Bauwerksabdichtung

Diskutiere Bauwerksabdichtung im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Hallo Bauexperten. Ich bin seit eben neu hier. :) Durch Zufall bin ich auf dieses Forum gestoßen und möchte schon direkt was von euch Experten...

  1. BauIng08

    BauIng08

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    Hallo Bauexperten.

    Ich bin seit eben neu hier. :) Durch Zufall bin ich auf dieses Forum gestoßen und möchte schon direkt was von euch Experten erfahren.

    Am Samstag habe ich eine Prüfung im Fach Baukonstruktionslehre. Es wird in jeden Fall eine detaillierte Zeichnung für den Lastfall DIN 18195-4 oder DIN 18195-6 verlangt. Daher bin ich seit heute morgen intensiv dabei durch die 2 bzw. 4 Möglichkeiten der Teil 4 und Teil 6 Normen zu begreifen.

    Kommen wir nun zu meiner ersten Frage:
    Bei der Querschnittsabdichtung den man unter der untersten Lagefuge einer Wand legt wird eine Überlappung mit der Abdichtung der Bodenplatte von min. 10cm verlangt. In Längsrichtung min. 20cm und die Außenwandabdichtung soll vollständig an die Querschnittsabdichtung herangeführt werden.

    Wie sieht es in der Praxis aus? Hällt man sich an diese Werte oder gehen die Überlappungen weiter hinnaus?

    Habt ihr vielleicht für mich bunte Detaillzeichnungen für die 4 Möglichkeiten (nicht bindiger Boden, bindiger Boden, zeitweise aufstauendes Sickerwasser, von außen drückendes Wasser)?

    Über baldige informative Antworten würde ich mich sehr freuen.
     
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  3. Robby

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    Erster Fehler ist die

    Überlapppung bei der Flächenabdichtung an die Wände!

    DIN 18195-4

    6.2.1 Die Bodenplatte ist grundsätzlich gegen aufsteigende Feuchtigkeit nach 7.4 abzudichten. Dabei muss die Abdichtung
    des Fußbodens an die waagerechte Abdichtung der Wände so herangeführt oder mit ihr verklebt werden,
    dass keine Feuchtigkeitsbrücken insbesondere im Bereich von Putzflächen entstehen können (Putzbrücken).

    Nix mit cm!
     
  4. Robby

    Robby Bauexpertenforum

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    Und bindiger Boden ist aufstauendes Sickerwasser!
     
  5. #4 Carden. Mark, 12. März 2009
    Carden. Mark

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    Die Überdeckungen der Lagen untereinander ergehen aus den Stoffnormen.
     
  6. #5 DerSuchende, 13. März 2009
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    Da warten die Ausführenden auf die Detailzeichnungen der "Ingenöre". Die gibt es im Schadensfall aber erst duch die SV`s, meist ohne Beteiligung der "Arbeiterklasse".

    MfG
     
  7. Robby

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    Weder in

    18195-2 Stoffe noch in DIN 52131, 52133 ist eine Überdeckung bei Anbindung an andere Bahnen in den Wänden beschrieben.
     
  8. #7 Carden. Mark, 13. März 2009
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    Ich schrieb "untereinander" nicht an
    z.B. DIN 18195-3 Anforderungen an den Untergrund und Verarbeitung der Stoffe ;6.1

    Bitumenbahnen
    • Überlappungen der Nähte mind. 80 mm
    • Überlappungen der Stöße und Anschlüsse mind. 100 mm

    das ganze war hierauf gemünzt:
     
  9. Robby

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    ?

    Frage war eindeutig, Antwort auch
     
  10. #9 Carden. Mark, 13. März 2009
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    und öbuv SV für das Maurer- und Betonbauerhandwerk
    wirklich Eindeutig?


    Deine Antwort war auf die Querschnittsabdichtung reduziert. - und auch Richtig beantwortet.
    Meine war auch auf die Restfrage bezogen.
    18195-6 kann nicht die Abdichtung in- u. unter Wänden meinen.
     
  11. BauIng08

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  12. BauIng08

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    mit den cm steht es im Skript:
    "Die Horizontalabdichtung liegt in aller Regel unter den aufgehenden Wänden unter der untersten Lagefuge.
    - Überlappung mit der Abdichtung der Bodenplatte mindestens 10 cm
    - Außenwandabdichtung muss vollständig an die Querschnittsabdichtung herangeführt werden...
     
  13. pumpe

    pumpe Gast

    Hallo,

    inwiefern ist zeitweise aufstauendes Sickerwasser für ein Bauwerk/Wand /Mauer gefährlich bzw. bedenklich?

    Habe heute nach den langen Regenfällen eine feuchte Aussenstelle an meinem Haus entdeckt.....

    Gruss Andreas
     
  14. BauIng08

    BauIng08

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    Nicht unbedingt. In DIN 18195 Teil 4 wird in zwei unterschiedlichen Randbedingungen unterschieden.
    a) nicht bindiger Boden
    b) bindiger Boden
     
  15. BauIng08

    BauIng08

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    Hallo Andreas.

    Durch zeitweise aufstauendes Sickerwasser kann ein länger einwirkender, hydrostatischer Druck auf die Abdichtung entstehen.
    Negative Eigentschaften durch die Feuchte:
    - vermindeter Wärmeschutz
    - Übertragung der Feutigkeit auf andere Bauteile und Möbel
    - Begünstigung der Entwicklung von Schadinsekten und Pilzen
     
  16. pumpe

    pumpe Gast

    Ok...danke für die Info,

    wie kann ich dem nun entgegenwirken? Aufgraben und neu isolieren bzw. Schwarze wanne? Horizontalabdichtung bringt DA nix....oder?

    Gruss Andreas
     
  17. BauIng08

    BauIng08

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    Wo genau ist die Feuchte Stelle? Im Innenbereich der Wohnung oder so wie du geschrieben hast Aussenstelle?
     
  18. pumpe

    pumpe Gast

    Sie befindet sich im Aussenbereich. Und wenn ,dann nur wenn es heftig bzw. länger geregnet hat. Wie z.b. letzte Woche......ziemlich hohe Luftfeuchte....:D
     
  19. BauIng08

    BauIng08

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    Also wenn die Abdichtung "wannenförmig" die Bodenplatte und die erdberührten Wandflächen umschließt, drüfte in diesen Fall nichts schlimmes passieren.

    Wie ist die Außenwand aufgebaut? Aus Putz... (hoffe kein Gipsputz :D ) oder Zweischalige Mauerwerk?
     
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  21. pumpe

    pumpe Gast

    Ja, die Aussenwand ist geputzt u. ist so wie ich mich erinnere mit "Deitermann" (du verstehst schon)....."behaftet".:D Stellenweise ist es da feucht nach Regengüssen....vermute ich. Werde es weiter beobachten.

    An der Innenseite ist (zum Glück) nichts zu sehen.

    Zeitweises Sickerwasser ist demzufolge so ungefährlich wie die "Pfütze dem Gummistiefel".....wenn ich das mal so ausdrücken will. Stimmts?
     
  22. BauIng08

    BauIng08

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    Also ich bin (noch) kein Experte, aber nach einem Semester könnte ich schon behaupten, dass es nichts schlimmes es, sofern die Dichtung Normgerecht aufgetragen wurde...
     
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