Autarkes Kochfeld und Elektrobackofen zusammen auf 3~ Automat klemmen?

Diskutiere Autarkes Kochfeld und Elektrobackofen zusammen auf 3~ Automat klemmen? im Elektro 1 Forum im Bereich Haustechnik; Hallo Leute, ich hätte da mal eine kleine aber sicher sehr interessante Frage, kann ich mein autarkes Kochfeld Neff TT1589 und meinen...

  1. Klapphund

    Klapphund

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    Hallo Leute,

    ich hätte da mal eine kleine aber sicher sehr interessante Frage, kann ich mein autarkes Kochfeld Neff TT1589 und meinen versetzten Elektrobackofen Neff Mega 4644N zusammen auf die Geräteanschlussdose klemmen?

    Die Leitung ist ein 5x2,5, Absicherung 16A.

    Ich hatte mir es wie folgt vorgestellt, 1~ für den Herd und 2~ für das Kochfeld! Anschlussleistung für das Kochfeld laut Hersteller 7,9kW und der Herd 3,6kW.
    Leider kann ich den Automaten nicht auf 20A ertüchtigen da in der Hersteller Anleitung ein Absicherung des Herdes mit 16A steht. Denke mal es liegt an der Kurzschlussleistung des Herdes!

    Hat jemand damit schon Erfahrungen? bzw. was ist eure Meinung dazu?

    Mfg

    Klapphund
     
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  3. Julius

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    Hallo Klapphund,

    ja, das ist ohne Weiteres möglich.
    Es muß nur eine spezielle Herdanschlußdose eingebaut werden, die zwei zugentlastete Abgänge hat.
    Und es müssen die Bedingungen für einen aufgeteilten Drehstromkreis erfüllt werden. Also entweder ein dreipoliger LS verwendet werden (bei Herd aber nicht zu empfehlen) oder eine anderweitige dreipolige Freischaltmöglichkeit vorhanden sein (z.B. FI-Schutzschalter oder Hauptschalter IN DIESER Unterverteilung)!

    Beim Einzelbackrohr hat man dann drei Möglichkeiten:
    Entweder eine Schukokupplung an die zweite (dreiadrige) Herdanschlußleitung montieren. Dann kann die Anschlußleitung des Backofens unverändert bleiben. (empfehle ich nicht)
    Oder Schukostecker durch CEE-Stecker (blau, 2+PE) ersetzen und CEE-Kupplung montieren (lösbar, vorteilhaft, falls Backrohr durch Laien herausgenommen können werden soll.
    Achtung - diese beiden Varianten sind neuerdings nur zulässig, wenn der Stromkreis durch einen 30mA-FI geschützt ist (muß ggf. nachgerüstet werden).

    Technisch beste Lösung wäre, die dreiadrige Leitung lang genug auszuführen und direkt am Backofen anzuschließen. Je nach Konstruktion des Ofens muß hierbei jedoch eine wärmebeständige Leitung zum Einsatz kommen (z.B. Silikonschlauchleitung N2GAu).
    FI ist hier nicht vorgeschrieben, dennoch sehr zu empfehlen.

    Die Absicherung mit 3x16A ist in der Praxis völlig ausreichend. Denn die Kochfelder stellen ja keine Dauerlast dar. Und ein B16 läßt ja mehr als 20A über eine Stunde lang ohne weiteres fließen.
    Also besteht keinerlei Einschränkung der praktischen Nutzbarkeit. Und vor allem ist der wichtige Leitungsschutz gegeben.


    Sonntagsgruß,
    Julius
     
  4. Klapphund

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    Danke für deine schnelle und hilfreiche Antwort Julius.

    Es sieht in der Verteilung so aus, dass als Hauptschalter ein 63/0,03 A FI-Schutzschalter vorhanden ist.
    Ich denke der sollte hierfür ausreichend sein.

    Zum Anschluss des Backofens steht mir ein H07RN-F 5x2,5 zur Verfügung, ich denke das sollte genügen.

