berechnungsfragen zur enev bei wohngebäuden

Diskutiere berechnungsfragen zur enev bei wohngebäuden im EnEV 2002 / 2004 / 2007 / 2009 Forum im Bereich Bauphysik; ich rechne als bauzeichnerin regelmäßig enev-nachweise mit dem program "ziegel 6.0286" von wienerberger. ich habe mir die grundlegenden dinge in...

  1. Shiva

    Shiva

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    ich rechne als bauzeichnerin regelmäßig enev-nachweise mit dem program "ziegel 6.0286" von wienerberger.
    ich habe mir die grundlegenden dinge in sachen wärmelehre und auch die programm-bedienung in alleiniger eigeninititive selbst angelesen und angeeignet.

    zu meinem hauptaufgabengebiet gehört es u.a. halt diese ausweise in den pc einzugeben, die mein chef dann unterschreibt.

    nun ist mein chef mit folgenden fragen an mich rangetreten, die ich ihm leider nicht beantworten kann, weil doch hier und da nur halbwissen vorhanden ist, und ich nicht weiß, wen ich fragen kann:

    1.) kann man bei einer sohle oder kelleraußenwand bei der u-wert-berechnung das erdreich mit ansetzen? ich habe darüber nichts finden können, jedoch meinte mein chef, darüber was gelesen zu haben, daß das ginge.
    2.) es gibt programme, wo man individuelle kenndaten von heizungsanlagen eingeben kann. das wiederberger gibt das nicht her. habe nun angefangen, mich in das rowa-soft-programm einzufummeln. da wird was von erzeugeraufwandszahlen bzw. hilfwärmebedarf individuell abgefragt. der heizungbauer und auch der hersteller haben aber noch nie von einer erzeugeraufwandszahl gehört, so daß ich auf dieser schiene nicht weiter komme. mir wurden nun gemittelte werte aus der din gegeben. die sollen es aber definitiv nciht sein. zuletzt gibt es noch das eva-bauphysik-assistentin-programm, wo man mehr oder minder die komplette anlage eingeben kann (muss ich mich auch noch reinfriemeln).
    hat hier jemand erfahrung, um welche werte es sich hier genau dreht, die individuell abgefragt werden?
    3.) mein chef fragt, WARUM eine BWTmit fußbodenheizung energetisch geringfügig schlechter ist, als mit heizkörpern. auch diese frage konnte ich ihm nciht beantworten.
    4.) beim rechnen mit den beiden programmen rowa-soft und wienerberger ist mir aufgefallen, daß es auffällige abweichungen gibt beim ergebnis primärenergiebedarf, transmissionswärmeverlust oder heizwärmebedarf. auch diese abweichungen konnte ich meinem chef nicht erklären.
    bei einem typenhaus unserer firma bekomme ich mit wienerberger bei zusätzlicher dämmung ein kfw-40-haus hingerechnet, wohingegen ich mitrowa-soft gewaltig dämmung nachstopfen muss, bis es passt.
