Aussenwand dämmen

Diskutiere Aussenwand dämmen im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, sicher kann mir mal jemand von euch ein paar Vorschäge machen, wie man ein Haus (Bj 1920) korrekt von aussen dämmt. Die Mauern...

  1. Oettie

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    Hallo zusammen,
    sicher kann mir mal jemand von euch ein paar Vorschäge machen, wie man ein Haus (Bj 1920) korrekt von aussen dämmt. Die Mauern bestehen aus Ziegel und Bimssteinen.
    In der Nachbarschaft habe ich neulich gesehen, wie Wände mit Styropor verkleidet und dann verputzt wurden.
    Diese Isolierungsmöglichkeit finde ich sehr vorteilhaftig da man augenscheinlich sehr viel selber machen kann.

    Mfg Oettie
     
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  3. H.PF

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    Eine Möglichkeit ist mit dem oben genannten Wärmedämmverbundsystem (WDVS genannt), eine andere Möglichkeit ist eine Aufkonterung mit Kanthölzern und darauf eine Vollschalung und dann eine Schieferfassade. Die ganze Unterkonstrujtion kann man selber machen und das Schiefern übernimmt dann eine Dachdeckerei oder man macht es auch selber.

    Man kann auch beide Möglichkeiten verbinden, z. B. im unteren Bereich WDVS und im oberen Bereich dann enie Schieferfassade, das lässt die Häuser nicht so wuchtig aussehen. Wird beides gerne gemacht im Oberbergischen Kreis.

    Korrekt Isolieren kann man nicht so direkt sagen, weil es kommt auf die Feinheiten an, wie gestalte ich z. B. die Fensterlaibungen, das ich da keine Wärmebrücken habe.

    Gruß Holger
     
  4. Oettie

    Oettie

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    An die zuletzt genannte Möglichkeit habe ich auch gedacht, nur das ich Anstelle von Schiefer lieber Bergische Schalung nehmen würde (bzw. meine Frau ;-) )

    Gruss Oettie
     
  5. peterr

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    Wie dick ist die Außenwand?

    Wenn Sie die Wand dämmen, was ist mit den Fenstern, was ist mit dem Dach, gibts nen Keller, was ist mit der Decke zum Keller.


    Will darauf hinaus : Wenn Sie "nur" die Wämde dämmen und alles Andere so beim alten lassen, können Sie es gleich sein lassen.

    Es wird zwar etwas bringen, aber wenn schon, dann richtig, oder.
     
  6. #5 Carden. Mark, 19. Januar 2006
    Carden. Mark

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    Und wenn das ganze nicht berechnet wird, hammse auf einmal den Schimmel anne Wände.
    Sollen die Fenster drinne bleiben?
    Wie sieht es aus mit anderen Zwangspunten wie z.B. Dachüberstände.
    Will sagen, hier gibt es viel falsxch zu machen ohne konsequenter Planung.
     
  7. Oettie

    Oettie

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    So viele Fragen...
    also:
    Die Dicke der Wände liegt bei rund 30 cm.
    Die Fenster sind Doppelverglast, wenn auch schon etwa 15 Jahre alt. Diese bestehenden Fenster werde ich ersteinmal behalten.
    Es gibt auch einen Keller (Bruchstein). Dieser ist weder isoliert noch abgedichtet.
    Ich werde aber damit beginnen eben diesen Keller von aussen freizulegen, um dann eine WU Betonwand vor die Bruchsteinwand zu gießen. Des weiteren kommt
    eine Drainage um das Haus.
    Auf der Oberkante des WU Beton beginne ich dann mit der Aussendämmung.
    Die Kellerdecke werde ich von unten isolieren.
    Das Dach wird komplett erneuert.

    Zum Thema Berechnung: Wer macht so etwas ?


    Gruss Oettie
     
  8. MichaelG

    MichaelG

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    sollte da ein geprüfter Gebäudeenergieberater ran.

    kostet halt n paar €, am besten in Verbindung mit dem "Energie-Pass", den man ja auch dann wenn fest steht wie der nu "wird" nachträglich ausstellen kann. Die "Bestandsaufnahme, Berechnungen und Planungen sind ja sinnvollerweise eh zu machen.

    Bitte keinen Heizungs-Mann, wegen dessen Sonnenbrille;-)

    Adressen: Handwerkskammer
     
  9. Eric

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    Berechnung macht Archi und den sollten Sie auch gleich für das ganze BVH beauftragen, sonst wirds nämlich nach Ihrer Beschreibung ziemlicher Murks.

    Betonwand vor der vorhandenen Außenwand: Was soll das bringen? Welcher Lastfall, welche Bodenbeschaffenheit.

    Ohne Archi wird das zum Seminar " Haussanierung ". Die DEUBAU ist leider seit Samstag rum.
     
  10. #9 Carden. Mark, 23. Januar 2006
    Carden. Mark

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    Einfach ne Betonwand davor - geht in die Hosen, sollte diese die Abdichtungsfunktion übernehmen. Bitte unbedingt einen Fachmann mit ins Boot, sonst liegt nach dem Freilegen der Wände, diese samt Decken in der Grube.
     
