Aussenwand innen gedämmt - Wärmebrücke durch CW Profil?

Diskutiere Aussenwand innen gedämmt - Wärmebrücke durch CW Profil? im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo, wir sanieren Stück für Stück unseres Hauses (BJ ca. 1850) Als wir vor einem Jahr eingezogen sind stellten wir schmerzlich fest das das...

  1. Ronny1982

    Ronny1982

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    Hallo,

    wir sanieren Stück für Stück unseres Hauses (BJ ca. 1850) Als wir vor einem Jahr eingezogen sind stellten wir schmerzlich fest das das Haus über keine Horizontalsperre verfügt. Diese habe ich nun einbringen lassen (in einem Raum durch sägen, im anderen Raum durch Bohrlochinjektion von Remmers [sägen war hier leider nicht möglich]). Weitere Räume folgen.

    Nun sind wir gerade fertig mit dem Wohnzimmer. Die Giebelwand (Westen) war im Winter sehr kalt, also habe ich mich entschlossen die Wand von innen zu Dämmen. Aufbau ist wie folgt:

    - 36er Ziegelmauerwert, innen kein Putz
    - 3cm Luft
    - UW/CW Profile mit Dämmung (40mm)
    - Dampbremsfolie
    - 1,25er Gipskartonplatte

    Beim tapezieren ist mir aufgefallen das die Aussenecke unten extrem kalt ist. Durch abtasten stellte ich fest das die Wand genau dort besonders kalt ist wo die CW Profile liegen, also alle 62,5cm.

    Ich habe die Aussenecken je 10cm nun bewußt nicht tapeziert sondern nur mit anti Schimmelfarbe vorsorglich gestichen (hat optisch sogar was).

    Ich gehe davon aus das ich als Laie einen großen Fehler gemacht habe. Habe ich hier nun mit Schimmel zu rechnen? Wir haben sehr viel Geld und Zeit in den Raum investiert und jetzt dieses Problem. :(
     
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  3. Reinsch

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    Dämmung von Innen ist eine sehr heikle Angelegenheit die Du auf jeden Fall von einem Profie machen lassen solltest.
    Metallprofile für den Trockenbau bei Vorsatzschalen sind sehr "gute" Wärmebrücken . Mit der Wärmebildkamera auch immer sehr deutlich zu sehen. Das du die Profile jedoch ertasten kannst würde ich mal anzweifeln.
     
  4. R.B.

    R.B.

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    Und wozu die 3cm "Luft"?

    Gruß
    Ralf
     
  5. Ronny1982

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    Jetzt wo der Rest der Wand tapeziert ist fühle ich das nicht mehr, Bevor keine Tapete drauf war konnte ichs erfühlen.

    Hab ein altes Quecksilbertermometer in die Ecke geklebt. Temperatur 12 Grad. Der Raum hat momentan eine Temperatur von 18 Grad bei einer rel. Luftfeuchtigkeit von 70%. (gerade erst tapeziert)
     
  6. Ronny1982

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    Das mit der Luft wurde mir so geraten. Auch falsch? :(
     
  7. Reinsch

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    Eine weitere Dämmplatte statt der Luftschicht wäre wahrscheinlich besser gewesen ?
     
  8. R.B.

    R.B.

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    Jepp. So einen Wandaufbau würde ich aber auf gut Glück niemals erstellen, also vorher nachrechnen.

    Gruß
    Ralf
     
  9. Ronny1982

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    Es scheint auch so, dass die andere Ecke der Wand so kalt ist (keine Aussenecke)

    Jedoch scheinen die Profile richtig viel Kälte zu machen.

    Hat nicht jemand einen Tipp wie wir das in den Brunnen gefallene Kind noch bergen können ohne gleich den Bello auszupacken?

    Ich hatte erst die Idee 3/4 Kreise aus Styropor in die Ecken zu stellen aber obs das bringt...
     
  10. Reinsch

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    evtl. nachträglich im Einblasverfahren dämmen

    Nur wenn du dort Pilze züchten willst.
     
  11. Ronny1982

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    Wäre es sinnvoller gewesen vor diese wand einfach eine 12er Ytong Wand zu ziehen?
     
