Bau eines isolierten Gartenhauses: Boden-, Wand- und Deckenaufbau

Diskutiere Bau eines isolierten Gartenhauses: Boden-, Wand- und Deckenaufbau im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo zusammen, ich plane ein Gartenhaus zu bauen. Ungefähr 3,40 m x 3,40 m mit begrüntem Satteldach. Errichtet werden soll es in...

  1. alwens

    alwens

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    Hallo zusammen,

    ich plane ein Gartenhaus zu bauen. Ungefähr 3,40 m x 3,40 m mit begrüntem Satteldach. Errichtet werden soll es in Holzrahmenbauweise. Von innen wird es mit OSB-Platten an den Wänden verkleidet. Der Fußboden ist mit Rauhspund verlegt, die Decke erhält Fasebretter. Fenster und Tür sind isoliert/zweifach verglast. Die Außenwand (Lärche-Bretter in Boden-Deckel-Schalung) ist reichlich hinterlüftet.
    Ich möchte das Gartenhaus als Werkstatt nutzen, im Winter sollen Pflanzen dort überleben. Lebensmittel sollen dort auch gelagert werden.

    Angehängt habe ich pdf-Dokumente des Boden-, Wand- sowie Dach-/Deckenaufbaus. Ich möchte im Boden 100 mm Styropor (Mehrzweckdämmplatte von Knauf, WLG035) unter den Rauhspund zu packen, 100 mm Holzfaserdämmung (SteicoFlex) in die Wände hinter den OSB-Platten und 100 mm Holzfaserdämmung (SteicoFlex) zwischen die Sparren. Die Sparren sind 160 mm hoch. Das Dach ist außen mit einer EPDM-Dachfolie abgedichtet (wahrscheinlich diffusionsdicht?). Darüber befindet sich das Gründach.

    Mir ist klar, dass bei einem ungeheizten Gebäude die beste Dämmung nichts bringt. Mir würde es reichen mittels Frostwächter die Temperatur im Inneren knapp über dem Gefrierpunkt zu halten (wenn ich es brauche).

    Meine Fragen sind: Sind der Boden-, Wand- und Deckenaufbau so in Ordnung? Muss eine Dampfbremse oder eine Dampfsperre vorgesehen werden? Wenn ja, wo?

    Habe ich wichtige Informationen vergessen? Einfach fragen!

    Über hilfreiche Tipps/Informationen/Produktvorschläge würde ich mich riesig freuen.
     

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  3. R.B.

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    Ich würde mir auch Gedanken darüber machen, wohin mit der Feuchtigkeit die die Pflanzen abgeben. Bei den "dichten" OSB Platten könnte das spannend werden, zumal wenn der Raum nicht beheizt wird und die Oberflächen abkühlen.
     
  4. alwens

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    Kann man vielleicht einen Ventilator mit Feuchtigkeitssensor in die Wand bauen, der immer dann anspringt, wenn ein zuvor eingestellter Grenzwert überschritten wird?
     
  5. H.PF

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    Ja,dafür gibt es Möglichkeiten... Du musst die Dachfläche an der First entlüften, sonst hilft dir deine Hinterlüftung nix...
     
  6. alwens

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    Der Gründachaufbau schließt den First ab. Da gibt es keine Möglichkeiten für eine Entlüftung zu sorgen. Ist es eventuell ausreichend an beiden Traufseiten einen Luftspalt zu lassen? Ich würde die Außenverkleidung einfach 50 mm unter dem Dach enden lassen und den dort entstehenden Spalt mit einem Luftschutzgitter gegen Kleintiere sichern.
    Eine Dachschräge ist ohne Dachüberstand knapp 1,70 m lang (Abstand zwischen Oberkante Wand und First). Also 1,70 m vom oben beschriebenen Luftspalt zum First.
     
  7. H.PF

    H.PF

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    Nein, dann musst du deine Konstruktion ändern. Die First muß belüftet werden... An den Traufseiten musst du auch einen Luftspalt lassen, geht nicht anders...
     
  8. alwens

    alwens

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    Welche Möglichkeiten gibt es da?
     
  9. R.B.

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    Auch das ist möglich. Irgendwo her muss die Frischluft aber kommen.
     
  10. alwens

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    Ich bin von zwei Öffnungen im Haus ausgegangen. Der Ventilator sitzt oben in der Wand. Eine zweite Öffnung befindet sich in Fußbodennähe für die Frischluftzufuhr.

    Wenn ihr bessere Vorschläge habt, nehme ich diese gerne an.
     
  11. alwens

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    Fällt die Hinterlüftung weg, wenn man auf Vollsparrendämmung geht?
     
  12. Kalle88

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    Nein. Wie warm soll dein Gartenhaus denn im Schnitt werden?
     
