Biegesteife Sohlplatte wirtschaftlicher?

Diskutiere Biegesteife Sohlplatte wirtschaftlicher? im Beton- und Stahlbetonarbeiten Forum im Bereich Neubau; Hallo zusammen, ich möchte ein Doppelhaus mit insgesamt 150 m² Grundfläche bauen (beide Hälften zusammen). Die Abmessungen sollen 13.00 x 11.50...

  1. #1 Uwe1967, 14.02.2010
    Uwe1967

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    Hallo zusammen,

    ich möchte ein Doppelhaus mit insgesamt 150 m² Grundfläche bauen (beide Hälften zusammen). Die Abmessungen sollen 13.00 x 11.50 Meter sein.
    Im Bodengutachten steht Folgendes:
    Eine Flachgründung ist mit einigen Zusatzmaßnahmen möglich. Der Mutterboden ist restlos zu entfernen und durch zu verdichtenden Füllsand zu ersetzen. Der unterlagernde steife Geschiebelehm reicht nicht tief genug, um zur Lastabtragung dienen zu können. Er ist auszuheben, genauso wie die obersten 50 cm des weichen Geschiebelehmes. In jedem Fall ist für die Schaffung eines mindestens 60 cm starken verdichteten Sandpolsters unterhalb der Gründungsebene Sorge zu tragen. Eine Gründung auf Streifenfundamenten üblicher Abmessungen ist unter dieser Voraussetzung möglich. Eine offene Wasserhaltung ist vorzuhalten. Alternativ kann geprüft werden, ob eine Gründung auf einer biegesteifen Sohlplatte und einem Austausch lediglich des Mutterbodens wirtschaftlicher ist.
    Der Boden ist wie folgt aufgebaut: 55cm Mutterboden, bis 100cm Schluff/steifer Geschiebelehm, bis 230cm Schluff/weicher Geschiebelehm.

    Da ich von Mechatronik viel, aber von Hausbau fast keine Ahnung habe, möchte ich hier ein paar Fragen loswerden.
    Verstehe ich es richtig, daß in jedem Fall ein 60 cm Sandpolster unter die Bodenplatte muß? Auch, wenn eine biegesteife Sohlplatte errichtet wird? Frostschürzen müssen ja so oder so drumherum.
    Oder muß bei koventioneller Bodenplatte mit Streifenfundamenten 1,50 Meter ausgehoben und mit Füllsand ersetzt werden?
    Was hat es mit der offenen Wasserhaltung auf sich? Gilt das nur für die Baugrube bzw. die Zeit, bis die Bodenplatte fertig ist?
    Was ist mit Gründungsebene gemeint? Ist das quasi die Unterkante der Bodenplatte oder der Sauberkeitsschicht?

    Herzlichen Dank schon mal an alle, die bis hierher gelesen haben! :)

    Gruß aus Kiel

    Uwe
     
  2. #2 pauline10, 14.02.2010
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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
    Das ist Aufgabe des TWP aus den werten des Bodengutachtens eine sinnvolle Lösung zu finden.

    Möglicherweise kann man mit einer bewehrten Betonplatte den Austausch des Bodens vermeiden. Die Last wird auf eine große fläche verteilt und alles ist tragfähig genug.

    Wenn man aber einen weichen Geschiebelehm vorfindet, sollte man den doch besser entfernen und ggf durch Sand ersetzen. Man weiß nie, wie der sich in den kommenden 50 Jahren verhält.

    Der Grundwasserstand ist offenbar so hoch, daß man sogar ohne Keller eine Wasserhaltung vorsehen muß. Kann ich mir zwar nicht so richtig vorstellen, aber wenn es so ist.

    Wenn eine Wasserhaltung notwendig ist, wird man sie so lange betreiben müssen, bis das Bauwerk nicht mehr aufschwimmen kann.

    Oder die Baustelle läuft voll Wasser, dann schwimmt auch nichts. Aber man kann dann nicht bauen.
    Der Schürmann Bau sollte da kein Vorbild sein.

    Hat man denn bei der Planung des Baugebietes nicht daran gedacht, die Straße aufzufüllen, alles auf den Boden zu bauen und beizufüllen. Dann wäre doch das Problem mit dem hohen Grundwasserstand erschlagen gewesen. Wo waren denn da die Grünen Politiker?

    pauline
     
  3. #3 MoRüBe, 14.02.2010
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    MoRüBe Gast

    Könnte es sein...

    ... daß der Bodengutachter einen an der Waffel hat?? :mauer

    Oder soll hier ernsthaft Boden bewegt werden um die Kosten für xy in die Höhe zu treiben??
     
  4. #4 Uwe1967, 14.02.2010
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    Nee, der Bodengutachter ist ein recht renommierter hier. Also von daher wird das alles schon seine Richtigkeit haben.

    Ja, der TWP wird es schon richten, aber ich wollte halt gerne vorher wissen, ob die mich veräppeln wollen oder nicht.

