Außenmauern Rohbau durchfeuchtet

Diskutiere Außenmauern Rohbau durchfeuchtet im Mauerwerk Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich habe eine Neubau-ETW vom Bauträger erworben. Es handelt sich um eine Wohnanlage mit 5 Etagen. Die Außenwände bestehen aus...

  1. #1 DaniCrane, 31. März 2016
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    Hallo zusammen,

    ich habe eine Neubau-ETW vom Bauträger erworben. Es handelt sich um eine Wohnanlage mit 5 Etagen. Die Außenwände bestehen aus Poroton FZ9-Ziegeln. Der Rohbau wurde im Dezember 2015 fertiggestellt. Gleichzeitig wurden die Fenster in den Etagen EG - 3. OG eingebaut. Leider wurden die Fensteröffnungen im 4. OG bis heute nicht verschlossen. Hierdurch kam es in den letzten 3 Monaten zu massivem Wassereinbruch. Das Wasser lief durch den Versorgungsschacht bis hinunter ins EG. Trotzdem wurde mit den Verputzarbeiten im EG begonnen.
    Es ist mit bloßem Auge zu erkennen, dass eine der Außenwände nahezu komplett durchfeuchtet ist.
    Die Innenzwischenwände im Bereich des Versorgungsschachtes sind ebenfalls durchfeuchtet.
    Hier hat der Bauträger inzwischen begonnen, diese wieder zu entfernen und mit Kalksandsteinen neu aufzubauen. Die offizielle Erklärung seitens des bauträgers lautet, dies habe etwas mit dem Schallschutz zu tun. Bezeichnenderweise handelt es sich bei der betroffenen Wand um einen Raumteiler der offenen Küche.

    Ich kann mich mit der lapidaren Stellungnahme des Bauträgers dahingehend, dass die Wände von selbst wieder austrocknen würden, nicht zufrieden geben.

    Daher würde ich mich freuen, wenn mir jemand einen Ratschlag geben könnte, inwieweit die Poroton-Ziegel eine derartige Feuchtigkeitseinwirkung ohne professionelle Gegenmaßnahmen aushalten.

    Vielen Dank!
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 31. März 2016
    Ralf Dühlmeyer

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    Im Prinzip hat er Recht. Natürlich trocken die irgendwann ohne fremde Hilfe.

    Ob irgendwann einem Käufer oder Nutzer zumutbar ist, mag juristischer Beurteilung überlassen bleiben. ;) :D

    Dass die Gefahr von Schäden am Putz steigt, wenn die Wände naß sind, ist klar. Ebenso, dass das Schimmelrisiko erhöht ist. Ob wirklich etwas passiert, steht auf einem anderen Blatt.
    Wer ist denn für die irgendwann zu verlegenden Bodenbeläge(welche) zuständig. Nutzer oder BT?
     
  4. R.B.

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    Gleich vorweg, ich habe Deine Ortsangabe geändert. So dürfte es für alle verständlich sein, nur um irgendwelchen Nachfragen von Usern vorzubeugen.

    Aber weiter im Text. Kannst Du noch weitere Infos liefern? Evtl. Bilder?
    Wann sollen die Wohnungen bezogen werden?

    Die Wand wird mit Sicherheit austrocknen, daran würde ich nicht zweifeln, die Frage ist eher, wie lange das dauert und welche Schäden die Feuchtigkeit bis dahin anrichten kann. Entscheidend hierfür ist die Menge an Feuchtigkeit die der Ziegel aufgenommen hat, und der Wandaufbau (Putz innen, außen, Farbe). Was ich jetzt nicht einschätzen kann ist, wie sich die MiWo im Ziegel verhält. Meine Vermutung, die Wärmedämmung ist aktuell nicht gegeben. Das könnte spätestens im Winter zu niedrigen Oberflächentemperaturen an der Innenseite führen, mit allen bekannten Konsequenzen (mehr Heizenergie erforderlich, erhöhtes Risiko für Kondensat).

    Im Zweifelsfall den Hersteller kontaktieren und den dazu befragen. Dann hätte man auch etwas in der Hand um dem BT den Mangel darzulegen (sofern es sich überhaupt um einen Mangel handelt).
     
  5. #4 DaniCrane, 31. März 2016
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    Erstmal vielen Dank für die Antworten.
    Für die Bodenbeläge ist der BT zuständig.
    Die Bezugsfertigkeit ist bis Sommer 2016 angestrebt.

