Baumurks: Schimmel an Fensterlaibungen

Diskutiere Baumurks: Schimmel an Fensterlaibungen im Baumurks in Wort und Bild Forum im Bereich Rund um den Bau; Liebe Bauexperten, ich will nicht lange klagen, denn das tue ich jetzt schon seit 5 Jahren und es hat immer noch keinen Verhandlungstermin...

  1. #1 rastapopoulos, 14. Februar 2016
    Zuletzt bearbeitet: 14. Februar 2016
    rastapopoulos

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    Liebe Bauexperten,

    ich will nicht lange klagen, denn das tue ich jetzt schon seit 5 Jahren und es hat immer noch keinen Verhandlungstermin gegeben - denn es gibt immer wieder Stellungnahmen, die sich gegenseitig jagen und irgendwie will niemand die Wahrheit hören - ich möchte jetzt mein Haus schimmelfrei haben!

    Es ist ein Bugalow mit monolithischem Wandaufbau und 3-fach-Verglasung - bodentiefe Fenster - überall dort Schimmel - trotz Lüften - trotz mineralischem Aussen- und Innenputz - alles diffusionsoffen - sollte es zumindest sein - habe es so "bestellt".

    Foto 1.JPG Foto 2.JPG Foto 3.JPG Foto 4.JPG Foto 5.JPG Foto 1-2.JPG

    Sorry, ich weiß nicht, wie man die Bilder dreht - ich hoffe, Ihr regt Euch nicht auf...

    Das Haus wurde von aussen nicht abgedichtet, obwohl ich das bezahlt habe - leider war der Architekt zugleich Bauleiter - diesen Fehler mache ich nie wieder - leider ist er passiert.

    Lange Rede kurzer Sinn:

    ich habe einen Murkser beauftragt, den Sockel abzudichten - es war unmöglich! Wie finde ich jemanden, der sein Handwerk versteht und nicht mit der offenen Hose kommt, alle anderen schlecht macht und selbst offensichtlich von NICHTS eine Ahnung hat?

    Ich vermute mal, dass der Putz an den Fensterlaibungen komplett weg muss - und dann die "Luft rausgelassen werden muss" - wer kann sowas am besten? Ein Maurer?

    Ich habe eine Firma angefragt, die Feuchtigkeitssanierungen machen. Sie wollten erstmal ein Gutachten erstellen. Das habe ich aber schon - und zwar aus einen selbständigen Beweisverfahren von einem vom Gericht bestellten, vereidigten Sachverständigen. Die Ursache liegt klar auf der Hand.

    Kann ich das selber machen? Ich habe mittlerweile den Eindruck, dass die selbsternannten Experten da draussen immer eine Anleitung brauchen.

    Ich will endlich ohne Schimmel leben - deshalb habe ich eigentlich ein Haus gebaut...

    Vielen Dank für Eure konstruktiven Erfahrungsberichte, Hinweise, Tipps und Empfehlungen - ich bin sooo dankbar, wenn ich einen weiterführenden bzw. zielführenden Tipp bekomme, dass ich mich gerne erkenntlich zeige.

    Vielen Dank und ein schönes sporenfreies Wochenende.

    Rastapopoulos

    edit: P.S. eine Frage zum Schluss: wer ist dafür verantwortlich zu machen? Der Fensterbauer? Der Aussenputzer? Der Innenputzer? Alle zu gleichen Teilen?
     
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  3. #2 Alfons Fischer, 14. Februar 2016
    Alfons Fischer

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    vorab: wie alt ist denn das Haus?
    Gibt es einen Detailplan zum Sockel? Und Detailpläne zur Fensterlaibung im Bereich des sichtbaren Befalls?

    Und, die Ursache wäre?

    war der Gerichts-Sachverständige wirklich beauftragt, die Ursache zu finden? Oder war er vielleicht eher beauftragt, eine Frage zur Abdichtung zu beantworten?

    wurde die Raumluftfeuchte schon mal über einen längeren Zeitraum im Winter gemessen?
    Es gibt so viele mögliche Ursachen für erhöhte Raumluftfeuchte. Man sollte m.E. sich von vorn herein nicht auf eine Ursache festlegen, weil man dadurch "betriebsblind" wird.
     
  4. Baufuchs

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    Auf allen Fotos sind bodentiefe Fenster zu sehen. Mängel im unteren Bereich der Leibungen.

    Wie wurden die Rahmenaufdoppelungen (unten) dieser bodentiefen Fenster von außen abgedichtet. Einfach nur schwarze Pampe (wie auf Bild 5 zu sehen) draufgeschmiert?

    Oder wie? Gibt es Fotos dieser Stellen aus der Rohbauzeit?
     
