Bau EFH mit Architekt und viel Eigenleistung

Diskutiere Bau EFH mit Architekt und viel Eigenleistung im Bauen mit Architekten Forum im Bereich Architektur; Hallo zusammen, da wir schon seit längerem erfolglos auf der Suche nach einer Bestandsimmobilie sind und aufgrund ausnahmslos schlechter...

  1. meini777

    meini777

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    Hallo zusammen,

    da wir schon seit längerem erfolglos auf der Suche nach einer Bestandsimmobilie sind und aufgrund ausnahmslos schlechter Erfahrungen mit GÜs schon beim vermeintlichen "Beratungsgespräch" vom Bauen abgesehen hatten, spielen wir jetzt mit dem Gedanken, mit einem Architekten zu bauen. In dem Fall würden wir einen relativ großen Teil in Eigenleistung erbringen und würden das Spektakel vom Architekten begleiten lassen, d.h. wir würden nicht nur für die Planphase den Architekten beauftragen, sondern für die gesamte Durchführung, so wie ich hier erfahren durfte, ist das Ganze in gewisse Leistungsphasen eingeteilt, von denen wir in dem Fall wohl alle in Anspruch nehmen würden.

    Als Eigenleistung wären folgende Tätigkeiten als EL denkbar, man verzeihe mir die evtl. nicht fachgerechte Formulierungen:
    - Mauern der Außen- und Innenwände, aufgrund der einfachen Verarbeitung und sofern dies sich mit allen technischen Aspekten vereinbaren lässt bevorzugt mit Ytong. Hochlochziegel wäre auch okay, aber aus logistischen Gründen wäre eine günstig zu erwerbende/mietende Bandsäge vorteilhafter als eine 400kg schwere Blocksteinsäge und auf Porotonsäge, Flex oder gar abklopfen würde ich lieber verzichten.
    - eventuell Betondecke
    - Verblender (wenn Verblender überhaupt preislich machbar ist)
    - Türen, Fenster würde ich mit einem Glaser aus dem Freundeskreis machen
    - Alles am Dach außer dem Dachstuhl, also Dämmung, Eindeckung, Klemptnerarbeiten u.ä. würde ich zusammen mit einem Dachdecker aus dem Freundeskreis machen
    - Trockenbau mit Schwiegervattern (Zimmermann)
    - ggf. Sanitär, dann auch wieder mit Hilfe einer Fachkraft aus dem Freundeskreis, Heizung würde ich in jedem Falle weggeben, vielleicht aber auch eher beides
    - Malerarbeiten u. Bodenbeläge

    Ich weiß die Frage kann man ohne das Haus zu kennen nicht präzise beantworten aber in welchem Umfang reduzieren die genannten Eigenleistungen in etwa die Baukosten (inkl. Material für Eigenleistungen)? Hierbei geht es zunächst wirklich nur um die Machbarkeit, bspw. wenn sich mit den aufgeführten EL die Baukosten nur um geschätzte 5% reduzieren, kann man es auch lieber von einer Firma machen lassen.

    Ganz grob gesagt ist unsere Vorstellung von einem Haus ist eine massiv gebaute, verklinkerte ca. 160qm große Stadtvilla mit Doppelgarage. Wie gesagt, ich weiß dass mit so einer abstrakten Beschreibung keine empirischen Antworten gegeben werden können. Es geht einfach nur darum, dass hier Fachkräfte sind, die enorme Erfahrungen mit Kosten u. Fallstricken bei so einem Projekt haben und wir gerne die eine oder andere Meinung zu dem Thema hören würden.

    Gruß Meini
     
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  3. lawrence

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    Die Begeisterung deiner Freunde kann ich mir jetzt schon vorstellen. Habe meine Ernährung umgestellt und verzichte auf Popcorn.


    Lese dir mal die Threads zum Thema Eigenleistung durch......
     
