Auswertung des Baugrundgutachtens

Diskutiere Auswertung des Baugrundgutachtens im Begleitende Ingenieurleistungen Forum im Bereich Neubau; Hallo, liebes Forum, hab´ heute das Ergebnis des Baugrundgutachtens bekommen. Folgendes kam dabei raus: 1. Wasser bei einer Tiefe von 1,22m...

  1. Holger

    Holger Gast

    Hallo, liebes Forum,
    hab´ heute das Ergebnis des Baugrundgutachtens bekommen.
    Folgendes kam dabei raus:

    1. Wasser bei einer Tiefe von 1,22m
    Anmerkung : Habe ca. 5m von der Bohrung entfernt noch ein Loch gegraben (Tiefe 1,50m), hier war kein!! Wasser!

    2. Bis in einer Tiefe von 2,70 Mittelsand, grobsandig, schwach schluffig, grauweiss, feucht bis nass,
    von 2,70-3,00 Schluff, Mittelsand, braun, feucht,
    von 3,00-3,50 Mittelsand, fein- bis grobsandig, schwach schluffig, grau, feucht bis nass,
    3,50-4,40 Schluff, Sand, braun, feucht,
    4,40 -5,00 Mittelsand, schluffig, braun, feucht.



    Folgende Fragen:

    1. Ist die Versickerungsfähigkeit von Regenwasser gegeben?

    2. Möchte in jedem Fall mit Keller bauen. Wie sollte er ausgeführt werden (weisse/schwarze Wanne)? Soll ein passivhaustauglicher Keller werden ( Einbindung in die Gebäudehülle)

    Vielen Dank im voraus

    Holger
     
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  3. mls

    mls Bauexpertenforum

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    regenwasser: dafür gibt´s i.a. akreditierte sonderfachleute lt. wasserhaushaltsgesetz
    keller: die sonderfachleute dafür nennen sich tragwerksplaner :D

    den tragwerksplaner solltest du im übrigen so schnell wie möglich ins boot holen, damit der ein paar worte mit dem "bodengutachter" wechselt...
    aber wahrscheinlich hast du noch nicht mal einen brauchbaren architekten.

    holger, du scheinst zu glauben, es gibt für alles eine patentlösung.
    die fragen (oben) sind genauso gut oder schlecht zu beantworten,
    - wie die frage nach dem richtigen mauerwerk für ein passivhaus,
    - wie die frage nach dem richtigen dach für ein passivhaus,
    - wie die frage nach der richtigen dachgaube für ein passivhaus ... und so weiter !
    eine funktionierende pauschallösung mit maximalen nutzen zum minimalen preis gibt es nicht!
    das kann nur individuell durch deinen architekten zusammen mit den sonderfachleuten geklärt werden.
     
  4. Holger

    Holger Gast

    Komisch

    Hallo Markus,
    das musst du mir jetzt mal erklären:
    Da werden die Bauherren immer wieder von den Statikern aufgefordert ein Baugrundgutachten zu machen und dann kann immer noch keine Aussage gemacht werden.
    Ich erwarte ja keine detaillierte Lösung, sondern nur grundsätzliche Aussagen um mir einen Überblick zu schaffen.

    Gruss
    Holger
     
  5. mls

    mls Bauexpertenforum

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    e-moduli?
    hhw?
    mittlerer/maximaler sättigungsgrad?
    vertikale (!!!) schichtung?
    altlasten?

    für solche fragen lieben mich alle bodengutachter - die brauchen nur in bau.de und hier im forum lesen :D


    im übrigen ist ein betonkeller nie verkehrt! ;)
     
  6. W.Freund

    W.Freund Gast

    Der Unterschied

    Zwischen Baugrund / Grundbau und Statik / Tragwerksplanung ist dem Baulaien offensichtlich nicht bewußt.

    Im Allgemeinen versteht der Baugrund-Fachmann wenig von Statik (auch im Sinne von Tragwerksplanung).

    Andersrum haben die Statiker oft Schwierigkeiten mit den Begriffen :
    - Bettungsmodul
    - Steifemodul
    - Versickerungsbeiwert
    etc. umzugehen (-modul darf auch durch -ziffer ersetzt werden).

    Was die Statiker interessiert, steht eben fast nie im Baugrundgutachten: die zuläsige Belastung.

    Wie immer am Bau kommt es auf die Zusammenarbeit an. Selbst ein vergleichsweise simples EFH ist komplexer, als die privaten Bauherren das glauben wollen.
     
  7. Horst

    Horst Gast

    Na super

    Der Bodengutachter versteht die Begriffe des Statikers nicht und umgekehrt.
    Der Bauherr muss es zahlen + später ausbaden
     
  8. W.Freund

    W.Freund Gast

    Leider

    Haben Sie da völlig Recht :boxing

    Zunindest was viele (nicht alle!) Bauträger angeht. Nach völlig unbraucbaren Baubeschreibungen die oft nicht mal mit dem Vertrag übereinstimmen kommen dann die "Überraschungen".

