Bekomme ich eine Baufinanzierung?

Diskutiere Bekomme ich eine Baufinanzierung? im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo, wir haben von meinen Eltern einen Teil ihres Grundstücks geschenkt bekommen. Hier haben wir nun eine Bauvoranfrage gestellt und diese...

  1. Yvadam88

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    Hallo,

    wir haben von meinen Eltern einen Teil ihres Grundstücks geschenkt bekommen.
    Hier haben wir nun eine Bauvoranfrage gestellt und diese auch positiv zurück erhalten.
    Das Grundstück ist 880 m2 groß und hat (durch die genehmigte Bauvoranfrage) einen Wert von 240.000 EUR. Vorher war das nämlich nur Gartenland. Wir bringen Eigenkapital von 75.000 EUR mit ins Spiel. Nun ist die Frage, bekommen wir eine Baufinanzierung? Bei einem Nettogehalt von 2170 EUR + 184 EUR Kindergeld von meinem Sohn + das von meiner Frau im November endende Elterngeld von 444 EUR?
    Da sie ihren Job wechseln wollte, hat sie mit ihrem Arbeitgeber einen Aufhebungsvertrag ausgemacht und unterschrieben. ( Arbeitsverhältnis endet zum 31.12.2015) Sie bewirbt sich zwar nun weiter, kann aber erst eine Stelle ab September 2015 mit vorgezogener Kündigung beim jetzigen noch Arbeitgeber antreten. Da sie danach vorerst Teilzeit einsteigen möchte, versuchen wir erstmal nur mit meinem Gehalt zu rechnen. Ist das realisierbar? Wir haben uns eine Finanzierungssumme von 300.000 vorgestellt.

    LG
     
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  3. #2 Norderstedter, 18. Juni 2015
    Norderstedter

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    Irgendeine Bank wirst Du dafür vermutlich finden können. bei 1,5% Zinssatz (wenn Du keine besonders lange Zinsbindung wählst) und 1,5% Tilung (ich vermute dass Du noch recht jung bist), passt das gerade so eben zu der Faustformel "1/3 des Nettoeinkommens". Und mit 50% EK (inkl. des Landes) gehst Du da ja auch ran.
    Aber viel wichtiger: Kannst und willst Du so viel finanzieren?
    Solltest rstmal das verfügbare Einkommen pro Monat realistisch berechnen. Dann bestimmen, wann Du mit dem Kredit durch sein willst und wie viel Zinsbindungsfrist Deinem Sicherheitsbedürfnis entspricht. Darauf kannst Du dann die Finanzierungssumme bestimmen. Nicht andersrum.
    Und eine höhere Tilgung wäre sicherlich auch nicht schlecht, wenn man nach der Zinsbindungsfrist nicht ggf eine böse Überraschung erleben will.
     
  4. th_viper

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    1,5 % Tilgung 1,5 % Zinsen macht ne Laufzeit von 45 Jahren +
    Ca. 4,5 % Zins und Tilgung macht knapp 30 Jahre und 1100 € Belastung.

    Was für ein Einkommen wird sich langfristig bei deiner Frau einstellen?
     
  5. R.B.

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    Nein, das Vorhaben ist so nicht realisierbar. Das ist zu knapp, auch wenn die Zinsen derzeit am Boden liegen.

    So lange nicht geklärt ist wie hoch das Nettoeinkommen im kommenden Jahr sein wird, würde ich das Thema hinten anstellen. Mit 2.170,- € Netto, 3 personen, das wird nichts.

    Mal ganz grob geschätzt liegt die Belastung für die 300T€ bei min. 1.000,- €/Monat, und da läuft der Kredit eine halbe Ewigkeit, und selbst da bleibt nicht mehr genug für die Lebenshaltung übrig.

    Wichtig ist das langfristige Einkommen, und dann würde ich auch überlegen, ob das Haus nicht etwas kleiner werden darf. Wird vielleicht schwierig, aber wenn die Belastung Dir und Deiner Familie den Hals zuschnürt dann ist auch niemandem geholfen.
     
