Betonieren eines 40 cm hohen Drempels üblich?

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  1. Bolanger

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    Hallo,

    ich bin heute auf einer Diensreise wieder durch ein Neubaugebiet gefahren und wollte unbedingt anhalten, quatschen und gucken.

    Bei einem Haus, bei dem gerade die Decke betoniert wurde, gab es im Bereich des zukünftigen Drempels eine Bewehrung, die deutlich über die Betondecke hinausstand. Laut einem der Betonbauer soll da ein Drempel von 40 cm Höhe betoniert werden. Die wollten dann erst die 20 cm dicke Decke betonieren, aus der die Anschlusseisen dann rausschauen und nach dem Erhärten des Betons eine Schalung aufstellen um den 40 cm hohen Drempel nachzubetonieren.
    Ist das eigentlich üblich, einen Drempel von 40 cm so in zwei Schritten zu betonieren? Könnte man sowas nicht besser mauern?

    Gruß,

    Bolanger
     
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  3. H.PF

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    Wenn du z.B. ein Sparrendach baust hast du durchs Gießen dein Widerlager. Geht nicht immer mit Mauerwerk, manchmal ist Beton besser
     
  4. Inkognito

    Inkognito Gast

    Vielleicht dient das Ding auch als Überzug? Dann ist Mauern eher kontraproduktiv.

    Nein, im Ernst, das ist sogar sehr üblich.
     
  5. Gast036816

    Gast036816 Gast

    für so etwas hast du zeit?

    natürlich kann man das besser und schneller mauern, aber ob es hält???
     
  6. #5 Alfons Fischer, 25. November 2014
    Alfons Fischer

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    Betonierte Drempel dienen in erster Linie dazu, Horizontalkräfte aus der Dachkonstruktion abzuleiten. Das kann ein Mauerwerk nicht, ein solches würde es einfach seitlich über die Lagerfuge nach draußen schieben.

    Ob größere Horizontalkräfte entstehen, ist in erster Linie von der Art der Dachkonstruktion abhängig: es gibt Tragsystem, die ohne größere H-Kräfte auskommen (z.B. Pfettendach) und es gibt welche, welche deutliche H-Kräfte bewirken (z.B. Sparrendach).

    Auch ist das Betonieren in zwei Schritten üblich, weil sich ein solcher Drempel nicht so einfach zusammen mit der Decke betonieren lässt: die Schalung wäre deutlich aufwändiger und der Beton lässt sich dort sonst nicht so gut verdichten, denn sobald man im Drempel rüttelt, würde der Beton nach unten herausfließen... Den Kraftverbund stellt man beim getrennten Betonieren über ausreichende Bewehrung sicher.
     
  7. Inkognito

    Inkognito Gast

    Und raue Fugen. Überraschend häufig ein Thema, selten bei aufgehenden Bauteilen aus Decken, häufiger wenn eine Decke auf eine Wand oder einen Unterzug soll.
     
  8. Bolanger

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    Hallo und vielen Dank für die Erklärungen. Wieder was gelernt.

    Bei unserem Haus wurde ein 1,2 m hoher Drempel gebaut mit betonierten Stützen alle 1,2 m oder so und einem betonierten Balken oben drüber. Wenn ich mir das im nachhinein so ansehe, dann ist dort ohnehin nicht viel Mauerwerk über geblieben. Das hätte man dann wahrscheinlich auch komplett aus Beton gießen können.

    Gruß,

    Bolanger
     
  9. #8 BauPraktiker, 28. November 2014
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    Betonieren eines 40 cm hohen Drempels üblich? :D

    ja, sowas nennt man Trempel oder auch Kniestock um Horizontalkräfte aus stützenfreien Dächern sicher abzuleiten.
    Dies Dachform nennt sich Satteldach und wird als Kehlbalkenanlage ( Kehlbalkendach) ausgeführt
     
  10. saarplaner

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  11. Taipan

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  12. Skeptiker

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    Und geschrieben hatten es vorher richtig auch schon X andere!
     
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  14. saarplaner

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    Ich kenne beide Schreibweisen. Daher keine Korrektur von mir.
     
  15. #13 BauPraktiker, 28. November 2014
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    @ Saarplaner :bierchen:

    genau so verhält es sich denn der Drempel wird im Norden meist mit D geschreiben und im süddeutschen raum meist mit T , den grund dafür weiß keiner so genau . Es gibt auch viel Bezeichnungen im Baubreich die sich regional eingebürgert haben und mit den eigentlichen, zur verabreitung anszenden Materil, nicht zu tun haben . Z.B Hersteller Namen oder auch ander Dinge.

    Deshalb heißen Abwasserkanäle im Norddeutschland Sile und weiter verschieden Bezeichnungen für ein und dasselbe Bauteil.
     
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