Austausch Fenster - Wie gut darf ein Fenster sein

Diskutiere Austausch Fenster - Wie gut darf ein Fenster sein im Fenster/Türen Forum im Bereich Neubau; Hallo, wir wollen unsere alten Fenster gegen Neue tauschen. Nun habe ich gelesen dass die Fenster vom U Wert schlechter sein sollten als das...

  1. Mikel115

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    Hallo,
    wir wollen unsere alten Fenster gegen Neue tauschen. Nun habe ich gelesen dass die Fenster vom U Wert schlechter sein sollten als das Mauerwerk, um Schäden zu vermeiden.
    Unser Haus ist Baujahr 1977/1978, 30cm Ziegel plus 3-4 cm Außendämmung. Komme mit dem U-Wert Rechner aus dem Internet so auf einen U-Wert von ca.0,6 bei dem Heizkörpernischen auf ca. 0,7.
    Wie gut dürfen da die Fenster sein ?
    Wir haben ein Angebot 3-Fach Glas mit Gesamt Uw 0,82 mit Ug 0,6, also Glas ist gleich bzw. besser als Wand.
    Ist so was sinnvoll oder sollte ich lieber ein Fenster mit einem etwas höheren Uw bzw, Ug Wert sein ?
    Bei welchem Fenster bin ich auf der sicheren Seite.
     
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  3. Neutal

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  4. Mikel115

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    Ehrlich gesagt so ganz klar ist mir noch nicht ob meine Hauswand für diese Fenster geeignet ist !!
    Wir lüften täglich, geheizt wird im Erdgeschoss mit Kaminofen, Heizkörper bleiben kalt, also auch Heizkörpernischen.
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 8. März 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Wo haben Sie das gelesen???

    Ganz klar - es ist nicht der bessere U-Wert der Fenster, der zu Schäden führt, wenn denn nach dem Fesnterwechsel welche auftreten, sondern die fehlende Änderung des Nutzerverhaltens.

    Jedes alte Fenster ist undicht! Das eine mehr, das andere weniger, aber dicht ist keins! Also besteht eine natürliche Querlüftung zur einen Undichtigkeit rein, zur anderen raus.

    Bei Einbau eines neuen Fensters entfällt diese und muss durch vermehrtes tatsächliches Lüften ersetzt werden!

    Mit welchem Heizgerät die Heizung erfolgt ist unwichtig. Aber ein Raumluftverbund, um die in einem Raum erzeugte Wärme über Konvektion und Luftwechsel in die anderen Räume zu verfrachten, fördert auch jede anfallende Feuchte in die anderen Räume - und zwar besser, schneller und sicherer als die Wärme.
    DAS ist ein grundsätzliches Schadenrisiko.
     
  6. papabaut

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    Moin Ralf,

    da muß ich Dir zumindest teilweise widersprechen. Der Gedanke hinter der Aussage ist, daß man lieber die Kondensation der Raumluft an den Fenstern hat als in den Raumecken. Daher sollte die Oberflächentemperatur an den Fenstern niedriger sein als an den Wänden.

    Ein richtiges Lüften würde sicherlich die Bedenken relativieren. Aber gerade wenn nur mit dem Kaminofen geheizt wird und die anderen Räume überschlagen, ist die Gefahr des Feuchtigkeitstransportes durchaus gegeben. Wenn man dann kein Hygrometer beobachtet und auch nicht durch beschlagene Fenster gewarnt werden kann, ist der Schaden schnell da.

    Helge
     
  7. #6 Ralf Dühlmeyer, 8. März 2013
    Ralf Dühlmeyer

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    Ach Papi, die Debatte hatten wir doch nun auch schon X-mal!

    Wenn bei neuen Fenstern Kondensat in relevanter Menge auftritt, dann ist nicht der schlechte(re) U-Wert der Wände das Problem, dann gibts ganz andere Probleme!

    Das, was Du da anführst, bedingt (heute nicht mehr zulässige) Einscheibenverglasung!!!

    Fenster, die die Mindestanforderungen erfüllen, haben bei normalem Nutzerverhalten (keinen Dschungel mit entsprechenden Klimazonen in der Wohnung) und intaktem Gebäude kein Kondesat, von etwas beschlagenem Rand bei fehlender warmer Kante mal ab - und auch das wäre im Altbau schon verdächtig!
     
  8. kappradl

    kappradl Gast

    Die Raumluift kann furztrocken sein (z.B. neben dem Ofen) und hinterm Schrank in der Raumecke bildet sich trotzdem Schimmel. Die Fenster sind dabei völlig egal.
     
  9. #8 ralph12345, 8. März 2013
    ralph12345

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    Nein, wieso das? Selbst im Altbau (Wiederaufbau nach dem Krieg) jahrelang beobachtet, die Zweischeiben Verglasung war im Schlafzimmer offenbar kalt genug und innen gelegentlich tropfnass. Lüftung durch das geschlossene Fenster - Null, dafür war es dann doch neu genug.
    Da muß ich dann in der Tat sagen: lieber kondensiert das Wasser dort, als an der Wand. Diese Scheiben hätte ich nicht unbedingt ersetzt, denn warm war die Wand auch nicht.

    Abhilfe ist klar: richtig heizen und lüften und das idealerweise per Hygrometer überwachen, Kältebrücken im Wandaufbau vermeiden. Dann entfällt auch die Notwendigkeit eines Alarm-Feuchtemessers in Form eines kalten Fensters. Und: Wenn es derzeit kein Tauwasser am Fenster gibt, dann darf der U-Wert da auch weiter beliebig verbessert werden.
     
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  11. Neutal

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    So, ich lebe in einem 100 Jahre altem Haus. Die Fenster sind natürlich jünger. Ich habe weder Kondensat an den Fenstern, noch irgendwo Schimmel. Nicht einmal im Ansatz.
    Ich kann auch heute Fenster einbauen die 1000fach verglast sind, ohne das mir Feuchtigkeit an den Wänden kondensiert. Feuchtigkeit kann nur dort kondensieren, wo sie auch ausreichend vorhanden ist und das ist nicht der Fall wenn ausreichend gelüftet und geheizt wird. Die digitalen Hygrometer haben zu meinem Meßgerät abweichungen von bis zu 20% !
    Stelle ich mir das ganze Haus mit Pflanzen zu oder habe gravierende Baumängel, dann besteht erhöhtes Risiko von Pilzbefall.
    Allerdings erzählt mir der Großteil aller Mieter immer wieder das sie ausreichend lüften. Sie wollen es jeden Morgen vor der Arbeit tun und abends auch einmal. Stoßlüften für 10 Min.
    Allerdings lassen sich oftmals die Fenster gar nicht mehr öffnen, weil Gardienen und Pflanzen sowie vorgestellte sofas das gar nicht zulassen......
    Es gibt ganz klar Fälle wo sich Schimmel an den Wänden bildet, aber schlechtere Fenster sind hier der Falsche Lösungsansatz..
     
  12. #10 ralph12345, 8. März 2013
    ralph12345

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    Da hast Du allerdings Recht. Ein Feuchtigkeitsproblem mit schlechten Fenstern zu bekämpfen ist absurd.
     
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