Balkon: Thermoholz + Lärche?

Diskutiere Balkon: Thermoholz + Lärche? im Holzrahmenbau / Holztafelbau Forum im Bereich Neubau; Hallo, für den Belag unseres Stahl/Holzbalkons nehmen wir Thermoesche (kostet gleich viel wie Bankirai). Bei den Balken (Unterkonstruktion)...

  1. FirstHouse

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    Hallo,

    für den Belag unseres Stahl/Holzbalkons nehmen wir Thermoesche (kostet gleich viel wie Bankirai).
    Bei den Balken (Unterkonstruktion) kostet ggü. Fichte:
    • Thermoesche 2000€ mehr (Sonderanfertigung)
    • Lärche 600€ mehr
    Reicht Lärche für die Unterkonstruktion oder sollte diese dann auch aus Thermoesche sein?

    FH
     
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  3. Anfauglir

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    Ich persönlich finde es unsinnig die Unterkonstruktion mit einem Holz geringerer Resistenz auszuführen als den Belag (je nach Einbausituation evtl. mal umgekehrt).

    Also entweder komplett Lärche oder komplett Thermoesche (oder preiswerteren, aber gleichresistenten Ersatz für die UK falls erhältlich).
     
  4. seschmi

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    Ist die Unterkonstruktion in diesem Falle tragend? Als ich mich vor einigen Monaten erkundigt habe, hieß es nämlich, Thermoholz hätte keine bauaufsichtliche Zulassung für tragende Teile. Meinen Erfahrungen nach ist es dafür auch nicht geeignet (zu spröde).

    Falls nicht tragend, d.h. die Balken liegen irgendwo drauf und man fällt nicht vom Balkon, wenn einer durchbricht, dann stimmt die Aussage von Anfauglir: Die Unterkonstruktion sollte die gleiche oder bessere Resistenz als die Auflagebretter haben. Grund: Wenn Dir ein Brett verfault, kannst Du es einfach abnehmen und austauschen. Wenn ein Balken der Unterkonstruktion verfault ist, musst du alle Bretter abnehmen. Daher sollte die Unterkonstruktion mindestens so lange halten, wie die Belagbretter.

    Alternativ käme von den einheimischen Hölzern noch Eiche für die Unterkonstruktion in Frage, ist aber eher nicht billiger als Thermoholz. Als Belag ist Eiche nicht geeignet.

    Bei der Lärche übrigens darauf achten, dass es einheimische und keine sibirische ist. Sibirische Lärche ist aus ökologischer Sicht ähnlich zu bewerten wie Bangkirai, aber nicht so haltbar.

    Ich würde übrigens Lärche nehmen, aber auf keinen Fall diese üblichen Riffeldielen, sondern richtige glatte Bretter. Ich habe übrigens beides: Einen Balkon mit Lerchenbelag und ein Holzdeck aus Thermoholz.
     
  5. Anfauglir

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    Das die Tragkonstruktion des Balkons aus Stahl ist kam schon mal in einem anderen Thema, der Hinweis mit der stark verminderten Tragfähigkeit von Thermoholz ist natürlich dennoch völlig berechtigt.

    Eiche hat eine geringere Resistenz als Thermoesche und ist auf Grund der zu erwartenden Gerbsäureausspülung auf einem (verzinkten) Stahlbalkon völlig ungeeignet, egal ob als UK oder Belag.

    Ob von der Resistenz her Lärche für eine angemessene Gebrauchsdauer ausreichend ist, hängt auch sehr von den Konstruktionsdetails ab.
     
  6. FirstHouse

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    Danke für den Hinweis. Unterkonstruktion ist tragend. Es gibt keine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für Thermoholz - hab geschaut. Hmmm, ob Einzelfreigabe möglich ist? Da muss ich nachhaken.

    FH
     
  7. Anfauglir

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    ...ausserdem frage ich mich gerade, was das für ein Balkon wird, bei 2000€ Mehrkosten allein bei der UK. Oder ist da auf Grund deiner Erfahrungen schon einmal Abriss+neu dabei?

    Nachtrag: Thermoholz ist für tragende Zwecke nicht zugelassen, da es auf Grund der bei den hohen Behandlungstemperaturen stattfindenden Pyrolyse versprödet. Es gibt m.W. dafür keine nutzbaren Rechenwerte. Was allerdings nicht bedeuted, dass man es in Bohlenstärke über dem Knie brechen kann.
     
  8. FirstHouse

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    Die Mehrkosten verstehen sich ggü. Fichte. Balkon ist 2m auf 7,1m. Ist Neubau und kein Abriss. Kenne die UK Planung nicht im Detail. Sind Holzbohlen mit ca. 16cm Höhe und 1m Abstand.
    Problem bei UK normales Holz und Belag Thermoholz ist das unterschiedliche Schwindverhalten. Doch das hätte ich wohl auch bei WPC. Vermutlich muss man es probieren.


