Außenwand DHH temporär Wärmedämmen

Diskutiere Außenwand DHH temporär Wärmedämmen im Außenwände / Fassaden Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich habe eine Doppelhaushälfte, bei der die zweite Hälfte noch nicht gebaut ist. Die Wand zur fehlenden Hälfte ist nicht isoliert. Sie...

  1. braunbaer

    braunbaer

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    Hallo,

    ich habe eine Doppelhaushälfte, bei der die zweite Hälfte noch nicht gebaut ist. Die Wand zur fehlenden Hälfte ist nicht isoliert. Sie besteht aus Kalksandstein, welcher bekanntlich keine wärmedämmenden Eigenschaften hat.

    Nun möchte ich die Wand isolieren. Es soll sich um eine temporäre Isolierung der Wand handeln, da ja irgendwann die zweite Haushälfte gebaut wird.

    Wie kann man das am Geschicktesten machen? Ich hatte an 5-10 cm Styropor gedacht, welches ich an die Wand klebe. Allerdings bin ich unsicher, ob man das Zeug dann wieder abbauen kann. Schrauben und bohren möchte ich ungern.

    Wenn jemand fragt, warum überhaupt isolieren: Den letzten Winter habe ich schon ohne Isolierung überlebt, geht auch. Jedoch zieht es einem dermaßen die Wärme aus dem Haus, dass Kondenswasser die Innenwände hinab rinnt. Ein ungemütlicher Zustand, den ich nun doch ändern möchte.

    Vielen Dank für Ratschläge!

    LG
    Braunbaer
     
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  3. Pfau78

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    Hallo,

    gleiches Problem hier... leider noch keine Antwort von den Experten erhalten...

    Mein plan wäre gewesen 6-8cm Styropor nur punktuell verklebt anzubringen (je einen ordentlichen Punkt außen und einen in der Mitte). Hängt aber natürlich von den Randbedingungen ab, die bei Dir vorherrschen.
    Unten die Sockelschiene ordentlich verschraubt.

    Ich hab bei dem Baumarkt mit den "Projekten" ein WDVS-System gesehen, bei dem
    man nicht tonnenweise Kleber anrühren muss, sondern einen Kleber aus der Dose
    anbringt. Das erscheint mir recht Heimwerker-freundlich.

    Gruß
    Pfau
     
  4. Julius

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  5. Pfau78

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    Bei mir vom GÜ.
     
  6. braunbaer

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    Hm, das mit dem punktuell verkleben ist genau meine Idee.

    Ich schätze, da betreten wir Neuland. Ich werde mal eine Probeklebung machen und berichten. Kann aber noch etwas dauern, bis ich ein Ergebnis habe (2 Wochen).

    LG
    Braunbaer
     
  7. Pfau78

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    Hallo,

    hast Du Dich schon mit dem Inhaber des Nachbargrundstücks unterhalten?
    Ich hab mir das OK geholt, da ja die Dämmung auf sein Grundstück ragen wird.

    Wäre toll, wenn Du Dich meldest, ich wollte noch bis Ende Oktober warten, da
    jetzt grad mal wieder ein Interessent fürs nachbarhaus da ist (Strohhalm).

    Wirst Du den Styropor verputzen oder ungeschützt lassen?

    Gruß
     
  8. braunbaer

    braunbaer

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    Nein, ich habe nicht gefragt, ich mache das einfach. Wenn er etwas dagegen hat, dann möge er vor Gericht ziehen und dort vermutlich verlieren. Das wird er wohl erdulden müssen, da er ja nicht wie versprochen ein Haus gebaut hat. Sein Grundstück wird ja nicht beeinträchtigt. Aber gottseidank ist der Eigentümer sehr umgänglich. Ist aber ein anderes Thema.