  13. alwens

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    Mir reicht es schon, wenn es nicht gefriert. +5°C würden ausreichen. Ich will da nicht drin wohnen.
     
  14. Kalle88

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    Deine Fasebretter als Untersichtverkleidung sind zugegeben - scheiße. Hier muss irgendwo ne Dampfsperre hin. Wenn du an Wänden eh OSB verwendest, wäre es ratsam, das am Dach auch zu tun.

    Welche Dachausrichtung hast du? Und wie gedenkst du, deine +5 Grad zu erreichen? Du hast hier ja keinerlei Abstrahlwärme, die du abgreifen kannst um hier deine Hütte "lauwarm" zu halten.
     
  15. alwens

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    Die Fasebretter an der Dachschräge hatte ich aus optischen Gründen gewählt. Muss die Dampfsperre, dann nur an der Decke angebracht werden oder wird sie auch im Wandbereich eingebaut? Was ist mit dem Boden?

    Das Dach ist Ost-West ausgerichtet. Die Giebelseite mit der Tür und dem Fenster schaut gen Süden. Was die Innentemperatur angeht: Ich habe gelesen, dass andere Leute, die vor ähnlichen Entscheidungen standen, mit einem Frostwächter zufrieden waren.
     
  16. Kalle88

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    Es ist eine Hülle zu erstellen die entsprechend luftdicht verarbeitet wird. Der Bodenaufbau ist fürn Arsch. Würde mich wundern, wenn die OSB für diesen Bereich und Gebrauchsklasse n Zulassung hätte. Konstruktiv sieht das auch irgendwie merkwürdig aus.

    Du hast ja schon solaren Eintrag durch die Glasflächen der Südseite. Das Problem ist, mit steigender Temperatur steigt auch die Sättigungskurve der Luft und damit auch die Verdunstung. Je kälter um so weniger Wassermoleküle machen sich auch auf den Weg in die Luft. Hier fehlt es schlicht am Verdunstungsprozess. Diesen haben wir im Wohnraum ja anders. Wenn wir Wasser erhitzen, dann verdunsten wir und füttern die Luft entsprechend mit Wassermolekülen. Vereinfacht gesagt.

    Nehmen wir mal an, lediglich die Pflanzen + Baufeuchte sind die Faktoren die die Luft mit Feuchtikeit nähren und die Raumtemperatur im Winter dauerhaft nicht wirklich warm wird. Dann diffundiert hier so wenig in die Konstruktion, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass es durch den Diffussionsvorgang zum Schaden kommt. WENN - und wenn das Wörtchen, wenn nicht wäre - die Dampfsperre entsprechend luftdicht angeschlossen wurde.

    Eine Hinterlüftung des Gründaches wäre dennoch ratsam. Systeme die auf Kante genagelt sind, kann man schnell mit falschen Nutzungsverhalten in die Krätsche zwingen. Das die Hinterlüftung nicht geht, ist Blödsinn. Das geht sehrwohl.

    Wenn du in HRB bauen willst, dann erfordert das nicht wenig auch konstruktiven Holzschutz. Gerade der Schwellenbereich ist, wenn man nicht nachdenkt, eine Tücke an dem ein Laie wohl scheitern wird. Wenn du schon so einen Aufriss veranstaltest um deine Pflanzen zu schützen, sollte man vielleicht mal über eine BoPla nachdenken.
     
  17. alwens

    alwens

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    Da hast Du vollkommen Recht. Das Problem ist, die Dampfsperre an der Schwelle vorbei vom Boden kommend an die Wand anzuschließen. Über Tipps, wie man sowas ausführen kann, wäre ich dankbar.

    Die Bodenplatte ist leider keine Option mehr, da die Punktfundamente bereits vorhanden sind.
     
  18. alwens

    alwens

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    Was die Hinterlüftung des Daches angeht, habe ich gestern den technischen Fachberater meines Gründachherstellers kontaktiert. Ich warte auf Antwort. Wenn jemand hier im Forum einen "konstruktiven" Vorschlag hat, nehme ich den gerne an.

    @Kalle88: Auf was für einen sd-Wert muss ich beim Kauf der Dampfsperrfolie achten?
     
  19. Kalle88

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    Dein Problem wird der konstruktive Holzschutz sein. Da ist die Dampfsperre schon fast nebensächlich. Was juckt das Dach, wenn die Füße dauerhaft nass sind? Dein Boden muss lufdicht sein, dann kann man dort auch eine Dampfsperre luftdicht einbauen. Es ist also nicht das Problem, dass du irgendwie an der Schwelle vorbei musst. Sondern dass dein Bodenaufbau einer definition der Luftdichtigkeit genügt. Rauspund ist keine Option, da nicht Luftdicht. OSB dürfte mit der dauerhaften Bodenfeuchte keine Sympathie schliesen wollen. Ich mag mich aber auch irren.

