Außentreppe wie wohin entwässern?

Diskutiere Außentreppe wie wohin entwässern? im Sanitär Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Leute, ich bin grad dabei, einen Kellerraum (2/3tel unter der Erde) zu sanieren, und möchte diesen nachträglich mit einer Außentreppe...

  1. #1 Corradodriver, 30.04.2014
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    Andy
    Hallo Leute,

    ich bin grad dabei, einen Kellerraum (2/3tel unter der Erde) zu sanieren, und möchte diesen nachträglich mit einer Außentreppe versehen.
    Jetzt mach ich mir grad Gedanken, wie und wohin man diese nun entwässert.

    Derzeit bestehen Drei Möglichkeiten.

    1. Einfach ein Loch in der Bodenplatte lassen, und das Wasser in die darunter liegende Drainageschicht laufen lassen.

    Halte ich persönlich garnix von, da ich mir nicht vorstellen kann, das solch eine Bodenplatte auf einer Drainageschicht als ordentlich gegründet erachten kann. (Setzungsrisse, und weitere Spätfolgen) Dann wäre die Bodenplatte wohl IMMER nass, und ich hätte Angst, das es mir die Drainage mit Dreck zusetzt. Diese Lösung schließe ich für mich persönlich aus.

    2. Direkt neben der geplanten Treppe läuft eine Überlaufleitung einer Regenwassersammelgrube, welche etwas weiter im Mischwasseranschluss des Hauses endet, und darüber abgeleitet wird.

    Diese Überlaufleitung ist zwar mit DN150 so bemessen, das sie das Wasser aus zwei vollen 100er Fallrohren ableiten könnte, trotzdem habe ich aber bedenken, das mir da ein Kellerablauf am Treppenboden überlaufen könnte, und ich mir das Wasser so zum Haus ziehe.
    Weiterhin habe ich Bedenken, das es aus dem Kellerablauf stinken könnte, da die Leitung im Mischwasseranschluss endet.
    Abhilfe würde hier sicherlich eine Kellerentwässerung mit Klappe und Geruchsverschluss bieten, allerdings habe ich da Bedenken, das diese dann im Winter auffriert?!?!

    3. Den Treppenablauf ohne Klappe und Geruchsverschluss verbauen, und diese an einem im Keller liegenden Kellerablauf mit Klappe und Geruchsverschluss anschließen. Damit wäre das Frostproblem beseitigt, aber....

    Ist genauso Sch**ße. A: Schaffe ich ich mir damit einen Zugang für Schädlinge aller Art und eine Zugluftquelle. Weiterhin ist fraglich ob ich mir damit im Zweifel nicht den ganzen Keller flute...

    Bisher sind alle 3 Lösungen nicht wirklich befriedigend/zielführen.
    Was gäbe es noch für Alternativen?

    MFG Andy
     
  2. dani86

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    Bin zwar absoluter Lai, aber spontan kam mir da die Idee einer Überdachung.

    In unserem Haus an der Kellertreppe ist unten nur ein kleiner Versickerungsgully. Da geht natürlich auch nix weg, wenns ordentlich schüttet. Daher ist da wie eine Art kleiner Wintergarten drübergebaut. Da kommt nun absolut kein Tropfen mehr in den Kellerabgang.

    Könnte mir vorstellen, dass das auch eine Lösung wäre. Zwar vermütlich kein Schnäppchen, aber die sauberste und geruchsneutralste womöglich?

    Sollte ich die Problematik falsch verstanden haben und mit meiner Idee völlig daneben liegen, bitte ich um Entschudlig. :)
     
  3. #3 Corradodriver, 30.04.2014
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    Ne, Problematik stimmt schon....

    Dach ist leider auch keine Alternative, da direkt über der Kellertreppe / Kellertür ein Fenster ist...

    MFG Andy
     
  4. dani86

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    Ich meinte sowas:

    [​IMG] (ich hoffe so darf ich verlinken?)

    Da kannst du die vordere Hälfte des Daches nach hinten wegschieben. Dadurch steht das nur nen knappen Meter nach oben über. Dürfte theoretisch auch noch niedriger gebaut werden können, wenn man das Dach bspw. drittelt oder so.
     
  5. #5 Corradodriver, 30.04.2014
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    Ja ne....zweckmäßig ist es viell., aber meinen Geschmack trifft sowas überhaupt nicht. Zumal auch "umständlich" zu bedienen. Ne Treppe muss für mich frei begehbar sein. Danke trotzdem fürs zeigen.

    MFG Andy
     
  6. #6 Thomas Traut, 30.04.2014
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    Wozu ist denn die jetzige Dränage da?
     
  7. Julius

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    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Wie wäre es mit der Standard-Lösung für solche Fälle: Pumpe!
     
