Bitte um Hilfe für junge Familie

Diskutiere Bitte um Hilfe für junge Familie im Baufinanzierung Forum im Bereich Rund um den Bau; Hallo,... ich stell uns kurz mal vor. Wir sind eine 3 köpfige junge Familie. Ich (fast 25) und meine Frau (22) sind seit stolze 2,5 Monate...

  1. Judy

    Judy

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    Hallo,...

    ich stell uns kurz mal vor.
    Wir sind eine 3 köpfige junge Familie.
    Ich (fast 25) und meine Frau (22) sind seit stolze 2,5 Monate verheiratet :D und haben bereits eine 2 jährige Tochter.

    Nun wollen wir uns endlich den Traum eines Eigenheims erfüllen.
    Haben jetzt auch schon was genaueres im Auge :wow
    Wohl oder Übel handelt es sich um eine Zwangsversteigerung, die schon in einem Monat stattfindet.

    Nun durchforste ich schon seit etlichen Tagen das Internet und mir kommt es so vor...je mehr ich lese...desto weniger seh ich durch :fleen
    Da ich leider auch nichts zu verschenken habe und keine Lust habe mich übers Ohr hauen zu lassen, bitte ich euch zu tiefst um eure Hilfe.

    Kommen wir zu den Fakten.
    Das Haus hat einen Verkehrswert von 140 000 €.
    Wir hoffen das Haus für unter 100 000 € zu bekommen.
    Das wäre unsere persönliche Grenze für dieses Anwesen.
    Das Haus ist relativ neu...Baujahr ca. 2000 und wird zur Zeit noch bewohnt.
    Was mir auch für die Leute leid tut, die raus müssen.
    Da wir uns selber noch einbringen wollen, dachten wir uns, zusätlich
    20 000- 30 000 € aufzunehmen.
    Eigenkapital ist leider Null da ich ein kostspieliges Hobby habe, Autos :mauer:D
    das blöde ist nur, das ich zur zeit noch ein Autokredit am laufen habe von ca. 9000 € zu je 400 € im Monat also noch knapp 2 Jahre.
    Wir haben ein Nettoeinkommen zusammen von ca. 3000 €.
    Wir dachten an einer monatlichen Rate von 750 € so das wir in < 20 Jahren fertig wären.

    Fassen wir also nochmal kurz zusammen...

    Darlehen 120 000-130 000 €
    Nettoeinkommen 3000 €
    Wunschrate 750 €
    Bestehender Kredit 400 € noch 2 jahre


    Kommen wir nun endlich zu meinen Fragen :D

    1. Da wir danach auch nicht wie die Kirchenmäuse leben wollen, wären uns 750 € + 400 € Autokredit zu viel, also was wäre eurer Meinung nach die beste Variante???
    - Unsere Schmerzgrenze von 130 000 € beantragen und damit den Autokredit mit ablösen???
    - Könnte ich den Kredit erstmal für 2 Jahre festlegen mit einer niedrigen Rate und das dann ändern wenn der Autokredit abgezahlt ist???
    - Die Sparkasse meinte für eine Umschuldung wäre der Betrag zu groß.
    Gibt es sonst noch Möglichkeiten???

    2. Wie sieht genau die Förderung der KFW-Bank aus???
    30 % könnte man ja Zinsgünstig bei den beantragen...wären dann 39 000 €
    Zahlt man den paralell zum anderen Kredit ab mit der gleichen Laufzeit???

    3. Was kann man bei der Wohn-Riester rausholen???
    Ich konnte bis jetzt noch nichts genaueres darüber finden...nur damit es sie gibt :p
    Ich besitze zur zeit überhaupt keine Riester-Rente oder der gleichen.
    Meine Frau hingegen schon...wo auch unsere Tochter mit rein zählt


    4. Welche Fördermittel können wir noch beantragen???
    Wir leben im Brandenburg...vielleicht ist das ja wichtig.

    5.Wäre es eventuell ratsam eine geringere Monatsrate zu nehmen und gleichzeitig etwas anzusparen um das Dalehen eher zu begleichen???
    Dadurch müsste man aber eine geringere Tilgung wählen und man würde im Endeffekt mehr Zinsen zahlen oder???

    5. Welche Finanzinstitute könnt ihr mir empfehlen???
    Was wäre ein guter Zins bei 10 bzw 15 Jahren Zinsbindung???
    Ich geh immer lieber auf die Sichere Seite und weiß woran ich bin.


    Tut mir leid für die vielen Fragen die bestimmt schon alle mal ähnlich beantwortet wurden.
    Wäre Euch aber super dankbar wenn ihr mir ein bisschen Licht ins Dunkle bringen könnt.


    Ich bedanke mich schonmal im Voraus und wünsche noch einen schönen Abend.




    Mit freundlichen Gruß
     
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  3. flo79

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    Hihi,

    also zuerst würd ich mal eine ausführliche Finanzanalyse machen. Kann man irgendwo Eigenkapital beschaffen? Sei es aus Lebensversicherungen, Geld von den Eltern usw. plus Aufstellung eurer Ausgaben.

