Bad im Altbau mit Holzbalkendecke Baujahr 1960

Diskutiere Bad im Altbau mit Holzbalkendecke Baujahr 1960 im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo zusammen, ich habe jetzt das Forum durchsucht nach meinem speziellen Fall, bin aber nicht so richtig fündig geworden. Daher will ich mein...

  1. #1 Calcetero, 1. Dezember 2015
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 1. Dezember 2015
    Calcetero

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    Hallo zusammen,

    ich habe jetzt das Forum durchsucht nach meinem speziellen Fall, bin aber nicht so richtig fündig geworden. Daher will ich mein Problem mal Schildern.
    Im EG wollen wir ein Badezimmer/Gäste WC einbauen. Der Boden besteht aus Beton und die Wände sind mit Gips verputzt. In den Raum soll neben einem WC auch eine Dusche eingebaut werden.
    Die Decke des Raumes besteht aus einer Holzbalkendecke. Die Balken haben das Format 20 x 10cm. Über diesem Raum ist ebenfalls ein Badezimmer im OG installiert. Ich habe nun die Holzbalkendecke freigelegt um zu sehen ob die Balken noch soweit in Ordnung sind. Bisher konnte ich keine schadhaften Stellen oder Feuchte im Balkenwerk erkennen. Die Zwischenräume waren klassisch mit Schlacke gefüllt. Verschlossen war die Decke mit Holzlatten bzw. einem Gips/Schilf Putz, so wie man es halt damals gemacht hat. Das Badezimmer oben wurde vom Vorbesitzer vor zwei Jahren renoviert. Zwischen den Holzsparen ist eine Fehldecke(Einschub) eingebracht. Auf dieser ist eine Schüttung von Fe...... und darauf dann die F.......- Estrich Trockenelemente verlegt. Mir geht es nun Darum wie ich die Decke wieder Fachgerecht zu mache. Zwischen den Sparen also unter der Fehldecke hätte ich eine Schalldämmung Steinwolle o.ä. eingebracht. Dann mit Holzlatten eine Unterkonstruktion für die neue Decke gebaut. Frage ist nun: Soll dazwischen ne Dampfsperre rein? Ich bin der Meinung, wenn ich die Holzbalken so einpacke ersticken die und habe dann ich ein paar jahren ein Richtiges Problem. Auch wenn vom neuen Bad Dampf aufsteigt kann die Decke ohne Dampfsperre besser Atmen wie wenn ich in der Decke ein Mikroklima aufbaue. Nächste Frage wäre, soll ich dann die Decke mit den grünen Gipsplatten oder mit F..... aufbauen. Soweit ich weiß hat Gips im Bad nix verloren. Auch wenn die Platten imprägniert sind. Des weiteren wäre auch wie ich mit den Wänden in dem Raum umgehe? Ein Teil wo nötig wird gefliest und ansonsten verputzt. Aber auch hier, soll ich einen Kalkzement Putz auf dem bestehenden Gipsputz aufbringen oder lieber den alten Putz entfernen und komplett neu verputzen. Fragen über Fragen. Wie baut man sowas Fachgerecht auf?

    Bin gespannt auf eure Antworten.

    Viele Grüße
    Calcetero
     
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  3. am1003

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    Ist zwar nicht mein Bereich, aber von der Logik her, brauchst du keine Dampfsperre. Eine Dampfsperre wäre sinnvoll, wenn der Raum an einen kalten Bereich anschließen würde.

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  4. R.B.

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    Unabhängig davon, dass das Argument mit den erstickenden Balken nicht zieht, könnte man sich Gedanken über eine Folie machen. Unter "normalen" Umständen wäre diese nicht erforderlich, was aber auch voraussetzt, dass das Badezimmer ordentlich gelüftet wird. Aber was passiert wenn diese Lüftung nicht sichergestellt ist?
     
  5. Calcetero

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    Warum zieht das Argument der erstickenden Balken nicht?

    Früher war in diesem Raum eine Küche. Daher ist noch die alte Maueröffnung der Dunstabzugshaube vorhanden.
    Diese möchte ich weiterhin benutzen und einen zeitgesteuerten Lüfter einbauen.
     
  6. R.B.

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    Weil ich noch keinen Balken gesehen habe der "atmen" konnte. Folglich kann er weder an Atemnot noch an Erstickung leiden. Selbst Luftabschluss würde ihm nicht schaden, bekanntlich hat man die ältesten Funde dort gemacht wo das Holz unter Luftabschluss gelegen hat.

    Ständige Durchfeuchtung würde ich als deutlich höheres Risiko für einen Balken einschätzen. Aber in Deinem Fall stellt sich die Frage, wie hoch dieses Risiko ist. Es geht um zwei Räume übereinander, gleiche bzw. vergleichbare Nutzung, Extrembedingungen sollen durch Lüften vermieden werden. Dann ist das Risiko gering. Worst case wäre, wenn nicht ausreichend gelüftet wird, doch dann würde ich mir auch Gedanken über die Wände machen und nicht nur die Decke bzw. Boden.
     
  7. PeterB

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    Und den Lüfter nicht zeit-, sondern feuchtegesteuert. Dann wird das Risiko schon mal minimiert.
     
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  9. Julius

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    KaZe-Putz auf Gipsputz geht nicht.

    Ich würde sehr wohl eine geeignete Folie einsetzen.
    Wie sonst will man den dauerhaft luftdichten Anschluß zu den Wänden erreichen?
     
  10. Calcetero

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    Danke für die Antworten.
    Richtig lüften nach dem Duschen ist klar. Ob von Hand oder automatisiert ist das eine.
    Zu den Wänden: Ist das Anbringen von Fermacell oder den grünen Gipsplatten eine dauerhafte Lösung im Gegensatz dazu, den Putz abzuschlagen und neu mit Ka-Ze zu verputzen?

    Findet eine ständige Durchfeuchtung im Bad überhaupt statt? Nach dem täglichen Duschen in einem vier Personen Haushalt gibt es temporäre Spitzen wo die Feuchtigkeitskonzentration an sagen wir ca. 2 Std pro tag am höchsten ist.
    Diese Feuchtigkeit soll aber durch eine aktive Lüftung (Wandeinbaulüfter) abgeführt werden. Aber selbst wenn nicht und ich nach dem Duschen das Fenster zum Lüften öffne--> kann ich da von einer Dauerdurchfeuchtung sprechen?
    In einem Hallenbad würde ich sagen ja, aber daheim? Wenn ich den ganzen tag von morgens bis abends duschen gehen würde, dann ist das eine Dauerdurchfeuchtung wo an den Wänden, Decken und am Boden eine permanente Luftfeuchtigkeit anzutreffen wäre und welche dann auch in die Baumaterialien eindringen würde. Sehe ich das falsch?

    Ein Luftdichter- Abschluss mittels einer Dampfsperre, ist bei einem Kalt/Warm Übergang wo auch Zugluft zu erwarten ist zwecks Kältebrücke Sinnvoll. In dem Fall habe ich aber keine Temperaturunterschiede im Vergleich zu drinnen und draußen wie bei einem Dach. Von Oben habe ich einen luftdichten Abschluss. Dann baue ich mir noch von unten einen ein. Somit wäre gewährleistet, das zumindest nichts eindringen kann was nicht eindringen soll. Raus kommen täte (wenn was drinnen wäre) es dann aber auch nicht.
     
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