    die unterschiede klaffen vor allem da, wo ich mit kontrollierter be- und entlüftung arbeite und mit wärmepumpen. der primärenergiebedarf unterscheidet sich z.b. von 39,65 kWh/m²a bis hin zu 47,21 kWh/m²a. der transmissionswärmeverlust unterscheidet sich ebenfalls von 0,170 bis 0,197 W/m²K.
    Wie zuverlässig sind da die programme? ich mutmaße hier die unterschiede bei einem pc-internen mulitplikationsfaktor...?
    5.) hat jemand erfahrung oder eine hilfreiche quelle, wie man wärmeleitzahlen lambda von historischen baustoffen bekommt? bei bestandsaufnahmen und berechnungen ist mir bisher fast nur gezieltes raten möglcih, wenn es keine unterlagen zum haus gibt. wo bekommt man technische daten von alten backsteinen, lehmziegeln aus den 50-ern, sand-steine aus den 30-ern oder die wlz für sürofa-stroh-putzträger her? googeln ist teilweise echt schwierig.
    und wie z.b. setzt man holzfenster, 2-fachverglasung, ohne dichtung aus den 80-er jahren an? bisher hab ich immer isolierverglasung in holzrahmen mit einem uw-wert von 2,7 W/m²K angenommen. was nun, wenn keine dichtungen im flügelrahmen sind? was setze ich an, wenn der rahmen offensichtlich undicht ist und es zieht?
    woher bekomme ich werte über alu-fenster mit isoverglasung aus den 70-ern, wenn ich beim fensterhersteller und lieferanten schon scheitere? hat hier jemand zahlen für mich?
    6.) gehört vielleicht in die wärmebrücken-kathegorie, möchte wegen der einen frage aber kein neues thema anfangen: wenn man bei detailieren wärmebrücken die lfdm. geschossdecken aufaddiert, hab ich gelsesn, darf man bereits in stürzen und rollladen berücksichtigte längen von den geschossdecken-auflagern wieder abziehen (d.h. damit sturzbereiche nicht doppelt in die berechnung eingehen). ich hab aber keine info darüber gefunden, ob selbiges auch für sohlenumfang und terrassentüren gilt. wenn ich terrassentüren nachweise, darf ich beim sohlenumfang die nachgewiesenen terrassentüren wieder abziehen?
    7.) es kommt demnächst auf mich zu, daß ich einen nachweis für ein gemischt genutztes gebäude erstellen muss: ein doppelhaus, linke hälfte oben bewohnt, unten gewerblich genutzt für die ländliche erwachsenenbildung (leb). rechte hälfte wohnungen mit 7 wohneinheiten. es gibt nur eine heizung für alles. der nachweis soll aber nur für die eigentumswohnung über der leb sein.
    wie setze ich bei sowas die heizung an? was mache ich mit rse-faktoren bei der trenndecke zur leb? wie muss ich da überhaupt vorgehen? die ganze heizung für nur diese eine wohnung ansezten würde das ergebnis ja auch verfälschen...


