Badezimmersanierung (Haus mit Hanglage)

Diskutiere Badezimmersanierung (Haus mit Hanglage) im Baubiologie Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo! Wir haben ein Haus in Hanglage, bei dem leider teilweise die Wände feucht sind. Dies wollen wir nun beheben lassen, indem die Kellerwände...

  1. svenover

    svenover

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    Hallo!
    Wir haben ein Haus in Hanglage, bei dem leider teilweise die Wände feucht sind.
    Dies wollen wir nun beheben lassen, indem die Kellerwände von außen saniert werden.

    Im Anschluss wollen wir die Wände im Badezimmer, das im Hang liegt, auch vernünftig renovieren, um jegliche Feuchte und Schimmelgefahr in den Wänden auszuschließen.
    Nun ist das Bad erst vor einigen Jahren komplett renoviert worden und es stellt sich die Frage, was wir dann jetzt alles machen müssten. Tapeten runter, keine Frage, aber dann...?!?

    Bei zwei Angeboten von Malern meinte der eine, wir sollten die Wände verputzen und dann mit mineralischer Kalkfarbe streichen. Wenn man mit Sanierputz arbeiten würde, müssten auch die Wandfliesen runter.

    Der zweite meinte nun, dass die Wände abgeschliffen werden müssen, um den Remmers Sanierputz auftragen zu können, der dann nur noch übergestrichen werden muss. Dies ist natürlich wesentlich aufwändiger als die o.g. Kalkfarbe, aber wenn schon, sollte man es auch vernünftig machen.

    Nun ist die Frage, wenn wir die 2. Option wählen, was ist dann mit den Wandfliesen? Dahinter wäre ja auch nur "normaler" Putz - müsste man dann Nägel mit Köpfen machen und alles rausreißen?

    Was ist mit der Decke? Im Moment sind dort Paneel-Bretter, bei denen wir nicht wissen, wie es darunter aussieht (schimmeltechnisch).
    Wenn wir die Deckenpaneele abreißen, müsste dann auch dort der Sanierputz aufgetragen werden? Oder hält der evtl. gar nicht an der Decke (Stahlbeton)?!?

    Was meint ihr? Wir wollen es natürlich vernünftig machen, aber auch kein Geld zum Fenster rausschmeißen, wenn es eigentlich gar nicht sein muss...

    Danke schon mal für eure Hilfe!
    Anna
     
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  3. R.B.

    R.B.

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    Was ist hier geplant? Ist die Quelle für die Feuchtigkeit bekannt?

    Dein Badezimmer braucht, neben einer Außendämmung der Kellerwände, auch eine gut funktionierende Lüftung. Probleme mit Feuchtigkeit entstehen oftmals nicht dadurch, dass die Kellerwände nicht "dicht" wären, sondern ganz einfach dadurch, dass die Kellerwände eiskalt sind und die Luftfeuchtigkeit dort kondensiert. Das durchfeuchtet mit der Zeit die Wände.

    "Normale" Wohnräume in Hanglange, bzw. Keller im Erdreich sind schon kritisch genug, Badezimmer setzen da noch eins drauf.
     
  4. svenover

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    Hallo R.B.,
    die Vorbesitzer hatten wilden Wein am Haus, der hat sich hinter die Bitumen-Schicht gefressen und so ist die Feuchtigkeit eingedrungen.
    Was jetzt gemacht werden soll:
    Kellerwände reinigen
    Voranstrich mit Haftgrund (Remmers),
    Dickschicht (4mm Stärke),
    Perimeterdämmung (100mm)
    Anfüllschutz (Remmers)
    Drainage soll auch in dem Zuge erneuert werden.

    Bzgl. der Lüftung:
    Vor dem Fenster ist im Moment ein normaler Kellerschacht - der soll raus und dann durch einen "Wall" ersetzt werden (mit Feldsteinen oder treppenartig hochlaufend)
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Wenn schon saniert wird, dann würde ich über eine aktive Lüftungsmöglichkeit nachdenken. Von alleine hat die Luft keine Lust aus dem Keller zu verschwinden.
     
  6. svenover

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    sorry, das hatte ich wohl verstanden - wir haben auch eine Lüftungsanlage, die die feuchte Luft absaugt und nach draußen transportiert - aber darum geht es ja eigentlich nicht, sondern ob Farbe oder Putz... und ob die Fliesen ab müssen
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Doch, darum geht es schon. Wenn sichergestellt ist, dass Luftfeuchte abgeführt wird, an den Wänden nichts kondensieren kann, dann kannst Du die Badezimmerwände gestalten wie alle anderen Wände auch, Du hast also (fast) freie Auswahl. Ich wüsste dann nicht, warum man die Fliesen entfernen sollte. Auch die Raumdecke ist kein Problem.
     
