Betonierung eines Satteldachs

Diskutiere Betonierung eines Satteldachs im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich bin Student im 4.Semester. Ein Entwurf von mir sieht es vor ein Satteldach von 55grad Neigung zu betonieren um eine besonders...

  1. #1 AbitRiski, 1. Juni 2008
    AbitRiski

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    Hallo, ich bin Student im 4.Semester. Ein Entwurf von mir sieht es vor ein Satteldach von 55grad Neigung zu betonieren um eine besonders monolithische Form des Hauses zu erzielen. Das Haus hat eine Breite von 6m und eine Länge von 12m. Ich stelle mir den Dachaufbau so vor, dass von innen eine Ortbetonschicht zusehen sein soll, die dann auch tatsächlich das Dach trägt. Auf dieser Schicht soll meine Dämmung sitzen und auf der Dämmung Fertigteile aus Sichtbeton. Natürlich wird die Detailierung von Abwasser schwierig, möchte aber eigentlich nur wissen, ob so etwas überhaupt machbar ist, oder ob es totale Spinnerei ist. Falls es funktionieren könnte, wie? Worauf muss ich achten?

    Danke im Voraus
     
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  3. #2 JamesTKirk, 1. Juni 2008
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Die ganze Aufgabenstellung ist in meinen Augen eine Spinnerei. Auf was für einer Schule lernt man, dass man ein Dach betoniert (Ausnahme sind wohl Reetdächer) ???
     
  4. planfix

    planfix Gast

    Innen Beton ist aus brandschutztechnischen Gründen manchmal erforderlich.
    Wie Du aber außen eine Sichtbetonschicht über die Dämmung bekommen willst, ohne nennenswerte Wärmebrücken zu produzieren, ist mir rätselhaft. Über das Regenwasser würde ich hier erst mal gar nicht nachdenken, sondern über die Befestigung von der Fertigteile mit 55° über der Dämmebene.
     
  5. mls

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    wenn man so etwas machen muss/will, dann wird man auch wege finden.
    ob das allerdings stoff für das 4. semester ist, wage ich zu bezweifeln.

    grundsätzlich würde ich zuerst überlegen, wie eine
    ausgehungerte
    (d.h. eher wärme- als kostentechnisch optimierte) verbindung der
    beiden betonflächen funktionieren könnte und wie man fugen in den griff
    bekommt.

    1:1 ist nix davon zu übernehmen., aber anregungen mags aus dem
    bereich der sandwichelemente geben (guckst
    du deha/halfen,
    jordahl, peikko etc.).
     
  6. bernix

    bernix

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    ...Auf Sizilien warscheinlich auf jeder Schule: (Fast) alle Dächer betoniert, allerdings nicht in 55°, eher ca 20°, was die Sache erheblich vereinfacht.
    Dämmungsproblematik gibts dort natürlich auch nicht....

    Nie irgendwelche unsinnigen Aufgabenstellungen gehabt, während des Studiums? Glück gehabt!

    gruss
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Was ich nicht verstehe, geht´s hier um einen theoretischen Ansatz oder soll daraus was "Vernünftiges" werden?
    Soll die Hütte später in einem Stück gegossen werden? Oder mit Fertigelementen (ähnliche wie diese Porenbetondächer)?

    Ich geb´s zu, von Bedong habe ich keine Ahnung, aber Bunker werden doch auch aus Beton gebaut...und das funktioniert ja bekanntermaßen ganz gut. :bounce:

    Und so lange es nur um Theorie geht, dürften Kosten, Statik und Dämmung wohl weniger von Interesse sein. :biggthumpup:

    Gruß
    Ralf
     
  8. planfix

    planfix Gast

    Ralf, das ist philosophisch zu betrachten, es geht nicht um Rationalität.
     
  9. R.B.

    R.B.