    Ich denke auch das es die beste Lösung ist, den Backofen direkt an die Geräteanschlussdose anzuschließen.
    Kann mir noch einer einen Tipp geben wo ich so eine Geräteanschlussdose mit zwei zugentlasteten Abgängen finde? Bekomme ich sowas im Großhandel (Hagemayer, Rexel, etc...)??? Hab bis jetzt nur Geräte Anschlussdosen mit zwei Kammern gefunden.

    Gruß Klappi
     
  5. Julius

    Julius

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    FI 4x63/0,03 für alles ist schonmal gut.

    Aber die schwere Gummischlauchleitung ist nicht sonderlich geeignet für Wärmegeräte. Sie altert schnell und ist noch weniger wärmebeständig als gewöhnliche Kunststoffschlauchleitung (H05VV-F). Außerdem ist 5G2,5 zu dick. Mehr als 3G2,5 kann man bei den meisten Einzelbacköfen nicht einführen. Auch in der doppelten Herdanschlußdose ist es schon eng genug. Überflüssige Adern sind dort ebenfalls fehl am Platze.

    Also feststellen, welche Anforderungen der Gerätehersteller an die Anschlußleitung stellt.
    Dementsprechend auswählen.
     
  6. Julius

    Julius

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    Herdanschlußdosen mit zwei zugentlasteten Abgängen in EINER Kammer (mit siebenpoligem Klemmstein) sollte eigentlich jeder Fach(Groß)händler bieten können.
    Notfalls müßte ich nachsehen, was für einen Hersteller/Typ ich hier im Lager liegen hab.
     
  7. pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Hallo,

    ich kenne eigentlich nur Backöfen mit etwa 2 kW.

    Hat dieser Backofen (nicht das Kochfeld) denn mehr, so daß ein 5x2,5 notwendig ist?

    Gruß

    pauline
     
  8. Bauwahn

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    3,6kW sind recht genau 16A.

    Aber 7,9kW kann eigentlich nicht sein. Sind es wirklich mehr als 7,2kW ?
     
  9. Klapphund

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  10. Klapphund

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    @ Pauline, normal haben die Backöfen auch nur 2-2,3 KW Anschlussleistung, nur wenn der Backofen Schnellaufheizung hat, dann kann er bis zu 3,6kW haben. Also wieder auf die Herstellerauskunft bezogen!

    http://www.neff.de/massskizze.jsp?DB_PRD_ID=819

    Gruß Klappi
     
  11. Julius

    Julius

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    Eintopfgericht - und jeder darf mal drin rumrühren...?

    Und? Was die Hausfrau ned kennt, frißt sie nicht...
    Oder was wolltest Du uns jetzt damit sagen???
    Auch Unfug. Das ist ein Wechselstromverbraucher! Eine Leitung mit mehr als drei Adern daher sinnlos. Wobei man mit 3x2,5 schon locker 4,6kW übertragen könnte (bei 230V - bei 400V sogar 8kW).

    Warum soll das nicht sein können? Es gibt auch Kochmulden mit um die 10kW. Die werden dann eben mit 2x20A versorgt. Wo ist das Problem? Manch heutiger Vollherd möchte ja auch 12kW haben (und kriegt sie).
     
  12. Bauwahn

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    OK, natürlich könnte das Teil auch 50 kW haben, er hat ja nicht geschrieben, dass es sich NICHT um eine Großküche handelt.

    Dann gibt's halt 3 x 20 A.
     
  13. Bauwahn

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    (Ich war nur erstaunt, dass man als Hersteller so knapp über den 16 A produziert, ich denke, das halbe kW hätt's nun auch nicht unbedingt gebraucht)
     
  14. Klapphund

    Klapphund

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    Eigentlich kann es ja dem Hersteller egal sein, er muss ja nur auf seine Einwandfreie Ware sehen.

