Bauen auf einer Insel, Materialwahl & Transportkosten

Diskutiere Bauen auf einer Insel, Materialwahl & Transportkosten im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Wir überlegen den Bau eines Ferienhauses auf der Nordfriesischen Insel Amrum. Die Auflagen der Gemeinde sind relativ strikt, um den ursprünglichen...

  1. #1 buddelchen333, 3. September 2008
    buddelchen333

    buddelchen333

    Dabei seit:
    9. Mai 2007
    Beiträge:
    615
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Wirtschaftsmathematiker
    Ort:
    Hamburg
    Wir überlegen den Bau eines Ferienhauses auf der Nordfriesischen Insel Amrum. Die Auflagen der Gemeinde sind relativ strikt, um den ursprünglichen charakter zu erhalten.

    Erstmal ein paar Daten:

    Grundstück: 1600m² - nicht erschlossen

    Wir denken ein Ferienhaus ohne Keller mit um die 120+m² mit einfachem Grundriss, nur die Haustechnik soll in einen kleinen Anbau. Weißer Aussenputz + Schiefer oder Schilfdach.

    Einige Fragen beschäftigen uns schon länger, und zwar primär die Transportfrage / kosten. Die Fähre sieht nicht so aus, als könnte die größere Baumaschinen aufnehmen und wohl leider auch keine Transportbetonfahrzeuge.

    1.Wie kommt der Beton auf die Insel, getrennt als kiesgesmisch und zement und dann mit Trekkermischer die Bodenplatte gießen?? (Qualitätssicherung??)

    2.Bei der Decke des EG wirds dann ja kritisch, da werden fertigteile richtig interessant.

    3.Nun zur Baustofffrage. Wir haben uns überlegt, daß ytong interessant sein könnte wg. geringen Gewichts und der unkomplizierten Bearbeitung. Das käme auch dem Wunsch eines hohen Eigenleistungsanteils entgegen. Die Rahmenbedingungen dafür sind relativ günstig, sowohl was die Arbeitskraft betriff (Großfamilie), als auch das Vorhandensein von Bauingenieur, Elektriker und Haustechniker in der Verwandtschaft.

    4.Ein weiteres Problem ist aber, daß es was die Planung betrifft keine wirklich Fachkenntnis zu geben scheint. Haben mit diversen architekten telefoniert die keine Erfahrungen bzgl. Transportkostenoptimierung zu haben scheinen und wenn dann mit betondecke geplant wird aber kein Betonmischer auf die Fähre kann, dann ist das schon ganz schön peinlich. Wir haben uns mit einigen Nachbarn unterhalten, und die haben uns nur vor eine Baufirma xxx gewarnt, die quasi als Monopolist die Insel beackert und die Leute wie gebratene Weihnachtsgänse ausnehmen soll. Die Leute helfen sich wohl viel selbst auf der Insel, aber einen erfahrenen Architekten in diesem Bereich zu finden wäre schon eine enorme Erleichterung, weil die Planung das ist, was wir nicht komplett selbst machen wollen, das macht ja keinen Spaß sondern man ist wieder nur der schreibtischtäter im stress.

    Für ein paar Tipps und Anregungen wären wir dankbar. Vielleicht sind wir ja mit den Überlegungen in 1.-3. schon ein Stück in die richtige Richtung gekommen...
     
  2. Anzeige

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. Ryker

    Ryker

    Dabei seit:
    16. Oktober 2006
    Beiträge:
    2.069
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    DDM, FLfDWuAT, 519er
    Ort:
    super, natural, British Columbia
    Benutzertitelzusatz:
    Exilant
    Auf den Neid und das Gerede der Leute wuerde ich nicht viel geben, zumal gebratene Gaense i.d.R. schon von jemand anderem ausgenommen wurden.
     