  5. #4 rastapopoulos, 14. Februar 2016
    rastapopoulos

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    das Haus haben wir im Jahr 2011 bezogen - das Problem bestand von Anfang an.

    Der Sockel wurde nicht abgedichtet - die schwarze Pampe wurde nur als Alibi ein bisschen oben draufgeschmiert.

    Jetzt habe ich einen Trottel dagehabt, der alles nochmal ausgeschachtet hat, den Putz eingeschnitten hat und einen richtigen Dickschichtanstrich aufgebracht hat. Er war aber nicht in der Lage, die Fensteranschlüsse richtig abzudichten - er hat da Styrodur draufgepappt mit Montageschaum und hat dann irgendeine angeblih teure Folie draufgeklebt und diese mit einem angeblich wasserdichten Anstrich versehen ("das mache ich immer so, da hat sich noch nie jemand beschwert"). In meinen Augen kann das aber nicht dicht sein, weil ich das so mit dem Finger wieder abziehen kann und es gibt keinerlei Verbindung mit dem Untergrund.

    Detailzeichnungen habe ich schon vor zwei Jahren durch den Anwalt angefordert - wahrscheinlich weiß der Architekt nicht, was eine Detailzeichnung bzw. Ausführungsplanung ist.

    Es wurde soviel gemurkst, dass mir jedesmal schlecht wird, wenn ich darüber schreibe oder rede.

    Also, es gibt keine Zeichnungen.

    Der Gutachter hat alle Mängel ermittelt für das selbständige Beweisverfahren - er war nicht nur damit beauftragt Fragen zur Abdichtung zu klären.

    Herausgestellt hat sich, dass die Horizontalsperre nicht, wie man das normalerweise macht, überstehen gelassen wird, sodass sie mit dem Dickschichtanstrich oder einer Schweißbahn am Sockel eine Verbindung eingeht -

    Die Oberflächentemperatur an den Schimmelstellen ist sehr niedrig - ich hab's mal gemessen bzw. der Gutachter, aber ich habe es mir nicht gemerkt, weil es reicht, dass es so kalt ist, dass sich dort Kondenswasser bildet.

    Sollte man jetzt den Putz abklopfen und mal nachsehen, wie der Fensteranschluss gemacht wurde? Ich versuche mal die Bilder vom Rohbau herauszusuchen und zu posten - es kann ein bis zwei Tage dauern, weil ich das alles neben der Arbeit machen muss.

    Danke jedenfalls schonmal.

    Beste Grüße

    edit: P. S. ich habe das Gutachten als PDF - wenn Ihr mir eine Nachricht mit Eurer Email-Adresse schickt, schicke ich es gerne zur weiteren Diskussion.
     
  6. #5 rastapopoulos, 14. Februar 2016
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    ich weiss nicht, ob man hier verlinken darf, aber genau so sieht es bei uns auch aus - und zwar sowohl von innen als auch von aussen - die "Fensterbänke" sind auch nur mit einem Kleks Mörtel unterfüttert, sonst nix:

    http://www.bau-doch-selber.de/bautipps/1000x01.html
     
  7. #6 rastapopoulos, 14. Februar 2016
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    auf meinen Bildern Nr. 5 und 6 ist die Aussenwand zu sehen. Die Ausführung ist folgendermaßen: die Fensteranlagen sind bündig zum Porotonmauerwerk eingebaut - also in einer Flucht - dann wurde nachträglich eine Dämmung aus vermutlich Styrodur aufgebracht - dadurch gibt es jetzt diesen Wandvorsprung - ob das allerdings richtig mit dem Mauerwerk verbunden wurde, darf ich einfach mal bezweifeln - nur zur Info: der Estrich wurde gegossen, bevor der Innenputz aufgebracht wurde. Der Innenputzer wusste wohl nicht, wie Estrich aussieht und hat beim Verputzen innen jeweils ca. 15 cm Abstand zum Boden gelassen (dass das Verputzen stattfand, nachdem die Estrich-Aufheizphase gestartet wurde und der Estrich mit Malerfilz abgedeckt wurde erwähne ich nur zur allgemeinen Erheiterung). Der "Architekt" hat ihm dann wohl gesagt, dass der Estrich schon liegt - dann wurde also der Innenputz drangeflickt - und das sehe ich jeden Tag und freue mich darüber... also wird der Murks sich wohl komplett durch alle Gewerke durchziehen - nein, der Fliesenleger hat eine gute Arbeit gemacht - den habe ich selbst ausgewählt. Beste Grüße
     
  8. Hansal

    Hansal

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    Das Gelände scheint auch zu hoch angefüllt zu sein
     
  9. Gast036816

    Gast036816 Gast

    dann hast du bei den aussenwänden keine luftdichtigkeit im bereich des fußbodenaufbaus.

    hast du fotos vom einbau der fenster, insbesondere bilder von der ausbildung der anschlussfugen der fenster ans mauerwerk.
     