  4. #3 SteveMartok, 25. März 2015
    SteveMartok

    SteveMartok Gast

    Wird nichts, die Masse an Eigenleistungen kannst Du vergessen!
    Es hört sich immer alles so toll an mit Eigenleistungen, aber wenn man erst mal dabei ist, wird man schnell erkennen, was man sich da aufegürdet hat.
    Es geht doch schon beim Werkzeug los, die Preisrecherche der Baustoffe, Angebote einholen etc. Dann die Hilfe von bekannten und Verwandten...was machst Du, wenn die nicht können oder nicht kommen wollen? Oder die Freundschaft zerbricht ganz schnell, weil der gute Bekannte versehentlich was kaputt macht, was man ersetzt haben möchte? Alles schon mehrfach erlebt.

    Allein die Zeit, die Du investierst, steht in keinem Verhältnis. Und wenn ich dann noch lese, dass wirklich fast alles selbst gemacht werden soll, allein Dämmung ist so schadenträchtig, da sehe ich jetzt schon die Folge-Beiträge nach Fertigstellung. Und dann verklinkern...wie kommt man darauf, als absoluter Laie ein ganzes Haus verklinkern zu wollen? Allein das Verfugenm als Laie...nee, ich kann gar nicht weiter schreiben!

    Ich denke, es wird sowieso auf AWG-Sekt und Gesundgebete des Eigenleistungsvorhabens hinauslaufen!!!
     
  5. R.B.

    R.B.

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    Allein schon der Maschinenaufwand ist für die genannten Gewerke nicht ohne, und dann braucht man auch noch Leute die mit diesen Maschinen umgehen können. Damit meine ich nicht eine Bohrmaschine, sondern richtiges Gerät. So ein Haus baut sich ja nicht von alleine, oder nur weil 2 oder 3 Freunde auf der Baustelle rumrennen. Man will auch nicht wie vor 100 Jahren die nächsten 5 Jahre mit seinem Hausbau verbringen.

    Ob sich ein Architekt findet der da mitspielt? Na, mal sehen. Wenn er von allen Haftungsrisiken befreit wird. :mega_lol:

    Zur Kosteneinsparung durch EL, da kann man wirklich nicht viel schreiben. Je nach Gewerk liegt der Arbeitsanteil bei 20% manchmal auch höher, bis alles fertig ist sind es aber meist deutlich weniger. Es gibt halt zu viele unkalkulierbare Risiken. So mancher Auftrag war für Firmen auch schon ein Verlustgeschäft nachdem alles abgerechnet war.
     
  6. Jan81

    Jan81

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    Habe mal irgendwo eine Liste im Netz gefunden, das sind alle Gewerke von einem Bau aufgelistet und die man selber machen und wieviel man spart.
    Leider finde ich diese nicht mehr.

    Du willst viel zu viel in Eigenleistung machen und weiß einfach nicht was auf die zu kommt.
    Fang doch mal an und leg schreib mal alles zusammen, was gemacht werden muss.

    Bodenplatte:
    Hier sind die meisten kosten Material und schwere Geräte. Du benötigt es mal einen schweren Baggern, Sandplatte machen und verdichten, Forstschürze ausgraben, Potentialausgleich/Erder legen (darf nur Elektriker machen), entwässerungs Rohre legen, Schallung erstellen, Magerbeton gießen, Vielleicht Dämmung unter der Bodenplatte oder bei der Frostschürze, Bewehrung verlegen. Dann brauchst du 3 Männer bei Bodenplatte gießen, die das schon mal gemacht haben.

    Wir haben z.B. in Eigenleistung:
    Netzwerk, Sat Schüssel, Innentüren, Fliesen, Bodenbelege und Maler gemacht. Und bei mir ist kompletter jahresurlaub drauf gegangen und mehrere Überstunden.

    Auch wenn man mit einem GÜ baut, hat man trotzdem noch genug zu tun.

    Du musst überlegen, dass du für deine Aktion mehrere Jahre brauchen wirst und in dieser Zeit Miete, Fahrkosten, Breitstellungszinsen, BG Bau usw. zahlen muss. Keinen Urlaub.

