Befahrbares Garagendach abdichten

Diskutiere Befahrbares Garagendach abdichten im Praxisausführungen und Details Forum im Bereich Architektur; Hallo zusammen, ich hoffe, jemand von euch kann mir einen Tipp geben. Unser Haus steht am Hang und die Garage hat den Eingang "von unten"....

  1. Jessi75

    Jessi75

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    Hallo zusammen,

    ich hoffe, jemand von euch kann mir einen Tipp geben.

    Unser Haus steht am Hang und die Garage hat den Eingang "von unten". Auf der Garage ist der Hauseingang. Das Dach hat leider kein Gefälle, daran hatte weder unser Architekt noch wir bei der Planung gedacht. Daraus ergibt sich jetzt auch unser Problem. Wir haben vom Garagendach bis zur Haustür ca. 17 cm Platz, das Dach ist ca. 6 x 5,4 m groß. Die Probleme ergeben sich jetzt daraus, dass kein Gefälle da ist und dass das Dach befahrbar sein sollte. Ich habe letztens mit unserem Architekten telefoniert, er sagte, es gäbe zwei Möglichkeiten, befahrbar wäre das Dach aber auf keinen Fall. Zum einen kann ein Gefälleestrich gemacht werden und dann gefliest oder es sollte erst mit Schweißbahn abgedichtet werden und dann mit speziellen Matten (den Namen habe ich jetzt nicht parat, müsste ihn noch mal genau fragen wie die heißen. Die sollen ca. 1cm dick sein) ein Untergrund für Platten hergestellt werden. Dabei wäre aber dann immer noch das Problem, dass wir kein Gefälle haben. Die Möglichkeit mit dem Estrich fand er nicht so prickelnd, er riet mir zu der Alternative mit den Matten.

    Er hatte keine Idee wie das hinzukriegen ist, auf den 17 cm ein Gefälle herzustellen, einen Belag zu legen und dass das Ganz noch befahrbar zu machen. Am allerbesten wäre es, auch noch eine dünne Dämmung einbringen zu können da die Garage im Winter sehr nass von innen war. Er wollte sich jetzt noch mal Gedanken machen und sich dann noch mal melden. Die Garage ist noch nicht abgedichtet, das wollten wir in diesem Sommer auf jeden Fall machen lassen. Aber ohne Plan, was zu tun ist, wollten wir da niemanden ran lassen. Unser Dachdecker hat noch die Idee "Gefälledämmung" eingebracht, ist aber auch nicht befahrbar und wohl auch nicht so einfach zu belegen. Wir wollten eigentlich "normale Steine" haben. Also nix exotisches.

    Vielleicht hat ja jemand eine Idee, wie man das lösen könnte.
     
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  3. #2 Gast036816, 13. April 2012
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    euer architekt soll die möglichkeit eines umkehrdachs untersuchen. dabei kann auf ein gefälle verzichtet werden, ob 17 cm abzüglich abdichtung (=16 cm) ausreichen für einen befahrbaren belagsaufbau hinzukriegen, kann ich jetzt nicht aus dem ärmel schütteln.

    mit dämmung wird es dann wahrscheinlich nicht funktionieren, sorgt für eine gute durchlüftung unten.
     
  4. H.PF

    H.PF

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    Schaumglasdämmung, hochwertige Abdichtung, Gefälle einfach weg lassen...

    Wenn das waage ist dann bleibt auch nicht viel Wasser stehen. Und wenn es undicht ist ist es undicht. Egal, ob Waage oder 2 % Gefälle...

    Dann bekommt ihr drinnen sowieso Nässeschäden...

    Aber OHNE Abdichtung gehts gar nicht! Und Estrich gehört ins Haus und Fliesen ins Badezimmer... Aber definitiv NIEEEE!!! in den Aussenbereich!!!

    Könnt ich jedes Mal reintreten wenn ich sehe das so ein Scheiß neu hingemacht wird... Gibt es nicht schon genug Bauschäden mit solch einem Konstrukt?
     
  5. Jessi75

    Jessi75

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    Vielen Dank schon mal für die Antworten. Werde meinen Archi mal auf dieses Umkehrdach ansprechen.

    Abgedichtet werden muss auf jeden Fall! Das hätten wir am liebsten schon letztes Jahr gemacht aber da alles länger gedauert hat als geplant...

    Was ich aber nicht verstehe ist, wenn kein Gefälle da ist, wo geht das Wasser hin? Oder hab ich da ein Verständnisproblem? Von "oben" ist es ja keine geschlossene Decke sodass das Wasser nach "unten" zur Abdichtung durchsickert. Und dann? Ich kann mir das nicht vorstellen... (Frau halt :angel:)

    Die Variante mit dem Estrich war für uns sofort vom Tisch. Wir haben an einer anderen Stelle den Estrich mit Fliesen weg gemacht weil wir sowas absolut furchtbar finden.