    FH
     
  9. #8 Anfauglir, 17. September 2009
    Zuletzt bearbeitet: 17. September 2009
    Anfauglir

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    Das kann ich jetzt auf die Schnelle nicht nachvollziehen (Anisotropie).
     
  10. Roth

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    @ Anfauglir:

    Richtet die Gerbsäure Schäden am verzinkten Stahl an, oder ist die Verfärbung als optischer Mangel zu betrachten?
    (An meinem Balkon mit Eiche-Belag leider bereits aufgetreten).
    Danke!
     
  11. Pirellitx31

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    Hi,
    der Abstand der UK von 1 m ist erheblich zu groß. Die UK sollte ca im Abstand von 50cm verlegt werden.

    Das unterschiedliche Schwindverhalten von Belag und UK ist nicht problematisch.
     
  12. Anfauglir

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    Der stattfindende Prozess ist eine Korrosion des Metalls und macht damit bei mehr als nur kurzfristiger Einwirkung Schaden.

    Du scheinst ja richtig Glück zu haben mit deinem Balkon, oder sind das unterschiedliche?
     
  13. Roth

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    Ja, stimmt, es ist der selbe...

    ...ihr habt mir schon Auskünfte und Rat gegeben, mit diesem Wissen bin ich notgedrungen zum RA ins Beratungsgespräch. Der hat mir einen SV geschickt. Er findet ihn wie ihr eine Fehlkonstruktion.
    Laienhaft von mir ausgedrückt:
    Der Leimholz-Tragebalken ist falsch rum gelegt(?), es regnet in die Verleimung. Das Hirnholz saugt Wasser. Ein Tragebalken liegt ungeschützt auf einem Betonpfosten. Die Bleche haben kein Gefälle. Die Stützbalken haben am Fuß zu wenig Spritzschutz. Die Tragebohlen unter den Eichedielen haben 15 cm zu viel Abstand. Ach ja, der Tragebalken an der Hauswand war zu kurz, da wurde er angestückelt.
    Die Verz.Stahl-Sachen konnte ich mir gar merken. Er stellt mir die Fragen schriftlich für den RA..
    Wohlgemerkt: geplant vom Arch., ausgeführt von einer Zimmerei und teuer bezahlt von mir.
     
  14. seschmi

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    So wie ich das verstehe, sind das bei 1m Abstand 7 Balken mit 2m Länge und 16 cm Höhe, also. Wenn ich 10 cm Breite annehme, komme ich auf 0,22 cbm Lärche, die nötig sind. Dafür sind 600 Euro Aufpreis schon sehr reichlich, oder habe ich etwas ganz Grundsätzliches falsch verstanden?

    1m Abstand geht mit den üblichen Stärken von Terrassendielen <3cm nicht. Entweder bekommst Du viel dickere Bretter (unwirtschaftlich), oder die Unterkonstruktion muss enger sein.
     
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  16. Anfauglir

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    Ich komme bei 8 benötigten Kanthölzern auf 0,256m³.:p
    Bei Thermoholz wird der benötigte Querschnitt evtl. den hohen Mehrpreis ausmachen, eben Sonderanfertigung, aber selbst wenn es praktisch tragen sollte, darf man es m.W. hier nicht einsetzen.

    Bei Lärche kommt man mit den Zahlen auf einen stolzen Mehrpreis von ca. 2350€/m³.:yikes

    Entweder sind die Zahlen falsch oder ich habe die letzte Holzpreiserhöhung nicht mitbekommen.

    Für die 600€ Mehrpreis müsste man fast schon Robinie bekommen, incl. Verschnitt, besäumen und hobeln. Die ist aber trocken in grösserer Stärke auch nicht immer erhältlich (ich habe mal für den Bogenbau einen Posten 68mm stark für 1050€/m³ brutto erstanden).


    Ob das mit Robinie 6/160 aller ca. 50cm möglich ist, sagt der Statiker.

    Ob er es rankrieg und was er dafür haben will, sagt der Ausführende.

    @Roth: Ich wünsche gute Nerven und viel Glück.
     
  17. FirstHouse

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    Der Statiker hat, wie ich erst jetzt erfahren habe, bisher nur die Stahlkonstruktion gerechnet. Nix mit Holzbohlen und Abstand dazwischen. Woher die 1m Abstand kommen, konnte mir der BL=Planer nicht erklären. Kaffeesatz oder Tieropfer.
    Wenn der Statiker das ganz durchgerechnet hätte, dann hätte er auch eine Annahme über das zu verwendende Holz getroffen. Das wäre dieses Holz (o.ä) auch die Vorgabe gewesen und ich hätte nicht fragen müssen. Sorry.
    Wieder einmal nur halbe Sachen bei uns. Wieder einmal zum Kotzen.

    Der Statiker wirds nun berechnen. Thermoholz ist gestorben; wir nehmen Lärche als Unterkonstruktion und auch als Belag - wenn möglich keine sibirische und glatt.

    FH
     
Thema:

Balkon: Thermoholz + Lärche?

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