Betontreppe sanieren

Diskutiere Betontreppe sanieren im Sanierung konkret Forum im Bereich Altbau; Hallo liebe Gemeinde, ich habe bei mir eine Außentreppe die ins Haus führt. Diese wurde vor ca. 8 Jahren von den vorherigen Hausbesitzern (Elters...

  1. SKrolzyk

    SKrolzyk

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    Hallo liebe Gemeinde,
    ich habe bei mir eine Außentreppe die ins Haus führt. Diese wurde vor ca. 8 Jahren von den vorherigen Hausbesitzern (Elters Ehepaar) durch einen "netten Mitmenschen" gefliest.
    Jetzt nach dem Winter sah das ganze so aus: Nach dem Winter
    Diese Fliesen waren total gebrochen und ich konnte sie ohne Mühe einfach wegnehmen!
    Mit zwei kleinen Kindern ein absolutes No - Go!!
    Dann habe ich mich ein wenig schlauggelesen und bin vom Gedanken das ganze neu zu verfliesen weggekommen. Ich habe jetzt Epoxidharz Betonfarbe für Garagen und Außenbereich bestellt.
    Dann habe ich angefangen die Fliesen runter zu machen und das sah dann so aus: Fliesen ab
    Da ist mir dann aufgefallen, das die Fliesen mit ca 4!!! cm ich vermute mal Rotband oder irgend ein Mörtel einfach aufgedrückt waren. Selbst die flach liegenden wurden nur teilweise mit Zahnspachtel aufgezogen.
    Also war da schonmal zuviel "irgendwas" drauf. Da konnte dann das Wasser gut rein und die Fliesen sprengen.
    Gestern habe ich dann mal mit dem Bohrhammer alle Kleberreste beseitigt und die Treppe mal soweit glatt gemacht: Kleber ab
    Jetzt schmeiß ich gleich die Flex mit nem Drahtbürstenaufsatz an und schmirgel den Rest der noch klebt runter. Dann denke ich mal sollte die Betrontreppe wieder aussehen wie sie mal aussah.
    Durch das abmaiseln der Fliesen sind mir da leider ein paar "Dellen" reingekommen. Es waren auch schon vorher welche drin, ich vermute von dem "netten Mitmenschen". Die Kanten der Stufen sind auch nicht mehr die schönsten bei allen.
    Jetzt kommt meine Frage ob ich so weiter vorgehen kann.
    Ich wollte die Treppe dann mit dem Hochdruckreiniger sauber spritzen von Staub, dann das ganze mit Tiefengrund einpinseln und die Treppe dann verschalen und mit dieser Ausgleichsmasse plan gießen.
    Habe ein bisschen bedenken wegen der Haftung. Oder sollte das kein Problem darstellen?!
    Zum Abschluss wenn dann alles gestrichen und trocken ist, sollen dann noch Aluminium Profile über die Kanten als Kantenschutz mit Antirutschprofil, so etwas in der Art: Nobis Bauprofile

    Ist das vorgehen soweit ok, oder bin ich komplett falsch mit meinem Gedankengang?!
    Für Tipps bin ich natürlich offen, die Treppe soll dann ja ein paar Jahre länger halten als das was war. :)

    Schönen Tag wünsche ich
    bin dann mal an der Treppe. :)
     
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  3. grubash

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    Hi,
    bin zwar auch kein Profi, aber mit der Ausgleichsmasse und der Farbe hätte ich meine Bedenken. Vor der Rutschgefahr mit etwas Nässe hätte ich auch Angst. Macht echt Aua. So aus dem Stehgreif würde ich eher zum Belegen mit Naturstein raten. Muss ja nicht unbedingt der teuerste Stein sein (RosaBeta sollte reichen). Oberfläche geflammt bringt dann genug Rutschsicherheit auch ohne teure Profile.