  6. #5 toxicmolotow, 18. Juni 2015
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    Da der TE in NRW wohnt, lohnt sich ein Blick auf die Fördermittel des Landes NRW. Dort bekommt ihr einen nicht kleinen Anteil (knapp unter 100TEUR) für etwa 1% Zinsen bei 2% Tilgung. Aber dafür darf das Bauvorhaben nicht zu luxoriös ausfallen, da man sonst schnell an den Kostenobergrenzen kratzt. Bei 375TEUR abzgl. BNK dürfte das so langsam der Fall sein.

    Wie wurde der Grundstückswert ermittelt? Ich möchte vorsichtig in den Raum werfen, dass u.U. nicht das komplette Grundstück mit dem Bodenrichtwert zu bewerten ist.

    Sicherheitentechnisch überhaupt kein Problem. Die Tragbarkeit wird aber eng. Da müsst ihr für Euch knallhart selber rechnen.
     
  7. Nana55

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    Nein, würde ich sagen! Ich weiß nicht, wie viel du zum Leben brauchst, aber der Betrag von rund 2500 Euro ist ungefähr das, was wir (eine vierköpfige Familie) zum Leben (Essen, Benzin etc.), für Versicherungen, Telefon, Hausnebenkosten (Strom, Gas, Wasser etc.) ausgeben, wenn wir sparsam sind und nichts Unerwartetes kommt... ;)
     
  8. #7 toxicmolotow, 18. Juni 2015
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    Dann habt ihr aber höhere Lebenshaltungskosten als der Durchschnitt. Wir finanzieren mit 2500 Euro ein Haus (bei 3 Köpfen).
     
  9. #8 Norderstedter, 18. Juni 2015
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    wenn die Finanzierung 1000 im Monat kostet, und dann 1500 im Monat für alles andere bleiben... also, ich glaube es leben verdammt viele Familien in Deutschland ganz passabel mit 1500 im Monat...

    Trotzdem: Es kann immer mal was schiefgehen beim Bau und man soll ja auch nicht sein ganzes Leben nur auf das abbezahlen eines Hauses ausrichten. Ich bleibe bei meinem post oben.
     
  10. Nana55

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    Respekt, wie macht ihr das? Wie hoch ist die monatliche Belastung?

    Wenn ich mir so überlege, was wir alles so an Fixkosten haben:
    Versicherungen: Haftpflicht, BU, Rechtschutz, 2mal Auto Vollkasko + Steuer, Hausrat, Wohngebäude, Altersvorsorge etc.
    Telefon, 2 Handys
    Kinderbetreuung: Kiga und Hausaufgabenbetreuung + Mittagessen
    Nebenkosten Haus (Heizung, Strom, Wasser und Abwasser, Abfall etc.)
    Essen, Kleidung, Schulbedarf (Material, Schulfahrten etc.), Benzin usw.

    Da sind fix mal sehr schnell 2500 Euro weg und die Wünsche der "Kleinen" werden nicht kleiner mit dem Größerwerden! :/
     
  11. #10 toxicmolotow, 18. Juni 2015
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    Es ist immer die Frage was man braucht oder auch nicht.

    Keine Rechtschutz, nur 1 Auto (8 Jahre, HP/TK) 6TKM im Jahr, kein Telefon, 2 Handys cash bezahlt, elterliche Kinderbetreuung (U3), gekocht wird zuhause, Butteebrote für die Arbeit, etc...

    Die Fixkosten fürs Haus samt aller damit verbundenen Kosten wie Steuer, Versicherung, Müll, Strom etc. sind 1100 Euro, 300 Euro sind Versicherungen und der Rest ist Lebenshaltung inkl. 2 Wochen Urlaub. Das geht also.
     
