Auslegung Heizkörper bei Wärmepumpe

Diskutiere Auslegung Heizkörper bei Wärmepumpe im Heizung 2 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wir haben in unserem EFH eine WP mit FBH. Nun möchten wir den Dachboden ausbauen und einen Teil der Fläche als Wohnraum nutzen....

  1. olli295

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    Hallo,
    wir haben in unserem EFH eine WP mit FBH. Nun möchten wir den Dachboden ausbauen und einen Teil der Fläche als Wohnraum nutzen. Vor-/Rücklaufleitung hatten wir beim Bau vorsorglich schon mal stumpf auf dem Dach enden lassen. Dort soll nun keine FBH, sondern konventionelle Heinkörper montiert werden. mir ist noch bekannt, dass pro Kubikmeter Raumvolumen ca. 65 W Heizleistung vorgesehen werden sollen. Nun habe ich ja aber durch die WP eine deutlich niedrigere Vorlauftemperatur. Die Anlage ist über die Außentemperatur gesteuert und hat momentan (bei 12 °C) eine VL-Temperatur von 28 °C. Habe ich da überhaupt eine Chance, mit Heizkörpern den Raum warm zu bekommen oder wie groß muß ich die dann dimensionieren?
    Grüße,
    Oliver
     
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  3. R.B.

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    Wie groß? So groß wie eine FBH.:D

    Ist mir nicht bekannt. Was für eine "Norm" wird da herangezogen?

    Ich würde sagen, "zurück auf Los" und noch einmal von vorne überlegen.

    Zuerst einmal benötigst Du die Heizlast des Raums bzw. der Räume. Richtig wäre EN12831, oder zumindest eine Abschätzung über die Raumflächen.

    Dann kommt das nächste Problem auf Dich zu. Die üblichen Heizkörper werden bei so niedrigen FBH-Temperaturen kaum noch Leistung liefern. Selbst 3 lagige HK oder Gebläsekonvektoren werden evtl. nicht ausreichen. Das sieht man aber erst wenn die Heizlast bekannt ist.

    Der Verzicht auf FBH kostet Dich Effizienz beim Wärmeerzeuger, denn mit den typ. FBH Temperaturen wirst Du im DG nicht weit kommen. Duch die großen Außenflächen ist die Heizlast dort meist etwas höher als bei vergleichbaren Räumen im EG, selbst wenn gut gedämmt wurde.

    Gruß
    Ralf
     
  4. olli295

    olli295

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    Hat mir mal ein Bekannter so weiter gegeben, als Daumenwert. Bei rund 16 m² Fußbodenfläche und ca. 30 m³ Raumvolumen hatte ich eine Heizlast von 1800 - 2000 W abgeschätzt.
    Das DG ist gleich beim Bau gedämmt worden, analog zum OG. Das Haus ist ein KfW60-Haus, vom Dämmstandard also schon ordentlich. Eine FBH oben zu relaisieren würde aber bedeuten, den Fußboden nochmal rauszureißen, da ansonsten zusätzliche Höhe aufgebaut wird. Dann passen keine Türen mehr usw.
    Eine Alternative wäre noch, die Vorlauftemperatur wenigstens konstant auf 35 °C einzustellen. Das überlege ich ohnehin, wäre aber schon wieder ein anderer Thread. Dass eine höhere VL-Temperatur mit einer Verschlechterung des Wirkungsgrades einhergeht, ist klar, aber die Beheizung des Dachbodens mit einem elektrischen Gerät ist auch nicht wirklich toll.


    Gruß,
    Oliver
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Bei einem KfW60 Haus wirst Du bei 16qm Wohnfläche niemals 1,8-2kW benötigen. Das müsste fast schon für eine komplette Etage ausreichen.

    Kommt auf den Bodenaufbau an ob das Aufwand bedeutet oder nicht. 16qm sind ja nicht so viel.

    Du würdest also die Effizienz Deiner Anlage opfern nur um im DG noch ein paar qm zu beheizen?

    Wie wär´s mit einer Wandheizung? Kommt natürlich darauf an wie die Flächen genutzt werden sollen. Je nach Nutzung könnte man auch über Gebläsekonvektoren nachdenken.

    Bei 35/30/20 dürftest Du mit 2 sehr großen Heizkörpern das Zimmer noch warm kriegen. Aber wie oben schon angedeutet, nix Pi*Daumen, sondern richtig rechnen. Sonst gibt´s eine Bauchlandung.

    Gruß
    Ralf
     
  6. olli295

    olli295

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    Das nicht, aber der Fußboden (OSB) und die Wände sind schon fertig. Entweder, ich mache FBH über die gesamte Fläche, oder ich habe irgendwo im DG eine kleine Stufe.

    Naja, wie gesagt, wenn ich die Fläche elektrisch heizen muss, ist das energetisch auch nicht gerade optimal. Die Erhöhung der VL-Temperatur auf 35 °C als Festwert hätte nebenbei ja noch den Nebeneffekt, dass dann auch die schicken Handtuchheizkörper in den Bädern ihren angedachten Zweck erfüllen können. Keine Ahnung, wie stark sich das auf den Stromverbrauch der WP in der Praxis auswirkt. Glaube, die Frage sollte ich vielleicht nochmal bei den Heizungsleuten stellen...

    Hauptsächlich als Arbeitszimmer, also nicht permanent. Spätere Nutzung als Kinderzimmer aber nicht ausgeschlossen. Wandheizung dürfte schwierig werden wegen Dachschrägen.

    Grüße,
    Olvier
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Bei einem Arbeitszimmer könnte man evtl. noch einen Gebläsekonvektor einsetzen, aber für ein Kinderzimmer wäre das nicht mein Fall. Die Lüfter sind zwar schon sehr leise, aber noch lange nicht unhörbar.

    Hoffentlich ist überhaupt genügend Platz für richtig große Heizkörper, denn mit den typ. 80cm breiten und 60cm hohen HK wird der Raum sicherlich nicht warm.

    Der Rest ist einfache Mathematik.

    Gruß
    Ralf
     
  8. planfix

    planfix Gast

    versuch es lieber mit klimakonvektoren, die brauchen weniger temperatur als heizkörper.
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Aber wenn dort später einmal jemand schlafen soll.....:(:(:confused:

    Gruß
    Ralf
     
  10. planfix

    planfix Gast

    ja und?
    dann ballern die nicht volle leistung sondern stufe 1, das ist leiser als mein PC lüfter.
     
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  12. R.B.

    R.B.

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    Da kennst Du aber meine Chefin schlecht. Die hört wenn eine Maus im Nachbarhaus Asthma hat. Für mich sind Gebläse in Schlafräumen tabu, egal wie leise die sind.

    Gruß
    Ralf
     
  13. crax

    crax

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    Kälter wird´s dann nicht?
     
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