    Wenn ich lese, dass du den Stein danach auswählst, welches Gerät man zum schneiden braucht :D dann lass es lieber.
    Ich kenne einige die komplett selber gebaut haben und diese haben wirklcih Jahre gebraucht und genug Schwarzarbeiter beschäftig.

    ps: du hast außerdem nicht mal alle Gewerke aufgelistet.
     
  7. meini777

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    Hi, danke für die Antworten, so in etwa hab ich das erwartet.
    @Steve
    So ganz Laie bin ich auch nicht als gelernter Maurer, ist zwar schon ein paar Jahre her, aber Aussen- und Innenwände traue ich mir ohne weiteres zu. Verklinkern ist so eine Sache, weil ich das während meiner aktiven Phase kaum gemacht habe, ich habe eigentlich fast ausschließlich Erd- und Dachgeschoss in EFH und manchmal noch die Decke.
    @Jan
    Wegen der Bodenplatte hast du recht, die würde ich aus den genannten Gründen auf garkeinen Fall selber machen, hab ich auch kaum Erfahrungen mit.

    Die Bedenken wegen des Aufwandes habe ich auch, ist nicht ohne. Sanitär würde ich wohl eher noch weggeben, ggf. auch Verblender, aber den Rest würde ich auf jeden Fall selber machen wollen.
    Ob die Zeit, die ich investiere, im Verhältnis steht, will ich ja gerade herausfinden. Ich denke schon, ich weiß, was auf mich zu kommt, ich habe früher schon den einen oder anderen Sommer von 6:00 Uhr bis 22:00 Uhr gearbeitet und weiß wie das schlaucht, das ist brutal und wahrscheinlich werde ich sobald es los geht meine Entscheidung mehr als bereuen. Aber wenn man dadurch nennenswert günstiger bei wegkommt, lohnt es sich ja vielleicht... oder auch nicht! ;D Meine Hoffnung ist ja, dass Miete+Bereitstellungszins ungefähr dem entspricht, was das Haus bei Vollendung in etwa für eine Belastung darstellt (Darlehenskosten, Nebenkosten u. Rücklagen), aber mal gucken. Wie gesagt, das ist erstmal nur eine Idee und wichtig wäre zu wissen, was ungefähr da unterm Strich herauskommt. Wenn pro Gewerk nur 20% drin sind, dann würde sich das wohl eher nicht lohnen.

    Gruß Meini
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 25. März 2015
    Ralf Dühlmeyer

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  9. R.B.

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    da hilft wirklich nur vergleichen ,vergleichen und noch einmal vergleichen. Vorher muss man aber erst einmal wissen was gebaut werden soll. Alles andere bleibt ein Ratespiel.
     
  10. meini777

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    @Ralf
    So wie in dem Link beschrieben sind in etwa auch meine Befürchtungen.

    Um unterm Strich 10-20k zu sparen, würde ich mich auch nicht über Monate hinweg kaputt machen, das müsste echt schon spürbar günstiger sein, eher so im Bereich von einem Drittel der Baukosten, aber wenn das utopisch ist, dann lass ich das lieber bzw. reduzier das auf ein gesünderes Maß oder ich lass es ganz sein mit dem bauen. Könnte man das nicht mal an dem Beispiel Aussen- und Innenwände veranschaulichen? Ich hab ehrlich gesagt, keine Ahnung was so etwas bei einem einfachen EFH in etwa kostet, aber ein Geschoss dauert nicht länger als 1 Woche (inkl. Wochenende) wenn ich es alleine mache. Dafür gehen 10 Urlaubstage flöten, was ich jetzt nicht so dramatisch finde und ein kalkulierbares Opfer ist. Ich kaufe das Material teurer ein, brauche Geräte (Mischer/Bandsäge) spare aber die Lohnkosten sowie den Gewinnaufschlag der Firma... ich kann mir nicht vorstellen, dass das sich nicht rechnet. Ich mein son armer Maurer verdient echt nichts, aber so wenig dann auch nicht, da muss doch satt was über bleiben oder lieg ich komplett daneben? Alle Maurer die ich kenne haben ihr Haus, sofern sie eins haben, natürlich auch selber gebaut. Das machen die doch nicht just for fun, sondern weil es sich rechnet. Und die haben das neben der harten Maloche gemacht und nicht so wie ich es vor hab, neben dem gemütlichen Bürojob.
     
