Befestigung Fußschwelle

Diskutiere Befestigung Fußschwelle im Dach Forum im Bereich Neubau; Hi, lt Statik ist als Auflager für meine Binder eine Fußschwelle 16/6 vorgesehen, die pro Binder mit jeweils 2 Ankern (FAZ II 12/80) in der...

  1. ilis

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    Hi,

    lt Statik ist als Auflager für meine Binder eine Fußschwelle 16/6 vorgesehen, die pro Binder mit jeweils 2 Ankern (FAZ II 12/80) in der Stahlbetondecke befestigt ist. So weit auch iO.
    Leider waren die Zimmerleute wohl etwas in Eile (dritter Mann hatte den Zug verpasst) und wenn ich das richtig sehe, wurden die Anker zwar eingeschlagen, aber die Mutter offensichtlich nicht angezogen. Einige Muttern lassen sich mit der Hand drehen, bei anderen merkt man aber mit nem Schraubenschlüssel, dass die nicht festgezogen wurden.
    Ich gehe mal davon aus, dass die üblicherweise angezogen werden müssen, oder?
    Lt. Fischer-Webseite mit einem Drehmoment von 60 NM - wäre das dann korrekt?
    Ich glaube zwar nicht, dass mein Dach irgendwann Richtung England davonfliegen würde, aber ich würd halt lieber auf Nummer sicher gehen. Der Bauleiter hat zwar dem Rohbauer (weil die zimmerleute von weiter weg kommen) gesagt, dass er die Dinger anziehen soll, aber der ist halt "nur" Maurer (was heißt, dass er von diesen Sachen ja auch nicht die Ahnung hat und nen Drehmomentschlüssel hätte er wohl eh' nicht)
     
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  3. #2 Jürgen Jung, 11. September 2007
    Jürgen Jung

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    mit dem "nur Maurer"

    wär ich vorsichtig :biggthumpup: .

    Wo die Zimmerleute auch wohnen kann doch egal sein, die sollen die Bolzen anziehen.

    Hier in Hannover sind vor nicht all zu langer Zeit 2 flach geneigte Dächer weggeflogen, zwar nicht Richtung England, aber immerhin.

    Also bestehe drauf, dass dies ordentlich gemacht wird und kontrolliere es. Vor dem Innenausbau und bevor die (hoffentlich noch trockenen) Schwelle verbaut wird.

    Den Drehmomentschlüssel halte ich für etwas übertrieben.


    Gruß aus Hannover
     
  4. JDB

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    Ein super Anker ist das!
    Aber was nutzt er, wer nicht zum Tragen kommen kann?!
    (Im wahrsten Sinne der Worte)

    Dann kannste auch Fischstäbchen nehmen....
     
  5. ilis

    ilis

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    "nur" Maurer: Ist bestimmt nicht abwertend. Heißt halt nur, dass nicht jeder in allem ein Experte ist ... oder sein kann/muss. Jedenfalls meinte der gleich, dass er sich nicht erinnern konnte, dass auf der letzten Baustelle des GÜ die Anker nach dem Einschlagen nochmal angezogen wurden.

    Ich frag ja nur ;)
    Anziehen kann ich auch selbst. "Nicht ganz so fest wie ne Radmutter beim Auto" würde ich vom Gefühl her sagen, oder?
    Was soll der Maurer das machen, der kann's auch nicht besser als ich. Der soll mal fleißig weiterklinkern. Wegen des Sch...wetters ist der sowieso schon in Verzug.

    Noch ne Frage zum Thema Dachstuhl:
    Lt Statik soll das Windrispenband am First per "Druckstollen" an den First angeschlossen werden.
    Ich vermute mal, das ist so ein kurzer "Balken" der "oben" gegen den Sparren genagelt wird und um den das Band (40/2) herumgezogen und festgenagelt wird (4/40er Ackernägel)?
    Steht aber nix in der Statik zum Anschluss an der Traufe. An drei Sparren haben sie's wie oben gemacht (viel hilft viel?), aber bei einem haben sie's offensichtlich "vergessen": der "Balken" ist nur mit einem Nagel am Sparren befestigt (in die anderen haben sie so rund 7-8 reingehauen) und das RB ist nicht nochmal extra darauf festgenagelt.
    In der Statik steht allerdings unter "Endverankerung" 14 Ankernägel je RB 40/2. Muss das RB dann also am unteren Punkt ebenfalls mit mehr Nägeln befestigt werden, oder reichen die je 3 Nägel/Sparren auf der gesamten Länge des Bandes?
     