  12. OlliL

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    Es ist ja gut wenn man das "irgendwie" alles hinbekommt. Und was ist mit Rücklagen wenn mal was kaputt geht? Wenn man ne neue Heizung braucht (soll ja noch günstig sein...) oder ein neues Dach? Man kann eben mal nicht eben den Vermieter anrufen sondern muss irgendwie auf einmal selber das Geld parat haben.... wenn also nix zum "ansparen" für das neue Auto, die Hausrep. usw. übrig bleibt dann.... neuer Kredit? Was wenn einem was passiert und man mal eine gewisse zeit nicht arbeiten kann? Selbst wenn man eine BU hat, hat man die in der Regel ja nicht in der Höhe des aktuellen Nettoeinkommens zumal man wenn man berufsunfähig ist, in der Regel auch eher ein Pflegefall ist und dann ganz andere Kosten vor sich hat usw usw.... also ich könnte mit "geht gerade so" nicht in Ruhe schlafen. Dafür kann in der Laufzeit einfach zu viel passieren. Und dann eine Laufzeit von 30+ Jahre? Was wenn nach der Zinsbindung die Zinsen bei 5% sind?
     
  13. #12 toxicmolotow, 19. Juni 2015
    toxicmolotow

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    Ach Leute, alles ist eine Momentaufnahme. Und vorher hat es mit der Mietwohnung (ähnlich teuer) auch geklappt.

    Unser Auto ist bezahlt, unser nächstes Auto wird auch wieder bezahlt werden, Instandhaltungsrücklagen gibt es auch, ob eine BU immer sein muss oder nicht, muss jeder selbst entscheiden. Wenn man sich gegen jedes Risiko absichern will, dann braucht man nicht mehr über irgendwas nachdenken, weil dann vorher schon kein Geld mehr da ist.

    Laufzeiten von 30-40 Jahren waren auch bei 10% Zins schön.

    Und wenn jemand Pflegefall wird, dann ist das Haus noch das kleinste Problem.

    Und auch wenn meine Zinsglaskugel gerade in der Reparatur ist, 5% Zinsen... ja, vielleicht in Russland. Aber in Deutschland alias EU werden wir die so schnell nicht mehr sehen. Aber das ist nur meine Meinung ohne Empfehlungscharakter.

    Aber das Risikodenken ist typisch deutsch. In anderen Staaten (die nicht schlechter dastehen) läuft das anders.
     
  14. th_viper

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    Die Finanzierung mit einem Einkommen stemmen zu wollen, schränkt deutlich ein. Da würde ich als erstes versuchen die Baukosten zu reduzieren und kleiner bauen. Bei 375 T sollte man noch abspecken können.
     
  15. Nana55

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    Und die Rate für`s Haus ist davon auch bezahlt?

    Wie alt ist dein Kind? Die großelterliche Betreuung kann auch ganz schnell mal wegbrechen (Krankheit, Alter, Tod). Und zumindest eine vormittagliche Betreuung im Kindergarten, die auch schnell mal 3stellig kostet, ist sozial sinnvoll für's Kind. Was ist mit "Selberkochen", wenn das Kind später am Gymi drei Nachmittage Unterricht hat? Oder später sogar studieren möchte? Da ist man schnell mal bei einem Kind im Studium im vierstelligen Zusatzkostenbereich. Oder Hobbys? Musikunterricht zum Beispiel -> 100 Euro pro Monat + Anschaffungskosten für's Instrument. Natürlich kann man auch mit einem Auto leben, aber klappt das auch noch, wenn die Kinder größer sind und mal von Taxi Mama wo hingebracht werden wollen? ...
    Freilich kann ich mich auch schlechter versichern, aber auch das kann - im Erstfall - sehr teuer werden. U.s.w.. Ich könnte keinem guten Gewissens zu einer solchen Finazierung raten!
     
  16. #15 toxicmolotow, 19. Juni 2015
    toxicmolotow

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    Wie immer du meinst, hier werden Szenarien generiert, die zwar durchaus eintreten können, aber dennoch nicht normal sind. Mit elterlicher Betreuung war meine Frau gemeint, nicht die Großeltern. Aber ja, davon hätten wir auch noch 4 Stück. Dass alle wegsterben ist dann doch sehr kreativ.

    Hier kostet der Kindergarten erst dann 3stellig, wenn ich doppelt so viel verdiene und ich 45 Stunden brauche. Weder das eine, noch das andere ist der Fall. Und was für ein Kind gut ist oder nicht, darf immer noch jeder für sich entscheiden. Alternativen zu Kindergärten sind auch Krabbelgruppen und ein gesundes soziales Umfeld der Eltern, wo es auch Kinder gibt. Den zwingenden Bedarf eines Kindergartens sehe ich einfach nicht.

