Aussenluftkanal im Passivhaus

Diskutiere Aussenluftkanal im Passivhaus im Lüftung Forum im Bereich Haustechnik; Eine Frage zur kontrollierten Wohnraumlüftung mit WRG im Passivhaus: Bei unserem gerade fertiggestellten Passivhaus wurde seitens der...

  1. MichaelOF

    MichaelOF

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    Eine Frage zur kontrollierten Wohnraumlüftung mit WRG im Passivhaus:

    Bei unserem gerade fertiggestellten Passivhaus wurde seitens der planenden und liefernden Firma sehr viel Augenmerk darauf gelegt, den Außenluftkanal möglichst kurz zu halten und ihn möglichst optimal zu dämmen, da man sich mit diesem Kanal sonst eine (Zitat) nicht zu verachtende große Wärmebrücke ins Haus sprich in die thermische Hülle holen würde. Außerdem müsse man aufgrund der grossen Temparaturunterschiede die Kondenswasserbildung berücksichtigen.

    In unserem Fall wurde daher das verwendete Wickelfalzrohr in einen wasserdichten und isolierten "Schlauch" gesteckt, dieses Ganze dann noch einmal sehr dick in ISOVER eingepackt.

    Im Rahmen unseres Bauvorhabens haben wir jetzt eine weitere Familie kennengelernt, welche vom gleichen Haushersteller ein Passivhaus errichten ließ, die Haustechnik inkl. Lüftung aber nicht wie wir als eigenbeauftragtes Gewerk, sondern über den Haushersteller hat planen und durchführen lassen.

    Hierbei ist mir aufgefallen, daß der Kanalführung der Aussenluft bei weitem nicht die Aufmerksamkeit zuteil wurde wie bei uns:

    Im Gegensatz zu uns (Haus auf Bodenplatte) steht das verwendete Kompaktgerät nicht unter dem Dach im Technikraum, sondern im Keller.

    Um die Aussenluft möglichst hoch über dem Erdboden ansaugen zu können, wurde der dafür benötigte Außenwanddurchbruch auf Höhe der Geschoßdecke EG/OG durchgeführt.

    Das hier ebenfalls verwendete Wickelfalzrohr wurde jetzt aber einfach und "unverpackt" in die Innenwand gelegt, es handelt sich wie bei uns um ein Fertighaus mit folgendem Wandaufbau:

    Gipskarton / OSB oder Spanplatte/ ISVOVER bzw. Holzständer / OSB oder Spanplatte / Gipskarton

    Also eine denke ich mal handelsübliche doppelt beplankte Fertighaus-Innenwand. Diese wurde, um das Wickelfalzrohr aufnehmen zu können, von (standard) 15cm auf ungefähr 25 cm verbreitert ausgeführt.

    Bedeutet aber dennoch, daß von der Innenwand aus betrachtet auf Höhe des Wickelfalzrohr gerade einmal zwei, drei oder maximal vier cm Mineralwolldämmung übrigbleiben.

    Meine Frage daher:

    - Ist so eine Ausführung im Sinne Passivhaus vertretbar? Muß oder sollte die entstehende Wärmebrücke in der Planung (PHPP) berücksichtigt werden?
    - Da das Rohr blank in der Dämmung verläuft: Kann Kondenswasserbildung hier langfristig zum Problem werden?


    Vielen Dank für Eure Antworten,
    Michael
     
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  3. MichaelOF

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    Hmmm. Keine einzige Antwort von den Experten? Ist meine Frage so abwegig?
     
  4. mls

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    vielleicht nicht. aber ...
    zu viel text, zu wenig foto und wenn ph-zertifiziert, dann gut ;)
     
  5. MichaelOF

    MichaelOF

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    wollte doch nur so präzise wie möglich sein :(

    hab ich leider keine gemacht, aber ist doch nur ein Wickelfalzrohr in einer Innenwand, in Isover eingepackt. Sollte man sich doch bildlich vorstellen können ;)

    Dämmschicht zur Innenwand hin ist eben nur sehr dünn, wenige, ca. 2-4 cm. Darum genau geht es: Ist das ok so? Wärmebrücke? Kondensatbildung am kalten Rohr innerhalb der Wand möglich und wenn ja problematisch ???

    Tja. Der Architekt arbeitet im Auftrag der Fertighaus Firma, hat in die Besitzerfamilie eingeheiratet. Zumindest wir haben die PHPP Berechnung auf eigene Kosten über die Passivhaus Dienstleistung GmbH checken lassen und ein paar wesentliche Unzulänglichkeiten gefunden.
     
  6. OldBo

    OldBo

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    Kondenswasser kann nur eintstehen, wann auch feuchte warme Luft an die kalten Rohre kommt. Deswegen sollte eine Dämmung gegen Schwitzwasser immer dampfdicht sein. Und das könnte bei einer Mineralfaserdämmung evtl. nicht gewährleistet werden.

    Gruß

    Bruno Bosy
     
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