    Deswegen bieten ja viele (ich betone: nicht Alle!) billig und eben nicht preiswert an. Die wissen genau, wo Sie es holen.

    Ich möchte hier kein Loblied auf Architekten singen, weil ich auch viele unfähige Kollegen kenne. Aber bei sauberer Abwicklung dürfte das nicht passieren.

    Nur: wenn die wahren (!!!!!!!!) Kosten auf den Tisch kommen, springt der Bauherr ab. Er zahlt die ohnehin, aber er weiß es beim Bauträger eben nicht.

    Warum gibt es denn zahllose Foren dieser Art?

    Wenn Sie schon nicht mit Architekten bauen wollen (was ich durchaus nachvollziehen kann) sollten Sie wenigesten zwei Fachleute vor der Unterschrift hinzuziehen:
    - Rechtsanwalt
    - Baufachmann
    Wobei der Baufachmann in diesem Falle ein Architekt sein sollte, der zwar nicht alles im Detail weiß, aber zimindest den größten Überblick hat.

    Haben Sie vorher überhaupt mal diese Möglichkeit ins Auge gefaßt? Wenn ja, waren die zu teuer? Teurer as die jetzigen Zusatzkosten?

    Sind Sie sicher, daß das jetzt alles war?

    Sorry, aber ich bin nebenbei auch Gutachter, daher kenne ich diese Fälle zur Genüge.
     
  9. Holger

    Holger Gast

    Hab´ nie gesagt,

    dass ich ohne Architekt bauen will. Will halt nur gut vorbereitet sein und dafür gibt es die Bauforen ja wohl.
    Das Baugrundgutachten ist auch für den Stadtplaner gedacht, der dieses gewünscht hat ( nicht gefordert),um so Auskünfte über die Versickerungsfähigkeit des Boden für den Bebauungsplan zu bekommen.
    Da es also wohl des öfteren zu Mißverständnissen zwischen Geologen und Tragwerksplaner kommt, werde ich jetzt noch mal ein paar genauere Angaben rüberschieben, damit ihr euch besser ein Urteil über die Bodenverhältnisse machen könnt.


    Also ich versuch mal eine etwas genauere Zusammenfassung:

    1....Sande von mitteldichter Lagerung ist von auszugehen!
    2.Kf Wert nach Hazen von 4,4*10hoch-4
    3. Tabelle der Bodenklassifikation nach DiIN18196: Mutterboden/Sand, schwach schluffig/ Schluff/Sand .
    Nach Din 1054 organisch/nichtbindig/bindig.
    Nach DIN 18300 1/3/4.
    Dann noch eine allgemeine Baugrundbeurteilung:
    ....ab einer Tiefe von 1,30 mitteldichte Lagerung. Die Konsistenz der darungerliegenden schluffigen bzw. stark schluffigen Sande ist als steif einzuschätzen.
    Der Untergrund weist somit ab der vorgenannten Tiefe eine ausreichende Tragfähigkeit auf.
    Es sollte ein Aushub bis ca 1,3m unter OKG erfolgen. Nach Verdichtung der Aushubsohle ist nichtbindiges Material unter Nachweis der Verdichtung bis zur gewünschten Höhe einzubringen.
    Die Wasserverhältnisse sollten durch einen Grundwasserbeobachtungsspiegel genau bestimmt werden.
    Die zulässige Bodenpressung kann gemäß DIN 1054 ermitttelt werden.
    Was heisst das jetzt für den Kellerbau und der Versickerungsfähigkeit des Regenwassers?
    Vielen Dank im voraus
    Holger
     
  10. mls

    mls Bauexpertenforum

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    was das heisst?

    für den baugrund würd ich zu fuss nach altötting pilgern und der schwarzen marie eine kerze stiften :)

    naja, is für dich wohl a bisserl zu weit :D
     
  11. bauhexe

    bauhexe

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    Bei Schuff und Sand kann sich der Boden schnell mal ändern. Isa das Gutachten genau auf Deinem Grudstück gemacht worden oder nur im Baugebiet?
    Du braucht zu 200% einen Statiker oder einen Bauing, der auch Statiken macht. Sowohl Baungs. als auch Statiker rechnen WSNW für passivhaus.
    Ein Architekt wird keinesfalls billiger, wir rechnen alle nach der selbeb HOAI ab. Nur wenn Du einen für alles hast, hat der den totalen Überblick. Auch zu empfehlen sind Bürogemeinschaften mit kompertibler Software.
    Noch mal zum Baugrund:
    Statiker muß beim Aushub der Baugrube vorbeikommen. Wenn Du nun einen Planer sucht, dann weißt Du worauf Du achten mußt.
     