    das soll erst mal reichen.
    ich hoffe, daß mir hier die iene frage oder andere beantwortet werden kann, denn immer etwas rechnen, wovon ich nie weiß, wieviel davon wirklcih richtig ist, und trotzdem soll eine prüfbare zuverlässigkeit gewährleistet sein, das ist doch sehr anstrengend...


    danke im voraus,
    shiva
     
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  3. #2 VolkerKugel (†), 4. Dezember 2008
    VolkerKugel (†)

    VolkerKugel (†)

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    Hallo Shiva ...

    ... und herzlichen Glückwunsch, Du hast eben den Rahmen dieses Forums gesprengt :biggthumpup: .

    Hier hilft (Dir) nur Eins:
    Geh´ zu Deinem Chef, sag´ ihm er soll Dir ein "anständiges" Programm kaufen und Dich ein paar Tage zur Fortbildung schicken.

    Hier wird das nix - sach ich mal :konfusius .
     
  4. kaschube

    kaschube

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    Ganz schön viel....

    was Du da wissen willst.

    1. Das ist in der DIN Iso 13370 Wärmeübertragung über das Erdreich geregelt.
    2. Kein Reinfriemeln lieber ein gutes Programm incl. guter Schulung
    3. Es könnte sein, dass es an der Mischersteuerung liegt. Normalerweise ist es eher andersrum, die BWT in Verbindung mit den Heizkörpern wäre eher schlechter da eine höher Vorlauftemperatur 60°C für den Heizköper notwendig ist um den Wärmeanforderungen zu entsprechen.Bei Fußbodenheizungen sind eher niedrige Vorlauftempeaturen ca. 40°C sinnvoll.
    4.keinen Kommentar. Sind nur Programme.
    5. Historisch Daten für Holzdecken z.B. bei Fachdienst Bauen. Z.B. Decken mit Lehmwickel.
    Fenster ohne Dichtungen.Da ist der Luftwechsel anstelle 07 h-1 mit 1,0 h-1 bzw. höherer Lüftungswärmeverlust zu ermitteln.
    Daten für Fenster und Rahmen : Wendehorst oder Schneider das steht was über Verglasungsart und Rahmenmaterialgruppe.
    6. Da brauche ich auch noch infos
    7.Heizung ep - faktor 1,3 für Fernwärme?Rsi und Rse unter der Berücksichtigung DIN 4108-4 bzw.DIN EN ISO 6946 Wohnungstrennwände Decken zwischen fremdem Arbeiträumen wird der selbe übergangswiederstand angenommen o,13 m²*k/W
     
  5. PeMu

    PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Versuchen wir doch auch in so einem Beitrag ein gewisses Niveau zu halten.

    Zieh deine Antwort zurück und geht auf Schulungen und vertieft euch in Materie.

    Man erspare uns einen weiteren Kommentar zur Antwort.
     
  6. Jonny

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    :respekt

    Volker rules!

    Auf eine Soft festlegen! geringfügige Unterschiede von Soft zu Soft können schon vorkommen. :D
    Und Fortbildung machen! :konfusius

    Grüsse
    Jonny
     
  7. kaschube

    kaschube

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    Na dann...

    hätt ich gern gewusst wo es an Materie feht.
    Ich bin ja bereit Fehler einzugestehen.

    :shades
     
  8. PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    nur eins.

    Allein 4: ist fast immer ein Bedienerproblem, weil man nicht weiss wo man was eingeben muss. Die Programm-Vorgaben sind mal so oder so. Die sind aber nicht fix für blindes Tun.

    Noch eins: Kennt ihr die Auslegungsstaffeln?
    (Keine öffentliche Antwort erwartet.)
     
  9. Shiva

    Shiva

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    DANKE erst mal die antworten.
    um noch mal auf frage 4 zurückzukommen:
    zwischen den zeilen zielte die frage darauf ab, ob es angehen kann, daß es bei unterschiedlichen programmen abweichungen in den ergebnissen gibt und wenn ja, wo man einen anhalt findet, was nun "am richtigsten" ist.
    bedienerproblem hab ich am anfang ja auch gedacht.
     
  10. kaschube

    kaschube

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    bedanken würd ich mich nicht...

    Um im Vollzug eine möglichst einheitliche Anwendung der Energieeinsparverordnung zu ermöglichen, hat die Fachkommission "Bautechnik" der Bauministerkonferenz beschlossen, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die die in den Ländern eingehenden Anfragen von allgemeinem Interesse beantworten soll.

    Und dann gibt es noch...
    Es gehört in der Vergangenheit sicherlich für den Nachweisführenden zu den geschätzten Vorteilen, in den Wärmeschutzverordnungen gleichfalls Nachweisverfahren,Anforderungen und zu beachtende Randbedingungen vorzufinden.
    Mit der Verfeinerung der Rechenverfahren für die Ermittlung des Heizwärmebedarfs von Gebäuden und der Einbeziehung der Anlagetechnik in die energetische Bewertung scheint dies nicht mehr möglich zu sein. Die EnEV verzichtet im Wesentlichen auf technische Details und verweist stattdessen auf die zu beachtenden Normen und Randbedingungen .....

