Baufinanzierung möglich/sinnvoll? #2

Diskutiere Baufinanzierung möglich/sinnvoll? #2 im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen, hatte vor 3 Jahre hier schonmal gefragt ob eine Finazierung eines Neubaus für mich machbar bzw. sinnvoll ist. Langsam falle ich...

  1. Forester

    Forester

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    Hallo zusammen, hatte vor 3 Jahre hier schonmal gefragt ob eine Finazierung eines Neubaus für mich machbar bzw. sinnvoll ist. Langsam falle ich aber vom Glauben ab wenn man sich die Beiträge hier anschaut.

    Vorweg ich komme aus dem tiefstem Osten. Grundstücke sind hier noch billig. Der qm kostet um die 35euro bzw. 60euro wenn die Lage sehr gut ist. Dh. das Grundstück von ca. 600qm wird hier ca. 25-35t euro kosten.

    Das Haus soll ein Bungalow mit knappen 110qm werden. Es soll massiv mit Eder Planziegeln gebaut werden ohne zusätzliche Dämmung. Heizung(Fußbodenheizung) wird eine Ölheizung mit Solar für Warmwasser.Gelüftet soll ganz altmodisch werden. Ein konkretes Angebot habe ich nocht nicht aber ich rechne mit ca. 150.000euro für das Haus.

    Viele hier meinten vor 3 Jahren schon das sowas nicht geht. Aber mal ein bsp. von meiner Küche die schon vorhanden ist (zZ. in meiner 115qm Wohnung zur Miete). Sie hat mich 6000€ in einem Küchenstudio gekostet mit Markengeräten. Ich hätte das ganze auch für gut 3500€ im IKEA bekommen und ich finde daher 6000€ schon gut teuer. Es soll nur zeigen das ich keine Küche für über 10.000€ einbauen will und keine Haustür für 3500€ usw. Fliesen für 20€/qm und Laminat 12€/qm reichen mir. Es soll keine Badewanne sondern nur eine Dusche verbaut werden. Im großen und ganzen soll es ein einfaches,kleines und solides Haus werden.

    Vielleicht gehe ich auch zu gutgläubig an die Sache ran. Überlege derzeit weil ich keine vernünftige Wohnung hier finde.Ich muss leider aus meiner 115qm ausziehen zwecks Trennung. Es gibt hier im Umkreis nur 60qm Block für 500€ warm oder 70-80qm besser ausgestattet für 650-700€ warm. So 90-100qm kosten um die 850-1000€ warm.

    Die Überlegung ist nun folgende. Ich sehe es nicht ein 650€ + für eine mittelmässige Wohnung zu zahlen wenn man für knapp 200.000€ hier ein komplettes Haus mit Grundstück gebaut bekommt.

    Hab ca. 1850euro netto raus und bin schon über 10j in der Firma. Urlaubs und Weihnachtsgeld gibt es zusätzlich ca. 2000€ zusammen.
    Miete derzeit 1000€ warm für die gemeinsame Wohung welche demnächt abgegeben wird(Trennung). Vorher allein waren es 500€ Warmiete.Dazu hatte ich immer ein Auto mit ca. 350€ geleast welches jetzt ersetzt wurde und bezahlt ist.
    Miete und Autoleasing waren also immer mind. 850€ (teils mehr zwecks Tuning usw.) die letzten 5-6j und ich hab nebenher noch gut gelebt. Das Auto Thema hat sich nun für mich erledigt und ich will mein Geld in was sinnvolles investieren.


    Ist es also machbar oder habe ich mich da in einen Gedanken verrannt? Wollt vorher mal hier fragen bevor ich mich bei der Bank / Baufirma zum Löffel mache.

    Eigenkapital sind knapp 20.000€ vorhanden falls das eine Rolle spielt.
     
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  3. ThorstenB

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    Hallo Forester,

    20.000€ sind nicht sehr viel EK. Das wird zum großen Teil schon von den Kaufnebenkosten verschluckt werden.
    Der Rest für "Kleinigkeiten".
    Du musst die die Frage stellen, wie viel du dir im Monat leisten kannst. 1.850€ hast du Netto.
    Wenn ich mal von 40% davon ausgehe für die Finanzierung, dann kommst du bei einem Zinssatz von 2% (glaube aber nicht, das du den angeboten bekommst) auf eine Laufzeit von locker 30 Jahren. Wie alt bist du ???
    Theoretisch ist das Ganze schon machbar. Ich würde mir das aber selber nicht zutrauen. Zu wenig finanzieller Spielraum.
    Entscheiden muss sowieso die Bank. Lass dich doch mal unverbindlich beraten.