    Andererseits ist dies doch eine gute Masche, um die Wirtschaft daran teilhaben zu lassen. Würde ich nichts von Elektrik nichts verstehen, müsste ich mir ja nen Elektriker kommen lassen. Dieser würde mir vielleicht (bestimmt) empfehlen 1-2 neue Leitungen zu ziehen, die mit einem größerem Querschnitt zu versehen und höher abzusichern, damit ich die Leistung ohne Bedenken in die Küche übertragen kann.
    Da ich ja dann keine Ahnung hätte würde ich diesem vorhaben natürlich zustimmen und würde somit einiges an Geld verschwenden.

    Außerdem gibt ja der Hersteller nur den Anschlusswert an, im Betrieb kann er ja einbisschen weniger KW haben. Außerdem ist das ja die max. Leistung diese wird ja nur ganz ganz selten abgefahren.

    Ach ja eine Großküche ist das eigentlich nicht!

    Gruß Klappi
     
  15. pauline10

    pauline10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Hallo,

    danke für den Hinweis!!!:):)

    Auch wenn ich Küchenherde nicht regelmäßig verspeiße, kenne ich doch etwas deren abgenommene Rückwand. Da war immer ein Drehstromanschluß.

    Die einzelnen Platten hatte der Hersteller dann auf die einzelnen "Phasen" aufgeteilt. Mit einer ausgelösten Sicherung sind dann immer noch einzelne Platten normal zu betreiben. Andere sind stromlos.

    Wenn man einen solchen Herd allerdings falsch anschließt hat er eine hervorragende Heizleistung. Allerdings nur für etwa 3 Monate. Dann sind die Platten , beim Anschluß an 400V statt 230V alle abgefackelt.

    Gruß

    pauline
     
  16. Lukas

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    Na endlich gibts mal jemanden, der/die noch weniger Ahnung davon hat, als ich.:bounce:

    Gruß Lukas
     
  17. Eumeltier

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    Hallo,

    mein Bruder hat mal vor Jahren im einem Altbau irregeleitet von fehlerhaft verwendeten Kabelfarben eine Deckenlampe an zwei Außenleiter angeschlossen.

    Er wunderte sich dann so ca. 5 Sekunden, warum die 60W-Birne so ein helles Licht aussendet - bis der Groschen fiel ;-)

    Die Lampe hat aber den kurzen Ausflug in die 400V-Welt halbwegs problemlos überstanden, auf jeden Fall hat sie noch längere Zeit funktioniert...

    Gruß,
    Martin
     
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  19. oszi

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    Hallo,
    nun muß ich auch noch meinen Senf dazu abgeben. Fast alle neueren Stand alone Backöfen benutzen 2 Phasen, eine für die Heizelemente und eine für die Versorgung der elektronischen Steuerung, also 2-Phasenanschluß (wenn Mikrowelle und Selbstreinigung mit dabei ist teilweise sogar drei). Bei den abgesetzten Kochfeldern ist es ähnlich, 2 Phasen für die Heizungen und eine für die Steuerelektronik, also 3-Phasenanschluß. Bei den vielen Störungen auf den Versorgungsleitungen ist der getrennte Anschluß auch durchaus zu empfehlen. Natürlich könnte man die Elektronik leistungsmäßig auf die Phase für die Heizungen mit draufklemmen, würde ich aber nicht. Für diese Küche würde das heißen, zu jedem der beiden Geräte eine 5x2,5 Leitung legen und beim Anschluß darauf achten, daß pro Phase je ein Heizkreis angeschlossen wird.
     
  20. Julius

    Julius

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    Nette philosophische Ausführung.
    Leider etwas am Thema vorbei...

    Hier geht es nicht um ne Neuanlage, sondern um Anschluß an Bestand.

    Im Übrigen gilt das von Dir Gesagte nur für wenige Spitzenmodelle!
    Die allermeisten heute angebotenen Geräte sind nach wie vor so ausgelegt, wie es auch in diesem Fall zu sein scheint: Kochfeld 2~+N+PE, Backrohr 1~+N+PE

    Und selbst die anderen könnte man problemlos so umklemmen, daß sie mit einer derartigen Aufteilung zurechtkämen.
     
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