    Dann fallen beim Kauf ja noch Nebenkosten an. Wenn ich von 100.000 Kaufpreis ausgehe sind das mal locker 5.000 Euro. Kommen dann noch die 30.000 für Eure Vorhaben dazu oder is das scho drin?

    Dann muß man die Autofinanzierung anschaun, Welcher Zinssatz? Restschuld bei Ablösung? Evtl. kann man das umschulden. Längere Laufzeit. Niedrigere Rate.

    Bei 3.000 euro Nettoeinkommen ist die Finanzierung normalerweise darstellbar. Warum eure Sparkasse da nicht mitmacht sollte sie euch erklären!

    Am besten wärs natürlich eine Bank zu finden die alles zusammen finanziert. Also im schlimmsten Fall die 145.000 euro. Selbst dann mit Kfw (Wohneigentumsprogramm/35 J. LZ/5 frei/15) und dem Rest als Bankdarlehen (mit Sondertilgung und Möglichkeit der Tilgungssatzänderung) komm ich so auf ne mtl. Belastung von rund 715 Euro und das nur mit relativ schlechten Konditionen gerechnet.

    Riester müßt mer euren bestehenden Vertrag anschaun. Zur Lage in Brandenburg kann ich leider nichts sagen da aus Bayern bzw. Franken.

    Normal müßts klappen wenn ihr das Haus bei 100.000 bekommt!

    Viel Glück Flo
     
  4. bernix

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    ...das haben sich die Banker, die die Finanzkrise verschuldet haben, wohl auch gedacht.....:D

    Mir mißfällt da einiges:

    Zeitrahmen zu kurz,
    Kein Eigenkapital,
    Haus unbekannt,
    Haus bewohnt,
     
  5. #4 ReihenhausMax, 8. Oktober 2010
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    Ein Haus, das man vermutlich nicht selber mit einem Sachverständigen besichtigen
    kann und daher nicht weiß, was an Schäden lauert, mit einer 100+x% Finanzierung
    zu kaufen ist extrem riskant. Am Ende gibts noch Ärger bei der Räumung ...

    Klärt die offenen Finanzfragen, die Ihr aufgelistet habt, ggf. gibts ja bei der
    Verbraucherzentrale auch die Möglichkeit einer neutralen und kostengünstigen
    Analyse Eurer gesamten Finanzsituation. So schnell werden die Zinsen auch nicht
    steigen und beim Hauskauf sollte man generell nicht in Torschlußpanik verfallen,
    die Angebote wachsen nach. Eine Analyse, wofür man eigentlich Monat für Monat
    sein Geld ausgibt und wo man ggf. doch etwas sparen kann, ist auch sehr
    hilfreich, um die eigenen Möglichkeiten fundierter einzuschätzen. Bei unserem
    ersten Immobilienkauf hatten wir mangels Buchführung dazu einfach über ein
    Jahr die Kontoauszüge analysiert und die Anteile dessen, was wir bar zahlen
    grob überschlagen.
     
  6. flo79

    flo79

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    @ bernix. Tja, es gibt und gab solche und solche Banker. Diese Aussage mit der Finanzkrise is ja scho biserl langweilig. Probieren sollte es die Familie aber trotzdem. Besser als immer zur Miete zu wohnen.

    Zeitrahmen is mit einem Monat/ wenn sofort gehandelt wird nicht zu kurz.

    Ja fehlendes EK is schlecht. Deswegen gehört ja erst die gesamte Situation angeschaut. Wie sieht das Girokonto der Kunden aus (überzogen, immer was drauf, Versicherungen, familiäre Situation, Schufa-Selbstauskunft einholen usw.)

    Haus unbekannt. Wird ja wohl irgendwelche Unterlagen oder sogar Wertgutachten geben. Verkehrswert soll ja 140.000 sein. Die versteigern das ja nicht als unbekannt.

    Haus bewohnt. ja nicht so toll. Aber kaum ne Immo die man kauft ist perfekt.

    Gibt 2 Möglichkeiten. Er probieren. Das kostet ja nix. Oder es bleiben lassen.

    Grüßle Flo
     
  7. Terra

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    Mir missfällt der Hauspreis von 140.000 €:Brille

    Das Haus ist von 2000 und steht auf einem Grundstück.

    Ich kenne Eure Gegend nicht, aber nehmen wir mal an das Grundstück ist 400 m² groß und kostet 150€/m². Das sind nach Adam Riese 60.000 €. So, der Betrag steht schon mal sicher fest.

    Dann kommen für das Haus nur noch 80.000 € zusammen!?
     
  8. #7 Ralf Dühlmeyer, 8. Oktober 2010
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    Bitte auch mal die rechtliche Seite bedenken:

    1) Nach einem ganz aktuellen Urteil ist eine Kündigung auf Eigenbedarf erst nach der Eintragung im Grundbuch zulässig -> ab da dann 3 Monate Kündigungsfrist.
    Es kann also sein, dass Ihr ein halbes Jahr braucht, bis Ihr den ersten Handschlag in dem Haus machen könnt.
    In dieser Zeit zahlt Ihr noch Miete, aber auch schon zumindest Zinsen für Eure Finanzierung!!!

