Ausschreibung Ergebnisse

Diskutiere Ausschreibung Ergebnisse im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Hallo, ich habe einen Bekannten, der eine neue Handwerksfirma gegründet hat (Sanitär + Heizung). Durch den aktuellen Bauboom hat er zwar...

  1. bismku

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    Hallo,

    ich habe einen Bekannten, der eine neue Handwerksfirma gegründet hat (Sanitär + Heizung).
    Durch den aktuellen Bauboom hat er zwar einige Aufträge und kann gut davon leben, allerdings ist er lange noch nicht ausgelastet, da er noch "neu" am Markt und daher ubekannt ist. Er hat mir jetzt erzählt, dass er bei einigen Architektenausschreibungen sehr gute Preise gemacht hat, aber trotzdem nie zum Zuge gekommen ist.

    Daher würd ich gerne verstehen, wie das abläuft bei Ausschreibungen. Ich kenne den Ablauf nicht, da ich komplett mit GÜ baue.

    Entscheiden wird ja immer noch der Bauherr, da er beauftragt. In den meisten Fällen wird er wohl vom Architekten eine Übersicht bekommen, wer mit welchem Preis angeboten hat und ob das Angebot auch genau dem LV entspricht, oder?
    Wie läuft das jetzt weiter ab. Nimmt der Bauherr dann immer den günstigsten? Wahrscheinlich fragt er den Architekten nach einer Empfehlung. Wen empfiehlt der Architekt dann? Den günstigsten, den mit guten Referenzen, den mit gut Erfahrungen aus vergangenen Projekten?

    Oder konkret für meinen Bekannten. Wie handhabt ihr das mit Empfehlungen. Ab wieviel Prozent günstiger hat auch ein neuer unbekannter eine Chance gegenüber einem etablierten mit guten Erfahrungen bei vergangenen Projekten? Oder gibt es andere Tipps, wie man den Start schafft und die ersten Aufträge auch über Ausschreibungen zu bekommen und nicht nur über privat oder GU/GÜ?
     
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  3. #2 D3esperator, 10. November 2012
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    der architekt macht einen preisspiegel. entscheiden tut der bauherr natürlich im zusammenspiel mit dem architekten.
    normal schaut man sich die kandidaten im vorfeld auch mal zusammen an.

    bei großen preisunterschieden schaut man auch gerne mal genauer hin. nicht das man einen billigpapheimer erwischt,
    wo die qualität nicht passt. gerade als unbekannter muss man da im persönlichen auftreten überzeugen (ich bin dein mann)

    das hat bei mir nur der elektriker geschafft, der als neuling in der region preislich sehr attraktiv war. zudem war er der einzige der das thema knx beherrschte (auswahl lief zusammen mit einem elektroplaner).
    die meisten elektriker sehen bei knx dollarnoten in den augen und so richtig ahnung haben die wenigsten (wenns mal in die tiefe geht).
     
  4. bismku

    bismku

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    Hast du dir alle Anbieter persönlich angesehen? Da geht ja einiges an Zeit drauf. Finde ich gut, da so auch unbekannte zumindest die Chance haben sich vorzustellen.
    Mein Bekannter bekommt meist einfach garkeine Reaktion/Rückmeldung. Die Bauherren werden ja meist auf den Rat des architekten hören, wenn sie keinen privaten Kontakt zu einem Anbieter haben.
     
  5. coroner

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    Kann dir nur von meiner Erfahrung berichten, als wir ebenfalls mit einem neu
    auf dem Markt aufgetretenen Sanilöter damals anbandelte. Es sprachen viele
    weiche Faktoren für ihn, auch Sympathie, aber eben nicht der Preis.
    Er war preislich dermaßen weit weg im LV , dass wir uns fragten woran das lag.
    Es stellte sich im Gespräch dann heraus, dass es insbesondere
    die Einkaufspreise im Großhandel waren, die ihn nicht wettbewerbsfähig auftreten ließen.

    In diesem Zuge ergab sich dann, dass seine Rabattstaffel dem "Marktniveau" angepasst
    wurde. Hat zwar nicht zum "günstigsten" gereicht - wohl aber für den Auftrag :)
     
  6. #5 D3esperator, 10. November 2012
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    nicht alle - aber 2-3 pro gewerk.
    der preis ist nicht immer entscheidend. auch referenzen waren uns wichtig.

    was hält deinen kollegen ab, nochmal nachzufassen, wenn er länger nichts mehr hört....?
    nur so bekommt er ggf. raus, woran es gescheitert ist.
     
  7. bismku

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    Ja, nachfassen ist gute Idee. Man will aber ja auch nicht nerven. Nachfassen beim Archi oder beim Bauherren direkt?
     
  8. Orkati

    Orkati

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    ich würd beim Architekten nachfassen, da ein Bauherr ja nur 1x entscheidet, der Archi aber nochmal ausschreiben wird und meistens werden die Empfehlungen des Architekten ja wahrscheinlich auch übernommen mangels Kentnissen beim Bauherrn.
    Jetzt zu Weihnachten soll er auch einfach mal ne Flasche Wein als Präsent für die Architekten verschicken um Aufmerksamkeit zu erzeugen und als Neuer nicht "überlesen" zu werden... Kostet nicht viel und kann nicht schaden.
     