    Das nächste mal schauen wir doch lieber gleich in die :deal Auslegungsstaffel, dann ersparen wir uns und anderen Aufregung. :mauer
     
  11. Shiva

    Shiva

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    letztlich ist doch trotzdem viel theorie dabei. bei der wärmrsch.vero.95 hat sich die dämmstoffindustrie durchgesetzt, jetzt ist es mehr die technik, und wärmepumpen sind ganz toll. sie werden mit strom betrieben und der meiste strom, den man dafür braucht, ist nicht regenerativ, sondern u.a. kohlekraftwerksursprung, wovon ja nun wieder mal ein neues in der politik bewilligt wurde (war ja nicht mehr zu kippen, da teilgenehmigungen bereits teilweise vorlagen).

    und selbst wenn man öko-strom bezieht, heißt es noch lange nicht, daß der strom so öko ist, wie man als vebraucher denkt.

    man kann energieausweise so hinrechnen daß er mit wenig dämmung in der wand und viel im dach passt, oder wenig dämmung und hervoragende anlage (letztens musste ich einen nachweis (fremdauftrag und vorgaben) ausdrucken, dessen zusammenstellung fast mein programm zum absturz gebracht hätte: 4cm dämmung in der wand, 20cm im dach, 5cm in der sohle und eine wärmepumpe!).

    passte so gerade, aber ... naja, ich äußere mich nun nicht weiter, was ich davon gehalten hab. sollte aber auch nciht geändert werden -bei geschrei so lassen!


    jedes jahr müssen neue lehrgänge genommen werden, weil wieder irgendwas geändert wird.
    näcstes jahr gibt es z.b. wohl keine a/ve-verhältnisse mehr sondern gebäudereferenzen oder klassen, wenn ich es richtig aufgeschnappt habe? (bitte korrektur, wenn ich was falsch verstanden hab!)

    naja, ich werde "dieses amt" wohl erst mal noch ne weile beahlaten und die letzten 3 jahre hab ich mich durchgewurschtelt und werde es weiter tun.
    solange, bis der hammer geflogen kommt...


    shiva
     
  12. PeMu

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    Kaschube, was du angesprochen hast betrifft die 18599. Davon reden wir hier mal lieber nicht. Das ist ein anderes, ganz großes Fass.


    Der Wohnungsbaukram ist seit längerem ziemlich stabil. Ärger bereitet den Meisten die Anlagentechnik. Da gibt es sehr viele Stellschrauben mit Vorgaben. Teilweise springen die in den Programmen auf abhängige Vorgabewerte zurück. Den Ausdruck kontrollieren. Mal alles genau vergleichen. Sonst an die Hotline.

    Ein ähnliches Thema sind durchgehende konsistente Hüllflächen. 1. ein uraltes Thema, von vielen mißachtet, 2. gibt es ein paar Regeln. Die Programme können da auch nicht alles immer passend vorgeben. Speziell: erdberührte Flächen.

    Es gibt keine immer funktionirende Programmautomatik. Das Thema wird noch härter. Da hilft nur Wissen -> Schulungen, Erfahrungen sammeln und austauschen.
     
  13. PeMu

    PeMu

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    Es gibt hier nur einen Schuldigen: Die Verantwortung dem Klima gegenüber. Die Ziele werden mit dem EEG seitens der Bundesregierung festgelegt und nicht von irgendwelchen Dämmstoff oder Stromlieferanten.

    Bitte sachlich bleiben.

    Und wenn sich der Stromlieferant über die Wärmepumpe freut, dann hat da eine fundierte Planung gefehlt, so wie in dem Beispiel zu vermuten. Da wird es noch einige Klagen geben.
     
  14. Shiva

    Shiva

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    @PeMu:
    [...] Die Programme können da auch nicht alles immer passend vorgeben. Speziell: erdberührte Flächen.

    ich habe nun inzwischen mit verschiedenen programmen gerechnet und habe festgestellt, daß der fx-faktor bei der bodenplatte variiert.
    auf den fx-faktor hab ich aber keine einflussmöglichkeit. und eine verwechslung mit kg.decke oder aufgeständerte sohle kann ich schon mal ausschließen...


    zum anderen:
    habe heute abend kurzfr. die möglichkeit bekommen, mit einem enev-dozenten zu sprechen, hoffe, der wird mir einige von den o.g. fragen beantworten können (falls die zeit es ihm erlaubt)...
     