  11. Oettie

    Oettie

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    Die Betonwand aus WU Beton hat den Vorteil, dass die bestehnde Bruchsteinwand trocken gelegt wird. Wie gesagt, der Keller ist nass, nicht feucht, sondern nass. Es fehlt halt die Drainage. Diese wird erneuert.
    Sicherlich könnte man die Bruchsteinwand auch verputzen und dann isolieren u. abdichten, doch die Wand ist sehr uneben, sodass es einfacher ist zu Schalen und eine zweite Wand davor zu gießen (und dann zu isolieren).
    Diese Möglichkeit habe ich mir übrigens schon mehrmals in unserer Gegend angesehen. Die Bauherren sind mit der Lösung gut gefahren.

    Einen Archi werde ich natürlich noch zu rate ziehen. Da ich aber über sämtliche Baumaschinen (Bagger, Radlader, Lkw, Zwangsmischer usw.) verfüge, möchte ich die Ausführung auf jeden Fall selber übernehmen.

    Gruss Oettie
     
  12. Harald W.

    Harald W.

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    Betonwand vor Bruchsteinwand

    halte ich nicht für richtig und zu teuer ( einseitige Schalung, Auftriebssicherung der Schalung etc.).
    Damit ist das Nässepoblem nicht ganz gelöst, da bei der Bruchsteinwand das Problem Nässe von unten nicht gelöst ist.
    Ich habe auch den eigenen Altbau (Granitbruchsteinkeller) abschnittsweisse zum Teil von aussen überarbeitet, Fugen saubergekratzt, ausgemörtelt, geglättet und dann abgedichtet. Hat aber nur einen Teil der Feuchtigkeit reduziert, von unten kommt man halt an die Mauer nicht dran (es sei den man hängt den Rest des Hauses an Fischer Luftdübel). ;) Und irgenwann muß man halt mit dem Graben wegen Grundbruchgefahr und dem Problem einzeln rausbrechender Steine Tribut zollen.
    Ansonsten schliesse ich mich den Vorgängern an, die ganzheitliche Energieberatung empfehlen. Umsetzung zum Teil durch eigene fachliche Möglichkeiten und Geräte ist dann ja wieder etwas anderes.
     
  13. MichaelG

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    Erfahrung ist ja auch was wert.

    Und wenn die "Bauherren" in der Gegend in diversen Fällen gut mit einer derartigen Lösung gefahren sind... kann das ja auch funktioniern.

    Ganz allgemein zum Thema abdichten/trocken legen:

    http://www.sto.de/sto_de/_03_competences/produktkatalog/system/pdf/f_mwt.pdf

    Um die "Wand" vor aufsteigendem Wasser/Feuchte zu "schützen" empfehlen sich die InjektionsVerfahren sto.murisol oder auch anderen Herstellern.
     
  14. #13 Carden. Mark, 24. Januar 2006
    Carden. Mark

    Carden. Mark

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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Das gibt immer einen Riss im Bereich der Betonwand zum Sandstein. Da soll dann kein Wasser mehr reinkommen können.
    Oder wird da ein Schild vorgestellt – Wasser eintreten verboten?
    Dann doch lieber herkömmlich ausgleichen und abdichten. Dann ist auch noch ein wenig Geld über, dem Bruchstein von unten beizukommen.
    PS – Wasserundurchlässig Beton dichtet nicht, nur Leute die behaupten das dieser es tut – dichten (sich nämlich einen zurecht).
     
  15. Harald W.

    Harald W.

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    bitte mal erklären, wie man dem Bruchsteinmauerwerk von unten beikommt
     
  16. #15 VolkerKugel (†), 24. Januar 2006
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    Schaut mal ...

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  17. sepp

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    ach du kacke.... hört sich ja fast an, wie das geseiere mit der elektro-osmose
     
  18. MichaelG

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    Der Herr Frössel wars glaub der von sto.
    Der will das gar nich unbedingt verteufeln.
    Ich meine aber gelesen zu haben, dass das irgendwie so ab um die 400.000 Ampére funzen könnte.
    Schon wieder Lektüre für Morgen, was ich hier nicht alles lern :konfusius
     
  19. sepp

    sepp

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    denk ich auch, zumindest wenn der blitz eingschlagen hat wirds trocken. allerdings nur bis die feuerwehr kömmt
     
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  21. #19 C. Schwarze, 24. Januar 2006
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    Vor allen Dingen dient die Betonschicht als Auflager für eine nachträgliche Dämmung incl. Verklinkerkung.
     
  22. H.PF

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    Diese Technik ist hier in der Gegend ausgereift und bewährt. Bei den hier verwendeten Bruchsteinmauern haben sich die anderen Methoden als nicht haltbar rausgestellt, die sinnvollste Methode in den meisten Fällen ist die vorgesetzte Betonwand.
    Alles andere ist leider bei den hier verwendeten Steinen und Bautechnik rausgeschmissen Geld.
    Habe selber 13 Jahre lang Altbauten Saniert und diese Methode wurde an fast jedem Fachwerkhaus angewand, um die Wände auf ihrem Weg nach aussen zu stoppen. Die Häuser haben mit der Zeit schiefe Aussenmauern, da sie die Kräfte nicht vernünftig abgeleitet bekommen. Und nach schief kommt ...........PLUMPS

    Gruß Holger
     
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