  12. R.B.

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    Nicht unbedingt. Was für ein Material hast Du für die Dämmung verwendet?

    So ein Wandaufbau ist von Natur aus schon nicht ohne, aber eine Innendämmung verschärft die Situation. Man kann den Wandaufbau rechnen (simulieren) und schauen, unter welchen Bedingungen es zu Tauwasser kommen kann. Dazu müssen aber alle Schichten des Wandaufbaus bekannt sein, und man muss voraussetzen können, dass der Wandaufbau auch fehlerfrei erstellt wurde.

    Deswegen auch der obige Kommentar zur Luftschicht. Diese wird ja "ideal" als ruhend angenommen. Trifft das nicht zu, dann sieht das ganz anders aus, denn dann landen wir bei einer Art Hinterlüftung und warme Luft wird zwischen die Schichten transportiert.

    Warum kannst Du keine Außendämmung machen? Das wäre einfacher und, richtig ausgeführt, weniger schadenträchtig.

    Gruß
    Ralf
     
  13. Ronny1982

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    Der Wandaufbau von draussen ist wie folgt:

    - Kratzputz
    - Normaler Putz
    - 36er Mauerwerk
    - ca. 3 cm Luftschicht
    - Ständerwerk UW/CW50 mit 4cm Rockwool
    - 200er PE Folie
    - 1,25er Gipsplatte

    Von aussen Dämmen kann ich mir derzeit absolut nicht leisten da hier einfach zuviel saniert werden muß (war uns vorher nicht klar).

    Habe erst drüber nachgedacht mir selbst diese Platten an die Fassade zu dübeln aber da gibts momentan den riesigen Nachteil das die Giebelwand (um die es geht) einen Dachüberstand von ca 8cm hat. Das hat zur folge das ich das Dach auf jeden Fall herausziehen lassen muss... :(

    Die Vorbesitzer hatten nur eine Seite des Hauses gedämmt (Südseite) und das auch nur ca 2cm stark - warum auch immer.

    Ich mache mir natürlich verdammt viele Sorgen das der Aufbau nun reinster Pfusch war und ich massive Probleme mit der Wand bekomme wobei dies nun der 2. "fertige" Raum sein sollte.

    An dieser Giebelwand steht noch ein Raum den wir aber noch nicht großartig gemacht haben, an der Aussenwand steht ein großer Kleiderschrank und dahinter fand ich vorgestern schon kleine "Wattebausche" also Schimmel.

    Ich denke das der U Wert der Wand einfach zu schlecht ist. Risse sind keine erkennbar. Alle anderen Wände haben ca. ein 42er Mauerwerk.
     
  14. R.B.

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    Achte darauf dass die Folie sauber verarbeitet wird. Die ist quasi Deine Versicherung.
    Das mit der Luftschicht kannst Du vergessen. Pingelig darauf achten, dass keine Raumluft in den Wandaufbau kommt, denn die wird dort kondensieren sobald sie auf kalte Flächen trifft.

    Ein Schwachpunkt bei solchen Konstruktionen sind immer die Raumecken, Übergang Boden/Wand und Wand/Decke.

    Gruß
    Ralf
     
  15. Julius

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    Also auch bei Massivziegel ist ein TROCKENES 36er Mauerwerk nicht so schlecht dämmend, daß man bei normaler Beheizung und Lüftung es innen nicht behaglich und schadfrei haben kann!

    Dort würde ich erstmal ansetzen, da Euch eben derzeit nicht die Mittel für eine vernünftige Sanierung (hier: vurzugsweise Außendämmung) zur Verfügung stehen.

    Berühren denn die Ständerprofile die Außenwand?

    Das Fehlen des Innenputzes hinter der Vorsatzschale kann auch noch ein Problem darstellen (Mauer evtl. nicht ausreichend luftdicht)!
     
  16. Ronny1982

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    Zwei Fragen habe ich hierzu noch:

    1. Rein logisch zerstört man doch die Dampfbremse mit jeder Schraube die man setzt und die Gipsplatte zu befestigen oder? Sowas ist zu vernachlässigen?

    2. Wenn ich nun nachträglich von aussen (kommendes Jahr) einen Vollwärmeschutz installiere gibts hinter dieser Wand auch keine Probleme mehr, korrekt?
     