    Wie weit ist den Dachüberstand? Wie ist die Schwelle und die Fußpunkte der Stiele vor Nässe geschützt? Wird das Dach in eine Grundleitung entwässert oder geht das was das Gründach nicht fassen kann auf den Boden?

    Moment, du hast Fundamente weißt aber noch garnicht so recht welche Lasten und Kräfte deine Fundamente aufnehmen müssen? Ist dir bewusst, dass Du für die Standsicherheit verantwortlich bist? Gibt es eine Statik zu dem Gartenhaus?


    Zeichne mal ein Satteldach und dann setzt du auf den Firstpunkt ein Rechteck rauf. Dann überlegst du dir wie die Form eine Abluft ermöglichen könnte. Könnte dich zum Erfolg führen, wenn alle anderen Dinge gleich mit bedacht werden.

    Du hast doch schon eine mit deiner OSB Wandverkleidung. Die du A. zur Scheibenwirkung benötigst, wenn du außen nichts aussteifendes hast und B. innen verklebt eine Dampfsperre ergibt. INST-Ebene in den Wänden natürlich dennoch erforderlich.
     
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  21. alwens

    alwens

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    Hallo Kalle 88,

    vielen Dank für Deine Antwort. Ich glaube, ich kann etwas Entwarnung geben, was Deine Bemerkungen bzgl. meines Projektes angeht. Die Bodenträger, die man in der pdf "Boden" sehen kann, sind in H-Pfostenträger eingebunden. Die gesamte Bodenplatte wird über dem Boden "schweben". Die OSB-Platten werden keinerlei Kontakt zum Boden haben - sie befinden sich ca. 22 cm über befestigtem Boden. Das gesamte Haus steht durch die H-Pfostenträger entkoppelt vom Boden. "Die Füße" werden nie nass sein.
    Der Dachüberstand beträgt umlaufend mind. 30 cm. Die Wände bleiben also bei Regen weitestgehend trocken (Wetterseite ausgenommen) - so ist es bei meinem Carport mit gleichem Dachüberstand auch.
    Das Regenwasser, das nicht vom Dach zurück gehalten werden kann, wird tatsächlich auf den Boden geleitet, um dort natürlich zu versickern. Es ist sichergestellt, dass das Wasser nicht unters Haus läuft, was bei uns aufgrund der Hanglage schon garnicht passieren kann (es müsste bergauf laufen).
    Auch eine Statik ist vorhanden. Die Fundamente sind bereits errichtet, da ich mit den Betonarbeiten vor der Frostperiode durch sein wollte.

    Ich bin mir ziemlich sicher an alles gedacht zu haben. Die einzige Frage, die sich mir während der Planung ergab, ist diejenige nach dem Boden-, Wand- und Deckenaufbau und wie eine ordentliche Dämmung inkl. Luftdichtheit zu realisieren sei. Ich habe nach bestem Wissen und Gewissen konstruiert und meine Entwürfe im ersten Thread dieses Themas gepostet.

    Aus den bisherigen Antworten ziehe ich folgende Schlüsse:

    1. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist der gesamte Raum luftdicht mittels Dampfsperre herzustellen.
    2. Eine Installationsebene hinter den OSB-Platten verhindert unnötige Durchdringungen der luftdichten Hülle. --> wird umgesetzt
    3. Be- und Entlüftung der Dachdämmung mittels trauf- und firstseitiger Öffnungen muss realisiert werden. --> wird umgesetzt (an der Firstentlüftung tüftele ich noch - Danke für das anschauliche Beispiel)
    4. Habe ich was vergessen?

    Zu Punkt 1: Ich hatte gesagt, dass ich den technischen Fachberater meines Gründachherstellers bzgl. begrünter Flachdächer in Holzbauweise kontaktiert habe. Ich bekam von ihm ein technisches Merkblatt, in dem es u.a. heißt: "[...] Ebenfalls unproblematisch sind durchlüftete Dachkonstruktionen, bei denen zwischen Wärmedämmschicht und Dachschalung ein ausreichend groß dimensionierter Luftraum verbleibt, über den eingedrungene Diffusionsfeuchte an die Außenluft abgeführt werden kann. Eine Dampfbremse/Klimamembran auf der Dach-Unterseite wird hier in der
    Regel erforderlich sein.
    [...]"

    Bei meinen Recherchen ist mir die Klimamembran von Isover - Vario KM Duplex UV - über den Weg gelaufen. Was hältst Du davon? Kann ich damit meine luftdichte Gebäudehülle herstellen (an Boden, Wand und Decke)?

    P.S.: Kalle88, ich merke an Deinen Gedanken, dass Du Dich mit meinem Thema beschäftigst. Vielen Dank dafür!
     
