Ausführung Zuluftöffnung für den Ofen?

Diskutiere Ausführung Zuluftöffnung für den Ofen? im Heizung 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo zusammen, unsere Zuluft für den Ofen verläuft durch den Estrich und die Öffnung an der Außenwand ist aktuell mit einem "normalen" Rost...

  1. Smylo

    Smylo

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    Hallo zusammen,

    unsere Zuluft für den Ofen verläuft durch den Estrich und die Öffnung an der Außenwand ist aktuell mit einem "normalen" Rost abgedeckt. Laut den Unterlagen zu unserem Ofen schreibt die EnEV vor, dass dieses Rost verschließbar sein muss. Als ich unseren Heizungsmonteur darauf ansprach sah der wohl nur sein Geld flöten und legte vehementen Protest ein!
    Er erzählte etwas von Rauchvergiftung etc., natürlich ist dieses Thema nicht neu für uns und deshalb teilte ich ihm mit, dass wir extra einen zertifizierten raumluftunabhängigen Ofen gekauft haben, damit es zu keinen Probleme mit der eingebauten Lüftungsanlage kommen kann.
    Dies interessierte ihn aber nicht und er meinte die aktuelle Ausführung hätte so sein Richtigkeit.

    Wie ist es denn nun tatsächlich? Muss die Öffnung/ Zuluft außen verschließbar sein oder nicht und gibt es eventuell irgendwelche Richtlinien auf die ich unseren Heizungsmonteur verweisen könnte?

    Vielen Dank für Eure Antworten.
    Gruß
     
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  3. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Probleme mit Deinem zertifizierten Ofen bekommst Du dann, wenn mal vergessen wird eine absperrbare Zuluft zu öffnen. Dann holt sich der Ofen die Verbrennungsluft aus dem Raum.

    Probleme kann der Ofen auch dann machen, wenn die Lüftungsanlage eine Fehlfunktion hat und deshalb einen zu hohen Unterdruck erzeugt. Dann ziehen die Rauchgase in den Raum.

    Schornis hier verlangen:

    - Zuluftöffnung nicht absperrbar
    - Unterdruckwächter am Kamin/Ofen, der die Lüftungsanlage bzw. Dunstabzugshaube abschaltet, wenn zu hoher Unterdruck vorhanden ist.
     
  4. Smylo

    Smylo

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    Vielen Dank für die schnelle Antwort!
    Sofern dies der Fall sein sollte, bekommst Du diesen Ofen aber gar nicht angefeuert, da dieser eben nur raumluftunabhängig funktioniert. Einzig beim Öffnen der Ofentür, zum Nachlegen von Holz, wird Innenraumluft gezogen...
    Wir standen damals vor der Entscheidung, entweder Unterdruckwächter und einen günstigeren Ofen, oder eben direkt einen raumluftunabhängigen Ofen bei Verzicht auf den auf den Unterdruckwächter.
    Preislich und von der Flexibilität war unsere Entscheidung sicherlich nicht die beste, aber das Modell hatte uns einfach sehr zugesagt und da waren wir bereit die Mehrkosten in Kauf zu nehmen.

    Unser Schornsteinfeger hatte sich damals nicht mal die Zuluftöffnung angesehen, vielmehr interessierte er sich für die genauen Eckdaten des Ofens und der Art wie er angeschlossen ist. Dies reichte ihm völlig aus und er hat ihn abgenommen...

    Und wenn ich mir jetzt überlege, dass die durch den Esstrich laufende Zuluftleitung (unmittelbar unter den Heizschläuchen der FBH) ständig mit Luft durchströmt wird, dass dies für die Effizienz der Heizung etc. nicht förderlich sein kann. Bei einer verschlossenen Zuluftöffnung und einer damit ruhenden Luftschicht dürften die Auswirkugen weitaus kleiner ausfallen, außerdem verringert sich die Gefahr, das sich Insekten in der Zuluft einnisten.

    PS: Bei einem sogenannten LAS-Schornstein ist es nicht erforderlich, dass die Öffnung geschlossen werden kann, dies gilt wohl nur bei einer separten Zuluft durch den Esstrich oder oder der Sohle.
     
  5. #4 Smylo, 13. Dezember 2011
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13. Dezember 2011
    Smylo

    Smylo

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    Nachtrag:
    Anbei die Zusatzinformationen seitens des Herstellers.

    Ich habe den entscheidenen Teil mal "fett" markiert.

    Die Geräte sind in Anlehnung an EN 13240 Bauart zugelassen.
    Neben den Vorgaben der Anleitung sind folgende Punkte zu berücksichtigen:
    Verbrennungsluft
    • Die Verbrennungsluft muss dem Gerät von außen über eine dichte Leitung
    oder über ein LAS-Schornsteinsystem zugeführt werden. Sprechen Sie
    rechtzeitig mit Ihrem Bezirksschornsteinfeger die geplante Ausführung durch.
    Lt. EnEV soll die Verbrennungsluftleitung absperrbar sein. Die Stellung auf/zu
    muss eindeutig erkennbar sein.