    Was käme denn auf die Abdichtung? Wäre der Belag befahrbar? Unser Architekt sieht die Problematik, dass unter die Platten ja eigentlich diese Schickt Steinchen kommt aber das ginge mit der Abdichtung nicht da diese sonst beschädigt würde. Darum sagte er damals, dass dann auf die Abdichtung nur diese Matten und dann die Platten kommen.

    Wir hatten auch mal überlegt, ob wir nicht alles teeren lassen können. Das wäre dann aber nicht so schön. Was haltet ihr davon? Wie teuer ist sowas im Vergleich zu Platten (ich nenne es mal Platten, ich weiß nicht wie diese Steine heißen)?
     
  6. Jessi75

    Jessi75

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    Ach so, noch eine Frage: Wen könnte ich außer dem Archi noch wegen einer Lösung fragen? Gibt es dafür nicht auch Leute, die sich auf sowas spezialisiert haben? Wie heißen die dann? Ich meine keinen Dachdecker, sondern schon jemanden, der das ordentlich planen kann was zu tun ist. Wie gesagt, die Lösung eines Dachdeckers, der es sich angesehen hatte, hieße Schweißbahn...
     
  7. #6 gunther1948, 13. April 2012
    gunther1948

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    hallo
    google mal nach drainagematten die gibts auch für befahrbare flächen.

    gruss aus de pfalz
     
  8. H.PF

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    Was spricht gegen Schweißbahn?

    Unten drunter Schweißbahn und oben drauf Gussasphalt. Funzt super für lange Zeit...
     
  9. #8 gunther1948, 13. April 2012
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    hallo
    bei der grösse willste mit dem asphaltkocher anrücken?

    gruss aus de pfalz
     
  10. H.PF

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    Hier rücken die mit Asphaltkochern für kleine Straßenschäden an... Besser gehts doch nicht zu flicken :)
     
  11. Jessi75

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    Wir haben uns wegen dem Teer noch nicht weiter erkundigt, ob das jemand bei der kleinen Fläche macht und wenn ja, was das kosten würde. Ein großes Bauunternehmen ist ein guter Kunde der Firma wo ich arbeite und ich habe dort mal angefragt. Die sagten, Grundsätzlich würden sie sowas machen, wenn es dann konkret wird, sollte ich mich noch mal melden und sie schicken dann jemanden raus zum ansehen. Die würden das dann machen, wenn sie irgendwo in der Nähe sind und dann da vorbei kommen können.
    Mein Problem ist mit dem Teer, dass ich mir noch nicht wirklich sicher bin, ob mir das gefällt. Ich kann mir nicht vorstellen, eine Einfahrt wie eine Straße zu haben... Einer in unserer Straße hat auch eine geteerte Zufahrt, so sind wir überhaupt erst drauf gekommen. Das sieht nicht schlecht aus, aber der Teer ist auch anders als der auf der Straße. Glatter, schwarzer und ebener. Habt ihr einen Richtwert, was es kosten würde soetwas zu teeren?
     
  12. Jessi75

    Jessi75

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    Ich war unsicher, denn die Idee mit der Schweißbahn kam von unserem Dachdecker und der Archi war nicht sonderlich begeistert.... Oder ich habe seine Reaktion falsch interpretiert. Jedenfalls kam es mir nicht so vor, als hielte er die Schweißbahn für eine gute Lösung. Er sprach immer von "Abdichtung" und hat uns aber noch nicht gesagt, womit. Darüber will er sich ja noch Gedanken machen.
     
  13. #12 Gast036816, 14. April 2012
    Gast036816

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  14. PeterB

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    Ich glaube hier gibt es ein Verständnisproblem:

    Schweißbahn ist eine Abdichtung! und zwar die hier wahrscheilich am besten geeignete.
    Vllt. hat der Archi ja eine Alternative im Kopf. Viele taugliche für diesen Zweck gibt es aber nicht. Und richtig ausgeführt darf auf der Schweißbahn auch Wasser stehen bleiben, deshalb nicht zwingend Gefälle erforderlich. Irgendwann , wenn es genug ist, läuft das seitlich an den Garagenwänden außen( auch da sollte eine Abdichtiund vorhanden sein)ab. In der fertigen Oberfläche sollte aus praktischen Gründen aber schon ein Gefälle sein.
     
  15. svjm

    svjm

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    Vielleicht wäre ja der erste Schritt zu klären, warum das Dach auf keinen Fall befahrbar ist. Und dann...

    svjm
     
  16. Jessi75

    Jessi75

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    Hallo,

    ich muss noch noch mal das alte Thema hervorkramen.