  6. #5 Jürgen Jung, 11. September 2007
    Jürgen Jung

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    so z.B.

    macht man das Windrispenband am Fusspunkt fest

    Gruß aus Hannover
     
  7. ilis

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    thx
    Leider ist die Grafik etwas schwach auf der Brust, deswegen kann ich den Namen leider nicht lesen, aber offensichtlich wurde auf dem "kurzen Balken am Sparren" (?) das WRB nicht genagelt (eine Ecke, die anderen drei sind OK)

    BTW: WTF ist eine "Druckbohle"? Scheint tatsächlich eines der wenigen Worte zu sein, die selbst der allwissende Google nicht kennt ...
     
  8. ilis

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    So, hab die Muttern jetzt einmal reihum mit nem normalen 19er Ringschlüssel angezogen - mit Kraft aber ohne Gewalt. Die Zuganker an den Standbohlen waren natürlich auch nicht angezogen.
     
  9. #8 Ralf Dühlmeyer, 11. September 2007
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    Du weißt schon...

    daß Dein GÜ und dessen Zimmermännlein jetzt gerade einen Freudentanz :bounce: :bounce: aufführen, weil Sie ggf. aus der Haftung sind?
    MfG
     
  10. #9 Meister_Hans, 11. September 2007
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    Das ist in dem Link von Jürgen Jung mit "Beiholz" bezeichnet, soweit ich das entziffern konnte...

    Das Beiholz ist ja eigentlich nur erforderlich, weil die 14 Nägel nicht genug Platz auf dem Sparren finden um dort eingeschlagen zu werden...
     
  11. ilis

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    Der GÜ hat dem Maurer den Auftrag gegeben. Es bleibt dem überlassen meine Arbeit zu kontrollieren. Und dem BL des GÜ die Arbeit des Maurers zu prüfen. Spricht ja nix dagegen, dass der BL mal nen Schraubenschlüssel in die Hand nimmt (bislang wurde nämlich nur mit Zollstock und Laser-Entfernungsmesser gearbeitet) und auch mal Schraubverbindungen auf korrekte Ausführung überprüft. Werd ich beim nächsten Besuch mal anregen.
     
  12. ilis

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    Thx. Scheint korrekt zu sein.
    Also müssen die Dachdecker wohl dran glauben müssen und da nochmal ein paar Latten runternehmen, damit man die fehlenden Nägel einschlagen kann. Schließlich hat's der Statiker so ausgerechnet, dann sollte es ja wohl auch so gemacht werden.
     
  13. Jürgen Jung

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    sorry

    hab die pdf-Datei nicht besser hinbekommen. Ist halt ein altes Detail, was ich schon jahrelang nutze :-)

    Aber ihr habts richtig gedeutet.

    Gruß aus Hannover
     
  14. R.J.

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  15. Jürgen Jung

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    na passt scho, oder etwa nicht, bin ja gern bereit zu lernen :bounce::bounce::bounce:
     
  16. Meister_Hans

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    Ist schon okay. Wir wissen doch, um was es geht...[​IMG]
     
  17. PeMu

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    Nöö

    Das Beiholz stützt den Sparren, da dieser zu wenig Torsionswiderstand (Verdrehen) aufweist und nur ein wenig nachgibt und schon trägt das Windrispenband nix mehr.
    Also die Kraft vom Windrispenband kommt oben am Sparren an und muss runter in die Pfette.
    Da gehören dann noch Winkel Typ 105 rein.
    Siehe z.B. aktuelles BMF Musterdetail.
     
  18. ilis

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    "Zur Aufnahme der Rispenbandkraft wird eine 'Standbohle' zwischen die Studiofeldbinder von OK Schwelle bis OK Sparren (Obergurt) eingebaut"

    Das wurde auch so gemacht. Standbohle dann mit 4 105er Winkeln mit Rippe an der Fußschwelle und zusätzlich noch mit nen Zuganker im Beton.

    Wurde halt nur vergessen die Mutter des Schwerlastdübels anzuziehen der eigentlich den Zuganker halten soll ;)
     
  19. PeMu

    PeMu

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    @illis: jau

    @all: Mein Beitrag bezog sich auf den Kommentar von Meister Hans, wozu dieses Beiholz (Standbohle oder was auch immer) in erster Linie da hin muss.
     
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  21. Meister_Hans

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    Japp. Aber:

    1. Ist das Beiholz zur Verbreiterung der Nagelfläche da um die statisch berechnete und somit erforderliche Anzahl Nägel für diesen Anschluß einschlagen zu können und in der PDF-Datei von Jürgen Jung auch mit "Beiholz" bezeichnet...

    2. Ist das Holz mit der von Dir beschriebenen Funktion in der Zeichnung als "Füllholz" benannt, ilis Beschreibung zufolge ist es in der Statik mit "Standbohle" bezeichnet...

    Denn was hilft mir die beste Ausführung mit Standbohle wenn die paar Nägel die ich in den Sparren reinbekomme bei Belastung den Geist aufgeben...
     
  22. Meister_Hans

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    Anmerkung:

    Net Äpfelchen mit Birnchen vergleichen. Drum hat ja jedes Teil seinen Namen...:deal
     
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