    Alle Schulformen sind binnen 10 Minuten erreichbar. Kein Argument gegen zuhause das (bessere) Essen zu essen (vgl. RTL, haha). Umd auch daran würde es sicherlich nicjt scheitern. Ich esse aucj regelmäßig in unserer Kantine. Übers Studium reden wir in 15 Jahren nochmal, keine Ahnung wie hoch mein Einkommen dann ist und welche Kosten ein Studium dann mit sich bringt. Aber wir bilden auch dafür Rücklagen, ebenso wie für einen Führerschein, falls der gleich noch um die Ecke kommt. Außerdem soll es sowas wie Bafög und 450 Euro-Jobs für Studenten geben. Auch das traue ich meinem Sohn in 15 Jahren durchaus zu. Ach Gott, Musikinstrumente und Sportvereine... noch nen Wunsch? Musikunterricht kostet hier etwa 30-60 Euro jecnach Instrument. Und Instrumente, ja haben wir etwa 20 Stück im Keller der Großeltern liegen. Von 500 bis 5000 Euro ist da alles an Blechbläsern dabei, was das Herz begehrt. Von Trompete, über Posaune bis zur Tuba, und alles was es so dazwischen gibt wie Horn und co.

    Und auch mit einem Auto wird es dauerhaft funktionieren, denn das steht auch jetzt täglich in der Garage. Zur Arbeit nehme ich das Rad oder den ÖPNV. Geht genau so schnell uns man muss keinen Parkplatz suchen/bezahlen. Also Taxi Mama jederzeit einsatzbereit. Und bevor jetzt auch noch eine Versetzung ins spiel kommt... nein, die gibts nicht bzw. kann nur besser werden. Ach ja, mein Kind wird Fahrradfahren lernen und ist dann dementsprechend selber mobil. Hat bei mir auch funktioniert. Ich weiß nicht, wofür Taxi Mama im Regelfall (<=15km) notwendig ist.

    Nochmal, und im Ernstfall ist das Haus das kleinste Problem.

    Also wie du siehst, es gibt für viele angeblich alternativlose Handlungsweisen doch recht viele Alternativen und nicht jeder Mensch ist gleich.

    PS: Die monatliche Rate war natürlich auch schon drin und nein, keine 1% Tilgung, sondern 2 oder mehr, je nach Baustein. Einzig die Fördermittel des Landes haben nur 1%, aber da ging mehr zu dem Zeitpunkt seitens des Darlehensgebers nicht. Ich hätte auch da 2% genommen.
     
  17. R.B.

    R.B.

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    Ich bleibe dabei, so lange nicht geklärt ist wie hoch das Einkommen im kommenden Jahr sein wird, muss man sich keine Gedanken machen. Ein Einkommen von 2.170,- € + Kindergeld ist bei 3 Personen und einer Kreditsumme von 300T€ schlichtweg zu gering. Es wäre unsinnig die Tilgung quasi auf alle Ewigkeit auszusetzen nur damit man ein Haus finanzieren kann, denn dann zahlt man jeden Monat nur noch Zinsen und kommt niemals von seinen Schulden runter.
    Auch der Ansatz mit den 240T€ für das Grundstück spielt hier keine Rolle, denn es hängt nicht an den Sicherheiten sondern am Kapitaldienst. Wer weiß ob der Wert überhaupt realisierbar wäre. Ist das Grundstück überhaupt schon abgetrennt oder ist es immer noch "Garten der Eltern"? Was kommen da noch an Kosten auf Euch zu?

    Also, klären wie das Einkommen im nächsten Jahr aussehen wird, dann kann man rechnen. Dann kann man auch schauen wie sich das Einkommen entwickeln wird, was passiert wenn noch ein Kind angesagt sein sollte, ob man das Haus eine Nummer kleiner baut, usw.
     
