Bauen im Winter

Diskutiere Bauen im Winter im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo zusammen, wir haben nun unsere Baugenehmigung aber der Architekt ist nicht mit der Detailplanung fertig und somit kann der Statiker nicht...

  1. #1 qwertzuio, 5. August 2015
    qwertzuio

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    Hallo zusammen,
    wir haben nun unsere Baugenehmigung aber der Architekt ist nicht mit der Detailplanung fertig und somit kann der Statiker nicht anfangen. :mauer
    So wie es aussieht wird sich die Detailplanung bis Ende August hinziehen und die Statik wird realistisch nicht vor Ende September fertig sein. Der Rohbauer steht eigentlich schon in den Startlöchern. Der Kredit ist bewilligt, aber noch nicht unterschrieben.

    Ist es sinnvoll noch in diesem Jahr mit dem Bau zu beginnen? Es handelt sich um ein Massivhaus (Poroton) auf einer tragenden Bodenplatte mit Filigrandecken und Pfettendachstuhl. Selbst wenn der Rohbauer gut vorankommen würde, könnte der Dachstuhl wohl erst im Dezember gestellt werden, von der Eindeckung ganz zu schweigen.

    Ist es unter diesen Umständen sinnvoll, überhaupt noch mit dem Bau zu starten? Gäbe es theoretisch einen guten Moment um den Bau ggf. zu unterbrechen? (Vielleicht nach Fertigstellung der Zwischendecke?) Wir haben hier, abgesehen von den letzten beiden Jahren, ab Januar ordentliche Schneemengen zu bewältigen.

    Liebe Grüße
     
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  3. Baumal

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    tja, wetterfrosch ist hier keiner.
    es gibt winter, da kann man locker
    durcharbeiten. es gibt auch winter
    mit -10 grad.
     
  4. #3 qwertzuio, 5. August 2015
    qwertzuio

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    Also ich gehe schon davon aus, dass die Maurerarbeiten und der Beton bis November fertig sind. Ich frage mich aber im Speziellen, ob das Dach noch im Dezember gemacht werden kann und wass passiert, wenn es doch nicht klappt. Der Zimmermeister ist nicht so begeistert würde es aber auf einen Versuch ankommen lassen.
     
  5. #4 Bauqualle, 5. August 2015
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    .. das muß ja ein ganz kolossal kompliziertes Wohnhaus werden ... oder meinst du die Werkplanung 1:50 ?
     
  6. #5 qwertzuio, 5. August 2015
    qwertzuio

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    Keine Ahnung. Es geht um Details, wie die Deckendurchbrüche, Leitungsverläufe und Hauseinführungen, die eben einen Einfluss auf die Kostruktion der tragenden Teile haben und daher vom Statiker berücksichtigt werden müssen. Das einzige, was hier kolossal zu sein scheint, ist die aktuelle Arbeitsüberlastung meines Architekten.

    Aktueller Stand:
    Rohbauer kann Mitte September anfangen, will lieber Anfang Oktober vereinbaren. (Mündlich geschätze Bauzeit 4 Wochen.) Mein Zimmerermeister arbeitet bis zum 24.12., außer bei Neuschnee (Geschätze Bauzeit 3 Wochen). Bleiben dazwischen etwa 4-5 Wochen Reserve. Wird nach meiner Erfahrung mehr als knapp.
     
  7. #6 Thomas Traut, 5. August 2015
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    Die Genehmigungsstatik, also die eigentliche Berechnung, sollte auch ohne Deckendurchbrüche usw. möglich sein, falls die nicht viel größer als 20/20 sind. Für die Bewehrungspläne braucht er natürlich alle Angaben.
     
  8. planfix

    planfix Gast

    viele der genannten details sind statisch pupsegal.
    wenn der archi sich mit dem statikus an einen tisch setzt und das mal in einer knappen stunde alles bespricht, kann die statik nahezu parall laufen.
    wetterfrosch bin ich auch nicht. wenn aber der beton fest genug ist um den dachstuhl aufzusetzen, dann kann der zimmerer auch schnee schieben und diese arbeiten machen.
    ich habe keine vorstellungen von den dimensionen deines daches, bei einem normalen EFH ist es jedoch möglich dies innerhalb einer woche dicht zu bekommen.
    schau mal da: 3 tage dach.
     
  9. #8 qwertzuio, 5. August 2015
    qwertzuio

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    Ja. Wir müssen mit der Baubeginnanzeige den Standsicherheitsnachweis einreichen. Die einzelnen Pläne könnten dann theoretisch auch sukzessive angeliefert werden. Dennoch glaube ich nicht an einen Baubeginn vor Anfang Oktober.

    @Planfix: Das Haus hat 8,5x12m und das Dach ist ein Pfettendach mit 4 Dachfenstern und einem 6 m breiten Schleppdachzwerchhaus nach Süden. Allerdings bekommen wir eine Zwischensparren-/Aufsparrendämmung aus Holzfaser, die z.T. noch vor der Eindeckung montiert werden muss.
     
  10. planfix

    planfix Gast

    genau das haben die fliegenden dächer auch :D
    beim schleppdach müßte man die vorgefertigten dachflächen teilen....
     
  11. dimitri

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    Ist es eine Option nur die Bodenplatte zu erstellen und Erdarbeiten durchzuführen, und dann im frühen Frühjahr loszulegen? Damit wär's egal ob der Boden schon eisfrei ist oder nicht.
    Wenn der Bau über den Winter ruht musst du auch mit entsprechenden Standkosten für das Gerüst rechnen (bzw. es Ab- und wieder Aufbauen lassen).

    Im Frühjahr kannst Du dann in einem Rutsch durchmarschieren.
     
  12. qwertzuio

    qwertzuio

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    Das habe ich auch schon überlegt, zumal das Bauareal bereits offen liegt (Planum auf Höhe des späteren Fertigfußbodens) und der Boden stark frostempfindlich ist. Wenn ich gar nicht anfange, muss ich den Bauplatz wieder aufschütten lassen, wenn ich nur die Bodenplatte machen lasse, müsste ich die Baustelleneinrichtung 2x zahlen. Am besten wäre es, wenn der Bau mit Dach und Fenstern bis Dezember stehen würde.
     
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  14. dimitri

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    Von der Bruttozeit wärs wohl kein Problem.
    Ist dein Architekt auch Bauleiter oder macht der nur 1-4?

    Ohne erfahrenen Bauleiter der dafür sorgt, dass alles läuft würde ich das Risiko nicht eingehen.
    BU, Elektriker und Zimmerer müssen da sauber ineinander greifen.

    Bis komplett eingedeckt war hat es bei uns ca. 7 Wochen gedauert (auch ohne Keller, 184qm Wfl)
     
  15. planfix

    planfix Gast

    terminierung, absprachen, planung, ein bisschen zug dahinter..., wille und freude an der arbeit bei allen beteiligten!, dann
    eingeschoßig gemauert, kniestock und dach?
    4. woche hebauf (richtfest), solange kein frost kommt und je nach dem, ob die giebel schon fertig waren oder nicht ... siehe thalhammers giebellehre, sind 5-6 wochen machbar.

     
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