  15. PeMu

    PeMu

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    Nachdenken kostet extra.
    Den kann man variieren. Je nach Programm direkt oder über die zugehörigen Parameter.


    Da klemmt es an der Kenntnis und an der Eingabe der Randbedingungen. seltener noch beim Programmhersteller.

    Auch wenn es hart klingt, da sind anscheinend zu viele Wissenslücken. -> Erst mal ne Schulung.
    Untenstehendes sollte man/frau mal entdeckt haben.


    So long (gibt dass hier dann doch eine Schulung...)

    ----------
    Mal aus einer Programmhilfe/Erläuterung:
    (Formatierung ist flöten gegangen).

    Erläuterungen zum Temperatur-Korrektur-Faktor:

    Temperatur-Korrektur-Faktoren Fx
    Die Temperatur-Korrektur-Faktoren Fx korrigieren die durchschnittlichen Temperatur-Differenzen zwischen beheiztem Innenraum und der Umgebung unter Berücksichtigung der Pufferwirkung von unbeheizten Räumen, Erdreich, etc. Sie sind nach DIN V 4108-6 festgelegt und dürfen im EnEV-Nachweis im Monatsbilanz-Verfahren pauschal wie folgt angenommen werden:

    Zeile
    Wärmestrom nach außen über Kurzzeichen Temperatur-
    Korrekturfaktor Fx
    10 Fußboden des beheizten Kellers FG=Fbf fx=0,2 – 0,45 *
    11 Wand ...

    12 Fußboden auf dem Erdreich ohne Randdämmung FG=Fbf fx=0,25 – 0,6 *

    Fußboden auf dem Erdreich mit Randdämmung :
    13 5 m breit, waagrecht FG=Fbf fx=0,2 – 0,3 *
    14 2 m tief, senkrecht FG=Fbf fx=0,15 – 0,25 *


    18 Bodenplatte niedrig beheizter Räume (12-19°C) FG fx=0,1 – 0,55 *
    * Zahlenwert abhängig vom Wärmedurchlasswiderstand und der Dimension des Bauteils.

    Hinweise:

    Zeilen 10-11: Fußboden liegt unterhalb der Erdreich-Oberkante ohne konkrete Tiefenangabe nach DIN EN 13370. Der Umfang der Bodenplatte ist der exponierte Umfang, d.h. die Umfassungslänge, die das beheizte Gebäudevolumen von der Außenumgebung oder von einem unbeheizten Bereich außerhalb der betrachteten Gebäudehülle trennt. Wände zu anderen beheizten Gebäuden (z.B. Reihenhaus) bleiben unberücksichtigt (Bild 1). Die Bestimmung des Wärmedurchlasswiderstands umfasst alle Schichten innerhalb der Bauwerksabdichtung, es sei denn, dass bauaufsichtlich zugelassene außenliegende Wärmedämmungen zum Einsatz gelangen.


    Bild fehlt
    Bild 1: Ermittlung der maßgeblichen Bodengrundfläche AG und des Umfangs P.

    Zeile 12: Fußboden liegt in Höhe der Erdreich-Oberkante. Ohne Randdämmung bedeutet, dass keine senkrechte oder waagerechte Frostschürze vorhanden ist. Eine Stirndämmung der Bodenplatte zur Einhaltung des Mindestwärmeschutzes gilt nicht als Randdämmung gemäß DIN EN 13370. Ermittlung des Umfangs und Wärmedurchlasswiderstands siehe Kommentar Zeilen 10-11.
    Zeilen 13-14: Fußboden liegt in Höhe der Erdreich-Oberkante. Mit Randdämmung bedeutet, dass eine senkrechte oder waagerechte Frostschürze vorhanden ist. Ermittlung des Umfangs und Wärmedurchlasswiderstands siehe Kommentar Zeilen 10-11 und Eingabehilfe Bodenplatte.
    Zeilen 15-16: Unbeheizter Keller liegt im Erdreich, Kellerdecke liegt in Höhe der Erdreich-Oberkante. Der unbeheizte Keller ist mit oder ohne Perimeterdämmung ausgestattet. Als Perimeterdämmung wird eine an der Kelleraußenwand angebrachte Wärmedämmung mit R ³ 1,5 (m² K) / W verstanden. Auch gültig auch für Gebäude mit niedrigen Innentemperaturen.
    Zeile 17: Bodenplatte ist aufgeständert und hat keinen Kontakt zum Erdreich, so dass eine Unterlüftung möglich ist (z.B. Kriechkeller). Auch gültig für Gebäude mit niedrigen Innentemperaturen.
    Zeile 18: Bodenplatte niedrig beheizter Räume mit 12 - 19 °C.
     
