Auslegung FBH im EG: Roter Faden

Diskutiere Auslegung FBH im EG: Roter Faden im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Ist-Zustand: Massivhaus Bj95, Buderus Gaskessel mit HS4201 Regelung. EG wird derzeit komplett umgebaut. Estrich ist bereits raus. Keller und OG...

  1. BauWerk

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    Ist-Zustand: Massivhaus Bj95, Buderus Gaskessel mit HS4201 Regelung. EG wird derzeit komplett umgebaut. Estrich ist bereits raus. Keller und OG haben konv. Wandheizkörper

    Vorhaben: Einbau einer FBH im gesamten EG

    Da mein Heizungsbauer auf eine Auslegung der FBH verzichten und am liebsten den Aufbau über RTL-Ventile am bestehenden Heizkreis realisieren will, würde ich gerne selbst bei der Planung mitwirken bzw ihm einige Details vorgeben. Er ist für sämtliche Anregungen offen...

    Was ich bisher gelesen habe, lässt mich in folgende Richtung tendieren:
    - Aufbau FBH als separater Heizkreis da meine Regelung dies unterstützt
    - Auslegung der FBH selbst übernehmen

    Was mir noch fehlt ist etwas der rote Faden wie ich vorgehen soll.

    Dieses Vorgehen hat R.B. mal vorgeschlagen:
    1. Heizlastermittlung DIN 12831
    2. Auswahl Wärmeerzeuger unter Berücksichtigung der WW-Bereitung
    3. Heizflächendimensionierung => HK bzw. FBH Auslegung
    4. Empfehlung: Kriterien der Behaglichkeit VDI 6030
    5. Rohrnetzberechnung => Hier wird der hydrl. Abgleich weitesgehend
    berücksichtigt. => Pumpenauswahl
    6. Hydraulikplan
    7. Hydraulischer Abgleich nach Installation

    Meine Fragen dazu:
    (a)
    Kann ich das für mich so anwenden, oder ist es möglich mit einer vereinfachten Vorgehensweise die FBH auszulegen (Kessel und Heizung im DG sollen ja unverändert bleiben).

    (b)
    Ohne jetzt in die DIN 12831 detailliert reingeschaut zu haben ergibt sich für mich die Frage: Reicht das vereinfachte Verfahren für die Heizlastberechnung für mein Vorhaben oder muss ich das ausführliche Verfahren durchführen?

    (c)
    Es sollte doch reichen wenn ich die Heizlast für jene Räume bestimme die mit einer FBH ausgeführt werden sollen. Der Rest des Hauses ist doch für die Auslegung egal oder werde ich irgendwann darüber stolpern das ich die gesamte Heizlast des Hauses benötige? Evtl. bei der Auslegung der Hydraulik/Pumpe wenn es ums trennen der Heizkreise geht?

    Danke!
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Die Zusammenstellung stammt zwar nicht von mir, aber das bedeutet ja nicht, dass sie schlecht ist, und deswegen zitiere ich diese gerne wenn sie zur Frage passt. ;)

    Du brauchst auf jeden Fall die raumweise Heizlast für die Dimensionierung der FBH, also für Pkt. 3.
    Ob man zwingend auf das ausführliche Verfahren setzen muss, darüber kann man streiten. Mit ein bisschen Gefühl für die Sache kriegt man das auch mit dem vereinfachten Verfahren hin. Die Abweichungen werden nicht so gewaltig sein.

    Der Rest des Gebäudes ist nicht egal, denn es geht ja auch an die Hydraulik, und dafür braucht man auch Details zu den anderen Räumen (Heizlast, Heizflächen). Sonst könnte es passieren, dass einem diese restlichen Räume die komplette Anlage (Funktion) ruinieren.

    Gruß
    Ralf
     
  4. BauWerk

    BauWerk

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    Danke Ralf. Dann starte ich mal mit der DIN 12831, zunächst wohl in vereinfachter Form, dafür aber für alle Räume...

    Um noch mal den Vorschlag meines Heizungsbauer zu analysieren: Was wäre schlimmstenfalls die Konsequenz wenn ich keine Berechnung anstelle? Er hatte vorgeschlagen die FBH-Kreise als „Schnecke“ zu legen. Für Küche (15qm), Flur (10qm) und Bad (8qm) je einen Kreis und im Wohnzimmer (35qm) 3 Kreise. Verlegeabstand immer 10 cm und ein 17er Rohr. Der Rest wird improvisiert.
    Wie hoch wäre die Chance das dieses System hinterher stabil läuft und alle zufrieden sind? Zufrieden = im Winter warm und energetisch halbwegs im Rahmen.

    Ich bin generell der genaue Typ und von daher für eine richtige Berechnung. Nur lohnt dieser Aufwand an dieser Stelle oder kann/soll ich meinen Heizungsbauer einfach nur machen lassen?
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Das kann man pauschal nicht beantworten. Irgendwie kriegt man das immer zum Laufen, aber wozu sollte man sich das Leben unnötig schwer machen?

    Es geht ja nicht um ein paar Watt mehr oder weniger, oder 10 oder 12cm VA, sondern man muss ja zuerst einmal schauen, in welcher Liga die Anlage spielt. Dann muss der ganze Kram später auch noch mit dem Bestand zusammen funktionieren.

    Es kann gut sein, dass man mit 10cm VA sehr gut fährt, und dass sich die Anlage später auch noch abgleichen lässt, aber ohne irgendwelche Anhaltungspunkte?

    Ach ja, und die Sache mit den RTL Ventilen würde ich dem Heizungsbauer ausreden. Einfach einen 2. Kreis aufbauen, zumal der Regler das sowieso schon beherrscht.
     
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