    Ciao Christian
     
  4. #3 Gast036816, 4. April 2013
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    ausgleichsmasse ist zum ausgleichen von unebenheiten. ob man auf dieser direkt laufen kann, bezweifel ich. das läuft sich bestimmt ab. du solltest dir von einem fachmann die treppenstufen mit einem kunstharz auffüllen lassen, trittschiene an der kante vorher einarbeiten, setzstufen vorher glatt spachteln. da gibt es schrille dessins als beschichtung in rutschfester ausführung - wenn du so etwas haben möchtest. ist nichts für DIY - wenn du darauf aus bist.
     
  5. applegg

    applegg

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    Da gibt es Platten, die sind aus Mineralischen Bruchmaterial in Epoxidharz gebunden. Flexibel und werden aufgeklebt + Profil vorn.
    PN ist unterwegs, da hier ja keine Namen genannt werden dürfen.

    Grüße
    Stefan
     
  6. SKrolzyk

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    In die Farbe die ich gekauft habe, werden Flakes bzw. Granulat mit eingestreut das das ganze nicht rutschig wird. Wird also so ähnlich wie wenn da Bruchmaterial drin wäre nur in nicht ganz so dick.
    Laut Herstellerangaben ist die Ausgleichsmasse auch zum direkt begehen. Für mich hat sich halt hauptsächlich die Frage nach dem Verbund zur Treppe gestellt.

    So einen Kunstharzboden mit Bruchmaterial habe ich auf unserer Innentreppe. Habe den damals auch selbst gemacht. War von Renofloor. Waren fertige Elemente für die stehenden Stufen und die Flachen habe ich gegossen, bzw. gespachtelt.

    Für außen wollte ich den halt nicht haben.

    Welche Material würde sich denn super mit der Treppe verbinden?! Ich dachte mit einer Grundierung würde die Auslgeichsmasse halten und die Masse wird auf einer glatten Fläche richtig hart. Bis jetzt hatte ich mit Ausgleichsmasse noch nie das Problem das sich da was lostritt. :(
    Welches Material soll ich sonst dafür nehmen?!
    Kunstharz?! Möchte ich eigentlich nicht.
    Einfach nur Löcher zuspachteln sieht bestimmt nicht gut aus...

    Trotzdem schonmal danke für die Anregungen.
     
  7. Julius

    Julius

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    Was ist denn mit den Höhen?
    Wenn das so bleibt, ist die unterste Stufe eine statrke Unfallgefahr!
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  8. OLKL

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    Hi,

    meine Treppe sah so ähnlich aus, meine Lösung war hier nur nicht so gern gesehen. Kann Sie dir ja dennoch mal kurz schreiben:

    Kontaktschicht mit Trasszementkleber, Dickbett Trasszementmörtel mit 20mm Granitplatten 40X40 (rauhe Schicht nach oben). Somit braucht man auch keine Metallkante. Komplette Granitplatten sind sehr teuer, daher diese Lösung.

    Wenn du irgend welches Zeugs in die Oberfläche mit reinmischt (Antirutsch), dann kann man das nach dem es rausgetreten ist sicher nicht so einfach ersetzen. Besser wäre da gleich eine rutschfestere Oberfläche. Zudem ist es schwieriger, beim Ausgleichen auf den Millimeter genau Gefälle und Höhe zu erreichen. Mit den dicken Platten kommt deine erste Stufe wieder höher und zudem kann man diese beim Verlegen im Dickbett schön einrichten.

    Viel Erfolg.

    MfG
    Olaf
     
  9. SKrolzyk

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    Wie soll sich denn da die höhe verändern?! Ich hab ja ca. 3 - 4 cm Material weggenommen. Höher als vorher wird da nichts.

    @OLKL: Das ist zwar auch eine Lösung, hilft mir nur nicht bei der Frage wie ich die Annahme der neuen Masse mit der alten Treppe optimiere. :) Oder ob mein Verfahren so funktioniert. Außerdem habe ich genügend Farbe da und auch noch Granulat zum einstreuen, zur Not wird dann praktisch noch einmal neu gestrichen.

    Das mit der Rutschhemmung werde ich schon hinbekommen das es für uns so ist dass das passt. Nur die Verbindung der Materialien ist jetzt noch interessant.
     