  16. kaschube

    kaschube

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    Kapitel Anlagetechnik:
    Die Software stellt heute eine bequeme Möglichkeit dar, die notwendigen Berechnungen durchzuführen. Der Nutzer muss nur die notwendigen Anlagedaten eingeben. Alles andere läuft dann im Hintergrund ab und dann gibt es ein buntes Ergebnis. Nur nach DIN 4701-10 gibt es ja nur 71 Anlagesysteme in den sogenannten Beiblättern hierzu noch den Inhalt der 4701-12 für die Energetische Bewertung für heiz, -und raumluftanlagen im Bestand. Hinzu kommt jetzt auch noch die DIN EN 12831 welche die Teile 1-3 der DIN 4701 " Regeln für die Berechnung von Gebäuden" ersetzt. Da wird die Sache schon problematisch und man dreht hier ein bisschen ohne genaue Kenntnis und dort ein wenig und so kommt man zu mach fragwürdigem Resultat.
    Thema Hüllflächen:
    Definition der Bezugsgröße regelt die DIN EN ISO 13789 und nach den Aussenabmessungen zu ermitteln. Nicht einmal hier können die Fachleute sich einig sein.
    Auszug: Es werden Schichten innenseitig der Abdichtung gegen Erdreich oder das Freie berücksichtigt. Ausnahme Schichten ohne Wasseraufnahmefähigkeit. In der „Literatur „nicht DIBt wird als untere Begrenzung sowohl die innere Oberfläche als auch die äußere Oberfläche der Wärmedämmung angenommen. Verwende ich also Perimeterdämmung werde ich den Anforderungen der ENEV gerecht. Wie ist es dann bei der in der DIN ISO 6946 geregelten Luftschichten in einem Bauteil. Nach Aussenmaße!!! Sicherlich in den ersten zwei Fällen OK aber Fall 3 stark belüftet. So wird der Wärmedurlasswiederstand und alle Schichten zwischen Luftschicht und Außenumgebung vernachlässigt. Also doch nicht Aussenmaße.
    Nun habe erst kürzlich eine solche Berechnung gesehen in der eine Außenwand nach Din 18516-1 mit starker Belüftung und dann Aussenmaße und dem Wärmeübergangswiederstand 0,04m²K/W.
    Auf dem letzen Seminar im September diesen Jahres hat jetzt allen Ernstes auch noch ein Referent zur ENEV geraten das man(n) tatsächlich nach Aussenmaßen zu rechnen hätte auch in Fall 3 und ich habe mich nicht verhört, es wurde mehrfach nachgefragt.


    „Shiva“
    Und nun noch zu Erdberührten Bauteilen.
    Auch hier hast Du die Wahl bzw. das Deines Programmes.
    Bei der Anwendung der DIN EN ISO 13370 hinsichtlich der tatsächlichen Situation können diese pauschalwerte verfeinert werden.
    Hier wurde das charakterischtische Bodenplattenmaß B' in drei Fälle unterteilt bei dem die Einteilung hinsichtlich des Wärmedurchlasswiederstandes (R)der erdberührten Wände oder der Böden kleiner oder gleich bzw. größer als 1,0 m²k/W ist.

