Biberschwanz oder Pfanne?

Diskutiere Biberschwanz oder Pfanne? im Dach Forum im Bereich Neubau; Hallo, ich möchte mein Dach neu decken lassen. Nach einigen Angeboten und den sich daraus ergebenden, verschiedensten Möglichkeiten und Optionen...

  1. fliro1

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    Hallo,
    ich möchte mein Dach neu decken lassen. Nach einigen Angeboten und den sich daraus ergebenden, verschiedensten Möglichkeiten und Optionen bin ich jetzt nicht sicher, welche Eindeckung die richtige für unser Haus ist.
    Das Haus ist Bj. 1928 und mit Biberschwanz doppelt eingedeckt (Art déco). Jeder Ziegel ist mit etwas Mörtel auf dem darunter liegenden fixiert.
    Mir geht es nicht um die Entscheidung bezüglich der Optik oder der Kosten.
    Mich beschäftigt vielmehr die Langlebigkeit und Belastbarkeit der verschiedenen Eindeckungen in Bezug auf die zunehmenden Stürme und Unwetter.
    Mein Dachdecker meint die Pfanne wäre besser. Ich würde aber dem Haus mit einer Pfanne kein Gefallen tun. (Optisch)
    Die Entscheidung soll momentan zwischen Pfanne Braas Topas 13 V in Kastanie oder Biberschwanzziegel Opal 15,5 x 38 in Kastanie fallen. Beide Varianten sind auf einer Aufsparrendämmung Bauder PIR SF 100 mm vorgesehen.

    Ich wäre sehr dankbar für hilfreiche Hinweise!
     

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  3. ManfredH

    ManfredH Gast

    Stimmt !

    Schade :-(
     
  4. #3 Gast036816, 20. Januar 2013
    Gast036816

    Gast036816 Gast

    sowohl die pfannen, die aufsparrendämmung als auch eine andere farbe bekommt dem haus nicht. mach biberschwanz in ziegelrot drauf und das haus behält seinen charme.
     
  5. H.PF

    H.PF

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    Du tust dir keinen Gefallen mit der Pfanne...

    Bleib bei Biberschwanz, klammer die wie vorgeschrieben und alles wird gut...
     
  6. Biber53

    Biber53

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    Hallo fliro,

    na das ist doch mal ein Thema...

    Wenn heutzutage ein Biberschwanzziegeldach umgedeckt wird, neue Pfannen eingedeckt werden, dann hauptsächlich wegen der Kosten.
    Du solltest Dir das vorher natürlich ansehen bzw. überlegen.
    Aus Sicht des Dachdeckers war und ist das Dach für Biberschwanzziegel wie geschaffen. (Ideale Dachneigung, stark gegliedert, sehr gut einsehbar)
    Die Windsogsicherung bei der Biberdoppeldeckung ist besser herzustellen als bei einer Pfanneneindeckung.

    Dein Dachdecker dürfte nicht vom Fach sein, Angst haben vor Detailausbildungen. Insbesondere vor den eingebundenen Kehlen. (Die sollten unbedingt wieder ausgeführt werden)
    Schnittform und Farbe (Engobe) wäre natürlich ein Thema. Auf keinen Fall naturrot, da die Ziegel zu schnell Dreck aufnehmen (außer wenn gewollt)
    Segmentschnitt (wie früher bei Euch üblich) wäre für die Kehlen optisch schöner, allerdings auch schwieriger auszuführen (ohne die Viertelziegel, welche ich persönlich im Kehlbereich nicht einbaue)

    Der Opal dürfte Süddt. Format haben, somit 18 cm breit. Zubehör des Herstellers gilt es zu beachten, da gibt es Unterschiede. Die momentane Fertigung des Opals müßte hinterfragt werden. Früher gab es da unterschiedliche Qualitäten gegenüber anderen Herstellern.

    Aus meiner Sicht sollten hier nur Biberschwanzziegel aufs Dach kommen. Doch Du brauchst unbedingt einen Verarbeiter, welcher hierin (sehr) fit ist. Die Ausbildung der Details sollte unbedingt vorab geklärt werden.

    mfg
     
  7. #6 Alfons Fischer, 21. Januar 2013
    Alfons Fischer

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    ich bin auch für Biberschwanz auf diesem Dach. Und für naturrot ;-)

    (ein Dach verschmutzt nicht, es bekommt Patina!) :mega_lol:
     
  8. Biber53

    Biber53

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    Guten Morgen Alfons,

    ich hoffe Du willst mich nicht ärgern.
     
  9. Neutal

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    War dieses Dach nicht schon einmal hier und sollte angehoben werden??
    Bei solchen Gebäuden würde ich auch die Deckung beibehalten und wieder Biber oder einen schönen Falzziegel nehmen. Keinesfalls irgend eine Betonpfanne.
     
