Beurteilung ob schalldämmende Fenster eingebaut

Diskutiere Beurteilung ob schalldämmende Fenster eingebaut im Fenster/Türen Forum im Bereich Neubau; Hallo liebes Forum! Ich bin kurz vor dem Ende der Arbeiten bei einem sechsmonatigen Umbauprojekt in Köln. Hierbei wurden auf der Straßenseite...

  1. ultimate

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    Hallo liebes Forum!

    Ich bin kurz vor dem Ende der Arbeiten bei einem sechsmonatigen Umbauprojekt in Köln.
    Hierbei wurden auf der Straßenseite Schallschutzfenster eingebaut R'W 35dB.

    Planung und Bauleitung erfolgen durch ein Architektenbüro. Selbst bin ich Laie.

    Da die Lautstärke in der Wohnung (subjektiv) nach dem Umbau höher ist als vorher, wollte ich die Fenster kontrollieren, ob auch tatsächlich schalldämmende Fenster eingebaut wurden. Vorher waren uralte Kassettenfenster eingebaut.

    Der Architekt hat schon mit dem Fensterbauer gesprochen, weil ihm auch aufgefallen war, dass die Fenster mit Schallschutz exakt identisch aussehen wie die Fenster ohne Schallschutz (zur Gartenseite).
    Antwort des Fensterbauers: "Neinein, die Fenster auf der Straßenseite sind alle aus schalldämmendem Glas." Hmmm.

    Woran erkenne ich, ob mir überhaupt Schallschutzfenster geliefert wurden? Ich habe nach einem Typenschild, Bezeichnung o.ä. auf den Fenstern gesucht aber nichts gefunden. Im Rahmen zwischen den Glasscheiben ist ein Herstellercode zu sehen, der aber bei Schallschutz- und Nicht-Schallschutzfenstern identisch ist.

    Kann auch gerne Fotos davon einstellen, an welcher Stelle des Fensters kann man das erkennen?

    Vielen Dank für Eure Tipps!
    Viele Grüße
     
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  3. #2 Ralf Dühlmeyer, 15. Januar 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Den Fensterbauer um die Vorlage der Lieferscheine bitten. Diese sollte er innerhalb von Stunden aus den Akten suchen und faxen können.

    Daraus geht hervor, welche Scheiben geliefert wurden.

    Was für Rahmenmaterial, wieviel Dichtungsebenen, wie ins Mauerwerk eingebaut???

    Bilder schaden nie ;)
     
  4. #3 Olaf (†), 15. Januar 2009
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    Wenn...

    die Glasleiste bei allen Fenstern gleich breit sind und auch die Abstandshalter zwischen den Scheiben gleich breit aussehen, bestehen berechtigte Zweifel am richtigen Glas. Für den Schallschutz müssten zwei unterschiedliche Dicken, also mehr insgesamt, verbaut sein (z.B. 6/16/4 = 26 gegenüber 4/16/4= 24 normal). Eventuell auch Andruck der Dichtungen vergleichen
    Meine Erfahrung ist jedoch, dass es nicht am Glas sondern am Fensterbau selbst und besonders an den Anschlussfugen bzw. eventuell am Rollladen liegt.
    Wobei 35 eigentlich kein Akt ist.
     
  5. ultimate

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    Aktuelle Situation ist:

    Schallmessung hat ergeben: bei Außenschall von 74dB (einzelne vorbeifahrende Autos) ist der Innenschall 61dB im Schlafzimmer und 64dB im Zimmer nebendran.

    Sachverständiger meinte, liegt evtl am Einbau der Fenster, ich solle das nochmal mit Schaum ausdämmen lassen.

    Angenommen, das Glas ist tatsächlich richtig (35dB Glas).

    Habt Ihr mir noch einen Tipp, ob es der Rahmen sein kann, dass das gar nicht erreichbar ist? So war er ausgeschrieben:

    "nach den Anforderungen des Instituts für Fenstertechnik
    Rosenheim e.V., Profil IV 68, nach statischer
    Erfordernis und DIN 68121,
    aus MERANTI, FSC-zertifiziert
    entspricht der Klasse 500+, Gewicht von 500kg/m³

    Zu den Abdichtungsleistungen gehören
    - der diffusionsdichte Fensteranschluss innen mit
    einem Butyl-Dichtungsband umlaufend, überputzfähig zum
    verdeckten Einbau,
    - der diffusionsoffene Fensteranschluss außen an den
    Rohbau, hier vorzugsweise mit Kompriband gemäß Einbauund
    Planungsempfehlungen der RAL-Gütegemeinschaft
    Fenster und Haustüren,
    - der diffusionsoffene Fensteranschluss außen und unten
    bei Türen und bodenständigen Fenstern zu den
    Dachterrassen, Dicke ca. 3mm, an den Rohbau, mit
    EPDM-Folie, gemäß Einbau- und Planungsempfehlungen der
    RAL-Gütegemeinschaft Fenster und Haustüren,
    - Montageschaumarbeiten umlaufend zur Schließung der
    Toleranzfugen mit zugelassenem Montageschaum.

    Dichtprofile als nichtzellige Elastomere, APTK oder
    EPDM nach DIN 7863,Eindichtung der Glasscheibe mit Silikon,

    hier mit Schallschutzanforderung R'W von 35 dB,
    also mit einem Scheibenzwischenraum von 16mm und 2
    Scheiben mit je 10mm Dicke"

    Bin recht verzweifelt, was ich noch tun kann, damit die Dämmung einigermaßen besser wird:(

    Danke
    Viele Grüße
    ultimate
     
  6. #5 Olaf (†), 18. Januar 2009
    Olaf (†)

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    Mal im Ernst...

    wer hat denn das formuliert?