  8. #8 Corradodriver, 30.04.2014
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    Drainage ist bisher nur gegen versickerndes Oberflächenwasser, da der Lehmboden nix aufnimmt, und das Wasser im Keller schon "fast" die Wände runter gelaufen ist. Es wurde damals der Keller neu abgedichtet, und zusätzlich ne Drainage ums Haus gelegt.

    @ Julius, ne Pumpe möchte ich gern vermeiden. Einerseits kann sie auch ausfallen, anderseits entstehen laufende Kosten. (Strom u. Wartung) Ne Freispiegelleitung, wo alles allein abläuft, wäre schon eher in meinem Sinne.

    MFG Andy
     
  9. #9 Thomas Traut, 30.04.2014
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    Und bei solchen Baugrundverhältnissen willst Du einen Kellerhals mauern? Das bekommst Du mit üblichem Aufwand niemals dicht, weil sich der Treppenanbau erst mal setzen wird. Lehm als bindiger Boden braucht üblicherweise viele Jahre, bis die Setzungen vollständig abgeklungen sind. Du müsstest also Setzungsberechnungen machen lassen und die Anschlüsse so abdichten, dass sie die Bewegungen aufnehmen können. Ein Loch in der Bodenplatte der Kellertreppe zum Ablauf kannst Du auch vergessen. Durch dieses Loch wird das Wasser reinlaufen.
     
  10. Ortwin

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    Du musst das anfallende Regenwasser auf jeden Fall über eine Rückstauklappe dem Kanal zuführen, sonst flutest du dir bei Rückstau des Kanals deinen Kellereingang und somit auch die Kellerräume, sofern die Kellereingangstür nicht wasserdicht ist. Darüber hinaus solltest du den Boden des Treppenabgangs einige cm tiefer vorsehen, als den Boden deiner Kellerräume, um ein „Reservoir“ für das Regenwasser zu schaffen, welches bei geschlossener RSK nicht abfließen kann.
    Deine Idee, die Leitung nach innen zu führen und an die bestehende RSK anzuschließen ist gar nicht so schlecht, das kannst du so machen.
    Und Regenwassereinläufe mit Geruchsverschluss für außen gibt es sehr wohl.
    Trotzdem würde ich mir das nachträgliche Schaffen eines separaten Kellereingangs an deiner Stelle noch einmal wohl überlegen. Der minimale Nutzen rechtfertigt den großen Auwand und die hohen Kosten in keinster Weise.
     
  11. #11 Thomas Traut, 30.04.2014
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    Ortwin, nix Regenwasser in Kanal. In Berlin ist Niederschlagswasser bei offener Bauweise in der Regel auf dem Grundstück zu versickern. Die Einleitung in das Abwasser ist unzulässig.
     
  12. Ortwin

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    Wenn das so ist, wird’s schon schwieriger.
    Wäre allerdings super, wenn du als ausgebildeter und fast ortsansässiger Bauingenieur dem TE mitteilen könntest, wie in Berlin und Umgebung diese Problematik üblicherweise gelöst wird, Thomas.
    Auch rolf aib hat hierfür sicherlich eine (Standard-) Lösung parat. Ich kann mir nicht vorstellen, dass unser TE die erste und einzige nicht überdachte Kellertreppe baut.
     
  13. #13 Corradodriver, 30.04.2014
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    Der Kellereingang ist auch für den späteren Sanierungsfortgang zwingend erforderlich.

    Einerseits hab ich anders keine Möglichkeit einen Wasserspeicher für die Heizung in den Keller zu bekommen. (Über die "Hühnerleiter" ist kein durchkommen, außer für Kleinstspeicher.) Anderseit brauch ich nen Zugang zum Haus, wenn der Haupteingangsbereich saniert wird. Weiterhin bringt mir der Nebeneingang auch aus Beruflicher Sicht viele Vorteile. Ich hab das schon seit Monaten durchdacht, und die Vorteile überwiegen aus meiner Sicht deutlich. Das es immer Problematisch ist, an etwas bestehenden anzuarbeiten ist mir durchaus bewusst, aber mehr, als auf den gewachsenen Boden aufbauen kann ich auch nicht. Ich bezweifle, das hier eine "Bodenverbesserung" Vorteile bringt.

    @ Ortwin
    Es war die Rede von einer Kellerentwässerung. Diese hat zwar ne RSK und Geruchsverschluss, aber ich hätte Bedenken, das diese das anfallende Wasser auch ableiten kann...
    Weiterhin...Wenn die Klappe nicht in der Treppenentwässerung ist, besteht eine direkte hindernisfreie Verbindung zwischen Treppenablauf und Kellerentwässerung welcher Zugluft, Krabbel-/ und Nagetieren Haus und Hof öffnen würde...
    Finde ich subobtimal...

    Was das Ableiten des Wassers angeht.... Laut meines Wissensstandes ist das Haus an einem Mischwasserkanal angeschlossen. Das ganze war auch schon so, wie ich die Immobilie gekauft habe. (Altbestand) Und solange das so angeschlossen ist, werde ich das auch so weiter nutzen....