    Also, nachdem ihr mir den Tipp mit dem Umkehrdach gegeben habt, habe ich mit meinem Architekten darüber gesprochen. Er hat das wohl schon "zwei, drei" mal so machen lassen, sagte, das sei auch in Ordnung und würde bei uns auch funktionieren aber ich hatte das Gefühl, er ist davon nicht wirklich überzeugt... Er sagte, man könne auch nur die Abdichtung mit zwei Lagen Schweißbahn machen, dann Bautenschutzmatten drauf und dann Pflaster. Er würde aber nicht dafür garantieren, dass das auch hält. Ich bin ziemlich entteuscht muss ich sagen. Er war bei den anderen Dingen die er für uns gemacht hat eigentlich immer sehr engagiert aber von dieser "Dach-Geschichte" hat er entweder keine Ahnung oder keine Lust... Wen kann ich für dieses Thema noch ansprechen? Ich habe auch noch mal mit dem Statiker gesprochen, er hat mir noch mal bestätigt, dass die Betondecke auf jeden Fall so ausgelegt ist, dass sie mit einem PKW befahrbar ist. Ich habe auch mit verschiedenen Firmen wegen dem asphaltieren gesprochen. Leider habe ich niemanden gefunden, der das machen möchte da es eine zu kleine Fläche ist und es sich für die Firmen nicht lohnt bzw. sie mit dem großen Gerät da nicht hin kommen. Mir wurde immer direkt gesagt, dass sie für solche kleinen Flächen nicht raus kommen. Ich habe auch bei der Gemeinde nachgehört, die machen sowas auch nicht für Privatleute. Die flicken nur die eigenen Straßen... Tja, also habe ich mich noch mal intensiver mit dem Umkehrdach beschäftigt.

    Dabei ist mir das hier aufgefallen:

    Wie wahrscheinlich ist das? Das wird schließlich unser Eingangsbereich und da möchte ich halt nicht unbedingt dass es da immer müffelt...
    Auf der Homepage zum Umkehrdach habe ich gesehen, dass man diese Form auch für ein Flachdach ohne Gefälle, natürlich mit entsprechender Abdichtung, verwenden kann. Bei den Nachteilen ist aufgeführt, dass man für entsprechende Dachentwässerung sorgen soll. Ich kapiers noch nicht ganz. Wenn das Dach ganz flach ist, geht das Wasser doch nicht weg, oder? Was ist da mit Dachentwässerung gemeint.
     
  17. #16 Gast036816, 31. Juli 2012
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    google mal nach Heinrich Rojahn, Grevenbroich, der hat mehrere artikel zu diesem thema verfasst. die wirst du wahrscheinlich nict im netz direkt finden, dazu musst du dir das eine oder andere buch besorgen - Fraunhofer_Verlag.
     
  18. Jessi75

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    Danke für den Tipp. Na da bin ich mal gespannt. Hab mir das grad in unserer FH Bibliothek bestellt, kommt in einer Woche. Möchte es nur ausleihen denn 65,- für ein Buch auszugeben, das ich wahrscheinlich nicht verstehen werde, ist mir dann doch zu viel.
     
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  20. #18 Headhunter2, 1. August 2012
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    ...*nochmal nachbohr* war die Aussage des Architekten damals so zu verstehen dass keiner seiner Vorschläge eine Befahrbarkeit ermöglicht, oder meinte er mit der Aussage dass das Dach grundsätzlich nicht befahrbar ist, z.B. aus statischen Gründen? Wenn's nämlich überhaupt gar nie nicht befahrbar sein wird hast du ja ein wenig mehr Auswahl bei der Wahl der Abdichtung...
     
  21. Jessi75

    Jessi75

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    Nee, bei seinen Vorschlägen rät er uns nicht zum befahren. Theoretisch sei es zwar möglich aber er hält wohl nicht viel davon weil das alles nicht dauerhaft hält. Wie gesagt, ich hatte auch das Gefühl, er hatte jetzt da nicht wirklich Interesse daran, sich näher damit zu beschäftigen. Mir tut es im Nachhinein leid, dass wir nicht schon bei der Planung des Dachs darauf geachtet und vor allem darauf bestanden haben, alles bis zu Ende fertig zu stellen. Damals hieß es, "da kriegen wir schon was hin, machen wir dann, wenn es soweit ist". Die Pläne wurden ja schon 2009/2010 erstellt und da wir schon mitten im Bauen waren und die Garage ein Nachtrag war, musste alles schnell gehen. Und damit es schnell geht, hat der Architekt in seinen Plänen erst mal nur Kies auf's Dach geplant.
    Um mich da aber auch noch mal zu vergewissern, hatte ich auch noch mal mit dem Statiker telefoniert, er hat mir noch mal bestätigt, dass das Dach für die Last eines Autos ausgelegt ist weil wir das ja von Anfang an so wollten.
     
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