  11. #10 Ralf Dühlmeyer, 25. März 2015
    Ralf Dühlmeyer

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    Genau - und deswegen waren Muskeln und Routine geölt und keine Mausbeweger-Arme ;).

    Ich hab auch mal einen Handwerksberuf gelernt - trotzdem würde ich mich in Sachen Arbeitsgeschwindigkeit nicht mit meinen noch im Beruf befindlichen Lehrkollegen messen wollen - und wenn, würde ich wohl gnadenlos untergehen.

    Ein Maurer wird kalkulatorisch mit um die 40 €/Std angesetzt!
     
  12. meini777

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    Ja das stimmt schon, man wird ja nicht jünger, lass es 2 Urlaubstage mehr sein. Aber darum gehts auch garnicht, mir wird wohl nichts übrig bleiben als den Architekten meines Vertrauens (den ich erstmal finden muss) zu konsultieren um mir nach getaner Planung klar darüber zu werden, dass ich mit riesigem Aufwand unterm Strich wenig einspare, mich anschließend gegen den Bau entscheide aber den Architekten, wohlgemerkt verdient, für seine Tätigkeit im vierstelligen Bereich entlohnen muss. Ich kann es ja verstehen, der größte Teil der Leser denkt hier eh, da ist schon wieder der nächste beratungsresistente Spinner, der denkt, er kann das alles wuppen. Wahrscheinlich habt ihr recht, aber der Gedanke will mich einfach so schnell nicht verlassen.

    Gruß Meini
     
  13. Jan81

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    Versuch erst mal ein vernüftiges Grundstück in Raum Hannover zu finden. Ich persönlich kenne keine vernüftige Bauplätze mehr.

    In unserem Beruf muss man meisten direkt nach Hannover.
    Für mich persönlich war eine Zugverbindung wichtig und das Grundstück musste noch bezahlbar bleiben.

    In der Region ist man bei einem Grunstück auch schon locker 80 teuro und mehr los. Dann muss du damit rechnen, dass 160qm große Stadtvilla mit Doppelgarage ohne keller locker mit allen Nebenkosten, Außenanlagen usw. bei 250-300 teuro liegen wirst.
    Wenn du jetzt einiges in Eigenleistung machst, dann kann man bestimmt 20-30 teuro drücken.
    Nur du bist mit Grundstück min. 300 teuro los.

    Wenn man nicht so viel Geld hat dann sollte man verzichten lernen und sein Traumhaus vergessen oder es ganz lassen.
     
  14. #13 andreas2906, 25. März 2015
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    Nur mal so, für deine 160qm Bude im Rohbau ( BoPla, Wand, Decke, Dach - nix weiter ) 1,5 Etagen, kein Keller, Satteldach biste über die Faust bei 100k incl. Arbeitsleistung. Wo Willst da was sparen? Lohnkosten sind da vielleicht 6.500 bis max. 9.600 Öcken ( 2 Leute 2-3 Wochen die wissen was Sie tun ). Die bringen dir aber eben die ganzen Maschinen, die Baustoffe, die Erfahrung etc.