    Hier die Außenansicht:
    20160330_153438.jpg

    Durch den sichtbaren Versorgungsschacht kommt es zu massivem Wassereinbruch bis ins EG.
    Die Zwischenwand rechts im Bild ist komplett feucht. Diese Wand wurde in den unteren Wohnungen bereits entfernt und mit Kalksandstein neu aufgebaut
    20160318_155601.jpg
     
  6. #5 Ralf Dühlmeyer, 31. März 2016
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    Wenn die Bodenbeläge bis Sommer diesen Jahres fachgerecht verlegt sein sollen, dann dürfte vielleicht sowieso eine Trocknung vorgesehen sein. Die würde dann zumindest einen Teil der Feuchte aus den Wänden ziehen.
     
  7. #6 Gast036816, 31. März 2016
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    wenn der rohbau hochgezogen wird, geschoss für geschoss und in der zeit regnet es viel, dann sind die steine noch viel nasser als jetzt.

    einen trockenen rohbau kann man in deutschland eben nicht herstellen.

    die steine halten das schon aus. kalksandsteine sogar noch besser als bröselkeksziegel.
     
  8. #7 DaniCrane, 1. April 2016
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    Danke für die Antworten.
    Eine Trocknung ist nach meinem Kenntnisstand nicht vorgesehen.
    Auf meine Bedenken wegen der Feuchtigkeit meinte der BT nur lapidar, dass vor dem Verputzen selbstverständlich eine Feuchtigkeitsmessung durchgeführt wird.

    Sorgen macht mir in erster Linie die Mineralwolle in den Ziegeln. Ich habe gelesen, dass die Mineralwolle bei Nässeeinwirkung in sich zusammenfallen kann, und dann keine Dämmeigenschaften mehr aufweist? Ist dies so?

    Ich tendiere daher momentan dazu, einen Bausachverständigen mit der Beurteilung zu beauftragen.
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 1. April 2016
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    Wird schwierig.
    BT = Dessen Eigentum. Zerstörende Untersuchungen also nur mit dessen Zustimmung. Röntgenblick hat kein SV, also kann er zerstörungsfrei nicht beurteilen, ob da die Füllung Schaden genommen hat. (Wahrscheinlichkeit gering!)

    Ich kenne DEN Stein nicht, aber an sich sind die Wollefüllungen der Steine auch halbsteif und hydrophobiert, sodass die Gefahr grösserer Schäden an der Füllung gering ist, sollte diese so sein wie üblich.
     
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    Deswegen meine Überlegung, sich das OK vom Hersteller der Ziegel zu holen. Wenn der sagt, das ist bis Weihnachten 2020 wieder trocken, dann ist doch alles OK. ;)
     
  11. #10 Gast036816, 1. April 2016
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    Gast036816 Gast

    du meinst - bis ablauf der gewährleistung!
     
  12. #11 DaniCrane, 1. April 2016
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    Die Anfrage beim Hersteller der Ziegel halte ich für eine gute Idee.

    Schon klar, dass der BT Eigentümer ist und sein Hausrecht ausüben kann.
    Im Ernstfall würde ich aber auch vor einem selbständigen Beweisverfahren nicht zurückschrecken.

    Ich wäre eigentlich schon zufrieden wenn der BT einigermaßen ernsthaft und bemüht auf meine Bedenken eingehen würde und das weitere Procedere erklären würde.
    Dies wäre für mich eine vertrauensbildende Vorgehensweise. Stattdessen wird behauptet, der Abriss der Ziegelzwischenwände habe etwas mit dem Schallschutz zu tun. Obwohl ein erhöhter Schallschutz vertraglich ausdrücklich nicht geschuldet ist.
     
  13. #12 Ralf Dühlmeyer, 1. April 2016
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    Um das vernünftig durchzuführen, brauchst Du/Dein Fachkollege aber die Zuarbeit Deines Privat-SV. Schwupps hat die Katze ihren Schwanz.

    Vielleicht wwar ja nicht mal der einfache geschafft :shades
    Oder es lag am Brandschutz.
     
  14. R.B.

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    Vielleicht ist die Änderung erforderlich weil nicht einmal Schallschutz 08/15 geliefert wurde. ;)
    Hier geht es ja um ein MFH, da tut er gut daran, wenn er sich um den Schallschutz kümmert, egal was vereinbart war.
     
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  16. #14 DaniCrane, 1. April 2016
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    Ja, vielleicht. Aber schon komisch dass nur die durchfeuchteten Bereiche der Zwischenwand entfernt wurden und der trockene Teil der Mauer stehen geblieben ist.
    Zudem ist die Zwischenwand nur ein Raumteiler der die offene Küche vom Rest des Wohnbereichs abgrenzt.
     
  17. R.B.

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    Vielleicht aus Stabilitätsgründen? Falls man dort Wandschränke aufhängen möchte. Wer weiß.
    Wegen dem bisschen Feuchtigkeit hat man die Wand sicherlich nicht ausgetauscht, das kann ich mir nicht vorstellen. Heizer/Entfeuchter ran und ein paar Tage und kWh später wäre das Thema auch gegessen.
     
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