    Aber noch mal zu meiner ursprünglichen Frage mit der biegesteifen Sohlplatte. Muß unter diese ein 60 cm starkes Sandpolster? Kann man die Sohlplatte auch mit Stahlfaserbeton ausführen? Dann könnte man sich ja die extra Bewehrung sparen.

    Gruß

    Uwe
     
  5. #5 wasweissich, 14.02.2010
    wasweissich

    wasweissich Gast

    stahlfaserbeton...........

    biegesteife Sohlplatte..........

    das passt nicht so recht zusammen .
     
  6. mls

    mls Bauexpertenforum

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    klare und eindeutige antwort: es kommt drauf an.
    • auf den baugrund im besonderen
    • auf den grundriss
    • auf den bemessungswasserstand
    • auf den tragwerksplanerischen enthusiasmus
    • auf die persönliche risikobereitschaft
    • auf .. usw.
     
  7. #7 Uwe1967, 14.02.2010
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    Ok, also muß ich doch zunächst das Angebot bzw. die vorgesehene Ausführung durch den Bauträger abwarten und mir dann eine zweite Meinung einholen.

    Kann ich damit dann zu jedem Tragwerksplaner gehen? Evtl. auch hier im Netz?

    Gruß

    Uwe
     
  8. #8 fmw6502, 14.02.2010
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    Wie schon immer wieder in verschiedenen threads von verschiedenen Leuten geschrieben worden ist, ist die Hinzuziehung von selber bezahlten und kritischen Sachverstand sehr sinnvoll und kann ggfs. Mehrkosten oder Katastrophen abwenden.

    Gruß
    Frank Martin
     
  9. Julius

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    Und zwar insbesondere auch VOR Vertragsunterzeichnung (fachliche UND rechtliche Prüfung).
     
  10. gast3

    gast3 Gast

    mmh - ja - also - genau so hört es sich an :konfusius
     
  11. #11 Uwe1967, 15.02.2010
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    @Helge

    War das nun ironisch gemeint?? Ich kann den Konfuzius nicht so wirklich deuten...

    Gruß

    Uwe
     
  12. mls

    mls Bauexpertenforum

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    wenn der bgga wirklich an "biegesteife bodenplatte" denkt, hätte der mit
    mir ein problem - weil, dann reden wir mal über nachschulung :p

    das gründungsrumgeeiere mag auch daran liegen, dass der gute nie ein
    vernünftiges feedback bekommt - das lässt prognosen zu, was noch
    (planerisch) passieren kann...

    ich kann mir kaum einen (mittelmässigen bis schlechten) baugrund vorstellen,
    der streifenfundamente günstiger darstellbar erscheinen lässt, als eine
    bodenplatte.
     
  13. #13 Uwe1967, 15.02.2010
    Uwe1967

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    @mls

    Also meinst Du, daß ein Bodenaustausch und ein Sandpolster in jedem Fall ausreichend ist. Für eine normale Flachgründung mit Streifenfundamenten.
    Es wird ein 1 1/2 geschossiges Doppelhaus ohne großen Firlefanz, also übermäßige Kräfte/Lasten sind nicht zu erwarten.
    Ach ja, Wasserführung ist ab etwa 1,60 Tiefe gelotet, im Winterhalbjahr ist diese etwa 80 cm höher zu erwarten. Laut Bodengutachter.

    Gruß

    Uwe
     
  14. mls

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    nein, meine ich nicht.
    du hast sicher nur einen ausschnitt aus dem gutachten wiedergegeben.
    um e. qualitativ und quantitativ (!) vernünftige aussage treffen zu können,
    muss man sich schon mehr damit befassen.

    bei "Doppelhaus ohne großen Firlefanz" erinnere ich mich an e. begutachtung:
    "firlefanz" bestand damals aus der planung, weil die gabs nicht. stattdessen
    gabs erhebliche risse im keller, in den innenwänden und rund 12cm
    durchbiegung im dach. vorher fanden alle alles ganz einfach - ich finde,
    bei 7m-DHH ohne tragende innenbauteile ist nix mehr einfach ;)
     
  15. gast3

    gast3 Gast

    liegt wohl (hoffentlich) wie oben schon vermutet am "ungünstigen Auszug" aus dem Gutachten, aber wer soll das denn auf welcher Grundlage entscheiden / prüfen.


    Da sind die bautechnischen Maßnahmen klar zu definieren, Bettungsmodul anzugeben und das Telefonat mit dem TWP sollte wohl auch drin sein.
     
  16. #16 Uwe1967, 15.02.2010
    Uwe1967

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    Ich werde diese Woche mal ein Statiker aufsuchen, mal sehen, was der dazu meint. Mein Geld ist einfach zu sauer verdient für irgendwelchen Pfusch. Den man eigentlich schon von vorne herein aussortieren kann.

    Gruß

    Uwe
     
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