Bausparvertrag kündigen ?

Diskutiere Bausparvertrag kündigen ? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo Zusammen, wollte euch mal nach eurer Meinung fragen... Ein paar Fakten: -Ich haben einen Bausparvertrag abgeschlossen und dort als...

  1. #1 Doppelhaus, 15. Juli 2008
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    Hallo Zusammen,

    wollte euch mal nach eurer Meinung fragen...

    Ein paar Fakten:
    -Ich haben einen Bausparvertrag abgeschlossen und dort als Einmalzahlung 50 T € von meinem EK einbezahlt
    Der Bausparer ist über eine Bausparsumme von 100 T€ abgeschlossen und wird leider erst ca. Oktober 2011 zugeteilt. Konditionen sind 4,15 % eff. bei 13 Jahren und 400 € monatlicher Rückzahlung , bei Aktivierung des Darlehens werden weitere 491 € an Gebühren fällig
    -Es sind ca. weitrere 30 T€ EK vorhanden
    -Kaufen wollen wir nicht vor Ende 2009 ( DHH Kaufpreis mit allen Nebenkosten wird ca. 300T€ )
    -Zu Finanzieren ca. 220 T € / Oder 170 € und der Rest über Bausparer+EK

    Macht es Sinn den Bausparer zu Kündigen und das Geld solange noch Anzulegen ???

    Ein paar meiner Gedanken hierzu:
    -1000 € wären durch die Kündigung des Bausparers futsch :-( (Restsumme 49 T € )
    -Wir müssten den Bausparer so oder so vorfinanzieren weil wir definitiv nicht bis 2011 warten wollen
    -Durch den Wegfall der Vorfinanzierung wäre man flexibler
    -Ich habe nicht die relativ hohe Rate von 400 € Rückzahlung für den Bausparer am Bein.
    -Wir möchte später eine monatliche Belastung von ca. 1400 € nicht überschreiten

    Was meint Ihr ? den Bausparer nutzen und von den 4,15 eff. profitieren oder lieber die Kohle rausziehen und normal per Darlehen / kfw die kompletten 220 T € finanzieren ?!?

    Liebe Grüße
     
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  3. #2 Braveheart, 16. Juli 2008
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    :)

    Hallo Doppelhaus,

    Diese Gdanken gehen mir auch gerade durch den Kopf. Zwar haben wir schon längst gebaut und über KfW und Bankdarlehen abgewickelt, aber wir machen uns jetzt schon Gedanken darüber wie man für die Zeit nach der Zinsperiode am besten vorsorgt d.h. bspw. Bausparvertag mit Ansparphase bis zum Ende der Zinsfestschreibungsperioide des KfW Darlehens, um dieses dann abzulösen o.ä.
    Mich würde auch interessieren wie es die anderen Forumsmitglieder damit halten bzw. vorsorgen und was die Finanzexperten dazu sagen?? Empfiehlt Ihr Bausparverträge noch oder gibt es bessere Alternativen? Worauf sollte man achten?

    Grüsse!
     
  4. R.B.

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    Zum Warmlesen mal die Forensuche benutzen. Das wurde schon oft diskutiert.
    Fazit: BSV lohnt in den meisten Fällen nicht...zumindest nicht für den Bausparer.

    Gute Frage. Da das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, müßte man jetzt genau nachrechnen. Der Zinsvorteil ist nicht so gewaltig und die Zwischenfinanzierung verteuert die Sache noch einmal.
    Würde man die 50T€ heute anlegen, dann könnte man damit die 1T€ Verlust durch Zinseinnahmen mehr als kompensieren. Dabei spielt auch die steuerliche Situation eine Rolle.

    In solchen Fällen setzt ich mich normalerweise hin und erstelle einen Finanzierungsplan. Darin aufgelistet die monatlichen Raten für Zins und Tilgung, und die Entwicklung der Restschuld.
    Dann beide Pläne nebeneinander legen und vergleichen. Darauf achten, daß man nicht Äpfel mit Birnen vergleicht.

    Ich schätze einmal, daß bei Dir ein Bankdarlehen (mit Sondertilgungsmöglichkeiten) in Kombination mit KfW- und/oder Landesmitteln vorteilhafter wäre.

    Aber wie gesagt, das muß man anhand der Zahlen rechnen und vergleichen.

    Gruß
    Ralf
     
  5. #4 Braveheart, 16. Juli 2008
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    @Ralf: Danke für die Info. Hatte eigentlich geschaut aber so richtig fündig bin ich nicht geworden. Werde nochmal genauer schauen. Grüsse.
     
  6. #5 Doppelhaus, 17. Juli 2008
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    Danke für die Antworten,

    ist denn eien Zwischenfinanzierung sehr unvorteilhaft ?!?
    Es müsste ja ein Kredit sein der nach ca. 2 Jahren komplett durch die 100 tsd € aus dem Bausparer ausgelöst wird...