    Du hast soviel Zeit? Du hast einen Knecht, der das die ganze Zeit ohne Ausnahme mitmacht? Dein Knecht hat auch noch Ahnung? Dann braucht Ihr nur 1,5 so lange - sonst noch länger - braucht nur noch das ganze Werkzeug und müsst eben die höheren Preise fürs Material löhnen.
    Unterm Strich, du brauchst länger, du arbeitest Qualitativ def. schlechter und zu guter Letzt, wenn was Schei... ist, kannst dich genau bei dir beschweren. NIX Gewährleistung!
    Wird im übrigen auch mir den folgenden Gewerken Probleme geben mit der Gewährleistung, weil die immer alles auf dich schieben werden, mangelndes Vorgewerk etc.
    Da sind wir auch schon beim nächsten Problem, Schnittstellenkoordinierung... du willst ja auch mal fertsch werden. Also muss du während du mauerst oder sonst was auf der Baustelle machst - parallel dazu noch für Nachschub an Material, Leuten oder Fremdgewerken sorgen. Die haben nämlich auch Geschäftszeiten und wollen in der Regel nach 16Uhr nicht mehr mit dir reden...
    Deine Familie / Frau etc. ist dir wichtig? Offensichtlich nicht, denn bei dem Vorhaben, kannst getrost davon ausgehen, wenn du irgendwann mal fertsch bist, wohnste dann allein da drin. Kannst dir das dann eigentlich noch leisten?

    Ich könnte das jetzt Ellenlang fortsetzen, aber ich denke selbst dir wird langsam klar - keine Gute Idee in dem Umfang...

    PS: Du müsstest deinen Knecht versichern, weil sonst Ärger mit BG...
     
  15. R.B.

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    Solche "Projekte" scheitern meist weniger am Willen, als vielmehr an einer gehörigen Fehleinschätzung, der eigenen Fähigkeiten, Zeitaufwand, Kosten, usw. Die ersten Tage sind noch locker, die ersten paar Wochen vielleicht auch noch, aber irgendwann quält man sich jeden Tag auf die Baustelle, und bis Abends hat sich nichts getan. Dann gehen hier ein paar Euro weg, da ein paar Euro, man muss alles mögliche besorgen, und dann fehlt doch noch die Hälfte, und bis man dann alles beisammen hat, sind Stunden und Tage vergangen, ohne dass auf der Baustelle etwas produktiv geleistet wurde. Die Freunde verlieren natürlich auch ganz schnell die Lust an diesem "Abenteuer", und irgendwann steht nur noch einer auf der Baustelle.
    Und sehen wir es mal realistisch, bis ein Laie die erste Steinreihe angelegt hat, hat ein routinierter Maurer schon die ganze Wand hochgezogen. Das hat natürlich auch für alle anderen Gewerke seine Gültigkeit, und beschränkt sich auch nicht nur auf Baugewerke. Ausbildung, Erfahrung und Routine sind eben durch nichts zu ersetzen.

    Es ist besser wenn man sich sehr genau anschaut, was man selbst machen kann, und sich dann auf wenige Dinge konzentriert, diese dafür aber richtig macht. Am Bauherr bleibt sowieso noch genügend Kram hängen an den vorher niemand gedacht hat, der aber gemacht werden muss.
     
  16. meini777

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    @Jan
    Ja ist wirklich eine Katastrophe mit den Grundstücken, der Marktpreis liegt aber so was von beachtlich über den Bodenrichtwert und kommunales Bauland gibt es einfach nicht. Dachte bei euch da unten sieht es etwas besser aus, aber scheint wohl auch nicht so zu sein. Wir wohnen ganz am Rand und 10km ist schon Kreis Celle, da gibt es Grundstücke für 65€, wobei ich da eigentlich eher nicht hin will. Also Grundstück plus 160qm Stadtvilla plus Doppelgarage inkl. NKs für 300.000€ würde ich sofort machen, wäre ohne Probleme zu finanzieren und auch im Rahmen einer vernünftigen monatlichen Belastung. Leider liegt die Realität meist eher bei 400.000€ oder wahrscheinlich mehr und das is mir zu teuer und dann nur für ne Bude mit 120qm, das sehe ich nicht ein. Und dann sind die ganzen GÜs null flexibel, die wollen dir ihre Wärmepumpe reinbauen, und ihre ganze andere Technik, aber ich will das nicht. Ich hab lieber ein paar cm dickere Wände und nen Gasbrenner und gut, aber sowas ist dann nur mit dicken Aufpreisen drin oder garnicht. Vorallem sitzt dann so ein Verkaufs"berater" vor einem der noch nicht mal weiss, was die 70 bei kfw70 bedeutet. Und selber machen darf man auch nichts.

