr Euch denn die Untersicht von einem 20cm Dachüberstand aus Dachlatten vor :irre ?

    Doch Laien?. Aber auf die Architekten schimpfen! Na ja :sleeping

    Freundliche Grüße . Volker
     
  18. Lukas

    Lukas

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    Ich glaub da brauch ich Nachhilfe.

    Am Ortgang würde ich eine Windfeder vermuten.
    Wenn da ´ne Dachlatte hin kommt, was bei "Kurzbrettchenuntersicht" wohl muß, dann muß die auch beim Giebel ran. Das hat aber wohl nix mit der Stabilität des Überstandes zu tun.
    Der einzige Schwachpunkt könnte doch nur, wenn überhaupt, im Traufbereich sein.

    Gruß Lukas
     
  19. #18 VolkerKugel (†), 7. Februar 2006
    VolkerKugel (†)

    VolkerKugel (†)

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    Hallo Lukas ...

    ... Du warst leider schneller - lies mal das über Deinem Beitrag.

    Freundliche Grüße . Volker

    Ach ja, was bitte ist eine "Windfeder"? Da bin ich nun Laie.
     
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  21. susannede

    susannede

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    Laienmeinung...

    Hier wird das so ausgeführt:

    dort, wo zwischen den grünen Dachlatten die Teerpappe zu sehen ist, kommen dachlatten-starke, breite Bretter hinein, mit der selben Auskragung, wie die Dachlatten.

    Sie werden über 2-3 Felder der Konterlattung in dieser mitverschraubt. Das ganze wird ggf. von unten noch mit einer Dachlatte untereinander verbunden (da's dann sowieso noch weiß oder sonstwie verschalt wird).

    Dies erschien mir bisher immer als relativ stabile Auskragung ohne Flugsparren oder durchlaufende Pfetten.

    [​IMG]
     
  22. Lukas

    Lukas

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    Windfeder

    ist sich Brettchen oder Blech senkrecht ... watt erklär ich? Da hat sich schon einer die Mühe gemacht.
    Hast Du Bild1 von linuxdep gesehen? Glaubst Du an Ringanker und Dämmung? guxt Du Bild2, glaubst Du nicht mal mehr an Abdeckung von oben.

    Gruß Lukas
     
Thema: Ausführung Ortgang? Max. Dachlattenüberstand?
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