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    Philosophie ist nicht mein Fall.
    Dann kümmere ich mich eben um den Erdbeerkuchen und die Schlagsahne. :biggthumpup:

    Und wenn´s mie bis heut´ Abend zerrupft...is auch egal. :bounce:

    Gruß
    Ralf
     
  10. #9 JamesTKirk, 1. Juni 2008
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    So, wir müssen aber ja trotzdem auch was konstruktives zu der Sache sagen.
    Den Beton zweischalig zu machen halte ich für suboptimal. Wenn, dann einschalig in Ortbetonbauweise. Problem ist natürlich die oberseitige Schalung, an der die Luft beim Verdichten hängen bleibt und sich grössere Lunker und/oder Kiesnester bilden. Deswegen die Sache so dick (Bauteilstärke) wie möglich, Beton mit einem hohen Mörtel- bzw. Leimgehalt, Konsistenz flüssig (F5 oder besser F6), und zur Verdichtung mit Aussenrüttlern arbeiten (den Innenrüttler bekommt man nicht eingefädelt).

    Von der Dämmung habe ich keine Ahnung, da kann vielleicht ein Kollege was sagen ...:konfusius
     
  11. planfix

    planfix Gast

    Dämmung? Naja, wenn dann wohl nach EnEV, heißt aber auch bei der Dicke bekommen wir das wohl kaum noch als ein Fertigteil gebacken.
    Idee:
    Innenbetonfertigteil, dann Dämmung, Hinterlüftung, Außenbetonfertigteil. Nur die wärmebrückenfreie Verbindung würde mir Kopfzerbrechenbereiten, ... oder ich lass die Fertigteile außen, frei von Traufe bis First laufen, bei 6m Hausbreite sogar gut machbar, eventuell sogar als Winkelelemente über das gesamte Hausdach in der Breite und Fugen in der Länge. Das Problem dürfte dann wohl in der Produktion sein.
     
  12. R.B.

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    Ist der Beton-Look von außen auch ein Muss?
    Ansonsten könnte man doch eine Aufbetondämmung machen, also wie bei einer Aufsparrendämmung. Die Dachkanten müßten dann wohl rundherum eingepackt werden.

    Gruß
    Ralf
     
  13. #12 AbitRiski, 1. Juni 2008
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    Der Beton Look von außen ist mir schon relativ wichtig. es soll halt so monolithisch wie möglich wirken.
    Aber prinzipiell könnte man ein Dach in 55grad Neigung schon gießen oder müsste man Fertigteile nehmen die am Boden gegossen wurden?
    In der Tat sind die Wärmebrücken ein viel größeres Problem als das Abwasser. Aber mir gehts es letztendlich ersteinmal darum, dass das Dach aus Beton gegossen werden kann.
     
  14. #13 buddelchen333, 2. Juni 2008
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    ich hab mal so ne spinnerei im fernsehen gesehen, da haben die ein modellflugzeug as beton gebaut, einen gleiter, der tatsächlich ein stück geflogen ist. Die Stabilität wurde durch da Beimengen von faserstoffen, glaube Glasfaser, en masse erreicht. Die Flügel selbst waren super dünn, also wenig beton.

    Vielleicht kann man auf diese weise 1-2cm dicke Sichbetonplatten erstellen, die über der Dämmung liegen und nicht zu schwer sind. Immerhin wärst Du da aber gewichtsmäßig auch schon in einem Bereich von 250-500Kg / m² ....
     
  15. Thomas B

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    Aufgabenstellung????

    ...an der kann es wohl nicht liegen!

    Der angehende Kolleg will doch ein betoniertes Dach haben. Seine Entwurfsisdee. Ich sehe hier keine unsinnige Vorgabe seitens der Uni/FH.

    Die Zielsetzung einer monolithischen Optik ist m.E. jedoch wirklich eher philosophisch zu sehen: In der Realität wird sich kaum jemand finden, der so was will! Nichtsdestoweniger hat sich AbitRiski hier eben eine komplizierte Aufgabe gestellt. Im Studium sind so unsinnige Gedanken wie Wirtschaftlickeit, tatsächliche Machbarkeit usw. eher nebensächlich. Da wird designt, daß es nur so kracht.