  18. menno19

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    @ toxicmolotow

    ich stimme dir mehr als 100% zu. man könnte denken du kommst nicht aus Deutschland. So ein Denken finde ich öfter bei den Freunden/Nachbarn/Kollegen aus PL wieder.
    Und das komische dabei ist das es immer klappt. Ich bin so aufgewachsen wie du beschrieben hast und trotz der geringen Gehälter meiner Eltern (Krankheitsbedingt hat über 15 Jahre nur ein Elternteil gearbeitet) hat es für 2 Barbezahlte Eigentumswohnungen (80qm + 70qm) gereicht.
     
  19. OlliL

    OlliL

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    Klar - kann alles gehen - gibt aber auch genug Beispiele wo es eben nicht ging. Muss halt jeder selber für sich entscheiden. Auch zu welchen Einschränkungen man bereit ist nur "um ein Haus zu haben".

    Wir haben einfach ein paar Jahre vorher gespart und konnten so knapp 40% EK aufbringen. Wir sind unseren Kredit nun in 15 Jahren los sofern alles gut läuft bei 900EUR Rate und 430 EUR freiwilliger "Rücklage" für SoTi und Restschuld jeden Monat. Das ist für mich wesentlich beruhigender zu schlafen. Aber... jeder Mensch hat da halt eine andere Einstellung zu - darf er ja auch.
     
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  21. ultra79

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    Der TE hat 75k EUR Eigenkapital - das finde ich in Anbetracht des Einkommens sehr beachtlich. Wenn das aus dem Einkommen angespart wurde dann spricht das für einen sehr sparsamen Lebensstil. Das hat dann antürlich auch Einfluss auf die Frage "geht das?"
     
  22. R.B.

    R.B.

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    Es kann ja nicht der Sinn des Lebens sein, dass man über Jahre oder gar Jahrzehnte am Existenzminimum hängt, nur damit man sich ein (auch noch zu großes?) Haus leisten kann. An so einem "Plan" ist schon so manche Familie zerbrochen, auch früher schon (weil unsere Eltern angesprochen wurden), und dabei war diese Generation noch ganz anders drauf und leidensfähiger als die heutige Generation.

    Dabei ist die Situation für den TE doch ganz komfortabel, er muss halt nur seine Zahlen in Ordnung bringen. So wie er es geplant hat geht es auf jeden Fall nicht, da sollte man nichts schönreden. Klar, wird die Bank mitspielen, auch bei erhöhtem Ausfallrisiko, denn in der Finanzierung steckt genügend Puffer (EK) dass die Bank mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ohne Verluste aus der Sache raus kommt. Was mit dem Kreditnehmer passiert ist, zumindest der Bank, egal.

    Deswegen bleibt mein Rat, Fakten hinsichtlich Einkommen schaffen, insbesondere was das Einkommen in den nächsten Jahren betrifft. Dann überlegen, ob es tatsächlich ein Haus für über 370T€ werden muss, oder ob man nicht besser eine Nummer kleiner baut. Schrauben wir mal die Kosten für das Haus auf 300T€ runter, dann bleiben 225T€ zu finanzieren. Das bedeutet später eine monatliche Belastung von 800,- € bis 900,- €, je nach Konditionen die man bekommt. Da kann man für den Notfall auch mal mit 1 Einkommen die Sache finanzieren und nebenbei noch die Lebenshaltung sicherstellen, und wenn die Frau dann durch Teilzeit noch einen Teil dazu beiträgt, dann kann man als Familie auch komfortabel davon leben und das Haus unterhalten. Sollte die Frau mal zuhause bleiben müssen, oder ein weiteres Kind angesagt sein, Elterngeld, egal was passiert, die Finanzierung ist gesichert und die Lebenshaltung auch. Selbst wenn das Haupteinkommen mal aufgrund Arbeitslosigkeit zeitweise reduziert wäre, kann die Familie das überstehen.

    Man sollte nicht vergessen, dass eine Immobilienfinanzierung eine langfristige Angelegenheit ist. Da kann viel passieren was man heute noch nicht absehen kann. Es empfiehlt sich daher wenn man eine Finanzierung nicht auf Kante näht sondern etwas Reserve lässt. Nicht jeder ist zum Pokern geboren.
     
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