  10. #9 Ralf Dühlmeyer, 5. April 2013
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    1) Aussage von Knauf zur Masse
    (Tippfehler ist nicht vn mir :o)
    Eine Hauseingangstreppe würde ich nicht unter einfache Belastung einstufen.

    2) Deiner Treppe und vor allem dem Anschluß ans Haus fehlt jedwede Abdichtung. Egal, was Du da jetzt in DIY bastelst - es wird nicht besser als das, was der "nette Mitmensch" in vermutlich nicht weisser Arbeit hinterlassen hat.
     
  11. SKrolzyk

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    Danke für diese Antwort. *like
    Welches Material (Zement, etc.) soll ich dann nehmen um die Stufen wieder glatt und gerade zu kriegen?! Was auch stabil ist?!

    Die Abdichtung war nur Mörtel, die habe ich mit weggestemmt zum Teil. Was empfiehlst du mir da?
     
  12. #11 Gast036816, 5. April 2013
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    Gast036816 Gast

    mach in epoxid und du hast die abdichtung gleich mit erledigt, wenn die aufgehenden anschlüsse fachgerecht gemacht werden.
     
  13. Julius

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    Im Gegenteil, es dürfte gemäß Deiner Vorhabensschilderung sogar noch niedriger werden!
    Und genau das ist offenbar ein Problem.
     
  14. bob1234

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    Hallo Stefan,

    wenn die Treppe starker Sonnenstrahlung ausgesetzt ist, würde ich eher eine Alternative zu Epoxy suchen, da Inhaltsstoffe des Epoxy in der Regel mit UV- Licht reagieren.

    Darüber hinaus kannte ich diese Beimischung sog. Farbchips bislang nur unter der Prämisse "optik" und nicht Antirutsch.

    Für Antirutsch wird meines Wissens eine zusätzliche Flüssigkeit in das beispielsw. Epoxy mit eingerührt...

    Du hast ja schon von Renofloor gesprochen, wäre Steinteppich nicht eine viel cooler oder besser auch ästethischere Umsetzung Deines Projektes für die Treppen?

    Ich habe aktuell eine ähnliche Situation wie Du mit meiner Kellertreppe/ Aussenbereich und überlege jetzt -komplett- sogar die Seiten mit Steinteppich zu realisieren.
     
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  16. SKrolzyk

    SKrolzyk

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    Hi bob,
    nein die Treppe ist meiner Meinung nach nicht lange der Sonne ausgesetzt. Morgensonne ca. 1-2 Std. und Nachmittags ebenfalls ca. 1-2 Std. Wenn überhaupt so lange. Wenn ich ein schattiges Plätzchen gesucht habe, habe ich immer auf der Treppe gesessen. :mega_lol:
    Außerdem soll die Farbe UV beständig sein, da sie ja für den Außeneinsatz ist.

    Das Antirutsch habe ich mir jetzt mal angeschaut. Es ist so ähnlich wie Quarzsand, ganz fein. Die Körner sind maximal 1 mm groß. Also wird die gesamte Oberfläche wohl etwas rau, nicht nur optisch.

    @Julius:
    Ich hatte vorher eine Stufenhöhe die variiert hat von 15 - 17 cm. Jetzt, nach der "Reinigung", habe ich bei allen eine Stufenhöhe von 13-14 cm. Ich finde das läuft sich eigentlich angenehm. Wie hoch soll denn eine Stufe im Normalfall sein!?
     
  17. OLger MD

    OLger MD

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    Den Höhenunterschied zwischen Gehweg und erster Stufe muss unbedingt geändert werden. So wie es im Moment aussieht, am besten durch Anpassungen in der Pflasterdecke.
    Um eine gute Begehbarkeit der Treppe wieder herzustellen, sollte auch geprüft werden, ob die Steigungen alle gleich groß sind. Dies gilt insbesondere für die erste und die letzte Stufe, da hier die meisten Treppenunfälle passieren.
    Um Feuchtigkeit von den Trittflächen abzuleiten, ist es auch sinnvoll, ein leichtes Gefälle in Richtung Stufenvorderkante auszubilden. So kann Regen- und Schmelzwasser schnell ablaufen und muss nicht bis auf seine Verdunstung oder Vereisung warten. Eine kleine Aufkantung am freien Rand (im Foto links) kann dafür sorgen, dass kein Wasser seitlich heruterläuft. Ein Guter Schutz gegen Nässe, Schnee, nasses Laub und Verunreinigungen auf der Treppe ist eine Überdachung. Die Fotos lassen leider noch nicht erkennen ob eine solche hier überhaupt möglich ist.