  4. #3 Ralf Dühlmeyer, 3. September 2008
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

    Dabei seit:
    14. Juni 2005
    Beiträge:
    34.325
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    Hannover
    Zu 3 Wäre ne Möglichkeit - auch wenn ich das Zeuchs nicht liebe
    Zu 4 Das mit dem BU ist halt so wie immer mit Monopolen.
    Ausserdem müsst Ihr einen finden, der in dessen Jagdgründen "wildert"
     
  5. mls

    mls Bauexpertenforum

    Dabei seit:
    4. Oktober 2002
    Beiträge:
    13.790
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    twp, bp
    Ort:
    obb, d, oö
    schwerlich.

    warum sollten für einen bau auf einer insel andere grundregeln gelten als auf dem festland?
     
  6. Julius

    Julius

    Dabei seit:
    25. März 2004
    Beiträge:
    23.213
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Kabelaffe
    Ort:
    Franken
    Benutzertitelzusatz:
    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Ja warum wohl???

    Ich glaub, wegen der Insellage...!
     
  7. Thomas B

    Thomas B

    Dabei seit:
    17. August 2005
    Beiträge:
    11.181
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.Ing.
    Zu 1. u. 2.: Müßte m.E. mit der Fähre schon funktionieren. Oder wie kriegt der ortsansässige BU das Zeugs zu seinen Baustellen???

    Zu 3: Wenn's denn sein muß. Finde ich persönlich für Wohngebäude nicht die erste Wahl...aber bitte...

    Zu 4: Der Transport der Baumaterialien auf die Insel mag durchaus teurer sein, als eben einfach per Laster auf der Straße. Das kann natürlich auch EIN Grund dafür sein , daß der ortsansässige BU etwas hochpreisig agiert. Seine Monopolstellung wird er dabei sicher nicht zum Vorteil der Kunden einsetzen.

    Letztendlich aber wird auch er sein Baumaterial per Fähre rübertuckern lassen müssen. Warum sollten das BU vom Festland nicht auch können???

    Kann natürlich sein, daß diese sich damit in unbekanntes Fahrwasser wagen müßten und vielleicht keine Lust haben so etwas zu kalkulieren (wenn die Auftragsbücher voll sind) oder eben mit gewissen Wagniszuschlägen arbeiten. Man könnte natürlich auch mal gucken was sich so an BU auf Föhr herumtreiben....nur mal so ganz nebenbei...

    Gruß

    Thomas

    PS: Wirklich eine wunderschöne Insel....wer will da eigentlich NICHT wohnen???
     
  8. Julius

    Julius

    Dabei seit:
    25. März 2004
    Beiträge:
    23.213
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Kabelaffe
    Ort:
    Franken
    Benutzertitelzusatz:
    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    ICH z.B. :)
     
  9. Thomas B

    Thomas B

    Dabei seit:
    17. August 2005
    Beiträge:
    11.181
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.Ing.
    ...na gut...wir wohnen ja in Franggn, da wo's a Bier geben dudd. Und Wein. Und die Fränkische Schweiz. Und noch mehr Bier......

    Aber schön ist es auf Amrum nun wirklich!

    Thomas
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 3. September 2008
    Ralf Dühlmeyer

    Ralf Dühlmeyer

    Dabei seit:
    14. Juni 2005
    Beiträge:
    34.325
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    Hannover
    :offtopic:
    Nö - erst muss man hinterm Wasser herrennen und wenn man es endlich eingeholt hat, muss man wieder vor ihm wegrennen.
    Aber die Geschmäcker sind ja zum Glück verschieden
     
  11. Lukas

    Lukas

    Dabei seit:
    27. März 2005
    Beiträge:
    11.785
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bodenleger
    Ort:
    B, NVP, IN, St Trop
    Dagegen gips ja auch ordentliche Küsten.
     