  10. fliro1

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    Hallo Manfred,
    Danke für den Spiegel! Ich meinte allerdings nicht dass mir die Optik egal ist. Da tendiere ich eh zum Biberschwanz. Ich dachte nur in Zeiten zunehmender Stürme sollte ich über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Optionen besser informiert sein.
     
  11. fliro1

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    Hallo Rolf,
    vielen Dank für deine Tipps. Warum ist die Aufsparrendämmung nicht zu empfehlen? Ich dachte dies wäre die beste Dämmvariante, insbesondere wegen der Dampfsperre und den Kältebrücken. Die Hälfte des Daches ist bewohnt und ich kann bzw. will nicht alle Verkleidungen innen aufreisen. Mir wurde gesagt, dass die Zwischensparrendämung von außen problematisch sei.
     
  12. fliro1

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    Hallo H.PF

    Danke, ich merke schon, dass hier alle zum Biberschwanz raten.
     
  13. fliro1

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    Hallo Alfons,

    danke für deine Meinung.
     
  14. fliro1

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    Hallo Flocke,

    das Dach war sicher noch nicht hier im Forum, da ich erst seit gestern angemeldet bin. Danke für deine Meinung. Betonfanne wird es ganz sicher nicht!
     
  15. H.PF

    H.PF

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    Aufdachdämmung sorgt halt dafür, das dein Dach 10 - 15 cm höher kommt. Dieser Abstand muß irgendwie aufgefangen und verkleidet werden an den Rändern. bei einem normalen satteldach nicht so das Problem, bei einem solchen Haus liegt die Schönheit dann in der Detailarbeit...

    Du weißt das eine PIR-Aufdachdämmung eine Katastrophe in Bezug auf Schallschutz ist? Da hörst du ALLES durch!

    Du solltest überlegen, ob du nicht Holzfaserplatten oder Steinwolle nimmst...
     
  16. Gast036816

    Gast036816 Gast

    erst einmal hat dein dach bei den giebelansichten schöne, schmale ansichtskanten. die werden mal locker verdoppelt durch die aufsparrendämmung. weiter hast du ein geometrisch anspruchsvolles dach, da muss dein dachdecker schon sehr genau arbeiten, dass am ende nicht alle fugen mit unmengen an schaum zugeklebt werden. optisch ist die aufsparrendämmung auf jeden fall nachteilig für dein dach.
     
  17. Siedler

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    Ja - auf jeden Fall die Biberschwanz, wobei man den Topas mit Sicherheit auf dem Dach keinen Fehler machen würde. Bei der Farbe unbedingt keine glasierten Ziegel nehmen (die Kastanie glänzen in der Sonne wie ein Spiegel - fürchterlich!). Naturrot würde sehr gut passen, aber wegen der Anfälligkeit für Verschmutzung würde ich dann doch lieber einen engobierten Ziegel bevorzugen.
    Wenn es mein Haus wäre käme der Opal standart in kupferrot aufs Dach.

    Gruß
     
  18. fliro1

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    Hallo Siedler,
    vielen Dank für deinen Beitrag. Ich finde ja persönlich die glänzenden Dächer gar nicht so fürchterlich. Glasiert fällt natürlich aus, aber die engobierte Kastanie scheint je auch etwas besser den Schmutz/Moos zu trotzen. Aber ich schau mir auf jeden Fall mal ein Opal kupferrot an.
     
  19. fliro1

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    Hallo H.PF
    danke für deinen Hinweis mit dem Schallschutz. Höre ich zum ersten mal, und unsere Straße (Pflasterstein) (eigentliche die gesamte Gegend ist ganz schön laut). Andererseits wohne ich in der Mitte, aber man weiß ja nie....
     
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  21. Siedler

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    "Kastanie" ist aber nicht "engobiert" sondern "glasiert". Das Wort "seidenmatt" besagt lediglich, daß die Glasur nicht ganz so dick und somit auch nicht so glatt aufgetragen wird. Spiegeln tun sie trotzdem enorm (hab so ein Dach in meiner Nachbarschaft).
    Ist natürlich geschmacksache. Aber zu einem Dach wie Deinem (übrigens ein wunderschönes Dach) gehört einfach ein naturroter oder ein kupferroter Ziegel. Ist halt meine Meinung.

    Gruß
     
  22. fliro1

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    Hallo Rolf,
    vielen Dank für Aufklärung. Aber auch eine nach Energiesparverordnung notwendige Aufdopplung für 180er Zwischensparrendämmung bringt das Dach etwas höher. Wenn es nach den Kosten ginge, wäre eine einfache 140er Dämmung am günstigsten und würde die alte Dachhöhe beibehalten. Ich möchte aber auf jeden Fall vorhersehbare Probleme minimieren bzw. ausschließen.
    Den Dachkasten wollte ich eigentlich mit Naturschiefer verkleiden, da ich sonst in 5-10 Jahren wieder mit Pinsel und Farbe antreten muss.
    Wahrscheinlich hagelt es jetzt wieder jede Menge Kritik, aber ich möchte ja eben auch die Meinung von Anderen und Fachleuten hören!
     
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