Außenfassade eines 60er Jahre Hauses dämmen?

Diskutiere Außenfassade eines 60er Jahre Hauses dämmen? im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo Forengemeinde, ich bin ehrlich gesagt etwas verunsichert was die ganze CO2-Thematik betrifft. Ich habe mir ein Haus BJ 59 im...

  1. #1 hitzlbritzl, 16. August 2007
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    Hallo Forengemeinde,
    ich bin ehrlich gesagt etwas verunsichert was die ganze CO2-Thematik betrifft. Ich habe mir ein Haus BJ 59 im fast-Originalzustand gekauft. Die Heizung wurde vor 10 Jahren erneuert, der Brenner später nochmal. Es ist eine Ölzentralheizung. Die Fenster sind Holzfenster (solche die man mit einem Schraubenzieher aufmachen kann) und die werden auf jeden Fall durch neue Kunststoffenster ersetzt (27 Stück!). Ebenso die Haustüre. Die Rolläden in den Kästen sind zum Großteil marode und werden ebenfalls ausgetauscht und gedämmt.
    Das Haus hat eine Grundfläche von 13,6 x 6,6 Metern, es hat ein recht großes Dach, das OG ist bis auf etwa einen Meter fast vollständig unter Dach. es ist vollunterkellert (Betonkeller?), nix feucht weder von unten noch von außen. Der Dachstuhl ist offen (da kommt auf jeden Fall Mineralwolle rein!) und total ungedämmt. Die Außenmauern sind 30 cm stark.
    Ich war in dem Haus noch nicht im Winter lediglich jetzt bei warmen 30 Grad. Es war nur im Dachboden brütend heiß, alle anderen Räume auch im OG schön kühl. Jetzt bin ich mir wirklich nicht sicher, ob ich mir der Aktion Fassade dämmen einen gefallen tue. Zum einen kenne ich das Ziegelmaterial in der Wand nicht und den momentanen Ölverbrauch auch nicht (es ist unbewohnt). Ich bin momentan eher dafür "nur" die Fenster und das Dach zu dämmen und die Außenwand so zu belassen wie sie ist. Mein laienhaftes Bauchgefühl sagt mir, daß ich mit der Wanddämmung nicht so viel Einsparung erreiche daß sich die Investition lohnt. Auch befürchte ich dann Feuchte im Haus weil es gar so dicht wird.
    Vielen Dank für Tipps und Hinweise!
    Gruß
    Hitz
     
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  3. Julius

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    Dicht wird es doch nicht von einer Außendämmung, sondern durch die neuen Fenster.

    Im Dachbereich sollte auf jeden Fall was gemacht werden. Wenn nur Abstellraum, dann besser und billiger nur die oberste Geschoßdecke dämmen, nicht die Schräge darüber.

    Allgemein:
    Bauchgefühl reicht nicht. Laß Dir doch bitte ne Berechnung des Bestands machen (v.a. Außenmauerwerk). Und ein Angebot über eine Außendämmung. Dann erst kann man sinnvoll entscheiden.

    Heizung würde ich erstmal belassen. Evtl. kann aber an der Regelung viel verbessert werden (z.B. Taktung verlängern).

    Den CO2-Schwindel kannst Du vergessen (vom Gewissen her), aber die Kosten sollte man im Auge behalten.
    Als selbstnutzender Eigentümer (so habn ich Dich verstanden) sind jedoch "nur" die Vollkosten interessant, nicht die reinen Betriebskosten!!!
    Daher jede Investition sorgfältig prüfen. Vieles Angepriesene lohnt oftmals nicht (z.B. Solar etc.).
     
  4. Bauwahn

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    Nur, wenn sie fachgerecht eingebaut werden... :D

    Also, die Dichtheit ist nicht das Problem. Eher, dass die Wände bei neuen Fenstern kälter sein könnten (man beachte: konjunktiv) als die Fenster und Schimmel ensteht, weil nicht gedämmt ist.

    Was die Einsparungen betrifft, musst Du es rechnen lassen. Gefühlsmässig würd ich bei dem Haus von einem bisherigen Verbrauch von ca. 3000l Öl im Jahr ausgehen.

    Was soll das den heißen? Dass Du anstelle eines Gewissens nur einen Geldbeutel hast?

    Das stimmt, solange Du damit nicht pauschal sagen willst, daß Solar sich nie lohnt. Und auch nur, wenn wertsteigernde Effekte entsprechend mitberücksichtigt werden. Wenn schon BWL, dann richtig.

    Gruß

    Thomas
     
  5. #4 hitzlbritzl, 16. August 2007
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    Hallo,
    ja Heizung und Dach sind klar. Ich habe nur viel gelesen über nachträglich gedämmte Häuser daß es dann wegen der höheren Dämmung durch Fenster und Außenwanddämmung zu vermehrten Problemen mit Schwitzwasser und sowas kommt. Ich weiß auch nicht wirklich wie viel Heizöl ich mir tatsächlich einspare durch so eine Maßnahme. Die Rentabilität ist mir dabei nicht so klar. ich habe ein Angebot von einem Handwerker das ganze Haus für 14.000 Euro zu dämmen. Wenn ich meine das soll sich in 15 Jahren amortisieren dann muß ich etwa für 940 Euro Heizöl im Jahr einsparen können dadurch (wenn ich richtig gerechnet habe sind das bei 0,55 €/Liter etwa 1700 Liter????). Das kann ich irgendwie nicht einschätzen. Ich kanns auch nicht aus der Portokasse kaufen, dafür muß eine Finanzierung her.
     
  6. #5 Christian Wolz, 16. August 2007
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    Um das...

    ...etwas detailierter aufzuschlüsseln, würde ich dir eine Energieberatung empfehlen. Dabei werden die verschiedenen möglichen Maßnahmen untersucht, kostenmäßig bewertet und den voraussichtlichen Einsparungen gegenübergestellt. Kostet nicht die Welt, hier bei uns für EFH zwischen 475 und 1000 Euro (brutto), eventuell BAFA-Zuschuss (175,- Euro) möglich.
     
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