  12. Baumal

    Baumal

    Dabei seit:
    2. August 2007
    Beiträge:
    16.081
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    Ravensburg
    ... da schließe ich mich an. :p
     
  13. Julius

    Julius

    Dabei seit:
    25. März 2004
    Beiträge:
    23.213
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Kabelaffe
    Ort:
    Franken
    Benutzertitelzusatz:
    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Z.B. solche bröckeligen Gips- oder auch Kreideküsten wie an einer nicht unbekannten großen Nordostdeutschen Insel... :winken
     
  14. Lukas

    Lukas

    Dabei seit:
    27. März 2005
    Beiträge:
    11.785
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Bodenleger
    Ort:
    B, NVP, IN, St Trop
    Hömma!

    Da ist das Wasser wenigstens den ganzen Tag da. War auch nicht billig. :)
    Für den bröckeligen Teil sollte man wohl Eiszeiten oder tektonische Verschiebungen (k.A.) verklagen.:bounce:
    Definitiv scheiße geplant.

    :winken
     
  15. mls

    mls Bauexpertenforum

    Dabei seit:
    4. Oktober 2002
    Beiträge:
    13.790
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    twp, bp
    Ort:
    obb, d, oö
    ersetze insel durch geistes ..
     
  16. Gast943916

    Gast943916 Gast

    und die gouddn Brodwäschdd....

    jaaa...
    Allerdings habe ich auf der Fähre nach Föhr / Amrum auch schon 4o Tonner gesehen, da sollte doch so ein Betonmixer auch darauf passen???
     
  17. Baumal

    Baumal

    Dabei seit:
    2. August 2007
    Beiträge:
    16.081
    Zustimmungen:
    1
    Beruf:
    Architekt
    Ort:
    Ravensburg
  18. #17 Torsten Stodenb, 3. September 2008
    Torsten Stodenb

    Torsten Stodenb

    Dabei seit:
    18. Dezember 2002
    Beiträge:
    2.000
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Holzhausunternehmer
    Ort:
    Bielefeld
    Benutzertitelzusatz:
    Wenn Du krank bist, zieh' in ein Holzhaus. Wenn das nicht hilft, geh' zum Arzt. (schwed. Sprichwort)
    40-Tonner? Da geht dann ja ein Fertighaus! Das kann man auch auf 'ne Düne setzen. Bei Wanderdüne vorsorglich gleitende Hausnummer-Änderung beantragen! Mal MoRüBe fragen! :biggthumpup:
     
  19. Ryker

    Ryker

    Dabei seit:
    16. Oktober 2006
    Beiträge:
    2.069
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    DDM, FLfDWuAT, 519er
    Ort:
    super, natural, British Columbia
    Benutzertitelzusatz:
    Exilant
    Bislang ist die Monopolbehauptung immer noch Gerede der neidischen Nachbarn.
    Handwerker sind den Kunden immer zu teuer, selbst wenn sie die Haelfte oder nur ein Viertel kosteten.
     
  20. Anzeige

    Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  21. Shai Hulud

    Shai Hulud

    Dabei seit:
    25. November 2007
    Beiträge:
    3.566
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Dipl.-Ing. Maschinenbau
    Ort:
    Kiel
    Erfahrung (=Summe der Mißerfolge) mit den örtlichen Begebenheiten und Lösung von spezifischen Problemen aufgrund einer besonderen Lage des Grundstücks (z.B. Baugrund) und daraus resultierender besonderer Bauweise wird auch immer überschätzt.

    Durch Vitamin B würde der Bau beim ortsansässigen Monopolisten zwar wie geschmiert laufen, aber das wäre ja viel zu einfach. Gerade der neuzuziehende Festlandsbewohner sollte den Insulanern von Anfang an zeigen, daß er deren funktionierende Zusammenarbeit aller Inselbewohner nicht benötigt. Ein guter Start in die neue Gemeinschaft, sowas rückt die Verhältnisse von Anfang an zurecht. Jeder hilft jedem ist doch eben nur ein anderer Ausdruck für Vetternwirtschaft.