    Ich gehe wie oben beschrieben von 40% aus. das wären 740,- für die Finanzierung. Ohne monatliche laufende Kosten.
    Hier kannst du das sehr gut simulieren:

    http://www.darlehensrechner-online.de/online-rechner/volltilgungsrechner.aspx

    Bei 600,- sind es schon 40 Jahre, bei 500,- immerhin 50 Jahre....
    Autsch !!!!

    Gruß
    Thorsten
     
  4. Forester

    Forester

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    Hab mir mal in einem online Rechner was durchgerechnet.

    [​IMG]

    dh nach 10 Jahren sind es noch knapp 155.000€ die offen sind. Im schlechtesten Fall ist das Haus dann genau das Wert was man beim Verkauf bekommen würde. Finde das an sich eigentlich super, 10 Jahre erstmal "miete" im eigenen Haus zahlen und dann zur Not für 155.000€ verkaufen und plus / minus Null aus der Sache raus oder eben weiter finanzieren.

    Bin erst 29 Jahre alt.
     
  5. Varetek

    Varetek

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    Selbst wenn du tatsächlich ein Haus für 150.000 bekämst und eine Bank fändest, die blöd genug wäre den Plan mitzutragen, solltest du bedenken, dass du zumindest die 27.000 Zinskosten zzgl. der 20.000 EK verbrannt hast, was auf diese 10 Jahre gerechnet auch einer Kaltmiete von rund 400 Euro entspräche. Bedingt durch die höheren NK für ein EFH zahlst du am Ende sicherlich auch 650 Euro "warm" und musst anschließend jemanden finden, der dämlich genug ist in Hoske (Wittichenau?) ein derart kleines Haus für 157.000 Euro zu übernehmen.

    Sorry, aber das wird nicht klappen. Kauf dir lieber ne Wohnungen im Block und bau die in deiner Freizeit nett um (quasi Wohnungs-Tuning).
     
  6. Forester

    Forester

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    Sehr hilfreicher Beitrag. 110qm sind für mich persönlich jetzt nicht derart klein. Aber da hat jeder andere Ansprüche. Gibt im übrigen genug dämliche Menschen hier in der Ecke die gebrauchte Häuser ;)
     
  7. Varetek

    Varetek

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    War vielleicht etwas harsch ausgedrückt, entschuldige.

    Ändert aber nichts an meiner Sichtweise und danach hattest du ja gefragt. Nichts gegen deinen Heimatort, aber es sollte sich langsam herumgesprochen haben, dass Häuser im Osten, noch dazu außerhalb der Ballungszentren alles andere als wertsteigernde, oder zumindest werterhaltende Anlageformen darstellen. Erschwerend hinzu kommt in deinem Fall, dass die Hütte mit 110qm für den typischen EFH-Käufer schlicht zu klein ist. Für dich, als Single, mag das eine angenehme Wohnungsgröße darstellen. Mit ner Frau und 2 Kindern sieht das schon wieder anders aus. Das muss natürlich immer noch nicht bedeuten, dass dein Haus anschließend unverkäuflich ist, aber du MUSST ja am Ende wenigstens die 158.000 dafür bekommen, um deinen Kredit abzulösen und dann solltest du dich fragen, wieso jemand diese Summe für ein Haus bezahlen soll, dass dich vor 10 Jahren inkl. Grundstück nur 180.000 gekostet hat? Würdest du ein 10 Jahre altes, abgewohntes Haus, das nicht zu 100% deinen Vorstellungen entspricht für 158k kaufen, wenn du für 180k ein Neues, individuell auf deine Bedürfnisse zugeschnittenes bekämst?

    Du planst hier im Prinzip nichts anderes als eine Wertanlage "Miete vs. Kosten", die schon im Rahmen deiner Wunschvorstellung gerade mal kostenneutral ausgeht. Lass hier an irgendeiner Stelle etwas schief gehen (Mehrkosten beim Bau, Schäden nach Ende der Gewährleistung, Arbeitslosigkeit/Arbeitsunfähigkeit, Probleme beim Verkauf etc.) und du zahlst mächtig drauf, bzw. bist am Ende finanziell ruiniert.
     
  8. Forester

    Forester

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    Ja das nach den 10j ist eben der schlechteste Fall. Zur Not können meine Eltern mal 2-3 Jahre die Rate bezahlen zb.

