Bedarfsgerechte Wohnraumlüftung

Diskutiere Bedarfsgerechte Wohnraumlüftung im Lüftung Forum im Bereich Haustechnik; Hallo, wie mein Name schon sagt, bin ich relativ unerfahren mit Bautätigkeiten. Ich habe aber schon viel in bisherigen Threads über...

  1. #1 Baunovize81, 8. Juli 2012
    Baunovize81

    Baunovize81 Gast

    Hallo,
    wie mein Name schon sagt, bin ich relativ unerfahren mit Bautätigkeiten. Ich habe aber schon viel in bisherigen Threads über Lüftungsanlagen gelesen. Da bei mir die Entscheidung kurz bevor steht, haben sich bei mir aber ein paar grundlegende Fragen aufgedrängt. Insbesondere, da ich zu "bedarfsgerecheter Lüftung" hier im Forum eigentlich nichts finden konnte.

    Für den Neubau unseres EFH (ca. 170qm), KfW55 möchte ich unbedingt eine Lüftungsanlage einbauen lassen. Unser Planer hat uns dazu eine so genannte bedarfsgerechte Wohnraumlüftung empfohlen (Hersteller Aereco).

    Dabei würden nur die Abluftelement über ein Rohrsystem im Haus zentral zusammenlaufen und über einen Ventilator betrieben. Die Zuluftelemente sind in die Rollokästen eingepasst. Preislich ist das System sehr attraktiv.
    Die Anlage hat offenbar keine "Ausschalt"-Option. Man könnte das aber vom Elektriker mit einem Schalter für die Stromzufuhr am Ventilator lösen. D.h. die Anlage ist grundsätzlich auf Dauerbetrieb ausgerichtet.

    Jetzt zu meinen Fragen:

    • Gibt es generell Erfahrungen mit bedarfsgerechter Wohnraumlüftung? Bzw. was haltet ihr davon?
    • Kann man bzw. sollte man die Anlage abschalten, wenn es draußen zu heiß ist?

    Gruss
    Baunovize
     
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  3. #2 Achim Kaiser, 8. Juli 2012
    Achim Kaiser

    Achim Kaiser

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    Was ist an diesem Lüftugskonzept bedarfsgerecht ?

    Das ist eine simple Lüftungsanlage mit zentraler Abluftführung und dezentraler Zuluft - das ganze ohne Wärmerückgewinnung.

    Sicherlich kann man das Konzept so minimieren dass es nicht mal mehr einen Anlagen Ein-Aus-Schalter reicht .....

    Grundsätzlich sind die Anlagen auf Dauerbetrieb mit minimalen Luftwechseln ausgelegt zum reinen Feuchteschutz des Baukörpers.

    Alles nicht wirklich was, was einen *technisch* die Augenbraue heben lässt ... sprich ... simple Minimaltechnik zur Erfüllung der EnEV.

    Gruß
    Achim Kaiser
     
  4. #3 Baunovize81, 8. Juli 2012
    Baunovize81

    Baunovize81 Gast

    Hallo Achim,
    vielen Dank für die Antwort. Ich habe "bedarfsgerecht" bisher so interpretiert, dass wenn die Feuchte steigt, die Lüftungsanlage entsprechend reguliert wird. Und dadurch auch entsprechend Frischluft ins Haus kommt. Verstehe ich das falsch? bzw. gibt es hier Nachteile gegenüber zentral, kontrollierter Wohnraumlüftung?

    Gruss
    Baunovize
     
  5. fmw6502

    fmw6502

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    für mich ist die Lösung ein (leider) erlaubter Minimalstandard, mir fehlt:

    • Wärmerückgewinnung
    • Option Feuchterückgewinnung
    • Option Erdwärmetauscher
    • verschieden einstellbare Luftmengen unabhängig vom Feuchtegrad zB Partymodus

    Gruß
    Frank Martin
     
  6. #5 D3esperator, 8. Juli 2012
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    verstehe ich auch nicht, warum man auf so viel komfort verzichtet... dann doch lieber ne richtige kwl mit wärmerückgewinnung
     
  7. #6 feelfree, 8. Juli 2012
    feelfree

    feelfree Gast

    Vielleicht weil das Budget nicht reicht?
    "Bedarfsgerecht": Die Zuluftklappen werden über die Luftfeuchtigkeit geregelt. Die Abluft erzeugt einen konstanten Unterdruck, oder versucht es zumindest. Ist die Luft trocken sind die Klappen zu und der Lüfter hat nicht viel zu tun. Bei feuchter Luft machen die Klappen auf und der Lüfter läuft mit voller Drehzahl.
    Besser als gar keine Lüftung ist das allemal.

    Simpel ja, aber deshalb sicher nicht schlecht. Und hier in der Gegend wird vom 08/15-Reihenhaus bis zum EFH-Palast in der Mehrzahl immer noch ganz ohne KWL gebaut. Die EnEV schreibt das ja auch nicht vor.
     
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