    Ortsfremde Arbeiter werden sicher mit offenen Armen empfangen, denn die Norddeutschen und besonders die Insulaner sind ja bekannt für Toleranz und Weltoffenheit. Wenn jemand von der Insel Arbeit benötigt, soll er doch zum Festland fahren, z.B. nach Hamburg. Oder auch mal darüber nachdenken, wie er seine Arbeitkraft im Vergleich zu Festlandpersonal, osteuropäischen oder südländischen Arbeitkräften konkurrenzfähig anbieten könnte. Da müßte wohl noch an der Wirtschaftlichkeit gearbeitet werden, aber für diesen Standort ist wohl der Zug eh schon abgefahren.

    [/Ironie]
     
  22. #20 buddelchen333, 4. September 2008
    buddelchen333

    buddelchen333

    Dabei seit:
    9. Mai 2007
    Beiträge:
    615
    Zustimmungen:
    0
    Beruf:
    Wirtschaftsmathematiker
    Ort:
    Hamburg
    ach ihr mißgünstigen Ironiker und Sarkastiker....

    ja das ytong nicht erste wahl ist, ist ja wohl klar, aber da es um ein ferienhaus in absolut ruhiger Lage geht, sprechen nunmal

    -Gewichtsvorteil 36,5 ytong aussenwand wiegt immer noch weniger als 18 Aussenwand kalksandstein

    -das wdvs entfällt

    -mehr Möglichkeiten bei der Aussenputzgestaltung

    -einfach zu bearbeiten ohne viel equipment, das auch auf die insel transportiert werden müsste

    -preis (ferienhaus)

    für ytong. poroton ziegel werden im norden ja nur von wienerberger angeboten und das v-plus system verarbeitet hier auch niemand.

    Auch wenn es einige wahrscheinlich reizt, wer kann etwas über ytong-Decken berichten? Die Biegezugfestigkeit dieser wird doch wie bei einer Betondecke von der Stahlbewehrung garantiert, bei geringerem Gewicht, wegen dem Ytong-material?

    Ich denke Beton sollte bedingt durch die hohen Transportkosten und Transportprobleme nur wo absolut notwendig zum Einsatz kommen.

    Und nochmal: Wir wollen keinen Bauunternehmer, Generalunternehmer / Generalübernehmer sondern einen Architekten/Planer mit Inselerfahrung, der auch den Part der Logistik optimiert und einzelne Gewerke vergibt.

    Vergeben werden sollen:
    Bodenplatte/Decke/Dach/Fenster/Innenputz/Aussenputz/Estrich
     
Thema:

Bauen auf einer Insel, Materialwahl & Transportkosten

Die Seite wird geladen...

Bauen auf einer Insel, Materialwahl & Transportkosten - Ähnliche Themen

  1. Garage in ein bestehendes Gebäude bauen

    Garage in ein bestehendes Gebäude bauen: Hallo alle zusammen, Ich bin Landwirt in Mecklenburg-Vorpommern und besitze einen 3 Seiten Bauernhof von 1888. Wie es ja bei solch alten Höfen...
  2. Erdkühlschrank bauen

    Erdkühlschrank bauen: Hallo zusammen, ich würde mir gerne so einen Erdkühlschrank bauen. Es gibt ja fertige Bausätze mit Plastikrohre die teilweise 1-1,50 meter in...
  3. Treppe mit 3 Stufen in Keller planen und selber bauen (mauern mit Buche Stufen)

    Treppe mit 3 Stufen in Keller planen und selber bauen (mauern mit Buche Stufen): Hallo. Ich stehe vor der Aufgabe, eine Treppe in einen WOhnraum im Keller zu planen und auch umzusetzen - also selbst zu bauen. Von...
  4. Welche Plane für einen Teich-Bau?

    Welche Plane für einen Teich-Bau?: Ich möchte einen kleinen Teich anlegen und benötige dafür eine geeignete Plane, die im Internet aufgefundenen scheinen mir aber nicht so geeignet.
  5. Flachdach Bau Garage

    Flachdach Bau Garage: Guten Abend, folgendes Problem, wir haben uns ein Haus gekauft auf dem eine Garage entstehen sollte, leider ist es soweit nie gekommen und so...