    Das Styropor wollte ich unverputzt lassen. Die Wand liegt nicht in der Wetterseite. Wie lange das halten wird, ich schätze mal 2-3 Jahre sicher. Styropor verwittert ja nicht. Besser als Styropur wäre wohl Styrodur, das ist aber auch gleich doppelt so teuer.

    Neben dem "temporären Kleben" ist übrigens die Höhe mein größtes Problem. Ich habe kein Gerüst. Deswegen werde ich wohl nur EG und OG isolieren, DG nicht. Was ist davon zu halten? Bringt dann die Isolierung noch was?

    LG
    Braunbaer
     
  9. Primi

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    Styropor verwittert nicht!? Ich dachte das wäre UV-Empfindlich!
     
  10. braunbaer

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    Äh, ja?

    Ich bin Laie.

    Was kann ich denn stattdessen nehmen?
     
  11. Pfau78

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    Hallo,

    habe mich mal mit einer Verputzer-Firma unterhalten und die meinten, dass das
    Styropor wohl verwittern wird (Algen), aber dass es eher ein optischer Aspekt ist,
    wenn die Wand verputzt werden soll.

    Für 1-3 Jahre wäre das wohl i.O. so.

    Styropor schreibe ich übrigens stellvertretend für Styrodur usw....

    Was mir gefallen hat, ist ein System mit Nut+Feder, ich denke da kriegt man es
    als Laie recht gut hin.

    Das Problem mit dem Gerüst hab ich natürlich auch, aber hab da mit meiner Baufirma
    geredet und die bauen mir ein Gerüst auf, weil es ja auch in deren Sinn ist, dass
    die Wand besser geschützt wird (Gewährleistung...).
     
  12. braunbaer

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    Ah, gut, das mit der Haltbarkeit.

    Ich habe übrigens einen Winter ohne Isolierung gelebt. Wie gesagt, das geht auch. Es ist billiger mehr zu heizen als das Styropur zu bezahlen. Solange die Temperatur nicht unter 12 Grad im Raum sinkt und die Luftfeuchtigkeit über 65% steigt, ist es wohl tragbar, Lüftung vorausgesetzt.

    Vielleicht ist das auch was für dich. Ich habe nach einem Winter genug.
     
  13. braunbaer

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  14. Pfau78

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    Hallo,

    auch das ist bei mir genau so: Sind letzten September eingezogen, haben also auch einen Winter hinter uns. War zum Glück kein allzu strenger Winter.

    Bei mir werden - so ich das jetzt schon abschätzen kann - etwa 700-800 Euro Kosten für die Notlösung anfallen.

    Im 1. Jahr wird es sich wohl nicht rechnen, dafür kann es mir egal sein, wann da nebenan was passiert.

    Such mal nach der Software "Casanova" - da kann man sein Häuschen eingeben und die ganze U-Werte usw. und dann sieht man recht schnell, wie viel die Dämmung an Heizkosten bringt.
     
  15. braunbaer

    braunbaer

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    Infos zur Umsetzung

    Moin,

    ich war gestern mal im Baumarkt und habe in dieser Sache vorgesprochen. Gut, normalerweise hätte ich nicht mit viel gerechnet, aber ich hatte wohl Glück und mit Einem gesprochen, der sich sehr vernünftig anhörte.

    Folgende drei Vorschläge hat er unterbreitet (Prämisse: billig, dick, soll 1-3 Jahre halten)

    A)
    - Unterspannbahn auf die Wand nageln (wg. Feuchtigkeit); 1,74 Eur/m²
    - 2 * 50mm Sytyropor versetzt wg. Fugen dadrüber nageln 6,68 Eur/m²
    - mit Dachpappe abdecken (Preis unbekannt)
    Es kommen Kosten für Nägel und Dachlatten dazu

    B)
    - Holzfaserdämmplatten (vergleichsweise teuer, erfüllen dafür viele Funktionen)

    C)
    - Dachlatten auf die Wand nageln
    - Styropor dazwischen legen
    - mit OSB-Platten abdecken (an den Dachlatten festnageln)
    - ggf Dachpappe

    Vom Kleben bin ich weg, das scheint nur dann zu halten, wenn man vollflächig verklebt. Dann hat man aber Mühe, das Zeug wieder abzureißen.