    Ich gehe auch davon aus das früher od später ein Partner wieder mit einzieht und dann sind die 550-600€ Rate locker drin bzw man kann dann gut was ansparen.
     
  9. Varetek

    Varetek

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    Es wird nur nicht bei 500-600 Euro Rate bleiben. Dein obiges Beispiel ist nur deshalb so "günstig", weil du nur 10 Jahre Laufzeit hast. Rechnet man über die gesamte Laufzeit mit einer Rate von 600 Euro, brauchst du dauerhaft einen Zinssatz von 2% (den du über die Laufzeit nicht bekommst) und dann läuft die Geschichte immer noch über 40 Jahre.

    Nehmen wir aber mal an, dass sich der Zins nach 10 Jahren nicht verändert hat und du auf Risiko gespielt hast. Du zahlst dann für eine Laufzeit von 25 Jahren und einem Beleihungsauslauf <90% etwa 2% Zinsen. Deine Anschlussfinanzierung nach Ablauf der 10 Jahre sähe also bestenfalls so aus:

    157.000 Darlehen zu 2% mit einer Rate von 600 Euro = Laufzeit 27 Jahre (Restschuld 0) bzw. Laufzeit 25 Jahre (Restschuld 25.500)


    Du zahlst also am Ende 37 Jahre lang, hast dann aber auch schon ein 37 Jahre altes Haus, für das erste Reparaturen fällig geworden sind. Wovon werden die bezahlt? Du bist zu dem Zeitpunkt gerade in Rente gegangen.
     
  10. ThorstenB

    ThorstenB

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    @Forester

    Da wird aus deinem "erst 29" schnell ein "schon 29". Leider.
    Wie sieht es denn bei euch in der Gegend mit gut gebrauchten Immobilien ???

    Spekulationen um einen neuen Partner der mit einzieht um die Belastung zu senken, oder die Eltern anpumpen bzgl. finanzieller Aushilfen
    bringen dich hier mit Sicherheit nicht weiter.
    Mein Rat: Entweder du kriegst das alleine hin oder lässt es....!
    Lediglich 500,- im Monat lassen dich - wie schon mehrfach erwähnt - locker 40 Jahre und mehr an dem Haus abbezahlen.

    Aber alles Theorie. Ich bin mir sicher, keine Bank wird hier unter diesen Voraussetzungen das OK geben.
     
  11. Forester

    Forester

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    Gebrauchte Häuser hier kann man vergessen.

    Ich hab oben immer vom schlechtesten Fall geredet. Die knapp 550€ im Monat Rate und ca. 250-300€ Nebenkosten kann ich allein gut bewältigen. Das mit den Eltern war auf den Ernstfall bezogen. Es ist also nur eine Notlösung wenn mal was sein sollte.

    "Mein Rat: Entweder du kriegst das alleine hin oder lässt es....!"

    Genau deswegen will ich das allein machen und nicht mit einer Frau zusammen. Mir ist das Risiko einer Trennung viel zu groß. Da zahle ich lieber 40 Jahre ab als in 10 Jahren nach einer Scheidung ohne Haus dastehe mal übertrieben gesagt.

    Werde mal berichten wie es weiter geht mit der Bank etc
     
  12. El Gundro

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    Meine Erfahrung ist, dass diese Internetrechner immer deutlich günstiger versprechen, als ein konkretes Angebot einer Bank dann hält.
     
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  14. Shadoo

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    Ich schließe mich El Gundro an, die Internetrechner sind häufig nie ganz exakt. Hol dir doch einfach mal unverbindliche Angebote von einigen Banken ein, dann siehst du, wie die Raten tatsächlich liegen würden. Danach kann man immer noch weitersehen ;)
     
  15. #13 petra345, 1. Mai 2017
    petra345

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    Nach einer Trennung mußt Du 3 Haushalte finanzieren: Deinen eigenen, den deiner ehemaligen und den Haushalt des Staates.
    Das hat man sehr geschickt gemacht. Man hat eine(n) zum zahlen und der Staat, der diese Regelung getroffen hat, verdient auch noch am Unglück der beiden.

    Da sind schon andere unter der Brücke gelandet. Wenn Du es nicht wie Mohamed machen kannst, der einst vor seinen Gläubigern geflohen ist und immer wieder eine reiche Witwe gefunden haben soll, kannst Du solche Pläne streichen.

    Ansonsten, kaufe bei diesen Preisen ein Grundstück. Billiger wird es nicht. Ob Du noch einmal bauen kannst, wird sich später herausstellen.
    .
     
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