  8. reezer

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    warum sollten hier Wände oder Decken mit Sanierputz verputzt werden, bzw. was verspricht man sich davon?
     
  9. svenover

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    Danke für die Antworten.

    Ihr habt ja recht, die Lüftung ist wichtig und die Wände dürfen nicht feucht sein. All dies ist nicht der Fall bei uns.

    Nur beim Thema Schimmel sind wir sehr empfindlich und wollen auf Nummer sicher gehen.

    Das Zimmer befindet sich im Erdreich und die Sonnenstrahlung ist auch nicht so stark in dem Zimmer. Im Winter gibt es hier keine Probleme, da ich die kalte trockene Luft von draußen nach drinnen holen kann.
    Nur was macht ihr im Sommer, wenn es sehr warm ist und die Luftfeuchtigkeit weit über 70% ist. Da hilft auch kein Lüften, denn da holt man sich ja die Feuchtigkeit rein.

    Deshalb die Idee mit dem mineralischen Putz, der ja eine Art "Feuchtespeicher" ist. Um hier nicht "irgendetwas" an die Wand zu machen, entstand die Frage in diesem Forum.
     
  10. R.B.

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    Aber das wird auch nicht helfen, denn wenn der Putz nicht zügig wieder austrocknen kann, gibt´s trotzdem Ärger. Du darfst Dir von diesem "Speicher" keine Wunder erhoffen. Wenn es wirklich so kritisch ist, dass man durch Lüften die Luftfeuchtigkeit nicht runter kriegt, dann hilft nur ein Entfeuchter. Normalerweise genügt aber gezielt und kontrolliert zu lüften.
     
  11. #10 Rudolf Rakete, 21. Juli 2015
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    Gibt es denn aktuell einen Schimmelbefall im Putz?

    Ich frage mich sowieso immer was Sanierputz besser macht als "normaler" Kalk Zement Putz.
     
  12. #11 Rudolf Rakete, 21. Juli 2015
    Rudolf Rakete

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    Nun ganz stimmt das nicht, ich habe einen unbeizten geschlossenen angebauten Windfang. Die Wände bestehen aus 11cm Leichtbeton. Im Winter rinnt das Wasser von den Wänden. Was nun seit 7 Jahren funtktioniert ist ein Kalk Zementputz und eine spezielle Antischimmelfarbe die zudem auch Waschfest ist. Die Farbe läßt das Wasser nicht in den Putz, es läuft bis zum Boden auf die Fliesen, dort wird es aufgewischt. Wenn der Putz trocken bleibt gibt es auch keinen Schimmel. Das ganze hat aber ein Fachberater so durchgeplant.
     
  13. R.B.

    R.B.

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    TE möchte aber den Putz als "Wasserspeicher" betrachten.
    Mit etwas Glück kondensiert dort gar nichts, Wände sind "warm", und Luftfeuchte wird aus dem Raum transportiert. Die paar Gramm Luftfeuchte die dann noch übrig bleiben sorgen nicht für Probleme.
     
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  15. Bauking

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    Wenn die Kellerwände aussen dicht sind und die Perimeterdämmung ihren Sinn erfüllt, sollte es im Zusammenspiel mit einer Lüftungsanlage doch keine Probleme geben. Wenn kein Schimmelbefall im Putz vorliegt, würde ich nur eine Aussenabdichtung und die Perimeterdämmung vornehmen und den Keller hochheizen und mit Bautrocknern trockenlegen, wofür eine intakte, lediglich feuchte Bausubstanz unnötig erneuern?
     
  16. reezer

    reezer

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    Nach meiner Erfahrung ist die Lösung von solchen Badezimmer-Problemen in vielen Fällen durch eine Änderung des Nutzerverhaltens, ohne große bauliche Änderung, ohne Sanierputz etc. möglich.
    In der kalten Jahreszeit die Wandtemperatur erhöhen indem die Heizung durchläuft und nicht "wenn man sie nicht braucht" auf Frostschutz gedreht wird.
    Lüften nach Benutzung nicht 1/2 Stunde am Stück, sondern mehrmals hintereinander kurz.
    Evtl. Einbau einer automatischen Lüftungsmöglichkeit mit Wärmerückgewinnung (Einzelgerät) prüfen
     
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