  10. #9 PaulDiracBaut, 16. Februar 2016
    PaulDiracBaut

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    Ist dann da aussen eine Dämmung? Wenn nicht, ist das eben eine klassiche Kältebrücke, die Feuchtigkeit kommt durch Kondenswasser. Abdichten hilft da nicht.
     
  11. ps0125

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    Dann wäre also bei jedem Mauerwerk ohne Dämmung die Leibung verschimmelt. Blödsinn.
    Hier ist doch ganz offensichtlich keine Abdichtung vorhanden.
    Dass dann hier Wasser reinläuft, ist zwangsläufig der Fall.
    Du wurde eine Styrodur-Fensterbank hergestellt und mit irgendeinem faserigen Klebeband irgendwas hingebastelt. Wenn darunter keine richtige Abdichtung ist, kann das nicht dicht sein.
    Ich würde Kontakt zu einem Dachdecker aufnehmen, der soll sich das anschauen. Fensterbauer sind bei solchen Sachen in aller Regel mit ihrem Latein am Ende.
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 16. Februar 2016
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    Wie wäre es, wenn Du, statt den nächsten Dichter (ohne Denker) zu holen, Dir erstmal eine fachgerechte Planung auf Basis der vorhadenen Gegebenheiten und den Feststellungen des Gutachtens, ggf. auch noch lokalen Bauteilöffnungen machen lässt und Dir dann wen suchst, der das "nur noch" ausführen muss!!!

    So kannst Du bis ins Jahr 2116 weiter murksen lassen und bekommst nur mit Glück ein halbwegs dichtes Haus. Ausserdem kannst DU schon mal entweder das Gelände absenken oder Dir eine Entwässerung vor alle bodentiefen Elemente legen lassen!

    @ Paul
    1) Wer lesen kann, ist klar im Vorteil
    2) sollte ein Physiker wissen, dass es eine Wärmebrücke ist
     
  13. #12 rastapopoulos, 23. Februar 2016
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    @ Rolf: leider keine Bilder vom Fenstereinbau - alle waschen ihre Hände in Unschuld - ich will nur eine Lösung - ich weiss, dass ich doppelt zahle - ich schaue nach vorne - der Dachdecker wird in den nächsten Wochen kommen - macht eine Öffnung Sinn? Soll ich mal alles abklopfen, was da an Putz ist und mal drunterschauen? Was kann ich nachträglich machen mit den Folgen, dass der Estrich später gegossen wurde? Ich glaube, das ist ein wichtiger Punkt, der zur Feuchtigkeit führt - ebenso die nicht vorhandene Abdichtung der Fensterbänke bzw. Fensteranschlüsse - Drainage ist vorhanden, es gibt einen Spritzschutzstreifen vor dem Sockel bis unter den Sockel mit Kies aufgefüllt und Drainage iegt drin - das habe ich nachträglich machen lassen - Dickschichtanstrich und Hohlkehlchen inklusive - danke Euch!
     
  14. MoeGTS

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    Ist das beim dritten Bild Kondenswasser an der Scheibe? Innen?
     
  15. Taipan

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    Gute Frage, dann wäre ein Teil der Diagnose nämlich fast erledigt.
     
  16. #15 rastapopoulos, 23. Februar 2016
    rastapopoulos

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    worauf wollt Ihr hinaus? Ja, nach dem Duschen kann es vorkommen, dass sich Kondenswasser bildet bzw. die Scheiben etwas beschlagen - vor allem, wenn es draussen um 0°C ist - das erledigt sich unmittelbar durch regelmässiges Lüften - bitte nicht vergessen, dass es sich um einen monolithischen Wandaufbau handelt mit mineralischem Innenputz.
     
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  18. MoeGTS

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    Ich möchte darauf hinaus, das man dich früher oder später mit deinem Lüftungsverhalten konfrontieren wird, und da machen sich Bilder mit Kondensat an der Scheibe nicht gut.
    Falls du andere in die Haftung nehmen möchtest
     
  19. Taipan

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    Deswegen jetzt noch nachfolgend die Frage nach dem Raumklima in den betroffenen Räumen. Gib mal bitte die Temperatur und die relaitive Luftfeuchte, die in den regelmäßig Räumen herrscht, bekannt.

    Desweiteren spezifiziere bite, wie du wie oft lüftest.
     
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Baumurks: Schimmel an Fensterlaibungen

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