    Abgesehn davon würde ich das Wasser nur zugern in meine Sammelgrube einleiten und selber nutzen. Ein direktes Anschließen würde aber die Kapazität der Grube auf 10-20% Volumen reduzieren, wegen dem Höhenniveau, und eine Hebeanlage/Pumpe will ich nicht.

    MFG Andy
     
  14. #14 Ralf Dühlmeyer, 30.04.2014
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    Niederschlagswasser aus Ablaufstellen unter der Geländeoberfläche darf mWn nach nicht im Freispiegel an die Kanalsiation angeschlossen werden, auch nicht mit Rückstauklappen, sondern muss immer gehoben werden.
     
  15. #15 Corradodriver, 30.04.2014
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    @ Ralf, unter Geländeoberkante oder unter Rückstauebene? Weil GOK entzieht sich mir der Sinn?!?!

    MFG Andy
     
  16. #16 Ralf Dühlmeyer, 30.04.2014
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    Wenn Rückstauebene nicht gleich OK Gelände, dann Rückstauebene. Aber wenn ungleich, dann in aller Regel Rückstauebene über Gelände. Kaum unter!
     
  17. #17 Skeptiker, 30.04.2014
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    Ich gehöre zwar nicht in den erlauchten Kreis der von Ortwin empfohlenen Sachkundigen, würde mir jetzt aber trotzdem anmaßen den Einsatz einer (Klein-) Hebeanlage zu empfehlen.

    Doch auch dabei verbleiben zwei Risiken: Nämlich der Jahrhundertregen und der Stromausfall. Eine schon einmal von mir ausgeführte zusätzliche Sicherheitsebene Bestand in der Absenkung der Bodenplatte des Kellerabganges um 25 cm gegenüber der OKFF Keller und Ausbildung einer (wasserdichten) Schwelle an der Tür zum Keller. Diese Grube wurde mit einem geteilten Gitterrost abgedeckt und mit einem elektrischen "Wasserstandsmelder" der "Flutfall" detektiert. Theoretisch reichte das Volumen für die anderthalbfache Maximalregenspende auf die zu entwässernde Einflußfläche.

    Alternativ hätte man auch einen Notablauf über eine 2. redundante Hebeanlage mit Stromversorgung durch die Netzersatzanlage führen können.

    Üblich sind in B im Bestand einfachste Bodenabläufe mit Rückstauklappe. Und schon an einer 5 cm hohen Schwelle hapert's meist.
     
  18. #18 Thomas Traut, 30.04.2014
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    @Ortwin + TE: Einen nachträglichen Anbau einer Außentreppe im Lehm hatte ich noch nicht, kann dazu also keine Erfahrungen beisteuern. Ich habe bis jetzt ein Mal eine Statik für einen nachträglichen Kellereingang gehabt, der allerdings in Sand und weit weg vom Grundwasser war. Da wurde der Kellerhals aus einem Trog in Ortbeton gebaut, war also hinsichtlich Abdichtung unproblematisch. Meine Bedenken bezüglich der Abdichtung der Anschlüsse habe ich geäußert.

    Bei Neubauten und drückendem oder aufstauendem (Sicker-)Wasser kommt immer ein Dach oder ein kompletter Anbau über die Treppe, damit da überhaupt kein Wasser anfällt. In meinem früherem Büro haben wir auch mal eine Lösung mit Auffangsumpf unter dem Abtreter, Wasserführung in den Keller mit Pumpensumpf und Hebeanlage einschl. elektr. Beheizung des Rohres geplant. Finde ich aber unheimlich aufwändig und fehleranfällig. Ob es sich bewährt hat, weiß ich nicht.

    Wegen der Setzungs- und Anschlussproblematik würde ich aber hier auf eine Außentreppe verzichten. Den Speicher bekommst Du auch über ein temporäres Loch, was ohne große Probleme wieder abzudichten ist, in den Keller.
     
  19. Ortwin

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    Ein toller Beitrag, Skeptiker. Da merkt man sofort, dass du wirklich Fachwissen drauf hast.
    Sorry, dass ich dich in meiner Expertenauflistung nicht erwähnt hatte, wird nicht wieder vorkommen.
    ;-)
     
  20. #20 Skeptiker, 30.04.2014
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    Welches Problem hast Du eigentlich mit mir? Kannst Du mir gerne auch per PN erklären! Ja, alle Leute, die hier schreiben sind tolle Hechte!

    Auch ich frage mich natürlich, ob sich ein derartiger Aufriss, wie von mir geschildert im konkreten Fall wirklich lohnt und würde persönlich entweder auf den zusätzlichen Eingang verzichten oder auf maximale Sicherheit - was ja auch die meisten Bauherrn tun.
     
Thema: Außentreppe wie wohin entwässern?
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