    Mit welchem Zinssatz soll ich da am besten mal Rechnen ?:confused:

    Gruß
     
  7. #6 Robert Hadasch, 23. Juli 2008
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    Den Abschluss eines Bausparvertrages halte ich nur für wenige Zwecke empfehlenswert, oder besser ausgedrückt, für gerade noch akzeptabel. Keineswegs jedoch als Bestandteil von Gesamtfinanzierungen, die erst in einigen Jahren konkret werden (dazu gehören auch Anschlussfinanzierungen).

    Viel zu ungewiß sind sind die allgemeinen Rahmenbedingungen (Zinsniveau, Wettbewerbsangebote) und vielleicht auch Veränderung der eigenen persönlichen Wünsche und Bedürfnisse. Der Bausparvertrag, der ursprünglich vielleicht mal ganz hervorragend zu den eigenen Planungen gepasst hat, liegt einem dann möglicherweise quer im Magen.

    Auch im vorliegenden Fall ist es doch so, daß der Bausparvertrag nicht rechtzeitig zugeteilt werden konnte und der Bausparer jetzt sehr teuer nachbessern muß. Mit dem heutigen Wissen hätte er den Bausparvertrag in dieser Form so wohl niemals abgeschlossen. Fraglich bleibt hier natürlich, ob beim Vertragsabschluß nicht ein Beratungsfehler seitens der Bausparkasse vorgelegen hat. Richtig ist aber auch, daß Bausparkassen einen Zuteilungstermin keineswegs garantieren, sondern allenfalls unverbindindlich prognostizieren dürfen. Die "Gefahr" einer nicht rechtzeitigen Zuteilung hätte dem Bausparer also schon bei Vertragsabschluß bekannt sein müssen.

    Sie persönlich spielen ja mit dem Gedanken, einen jetzt neu abzuschließenden Bausparvertrag in einigen Jahren für die (Teil-) Ablösung bestehender Immobiliendarlehen zu verwenden. Neben der nicht gewärleisteten Zuteitungsgarantie zum benötigten Termin gibt es jedoch noch weitere Gründe, die diesen Weg nicht empfehlenswert erscheinen lassen.

    Der wichtigtste Kritikpunkt ist, daß mit der späteren Inanspruchnahme des Bauspardarlehens regelmäßig auch eine grundbuchliche Absicherung nach den Beleihungsrichtlinien und Wertmaßstäben der Bausparkasse erfolgen muß. Ggf. müssen dann von anderen bereits im Grundbuch stehenden Gläubigerinstituten Vorrang- bzw. Zwischenrechte eingeräumt werden, was diese natürlich nicht gerne tun und oft genug auch ablehnen.

    Fast noch problematischer wird es, wenn Bauspardarlehen und Hypothekenkredit im Konzernverbund (z.B. Sparkassen/LBS oder Volksbanken/Schwäbisch-Hall) "aus einer Hand" mit nur einer einzigen Grundbucheintragung in Anspruch genommen wurden. Soll dann der Hypothekenkredit von einem dritten Institut abgelöst und nur das Bauspardarlehen bestehen bleiben, werden aus der grundbuchlichen Pfandhaft liebend gerne lediglich die nachrangigen Darlehensanteile entlassen.

    Das bedeutet, daß das "alte" Bauspardarlehen dann an erster Rangstelle gesichert ist und für den neuen Kreditgeber nur noch der Nachrang übrigbleibt, womit man als Kreditnehmer von vornherein keine Chancen auf allerbeste Zinskonditionen hat.

    Sicherlich ist es im Einzelfall und in zähen Verhandlungen mit den beteiligten Kreditinstituten möglich, zu einvernehmlichen Lösungen zu kommen. Aber auch das gelingt nicht immer und in jedem Fall ist es eine nervenaufreibende Angelegenheit. Oft genug kommen dann auch noch "Gebühren" dazu.

    Weil viele Kreditnehmer vor diesem Aufwand verständlicherweise zurückschrecken, wird deutlich, wem und was ein Bausparvertrag hauptsächlich dient: Dem abschließenden Kreditinstitut als Kundenbindungsinstrument.

    Schließen Sie also besser keinen Bausparvertrag ab und sparen die vorgesehenen Beiträge auf sichere Art und Weise an (Sondertilgungen/Bundesschatzbriefe?). Rechtzeitig zum Tag X können Sie sich dann um eine attraktive Anschlußfinanzierung kümmern. Befreit von grundbuchlichen Altlasten werden sich - sofern die sonstigen Rahmenbedingungen stimmen - viele Institute mächtig ins Zeug legen, Sie als neuen Kunden zu gewinnen. Da sich auch Ihr alter Immobilienfinanzierer nicht sicher sein kann, Sie als Kunden zu halten, dürfen Sie dann auch von dieser Seite nochmal mit einem besonders attraktiven Verlängerungsangebot rechnen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Robert Hadasch
    Freier Honorarberater für Immobilienfinanzierungen
     
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