    Ich bin ein Laie, habe keine Ahnung und kann nur hoffen, dass ich das richtig wieder gegeben habe. Nun werde ich mal prüfen, was mir taugt. Am einfachsten erscheint mir A).

    LG
    Braunbaer
     
  16. #15 Hundertwasser, 11. September 2008
    Hundertwasser

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    Brillux Qju System wird mit PU Schaum verklebt. Unten Sockelschiene setzen, dann mit Nut- und Federplatten dämmen. Die Verarbeitung ist einfach, der Schaum kommt aus der Dose. Später kann man mit einem Schaber den Kleber wieder entfernen.
     
  17. ahuchler

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    Warum macht das nicht der GU ?

    Schliesslcih hat er mit Sicherheit ein ENEV Haus verkauft !
     
  18. Pfau78

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    Hallo,

    genau so ein System hab ich eben auch bei meinem Lieblings-Baumarkt gesehen.
    Mit Dosen-Kleber, Nut+Feder, für LAien vmtl. vernünftig verarbeitbar.

    Nageln stell ich mir nicht sehr stabil und auch nicht einfach vor...?

    Was sagst Du als Experte, kann man diese Platten 1-3 Jahre unverputzt stehen lassen?

    @ahuchler: Hab da mal ein wenig recherchiert und es gibt für diesen Sonderfall verschiedene Ansichten. Manche meinen, dass im Rahmen eines Bebauungsplans die Bebauung des Neben-Grundstücks gesichert ist und daher diese Wand die ENEV-Bestimmungen allein stehend nicht erfüllen muss.
    Das sehe ich auch so. Die Baufirma kann da mMn nichts dafür.
    Im übrigen wusste ich ja, dass ich alleine baue und dass das theoretisch passieren könnte.
     
  19. AltbauSven

    AltbauSven

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    - Dachlatte 28x48 (0,50Euro/lfm) senkrecht
    - Dachlatte 28x48 wagerecht (hochkant)
    ergibt ca.80mm Aufbau
    - Dämmung rein (z.B. Mineralwolle oder Hanffaser-Dämwolle, ca. 80,-Euro/cbm)
    - Unterspannbahn (ProClima Solitex WB, 1,-Euro/qm)
    -Dachlatte 28x48 senkrecht (als Hinterlüftung), Abstand 400-500mm
    -Profilholz oder Schalung wagerecht (z.B Lärche sägerau, unbehandelt, 160x24mm, ca. 10,-Euro/qm)

    Sollte auch für länger gut funktionieren und kann problemlos wieder demonriert werden.
    Das alte Material kann dann andersweitig Verwendung finden.
    Unbehandelte Schalung ggf. ins Feuerholz, Dachlatten bekommt man immer los und die Dämmung (zumindest die Hanffaser-Dämmwolle) geht auch wieder zu verwenden.

    MfG Sven
     
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  21. braunbaer

    braunbaer

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    Hi,

    ich stehe gerade auf dem Schlauch; habs nicht kapiert.

    Ich habe folgenden Aufbau verstanden (von der Wand beginnend):
    - Dachlatte senkrecht
    - Dachlatte wagerecht
    - mit Dämmung auffüllen
    - dann die Unterspannbahn drüber

    Und jetzt? Klar, die Unterspannbahn muss befestigt werden, dazu vermutlich die 160x24mm-Bretter. Wo genau soll dann die Hinterlüftung hin?

    LG Braunbaer
     
  22. braunbaer

    braunbaer

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    Hast du eine Produktbezeichnung/Baumarkt? Vielleicht kann ich mir das hier mal anschauen.

    LG
    Braunbaer
     
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