Bewehrung einer Säule sichtbar

Diskutiere Bewehrung einer Säule sichtbar im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo, Ihr werdet mich nicht los, leider! Aus einer betonierten Säule in unserem Anbau schaut unten ein Bewehrungseisen heraus. Umgeben ist alles...

  1. #1 KarinK, 01.12.2009
    Zuletzt bearbeitet: 01.12.2009
    KarinK

    KarinK

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    Hallo,
    Ihr werdet mich nicht los, leider! Aus einer betonierten Säule in unserem Anbau schaut unten ein Bewehrungseisen heraus. Umgeben ist alles von "Kiesnestern". Die anderen beiden Säulen schauen genauso aus. Fragt bitte nicht, wieso ich das nicht schon eher gemerkt habe, ich weiß es nicht. Als das betoniert wurde, hatten beide Kinder die Schweinegrippe und eins davon hat Asthma.... Der Statiker hat es wohl auch nicht gesehen. Die Säulen hat er eingeplant, da wir ein Fenster über Eck direkt im Anschluss an den Bestand haben wollten. Wahrscheinlich war das schon keine gute Idee.

    Da meine Nerven langsam immer dünner werden, werde ich wohl nicht mehr meinen Statiker fragen, sondern mich nach jemandem umsehen, der mir den gesamten Anbau durchschaut. Aber vielleicht fällt Euch ja schon vorher etwas dazu ein. Interessanterweise decken sich nämlich Eure Aussagen selten mit denen meiner "Fachleute", siehe Statiker, vor Ort.
    Bild anbei. Das müsste man eigentlich drehen, ich weiß aber nicht, wie das geht, Sorry. Den Bewehrungsstab kann man ganz dezent rechts unten, da wo es feucht ist erkennen.
    Viele Grüße
    Karin
    Ach ja: Schief ist die Säule außerdem. Sie steht oben von der Bestandswand wesentlich weiter weg, als unten.
    [​IMG]
     
  2. Yilmaz

    Yilmaz

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    Die Bewehrung aus der Bodenplatte hat nicht genau dort rausgeschaut wo es sollte, die wurden dann passend gebogen aber ganz unten hat man nicht mehr biegen können. Es ist nicht schön entscheiden soll eure statiker.
     
  3. #3 JamesTKirk, 01.12.2009
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 01.12.2009
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Das muss sich jemand anschauen, der davon Ahnung hat.

    Mal allgemein gesprochen:
    Bei den Kiesnestern muss alles weg, was lose ist. Das kann man mit Hammer und Meisel gut prüfen. Alles was wegplatzt ist fürn Hintern.
    Weiterhin ist, wenn die Bewehrung an der Oberfläche liegt,

    a) diese nicht vor Korrosion geschützt, und
    b) der Brandschutz an dieser Stelle nicht ausreichend.

    Das muss definitiv instand gesetzt werden. Der Stützenfuss ist natürlich statisch kritisch, und wenn die Kiesnester zu gross sind hilft nur noch ein Entfernen der Stützen und Neubau (diesmal mit verdichtetem Beton).

    P.S.: Mach mal bitte noch ein schöneres Bild von der Situation
     
  4. KarinK

    KarinK

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    Hallo,
    mir ist noch etwas eingefallen. Der Beton für die Säulen wurde vom Betonauto einfach in den Garten gekippt. Von da aus wurde er dann mit so einem Teil am Bagger zur Schalung rübergehoben und von da aus mit Schaufeln eingefüllt. Ich war damals sehr irritiert, da hatte meine Kleine aber gerade hohes Fieber und ich konnte mich nicht weiter kümmern. Aber vielleicht hilft das ja, die Sache zu beurteilen. Betoniert wurde das Ganze dann in einem.

    @JamesTKirk: Schönere Bilder werde ich morgen sehr gerne versuchen.

    Danke schon mal
    Karin
     
  5. #5 pauline10, 02.12.2009
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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    So darf man eine Säule nicht betonieren! Es sei denn sie ist nur 1 m hoch. Der Beton darf nur 1 Meter frei fallen. Die feinen Anteile bleiben beim Fallen an der Bewehrung hängen und unten kommen nur die Kieselsteine an. Diese Kiesel kann auchder Rüttler nicht mehr retten.

    Der Rüssel der Betonpumpe hätte in die Schalung der Säule gehört!!!

    Mit der Schaufel einfüllen geht nicht. Es sei denn man hätte einen Trichter mit angehängtem Schlauch mit der Schaufel gefüllt.

    pauline
     
  6. #6 Ralf Dühlmeyer, 02.12.2009
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    Und das steht wo, liebe Pauline? Nenn doch bitte mal die genaue Fundstelle.
    Oder ist das wieder nur Dampfgeplaudere?
     