  17. Ronny1982

    Ronny1982

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    Die Profile berühren die Wand nicht. Im Besagten Nebenraum wo wir noch nichts gemacht haben ist die Wand aber auch sehr kalt. (Ich glaube ich hatte auf der Wand 10 Grad gemessen)

    Das kann natürlich auch daran liegen das dort derzeit noch ein Kleiderschrank steht der nach hinten zur Wand 5cm Luft hat, oben und links etwa 10CM Luft und rechts ca einen Meter. Der Schrank ist also fast so groß wie die Fläche der Aussenwand weswegen ich da wohl nun auch "Haare" entdeckt habe.
     
  18. Julius

    Julius

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    Ich hatte vorhin vergessen, danach zu fragen:

    Wurden die Mauern denn nach der Einbringung der Horizontalsperre ausreichend getrocknet?
    Das muß man eigentlich technisch machen (also mit IR-Strahlern von innen), wenn es in erlebbarer Zeit passieren soll.

    Ich vermute, daß einfach das Mauerwark noch recht feucht ist und daher zu schlecht dämmt.

    Der Schrank sollte mind. 20cm von der Außenwand abgerückt stehen UND der Raum muß ausreichend beheizt werden.

    Welche Temperatauren haben die Räume (alle nennen, auch die nichtbetroffenen!) derzeit? Wie/womit wird geheizt?
    Wie wird gelüftet?
     
  19. Ronny1982

    Ronny1982

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    Dazu muss ich zuerst sagen das das komplette Haus aufsteigende Feuchtigkeit hat. 2 Räume wurde wie gesagt nun gesperrt. (Wohnzimmer und Arbeitszimmer)

    Das Haus ist teilunterkellert (12m² unter dem Wohnzimmer) dort waren die Vorbesitzer so clever das Kellerfenster zuzumauern. (Dort kommt aber wieder ein Fenster rein) Der Keller an sich ist sehr feucht, letztes Frühjahr als der Schnee schmolz hatten wir 3cm Wasser im Keller (vermutlich Grundwasser)

    Nun zu den Räumen:

    - Arbeitszimmer 21 Grad - 58% rel. Luftfeuchte
    - Wohnzimmer 17 Grad - 68% (in der Kalten Ecke, Hyrometer direkt in die ecke gelegt mit dem Sensor nach innen: 14 Grad - 74%)
    - Flur 17 Grad - 62%
    - Küche: 18 Grad - 60%
    - Schalfzimmer (der Raum mit Schimmel hinter dem Schrank) 18 Grad - 65% In diesem Raum steht der Thermostat auf 2,5, dennoch bekomme ich hier nicht wirklich wäre rein. Dieser Raum liegt an 2 Aussenwänden (nord/west) und ist selbst im Sommer sehr

    Das sind so die Durchschnittswerte.

    Ich lüfte 2x täglich quer bei weit offenen Türen und Fenstern.

    Zum Wohnzimmer (der Raum um den es hier auch geht) muss ich aber ausdrücklich sagen das dieser erst tapeziert wurde und ich hier oft Lüfte, der Raum wird noch nicht genutzt).

    Wichtig ist evtl. noch das ich durch den feuchten Sommer das Lüften vernachlässigt habe. Als ich im Flur ein Hygrometer aufgestellt habe und den Wert 84% las handelte ich sofort, seither bin ich im Flur auf 62% runter. Der Flur liegt neben einem Bad das (NOCH) kein Fenster hat, was die Situation natürlich erschwert.
     
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  21. Julius

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    Dann ist von Dämmaßnahmen abzusehen, bis das Problem der (aufsteigenden) Feuchtigkeit behoben ist.
    Ansonsten kann es sein, daß die Dämmung massive Bauschäden zur Folge hat!

    Um bis dahin die Bewohnbarkeit zu ermöglichen, muß einfach mehr geheizt und deutlich öfter gelüftet werden.
     
  22. Ronny1982

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    Es wurde ja nur der eine Raum gedämmt und dort wurde ja gesperrt.

    Die Frage ist allerdings noch immer was ich mir meiner Wärmebrücke nun mache. :o
     
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Aussenwand innen gedämmt - Wärmebrücke durch CW Profil?

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