    Nun Zur Sanierung. Eine gute Verbindung zwischen dem Altbeton und neuen Materialien erhält man – Norbert sagte es bereits – mit Epoxydharzen, oder auch mit PCC auf einer Haftbrücke. Vorraussetzung bei beiden Varianten ist eine ausreichende Festigkeit (Haftzugfestigkeit) des Untergrundes. Eine Sanierungsmöglichkeit (mit PCC-I - Mörtel siehe: Reparaturmörtel PCC-I ) könnte wie folgt aussehen:
    1. Planen der Sanierungsaufgabe / Materialauswahl
    2. Prüfen des Untergrundes (Haftzugsfestigkeit und Feuchtegehalt)
    3. Untergrund vorbereiten (z.B. durch Strahlen) und reinigen
    4. Einbau eines Kantenschutzwinkels mit rutschhemmender Oberfläche
    5. Haftbrücke auftragen
    6. PCC auftragen
    Durch den PCC-Auftrag kann man Unebenheiten und Höhenunterschiede (durch Anpassung der Auftragsstärke in den Grenzen der Herstellervorgaben) ausgleichen.
    Gefälle profilieren und eine kleine Aufkantung an der freien Seite herstellen; alternativ: Tropfblech einbauen
    7. Dichten Anschluss an die Hauswand herstellen
    8. Epoxydharzgrundierung mit Einstreuung (z.B. Quarzsand)
    9. Epoxydharzbeschichtiung (ggf. mehrlagig) mit Einstreuung als Rutschhemmung einschließlich farblicher Gestaltung
    10. Verkleidung der Setzstufen / Hausanschluss
    Eine Instandsetzung mit PCC und Epoxydharz ist eine Aufgabe für Fachbetriebe, bietet aber im Gegensatz zur einfachen Fliesenvariante eine dauerhafte und sichere Lösung. Die einfache Fliesenvariante hingegen hätte den charmanten Vorteil, dass sich der Bauherr alle paar Jahre eine neue aktuell modische Fliesenfarbe aussuchen kann. Der Fachbetrieb sollte sich mit der Betoninstandsetzung und der Verwendung von PCC-Mörtel gut auskennen. Im Idealfall hat einer der Mitarbeiter einen SIVV-Schein und die ausführende Firma gibt 5 Jahre Gewährleistung.
    Es gibt auch dauerhafte Lösungen mit Plattenbelägen, die aber mit deutlich mehr Aufbauhöhe verbunden sind, da hierbei eine zweite Entwässerungsebene unter den Belagsplatten eingebaut werden sollte. Hier wäre der Aufbau z.B. Beton – Gefälleverbundestrich - Grundierung/Versiegelung – Abdichtung - Drainage (Matte oder Einkornmörtel) - Plattenbelag.

    Wie auch immer, eine fachgerechte und dauerhafte Instandsetzung ist nicht billig. Da eine Treppe mit losen Belagsteilen, glatten Flächen, schwankenden Stufenhöhen und ähnlichen Mängeln ein hohes Sicherheitsrisiko darstellt, sollte man genau überlegen, ob die Instandsetzung wirklich in DIY erfolgen sollte.

    Wenn die Treppe nicht allzuweit von der Straße entfernt ist, kann man ja auch mal überlegen, ob nicht eine neue Treppe mit passenden Stufenmaßen (z.B. aus Betonfertigteilen, Holz oder Stahl) ähnlich viel kostet und mindestens genauso langlebig ist wie die Sanierungslösung. Dann könnte man auch das Detail mit dem Hausanschluss elegant – durch eine offene Fuge im Treppenbereich – lösen.

    Gruß
    Holger
     
Thema: Betontreppe sanieren
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