  22. Kalle88

    Kalle88

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    Nehmen wir mal an, das mit den Punktfundamenten hat seine Richtigkeit und die H-Träger wurden richtig verarbeitet. Meiner Auffassung nach reichen die 22 cm nicht mal im Ansatz aus, in Verbindung mit den OSB-Platten. Tut mir leid, aber die haben für mich - dort - rein garnichts zu suchen. Du hast doch sicherlich den blanken Mutterboden unterhalb der OSB oder etwa nicht?

    Was haben die H Träger mit der Schlagregendichtigkeit zu tun?

    Es geht doch um den Sockelbereich. Bei deinem Carport haut der Wind die Feuchtigkeit hinfort.

    Wenn wir mal optimistisch von 25l Speicherkapazität deines extensiv begrüntem Flachdaches ausgehen auf den m², dann haut bei einem starken Regenereignes genügend noch deine Dachflächen hinunter. Wie werden die aufgefangen? Mittels einer Rinne? Oder tropft es auf der gesamten Trauflänge einfach nur auf den Boden?

    Du sagst Hanglage. Was ist mit dem Wasser was von weiter oben nach unten läuft? Wenn das Gartenhaus am/im Hang steht? Bodenbeschaffenheit kennst du? Niederschlagswasser versickert gut? Welches Holz verwendest du überhaupt für deine Tragbalken? Holzfeuchten von mehr als 20% sind zu vermeiden. Nicht nur das der Hausbock das besonders geil findet, sondern auch weil sich Pilze ab dem Stadium langsam wohl finden.

    Klar, normale Gartenhütten aus dem Baumarkt werden maximal auf Gehwegplatten gestellt und gammeln unten auch nicht weg. Da ist aber keine dichtende Schicht (OSB) und es kann in die Hütte diffundieren. Nix Dämmung und das ganze andere Zeugs. Führst du es so aus, wie gezeichnet. Verwette ich meinen Arsch, dass die OSB ziemlich schnell schlapp macht. Zu mal du auf dem Rauspund nicht luftdicht anschließen kannst. Deine Tragbalken füttern sich dann über die OSB mit Feuchtigkeit.

    Zugegeben ich bin kein "Fachmann" in Sachen HRB, siehe Berufsangabe, und kenne die 68800 nicht auswendig. Mir kommt dein Aufbau aber spanisch vor.

    Gut.

    Du musst die DIN 68800 kennen und anwenden können, um nachhaltig konstruieren zu können. Erfahrung ist auch nicht verkehrt. Deine Gartenhütte soll ja kein Momentbauwerk werden, oder? Bauphysikalische Grundlagen müssen ebenfalls entsprechend sitzen.

    Für mich ist dein Bodenaufbau in NKL3 (DIN EN 1995-1-1) zu setzen, so wie der Gebrauchsklasse 3.1 - eher eigentlich noch 3.2 laut DIN 68800 zu zuordnen.

    Ja.

    Sie ist zwingend vorzusehen!

    Auch hier gilt es Grundlagen anwenden zu können. Fachregeln der Dachdecker können hier helfen. Die FLL sollte man auch mal gelesen haben, wenn man ein Gründach erstellen will. Ich finde es gut, wenn man sich dafür interessiert. Meiner Auffassung nach bedingt dies aber sich umfangreich zu belesen und vorallem das Gelesene verstanden zu haben.

    Mit Sicherheit ;)

    Mal abgesehen davon, dass sie hier nicht erforderlich wäre ist mir die Aussage viel zu unspezifisch. Klimamembranen arbeiten mit der Umkehrdiffussion die sich im Sommer einstellt. Bedeutet, die Dinger sollen über den Raum rücktrocknen können. Dafür braucht es aber ein ausreichendes Druckgefälle. Damit die "Teilchen" sich auch auf den Weg in den Raum machen wollen. Gründächer schlucken aber einiges der benötigten Wärme.

    Ich meine, hier wird es nicht so kritisch sein, weil hier vermutlich nicht so viel eindiffundieren wird im Winter, wie im Sommer nicht weg gehen würde. Die Belüftung spielt ja auch einen positiven Effekt. Für mich klingt das Schreiben aber so, als wäre mit der Verwendung von Klimamembranen jedes Gründach "safe" was innen gedämmt wird. Dem ist nicht so!

    Kannst du, dann fehlt dir aber die aussteifende Scheibe der OSB. Da du außen auf der HRB Konstruktion ebenfalls keine Scheibenwirkung vorgesehen hast, wird das mit der Statik wohl keinen Kompromiss eingehen. Ich würde nach wie vor bei der OSB bleiben, die du vorgesehen hast.

    Dafür ist das Forum da. Eine Onlineplanung wirst du hier aber nicht erhalten und ich halte mich dahingehend auch bedeckt. Die grobe Richtung und wo du nachlesen kannst muss als Hilfe genügen.
     
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