    Ich werd mir das nochmal durch den Kopf gehen, aber wenn die Eigenleistungen bezüglich der Kosten wirklich so ineffektiv sind, dann hat das ja auch keinen Sinn, zumindest in dem Umfang. Leider sieht es hier mit einer Bestandsimmobilie ähnlich düster aus, die Immobilienpreise sind echt frech. Ich frag mich echt, wie die ganzen Leute sich immer ihre Hütten leisten können oder ob die sich alle finanziell völlig übernehmen a la no risk no fun nach dem Motto bei jetzigen Zinsen kurzfristig auf Anschlag finanzieren und in 10 Jahren kommt die böse Überaschung? Ich war ja der Meinung das wir mit einem Eigenkapital im sechsstelligen Bereich und einem moderaten monatlichen Netto-Einkommen gut ausgestattet sind, aber anscheinend reicht das weder zum bauen noch zum kaufen ohne lebenslang oder bis zur Rente derbe Einschränkungen in Kauf zu nehmen.
     
  17. #16 andreas2906, 26. März 2015
    andreas2906

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    Kleiner Tipp, welcher evtl. schon keiner mehr ist...

    Schau doch mal bei Gericht, was so alles Zwangsversteigert wird.
    So sind wir an unser Grundstück gekommen, stand zwar noch n altes Bauernhaus drauf, aber das sind kleine Probleme die ein großer Bagger und 35 11m³ Container in einer Woche lösen.
     
  18. meini777

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    Ja, danke für den Tipp, werde ich in jedem Fall mal machen, wobei die meisten Zwangsversteigerungen auch auf den gängigen Immobilienplattformen publiziert werden, aber sind ja vielleicht nicht alle.

    Aber mal eine andere Frage: Wie soll ich denn einen fähigen Architekt finden? Ich habe keine Portale mit Bewertungen, Erfahrungsberichten o.ä. gefunden. Natürlich entscheidet am Ende das Bauchgefühl nach einigen Gesprächen, aber ich will ehrlich gesagt nicht 20 oder 30 Termine machen. Gibt es irgendwelche empfehlenswerten Kriterien nach denen man eine Vorauswahl treffen kann? Da muss es doch schon Erfahrungen geben, weil doch jeder potentielle Bauherr vor dem Dilemma steht, oder nicht? Mir steht da ehrlich zuviel Geld auf dem Spiel, um den nächst besten zu beauftragen. Meine einzigen Kriterien sind bislang die geographische Lage und die Referenzen, obwohl ich da auch nicht so viel rein interpretieren möchte... die meisten haben irgendwelche Fotos von hoch modernen Kuben (ist das die Mehrzahl von Kubus?) auf ihrer Website (sofern sie überhaupt eine haben), sieht toll aus, aber können die auch normale Häuser bauen?
     
  19. R.B.

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    Hannover? Das wird schwierig. :D

    Da gibt es einen, der steht noch vor Libeskind, Hadid, und wie die alle heißen, und der kann auch "normal". :mega_lol:
     
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  21. Mikalaya

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    Finden: Lauf Sonntag durch ein Neubaugebiet und wenn dir ein Haus gefällt, quatsch freundlich den eh im Garten werkelnden Besitzer an mit wem er gebaut hat und ob das ok war.
    Passiert hier momentan ständig und wer nett fragt hat auch noch immer eine nette Antwort bekommen.

    Das größere Problem dürfte das Grundstück werden..
     
  22. Jan81

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    Habe ich damals in userem Neubaugebiet auch gemacht :D
    Nur die meisten haben direkt von Bauträger gekauft oder mit GÜ gaubt. Habe nur einen gefunden, der mit Architekten gebaut hat.
     
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