  12. W.Freund

    W.Freund Gast

    Das heißt

    Nicht versickerungsfähig (in teilbereichen = Wasserstau)
    Setzungen sind zu erwarten
    Sicherung gegen Auftrieb höchstwahrscheinlich erforderlich
    Es könnte anfange zu stinken (organisch)

    Da ist in der Tat saubere Planung (von Fachplanern!) gefragt. Ein Architekt kann das in der Regel nicht alleine.

    Wenn Sie das alles selbst machen (planen) wollen, geben Sie mir lieber gleich das Geld, dann kommt es einem guten Zweck zugute (meiner Frau :Brille )
     
  13. Holger

    Holger Gast

    Vielen Dank für eure Beiträge,

    aber was ist jetzt mit der Versickerungsfähigkeit des Wassers und wie sollte ich den Keller planen?


    Gruss aus Bremen
    Holger
     
  14. W.Freund

    W.Freund Gast

    Ganz einfach

    Weiße oder schwarze Wanne. Denn Sie schreiben ja nicht, WO der Versickerungswert gemessen wurde.

    Also geht man immer vom schlechtesten anzunehmenden Fall aus, in diesem Falle mindestens aufstauendes Sickerwasser, wenn nicht sogar drückendes Wasser.

    Achtung! Die Grundwasserstände ändern sich, auch mit den Jahreszeiten!

    Am sichersten ist eine weiße Wanne, als "steifer Kasten" ausgebildet. Natürlich muß auch über Bodenaustausch nachgedacht werden.

    Sie wollen wirklich selber planen und ausschreiben? Wer unterschreibt denn dann denn Bauantrag?

    Übrigens kommt ein Mitarbeiter von mir aus Bremen, der allerdings keine Eingabeplanungen macht (ist Bauingenieur). Der hat so einige Fälle von abgesoffenen Kellern in der Bearbeitung......
     
  15. Holger

    Holger Gast

    Da ist ja schon eine Antwort

    muss sich wohl überschnitten haben.

    Holger
     
  16. Holger

    Holger Gast

    Ich bin Baulaie!!

    ich will hier überhaupt nicht selber planen, ich hole nur Infos ein.
    Wie kommt ihr da nur drauf?

    Hab ich vergessen. Es wurde an zwei gegenüberliegenden Gebäudeecken direkt auf unserem Grundstück gemessen.

    Gruss aus Bremen
     
  17. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    zum Bodengutachten kann ich nichts sagen

    ABER hier und in anderen Foren gibt´s zur Zeit wieder jede Menge Zunder weil´s die Leute nicht verstehn können das ein Bodengutachten samt Statiker/Architekt seine Berechtigung hat.
    -
    So wie ich´s rauslese haben Sie bereits das einzig wahre "ein Bodengutachten" hinter sich ... in diesem Bodengutachten steht ne Menge Info zur Gründung drin die mit Ihrem Statiker umzusetzen sind ... ne heikle Geschichte jeder Statiker hat so seine eigene Art das umzusetzen ... und vermutlich kein Statiker hier wird ein Urteil bzw. einen Gründungvorschlag machen bevor er Nicht den Lösungsvorschlag Ihres Statikers kennt.
    -
    "ABER" eins sag ich Ihnen jetzt : "Sie sind einer unter wenigen die offenbar den einzig richtigen Ausführungsweg gewählt haben "

    MfG
     
  18. W.Freund

    W.Freund Gast

    Entschuldigung

    Aber es kam eben so rüber, als wollten Sie die Planer "einsparen".

    Sie haben insofern völlig Recht, wenn Sie hier Informationen einholen wollen, um damit praktisch Ihrem Planer "auf den Zahn zu fühlen".

    Das ist meiner Ansicht auch völlig in Ordnung, da leider viel zu viel unfähige "Planer" durch die Gegend laufen.

    Bitte entschuldigen Sie, wenn ich Ihnen unterstellt habe, daß ein Forum einen Planer ersetzen soll.
     
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  20. Holger

    Holger Gast

    Alles klar,

    Herr Freund, aber ich wollte jetzt bei der Versickerung noch mal nachhaken. Sie schreiben ja Versickerung ist teilweise nicht möglich.
    Ich muss noch dazusagen, das es sich um Hinterbebauung handelt und es sich bis jetzt um Gartenland handelt. Hier liegt kein Regenwasserkanal und ich würde mal so als Baulaie sagen, dass das Regenwasser sehr gut im Boden versickert.


    Jetzt noch abschliesend folgende Frage:

    Ist unter diesen Gegebenheiten ein Regenwasserkanal erforderlich?

    Schöne Woche
    Holger Niemann
     
  21. Josef

    Josef Bauexpertenforum

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    für diese Hinterbebauung müsste

    es doch einen Entwässerungsplan geben ? ... für gewöhnlich gibt´s mehrere Möglichkeiten je nach Vorgabe des Entwässerungsplan ... entweder Sickerschacht o. Rigole oder einleitung in´s Abwassersystem ... "ABER" alles andere würd ich nicht mal in Erwägung ziehn.

    MfG
     
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Auswertung des Baugrundgutachtens

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