Bauträger fordert Ausgleichszahlung bei Herausnahme Gewerk als Eigenleistung

Diskutiere Bauträger fordert Ausgleichszahlung bei Herausnahme Gewerk als Eigenleistung im Bauvertrag Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo zusammen, ich habe meinem Bauträger schriftlich mitgeteilt, dass ich ein Gewerk (Innentüren) selber ausführen werde. Das Haus ist fast...

  1. zulu79

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    Hallo zusammen,

    ich habe meinem Bauträger schriftlich mitgeteilt, dass ich ein Gewerk (Innentüren) selber ausführen werde. Das Haus ist fast fertig. Der Bauträger will nur zustimmen, wenn ich ihm einen Deckungsbeitrag von 7 % vergüte.

    Im Bauvertrag steht:
    "Sonderwünsche Mehr- / Minderforderungen
    Haben die Parteien Mehr-/Minderleistungen während des Bauvorhabens vereinbart, so sind diese nach Ausführung zur Zahlung fällig. Der Auftragnehmer ist berechtigt, auch auf Sonderwünsche Abschlagszahlungen in Höhe der nachgewiesenen Leistungen zu verlangen."

    Wir haben einen VOB/B Vertrag, wobei nach meinen Recherchen hier "§ 649 Kündigungsrecht des Bestellers" des BGB gilt (http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__649.html). Dort werden 5% genannt.

    Ist es rechtens im Bezug auf "§ 649" auf 5 % zu bestehen?

    Danke und Viele Grüße
     
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  3. #2 Gast036816, 12. März 2016
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    mit 7% kommst du doch günstig davon, andere verlangen wesentlch mehr. du hast eine vertragliche vereinbarung getroffen, die du jetzt änderst.

    wie groß ist die differenz in € zwischen 5% und 7%? 70€ oder 85€?

    die auseinandersetzung lohnt nicht!
     
  4. R.B.

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    So weit ich das als jur,. Laie beurteilen kann, sind die 5% nur eine Vermutung, d.h. der BT hat jederzeit die Möglichkeit einen höheren Betrag nachzuweisen (auch die 7%).
    Bei einem hohen Betrag hätte ich gesagt, dass ein Nachweis sehr schwierig wird, aber bei Zimmertüren reden wir dann nur über ein paar Euro. Diese nachzuweisen sollte möglich sein, und wer weiß, vielleicht sind die 7% ja korrekt.

    d.h. Du kannst auf die 5% bestehen, aber der BT kann das aushebeln indem er einen höheren Aufwand nachweist.

    Warte aber bis sich die Juristen melden.
     
  5. zulu79

    zulu79

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    Die Differenz-Streitsumme ist in diesem Fall mit ca 150 € relativ gering. Ich sehe ein, dass es klüger ist, die Forderung zu akzeptieren.

    Danke für die treffenden Erklärungen.
     
  6. #5 El Gundro, 14. März 2016
    El Gundro

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    Wenn Du auf eine Aufstellung bestehst, würde der Bauträger sämtliche seiner Kosten geltend machen, außer diejenigen, die er sich einspart, weil er das Gewerk nicht ausführt. Das sind entweder die Kosten des von ihm beauftragten Nachunternehmers oder, wenn er die Leistung selbst ausführt, die Arbeitszeit (Lohn) und das Material. Geltend machen würde er jedoch seine kompletten umgelegten Geschäftskosten, und die sind im Normalfall deutlich höher als 7%.
    Als Beispiel seih hier genannte, dass der Bauträger zB die Kosten seiner Sekretärin auf das gesamte Angebot verteilt hat (Geschäftskosten). Weil Du jetzt die Türen selbst ausführst, hat die Sekretärin noch lange nicht weniger Arbeit, kostet den Bauträger also immer noch das gleiche Geld. Und das will er natürlich von Dir haben.
    Ich denke auch, dass es sich hier nicht lohnt, um 2% zu streiten.
     
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