  7. #7 JamesTKirk, 02.12.2009
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Wenn ich mal unterbrechen darf:

    Eine normative Regelung über diesen ominösen Meter gibt es nicht. Es existiert aber ein DBV-Merkblatt "Betonierbarkeit von Bauteilen aus Beton und Stahlbeton" aus dem Jahr 1996 (2004 überarbeitet), in dem in Abschnitt 3.2 -Betoneinbau- steht, dass bei "Einbauhöhen größer als 1,5 m Einbaurohre oder -schläuche" einzusetzen sind. :konfusius
     
  8. #8 DerSuchende, 02.12.2009
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    Sollte es Sichtbeton sein?
    dann hat Pauline es aus dem Zement-Merkblatt, Betontechnik, B 7. 2008

    MfG
     
  9. #9 Ralf Dühlmeyer, 02.12.2009
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    Schön, das Pauline ihre Rezepte jetzt schon diktiert bekommt :mad:
     
  10. gast3

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    sorry Ralf, aber das ist :mega_lol: - nicht grämen
     
  11. #11 JamesTKirk, 02.12.2009
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    Ralf, Du weisst doch genau, dass sich dieser 1m-Mythos hartnäckig in der Beton-Welt festgesetzt hat und jeglicher DIN-technischer Substanz entbehrt.

    Aber gut, wenn das nicht gewünscht ist, trage ich halt in diesem Forum nichts mehr bei. :mad:
     
  12. #12 Der Bauberater, 02.12.2009
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  13. gast3

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    doch wird :biggthumpup: - wir lernen alle gerne
     
  14. #14 Carden. Mark, 02.12.2009
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    @James, lass Dich von den PrivatFehden nicht vom Antworten abhalten.
    Passt schon.
    Bisher hast gerade Du immer das Richtig Maß zwischen guter Forumarbeit aber NICHT DYS gehalten.
    Mach weiter so.
     
  15. #15 maxplacid, 02.12.2009
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    DAfStb-Richtlinie "Wasserundurchlässige Bauwerke aus Beton" fordert, dass für freie Fallhöhen von mehr als 1 m stets Anschlussmischungen aus Beton mit 8 mm Größtkorn einzusetzten sind. Dessen Höhe sollte mindestens der Bauteilstärke entsprechen.

    Da es dabei generell um Entmischung des Betons geht, kann man davon ausgehen das es wohl nicht falsch wäre die Richtline nicht nur bei WU-Bauteilen anzuwenden.


    @ Pauline
    Beim Entmischen gehts nicht haupsächlich darum das der Sand mit Zementleim an der oberen Bewehrung kleben bleibt, sondern das durch die Wucht des fallenden Beton das Großkorn (schwerer als der Sand) nach unten getrieben wird. Deshalb entstehen dann Kiesnester.


    So, Klugscheißmodus aus:D

    Grüße
    Max
     
  16. #16 JamesTKirk, 02.12.2009
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Nu werde ich aber fast rot :o
     
  17. KarinK

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    Hallo,
    bei dem schöneren Bild muss mir mein Bruder helfen, kommt aber noch.
    Ich habe jetzt vorhin nach dem Wegkehren der vielen herumliegenden Kieselsteine entdeckt, dass bei dieser Säule an den anderen Ecken ebenfalls Eisen rausschauen. Die Eisen sind jedoch alle abgezwickt. Sie enden da.
    Dann habe ich mit dem Hammer geklopft und auch das Eisen, das ich Euch schon gezeigt habe, geht oben nicht mehr weiter. Jetzt bin ich ganz verwirrt. Als Bewehrung haben aus der Bodenplatte 4 Eisen für diese Stütze herausgeschaut. Sind das die? Oder was ist das? Mein Statiker will morgen mal vorbeikommen und schrieb schon, dass man Kiesnester verspachteln kann. Ich glaube, die verstehen sich recht gut, Statiker und Bauunternehmer. Bin mal gespannt.
    Wisst Ihr, was die Maurer da gemacht haben könnten? Haben da abgezwickte Eisen was verloren?
    Viele Grüße
    Karin
     
  18. derF

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    Ich tippe mal, dass das nicht die Bewährung ist was Du siehst, sondern kurze Eisenstücke, die zum Anlegen der Schalung gedient haben. Die haben jetzt keine Funktion mehr.

    Aber am besten beurteilt das Dein Statiker vor Ort.
     
  19. #19 maxplacid, 03.12.2009
    maxplacid

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    Das sollte sich Dein Statiker wirklich anschauen!
    Langsam glaub ich auch, wie Yilmaz schon sagte, das die Anschlußbewehrung an der falschen Lage war und sie deshalb den Bewehrungskorb der Stütze nicht richtig aufstecken konnten....dann haben sie die Eisen abgeschnitten.

    Es könnten aber auch ganz einfach die Eckeisen der Stütze sein die nach unten einfach zu wenig Betondeckung haben......wäre aber genauso seltsam, da man dann ja eigentlich auch die horizontalen Bügel sehen müßte...

    Wie gesagt, Statiker vor Ort anschauen!!!!!! Von hier glaub ich nicht zu beurteilen.

    Grüße Max

    PS: Was is jetz mit der verklebten Deckenschalung passiert? Hats geklappt?
     
  20. #20 JamesTKirk, 03.12.2009
    JamesTKirk

    JamesTKirk Gast

    Die Kiesnester gehören instand gesetzt, nicht nur verspachtelt. :konfusius
     
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