  9. Gast036816

    Gast036816 Gast

    Orkati - die flasche wein ohne eine geschäftsbeziehung, ich finde das nicht gut. aufmerksamkeiten sollte man in so einer situation besser mit einem bewerbungsschreiben, darstellung der berufserfahrung und referenzliste erwecken. nach dem submissionsergebnis kann man bauherr und architekt fragen. es besteht aber keine pflicht zur auskunft. das sollte auch der bauherr festlegen.
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 12. November 2012
    Ralf Dühlmeyer

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    Sag mal, bismku, was soll das werden, wenns fertig ist? Die grosse Ver*pie*e oder was.
    Oder kann Dein Bekannter hellsehen, dass er ohne Rückmeldung weiß, wo er im Preisspiegel gelegen hat?
     
  11. LaSina

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    Er kann ja für seine Verhältnisse gute Preise machen. Warum bist du immer so laut/agressiv ? :frust
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 12. November 2012
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    Ich bin nicht laut (wie auch im INet?) noch aggressiv, ich bin nur ehrlich deutlich!
     
  13. bismku

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    sicher sein, kann er sich natürlich nicht, aber weiß halt dass er deutlich bessere Preise gemacht hat als bei den anderen Aufträgen, die er über andere Schienen (privat+GÜ) bekommen hat und ausführt. Außerdem wieviel Gewinn und Arbeitslohn er einkalkuliert hat.
    Normalerweise bringen ja regelmäßige GU-Aufträge die Grundlast zu eher schlechten Preisen und bei den Ausschreibungen langt man dann mal etwas mehr zu, wenn man ausgelastet ist. Das sind nunmal viele v.a. Alteingesessene...
    Nur bei einem konkreten Auftrag kennt er den "Gewinner" persönlich selber und weiß, dass er trotz höherem Preises denZuschlag bekommen hat. Er wird genau bei dem Archi jetzt mal nachhaken, woran es gelegen hat.
     
  14. Gast036816

    Gast036816 Gast

    bismku - ein privater bauherr muss nicht den auftrag an den billigsten vergeben. im gegensatz zur öffentlichen ausschreibung darf der private bauherr mit dem bieter seiner wahl verhandeln und ihn im preis drücken, dass er dann das günstigste angebot abgegeben hat. vielfach wird das günstigste angebot des submissionsgünstigsten genommen und dem wunschbieter wird mitgeteilt, in welchen positionen er noch runter gehen sollte, um den auftrag zu erhalten. der private darf das mit einem bieter, mit mehreren bietern oder mit allen bietern so machen. er darf auch seinen wunschkandidaten trotz höherer preise ohne verhandlung beauftragen und der günstigste kommt nicht zum zug.
     
  15. coroner

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    Hmmm, mir/uns war es damals übrigens noch sehr wichtig, wirklich alles aus einer Hand zu bekommen.
    Spenglerarbeiten haben wir zwar noch getrennt vergeben, aber sonst sollte der Sanilöter wirklich
    die Heizung, die Verrohrung, die Sanitärtechnik, die Lüftung, den Anschluß des wasserf. Kamins
    und den Hausstaubsauger allein machen können - naja ich glaub dem Planer war das noch wichtiger
    als mir, weil es ihm einfach gehörig Abstimmungsarbeit erspart hat.
    Da es dabei noch um ne WP ging, war mir persönlich aus den Erfahrungen hier im Forum noch wichtig
    dass er den Zusatz Kälte- und Klimatechniker trägt
    ganz im ernst... das hat die Auswahl erheblich eingeschränkt...
     
  16. bismku

    bismku

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    Das ist jedem klar. Deshalb frage ich ja gerade welche anderen Aspekte zur Auftragserteilung führen. Da hier mangels Erfahrung beim Bauherrn in den allermeisten Fällen wahrscheinlich die Empfehlung des Architekten den Ausschlag gibt, hatte ich hier gefragt, wie das bei den Anwesenden normal abläuft.

    In deine genannten Verhandlungen muss man ja auch erstmal reinkommen = empfohlen werden!?
     
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  18. Neutal

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    VON EVENTUELL EINGEBLENDETER WERBUNG IN DIESEM POS
    Ich arbeite mit einigen Architekten zusammen. Wichtig ist natürlich das man sich auch kenn und weiß das man sich aufeinander verlassen kann. Ich habe garantiert nicht die günstigsten Preise, dafür wissen meine Architekten was sie für das Geld bekommen und keine Nachträge bei schwammigen formulierungen zu erwarten haben.
     
  19. Thomas B

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    1. Natürlich der Preis.
    2. Plausibilität (wenn alle anderen etwa gleichauf liegen und einer dann 10...15...oder gar 20% niedriger liegt...hmmmmm)
    3. Empfehlung (billig muß nicht unbedingt "preiswert" sein...oder "seinen Preis wert sein")
    4. terminliche Auslastung (was hilft's, wenn der Gute auch noch günstig ist, aber erst in 6 Monaten wieder zeit hat?)
    5. ...das Bauchgefühl....
     
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