    Die Problempunkte (Wärmebrücken usw) wurden ja bereits hinreichend angesprochen. Ein Punkt vielleicht noch: Wie sieht die Hütte denn nach....sagen wir....5 Jahren aus??? Veralgt, bemoost, verloddert? Leider verhält es sich mit modern designten Gebäuden nicht so, wie mit alertümlichem Gemäuer: Zie verzeihen (optisch) die Alterung nicht so recht: Ein altes Haus in der Toskana, mit heruntebröckelndem Putz und dem ein oder anderen Riss findet man romantisch. Die selben Features an einer High-Tech-Fassade wirken nicht so toll.

    Ich weiß: Ist ja nur fürs Studium! Auch die tatsächliche Befestigung der Betonoberschale....wie soll's gehen? Da kommen Kräfte zusammen...mein lieber Scholli.

    Vielleicht versuchst Du es ja mal mit einem Dach, das so auch wirklich gebaut werden würde. Also nicht nur nach Design, sondern auch nach "haftungsrelevanten" Punkten. Denn wer Baufehler plant, der haftet auch dafür.

    Grüßla

    Thomas
     
  16. #15 derengelfrank, 2. Juni 2008
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  17. SvenW

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    Wie wäre es, wenn man die Fertigteile vom First an aufhängt? Ich dachte an eine Konstruktion ide so ähnlich wie ein Schanier nur eben aus Beton aussieht. Als Befestigung würden dann wohl einge kleinere Befestigungen im Bereich der Dachrinne reichen, da sich das ganze durch sein schieres Gewicht an Ort und Stelle halten sollte.
    Jede Dachseite würde auf dem Boden gegossen, beide gleichzeitig auf das Dach gehoben, oben verbunden und dann abgesenkt.
    Das das keiner in der Realität jemals machen würde da alleine die Kosten für die Kräne jenseits von Gut und Böse lägen ist bei solch theoretischen Fragen egal.
     
  18. ustVZ

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    Betonieren einer 55° Schräge

    Hallo,

    das ist ja derb. Ich dachte, dass meine Ideen verrückt sind, aber das hier?
    In Spanien sieht man sehr häufig betonierte Schrägen auf den Dächern - und man kann auch bei Regen sehen, wie es durchtropft. Bei täglichen Temperaturdifferenzen zwischen +50° und +10° kann kein Beton seine Poren dicht halten. Wenn man Betonoptik will, kann man GFK-Platten aufs Dach schrauben, die sehen wie echt aus.

    Ich finde jedoch, dass man viel mehr Wert auf die Nutzung des energetischen Potenzials legen sollte. Der Bauhaus-Minimalismus ist bei heutigen Energiepreisen nicht mehr zu halten. Man sollte als (zukünftiger) Architekt auch darauf bedacht sein, die natürlichen Resourcen dauerhaft für die geplanten Gebäude zu nutzen. Das Dach kann
    1. Sonnenenergie,
    2. Nutzwasser und
    3. Windenergie
    liefern.
    Ich arbeite in einem Bürogebäude, das nach EnEV vor fünf Jahren errichtet wurde. Die Fenster sind keineswegs überdimensioniert, eher im Stil eines Einfamilienhauses, Ug=1.1, Sonnenschutzverglasung. Bereits bei mässigem Sonnenschein (im März) hat man Innentemperaturen von über 30°. Unter anderem deshalb, weil vom Gebäude gegenüber die Sonneneinstrahlung sehr gut reflektiert wird. Der Sonnenschutz, der ab 45° Sonnenstand greifen soll, versagt.

    mfg
    ustVZ
     
  19. haitabu

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    Ein Freund von mir hat ein Haus komplett aus Gabionen gebaut. Schätze mal, dass die Dachkonstrulktion dann ähnlich ist.
    Wenn Du den link möchtest, mail ich ihn.
    LG
    Haitabu
     
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  21. #19 AbitRiski, 4. Juni 2008
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    Ja klar interessiert mich das. Wäre cool wenn du mir den Link geben könntest!
     
  22. haitabu

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Betonierung eines Satteldachs

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