    Bei LAS-Schornsteinsystemen ist dies nicht erforderlich.
    • Die Verbrennungsluftleitung wird hinten unten am Verbrennungsluftstutzen
    D=125mm des Gerätes mit Silikon dauerhaft dicht angeschlossen.
    • Für die Schornsteinberechnung ist ein notwendiger
    Verbrennungsluftvolumenstrom von 24,8 m³/h zu berücksichtigen.
    Anschluß Ofenrohr
    • Das Ofenrohr auf dem Anschlussstutzen D=150mm des Kaminofens mit
    Ofenkitt aufsetzen.
    Hierzu Kittspur innen auf die Unterkante des Ofenrohres auftragen und fest
    auf den konischen Stutzen aufstecken.
    • Den Kaminofen an dem vorgesehenen Aufstellplatz so ausrichten, dass das
    Ofenrohr in das Rohrfutter des Schornsteins passt. Dort ebenfalls wie
    beschrieben dauerhaft dicht anschließen.
    • Die Ofenrohranschlüsse müssen dauerhaft dicht sein. Das Ofenrohr darf nicht
    in den Schornstein hineinragen.
     
  6. planfix

    planfix Gast

    habe gerade in der enev das wort zuluft gesucht, da mich die fragestellung verwundert hat.
    zuluft kennt die enev nur im zusammenhang mit raumlufttechnik, sprich: lüftungsanlagen.
    ich konnte mich nicht daran erinnern so was in der enev gesehen zu haben, also absperrbere zuluft für einen ofen.
    aus meiner sicht sind leben und gesundheit auch wichtiger als energiesparwahn.
    das zuluftohr sollte schon gedämmt sein, schon alleine um kondensat zu verhindern, aber der eigentliche sog, der die zuluft aktiviert, entsteht ja normal erst beim einheizen.
     
  7. Baufuchs

    Baufuchs Gast

    Wenn tatsächlich nur dann eine Verbindung Ofen zu Raumluft besteht, wenn die Ofentür geöffnet ist, wozu dann das verschließbare Abluftgitter?
     
  8. #7 Achim Kaiser, 13. Dezember 2011
    Achim Kaiser

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    Denke mal es geht um die Vermeidung von Wärmeverlusten durch thermischen Auftrieb bzw. Druckdifferenzen.

    Was schlägt denn der Hersteller als Lösung vor ?

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  9. Smylo

    Smylo

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    Ich bin nur Laie und bezüglich der Hintergründe kann ich auch nur Mutmaßungen anstellen. Letztlich hatte ich eben dieses Zusatzblatt in den Händen und laß, dass laut EnEv... bla bla bla
    Deshalb war ich an unseren Heizungsbauer herangetreten und bat um Ausbesserung.

    Ich werde mich wohl mal an den Hersteller wenden und dort gezielt nachfragen.

    @planfix
    Den Link hatte ich nur aufgrund des Zitates hinzugefügt. Nicht das mich noch jemand als Guttenberg betitelt ;)
     
  10. planfix

    planfix Gast

    nach der EnEv sollst du wärmebrücken vermeiden.
    wenn das zuluftrohr gedämmt ist, dann hast du da genüge getan.
    mach außerdem auch sinn um kondensat zu vermeiden.

    daß der ofenbauer was von enev schreibt, zeugt jetzt nicht gerade von durchblick.
    hoffentlich wurde zuluft dann gedämmt ;)
     
  11. #10 Achim Kaiser, 13. Dezember 2011
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser

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    Isa, das Statement ist vom Ofenhersteller

    Mir ist das im Moment auch noch nicht so ganz klar, aus welchem Grund sie das so formuliert haben.

    Gruß
    Achim
     
  12. R.B.

    R.B.

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    Keine Ahnung warum der Ofenhersteller hier die EnEV heranzieht, aber nach FeuVO wäre eine Absperrung der Zuluft zulässig, zumindest in BaWü.

    Eine gut sichtbare Absperrung erfüllt in meinen Augen diese Anforderung nicht, aber darüber kann man wohl streiten.

    Gruß
    Ralf
     
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  14. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Weil das Thema mit den Einzelöfen ein Widersinn zur Absicht der EnEV ist.
    Wenn dann so ein Hersteller den ganzen Zirkus vermeiden will, schreibt er irgendwas rein... weil sie auch nicht so genau wissen wie und was...

    und schafft dann noch mehr Verwirrung wenn mal einer das Geschreibsel ernst nimmt.

    Kompromiss: Zuluftleitung ist gedämmt.

    Wenn hier nicht gedämmt ausgeführt wurde ... weitere Beiträge werden kommen: und nun...
     
  15. Smylo

    Smylo

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    Gedämmt wurde, ob dies in ausreichender Form geschah kann ich nicht beurteilen. Es wurde ein Material verwendet, welches an eine Art Isomatte erinnert und innen mit Mineralwolle gefüllt ist, Stärke ca. 4-5cm. Jetzt fehlt nur die Farbe, diese war schwarz. Ihr merkt schon, ich habe keine Ahnung, aber ändern liese es sich ja doch nicht mehr. Also hoffe ich mal, dass es ausreicht.

    Gruß und vielen Dank für Eure Meinungen.
     
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