    B' erfasst das Verhältnis der erdberührten Bodenplatte AG zu deren Umfang. Vor den europäischen Normen ging man davon aus, dass bei beheizten Bereichen, die an das Erdreich grenzen die Wärme über das Trennbauteil in das Erdreich abgegeben wird. Heute geht man davon aus das dieser Wärmestrom aus dieser Zone über das Erdreich an die Aussenluft abfließt.

    Hinsicht der Vielfalt der Normen stehen somit zwei Möglichkeiten zur Erfassung von Wärmeverlusten zur Verfügung.

    1. U-Wert Berechnung nach DIN EN ISO 13370 : Rse= 0,04m²K/W und keine Reduktionsfaktoren
    2. U-Wert Berechnung wie früher : Rse= 0,00m²K/W und Reduktionsfaktoren nach DIN 4108-6
     
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  18. Shiva

    Shiva

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    das ist nicht hart, sondern fakt, dessen ich mir bewußt bin.
    ich habe bereits einige wenige sporadische 1-abend-seminare auf eigene kosten genommen, zumal mein chef sich sperrt. ich kann es mir von meinem priv. gehalt jedoch definitiv nicht leisten, einen ganzen seminar-lehrgang zu bezahlen.

    ich soll es einfach nur wissen und umsetzen, aber vernünftige schulung ist nicht drin. letztlich würde es bei mir als bauzeichnerin keinen sinn machen, weil mich das als bauzeichnerin nicht weiterbringt. selbst bei einem halben jahr 2-3x wöchentlichem lehrgang und bestandener prüfung würde ich keine befugnis bekommen, enev-nachweise zu rechnen, weil ich nicht mindestens techniker bin.
    techniker werden würde aber bedeuten aus dem beruf raus und wenn ich in 2 jahren techniker bin, wäre ein neuer job in der baubranche nicht sicher. und energieberater wollen derzeitalle werden, den anschluss hab ich bereits verpasst.
    also, man tut, wofür man im beruf eingesetzt wird, gibt sich soviel mühe, wie es möglich ist, liest sich allein durchs internet und versucht wegzusortieren und zu analysieren, was man sich eben an input versuchte reinzuziehen.
    letztlich unterschreibt und verantwortet das alles mein chef -auch wenn ich den ärger mit bekomme, wenn es eines tages kracht.
    bisher haben meine ausweise den prüfern in brandenburg und bei der wk in hamburg standgehalten.

    hab nun mit dem enev-dozenten-professoren gestern noch 10 min sprechen können. einiges, was er mir erzählte, mußte ich meinem chef erst mal verklickern, was jener selbst auch nicht weiß.
    dan meine frage 6., die ich im eingang gestellt habe:
    "wärmebrücken-kathegorie:
    wenn man bei detailieren wärmebrücken die lfdm. geschossdecken aufaddiert, hab ich gelsesn, darf man bereits in stürzen und rollladen berücksichtigte längen von den geschossdecken-auflagern wieder abziehen (d.h. damit sturzbereiche nicht doppelt in die berechnung eingehen). ich hab aber keine info darüber gefunden, ob selbiges auch für sohlenumfang und terrassentüren gilt. wenn ich terrassentüren nachweise, darf ich beim sohlenumfang die nachgewiesenen terrassentüren wieder abziehen?"

    lt. dozent dürfen terrassentürlängen von dem sohlenumfang abgezogen werden, sofern diese extra als terrassentüren o.ä. genau ausgewiesen werden.
    einfach unter den tisch fallen lassen geht natürlich nicht, aber man muss die länngen im bereich der bodentiefen fensterelemente nicht doppelt einrechnen.
    wo das steht, daß man es darf, konnte er mir allerdings auf die shcnelle nicht nennen.
     
  19. DerSuchende

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berechnungsfragen zur enev bei wohngebäuden

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