    Schallschutz erreicht man dadurch, dass zwei unterschiedlich dicke Scheiben eingebaut werden, so dass das Schwingverhalten von Scheiben 1 und Scheibe 2 unterschiedlich ist!
    Und für 35 dB schon gar nicht 10mm, da brauch man 4/6. Ob der Fb das gesehen hat und sich nicht an den Unfug gehalten hat?
    Abgesehen davon, dass ich für einen Rw Fenster von 35 idR Glas mit 37 dB brauche.
     
  7. R.B.

    R.B.

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    Wobei ich mich frage

    was diese Messung aussagen soll

    Bei diesem "Messaufbau" sind sehr viele Unbekannte im Spiel die das Ergebnis beeinflussen. Man kann aus der Differenz der beiden gemessenen Pegel also nur bedingt Rückschlüsse auf die Schalldämmung der Fenster ziehen. Ich würde daher die einzelnen Messwerte mit Vorsicht genießen.

    Um die 35dB einigermaßen zuverlässig messen zu können, muß sichergestellt sein, daß alle sonstigen Bauteile des Raums eine deutliche höhere Schalldämmung aufweisen UND daß es für den Schall keinen anderen Weg in den Messraum gibt (Bsp: Tür, Lüftung, andere Fenster).

    Zudem sind vorbeifahrende Fahreuge eine denkbar schlechte Schallquelle für so eine Messung. Mit den üblichen Schallpegelmessern kriegt man da nur Hausnummern aber keine Messergebnisse.

    Die geringe Pegeldifferenz der o.g. "Messung" lässt nur einen Rückschluß zu.

    Es wurde nicht das Fenster gemessen sondern der Schall kam auf einem anderen Weg an das Messmikrofon.

    Unterstellt man nun, daß die Wände etc. eine höhere Schalldämmung aufweisen als das Fenster, dann wäre der Einbau des Fensters wohl eine mögliche Fehlerursache.

    Gruß
    Ralf
     
  8. ultimate

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    Hi Olaf und R.B.!

    Danke für Eure Hilfe!

    Das war die Ausschreibung des Architekten (und das kommt wohl aus einem Programm, das er benutzt).

    Telefonisch hieß es: 36 dB Glas, 8/16/4.

    Gemessen habe ich heute:
    Fenster mit Schallschutz: Gesamt-Glasdicke 25,5mm
    Fenster ohne Schallschutz: Gesamt-Glasdicke 22,5mm
    Messfehler können immer sein, aber 2mm Messfehler passieren mir eigtl nicht. Also warte ich auf den Herstellernachweis.

    Ja, richtig, die Messung war nicht ein direkter Test für das Fenster, sondern sollte zeigen, ob insgesamt richtig gebaut wurde.
    Es kann also an allen möglichen Dingen liegen; für mich ist jetzt das Problem: wie finde ich raus, wo der Fehler liegt.

    Viele Grüße
    ultimate
     
  9. #8 Olaf (†), 18. Januar 2009
    Olaf (†)

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    Wieso...

    Du?!?

    Ich denke, ein Architekturbüro macht die Planung und Leitung? Ich trau ja den Jungs so einiges zu :cool:, aber das mit den 10/10? Und was ist mit dem Uw? Fehlt der?

    Ohne Dir zu nahe treten zu wollen - aber ich frag mich schon.
     
  10. R.B.

    R.B.

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    An so einer Sache kann man sich die Zähne ausbeissen. Du sagst doch selbst, daß Du Laie bist. Da sollen die anstraben die das verbockt haben.

    Sind die Fenster im EG?

    Gruß
    Ralf
     
  11. ultimate

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    Der Architekt soll's richten

    Ihr habt völlig recht, das ist eigtl nicht meine Aufgabe. Der Architekt weiß nicht, was er machen soll (seiner Meinung nach war alles richtig gebaut), und ich wollte in 1 Monat einziehen. Daher suche ich so intensiv nach einer Lösung.

    Im 4. OG, über einem Flachdach, das ca 2m vorsteht

    Viele Grüße
    ultimate
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 19. Januar 2009
    Ralf Dühlmeyer

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    Ähhhh - Zement mal.
    Ist das eine Eigentumswohnung? Und der Architekt nicht der eigene, sondern der des Hauseigentümers/Aufteilers/Verkäufers???


    MfG
     
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  14. ultimate

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    Eigener Architekt

    Hi Ralf!

    Ist meine eigene Wohnung, die vor dem Einzug mit eigenem Architekt umfangreich umgebaut wird.

    Gespräch mit dem Archi von heute morgen hat ergeben:
    Er hatte noch nie Probleme mit dem Thema Schallschutz und hatte das daher vorher nicht auf der Agenda. Er lässt nun einen Bauphysiker eine Berechnung erstellen, daraus ergibt sich dann wohl, wo der Fehler liegt (Fenster / Trockenbau / ...).

    Damit ist das mit den Fenstern erstmal erledigt.

    Vielen herzlichen Dank für Eure Antworten!

    Viele Grüße
    ultimate
     
  15. R.B.

    R.B.

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    Der Glaube stirbt zuletzt. :irre

    Mit der Berechnung kann er nur die groben Daten abstecken Die Schwachstelle wird er jedoch nur mit Messungen vor Ort herausfinden.

    Aber lassen wir ihn mal rechnen. Bin gespannt wie die Sache weitergeht. Also, nicht vergessen uns auf dem Laufenden zu halten.

    Gruß
    Ralf
     
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