    2) Wenn die Altbesitzer bockig sind, müsst Ihr sie räumen lassen! Das kostet a) Zeit und b) Geld.
    Der Gerichtsvollzieher lässt sich nämlich die Räumungskosten einschl. Spedition für Transport und Möbellagerung von Euch vorfinanzieren!!!
    Natürlich ist das ein Schaden, den Ihr bei den Altbesitzern geltend machen könnt, aber wenn die Ihre Hausraten nicht bezahlen können, ...............

    Das alles muss nicht passieren, der Übergang kann (relativ) nett und friedlich laufen.
    Es ist aber schon zu oft eben so wie oben beschrieben gelaufen, weil die Altbesitzer Gott und der Welt gram waren und das an den Ersteigerern ausgelassen haben.
     
  9. #8 Olaf (†), 8. Oktober 2010
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    Das passt...

    schon, Terra. Schwedt ist tiefster Osten, zur polnischen Grenze ists ein Katzensprung.
     
  10. #9 ReihenhausMax, 8. Oktober 2010
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    Lotto spielen ist billiger ...

    In einem Monat zuschlagen, wenn man noch keinen detailierten Plan bzgl.
    Finanzierung, Renovierungskosten, Bezugsmöglichkeiten, ... hat ?!?
    Die Leute sind noch jung und können sich auch in ein paar Jahren
    was kaufen, wenn sie etwas Eigenkapital angespart haben.

    Ihr Banker werdet Euch im Zweifelsfall schon schadlos halten ...
    Wenn es der Kunde nicht ausbaden muß, dann halt der Steuerzahler ...
     
  11. marlboro

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    Das Haus soll ja in der Zwangsversteigerung für max. 100.000 gekauft werden.
    Verkehrswert in Höhe von 140.000 hin oder her. Die Bank weiss ja durch den Kauf für 100.000 den tatsächlich zu erbringenden Wert der Immobilie.
    Das sie daher ein paar Bauchschmerzen hat, 130.000 zu finanzieren, wo man ja schon mit 3.000 Euro im Monat kein EK aufbauen konnte, kann ich grundsätzlich verstehen.
     
  12. #11 Ralf Dühlmeyer, 8. Oktober 2010
    Ralf Dühlmeyer

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    Doch - im Zweifel kostet es die Existenz. Denn wer keinen Hr. Zwegat an Bord hat, geht in die Privatinsolvenz, wenn die Finanzierung zu dicht an der Kante genäht war.
     
  13. R.B.

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    Gehen wir doch mal ganz nüchtern an die Sache ran.

    Unterstellen wir erst einmal, dass der Hauspreis realistisch ist. Dann sieht es doch so aus, dass bei dem genannten Einkommen eine Finanzierung wie gewünscht darstellbar ist. Man könnte sogar noch behaupten, da steckt Reserve drin.

    Ja, es gibt ein paar Schwachstellen in der Planung.
    Einerseits das fehlende Eigenkapital, was aber bei einer jungen Familie nicht so unüblich ist. Man wird also genauer darauf schauen, wie sicher die Einkommen sind. Optimal wäre, wenn man zumindest noch ein paar Euro für die Nebenkosten als Eigenkapital organisieren könnte.

    Dann wäre da noch der laufende Kredit, der das monatliche budget mit immerhin 400,- € belastet. ICH würde diesen Kredit nicht in die Immofinanzierung mit einbauen, und durch Strecken der Raten die monatliche Belastung reduzieren, denn sonst zahlt man noch am Auto ab während es schon längst auf dem Schrottplatz steht.
    Grundregel Nr. 1 für jeden Geschäftsmann, Anlagegüter immer nur so finanzieren, dass sie spätestens bis zum Ende ihrer Nutzungsdauer bezahlt sind. Sonst kriegt man irgendwann eine Schieflage in seine Bilanz.

    Ein weiterer Schwachpunkt wäre das Gebäude an sich. Hier gibt es ja eine Verkehrswertermittlung die man als Anhaltspunkt heranziehen kann. Was für einen Preis das Gebäude bei einer Versteigerung erzielt, steht auf einem anderen Blatt. Ob 100% oder 70%, oder bei einem weiteren Termin nur 50%, das kann man im Vorfeld nie sagen. Man sollte sich in Abstimmung mit der eigenen (finanzierenden) Bank ein budget (limit) setzen und dann warten was auf einem zukommt.
    Es macht halt schon einen Unterschied ob man eine Immobilie aus einer ZV heraus ersteigern, oder bei einem freien Verkauf erwerben möchte

    In meinen Augen ist die Sache machbar. Zwar nicht komfortabel, aber angesichts der Umstände auch nicht völlig unmöglich.

    Gruß
    Ralf
     
  14. milan

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    Zunächst bin ich selbst kein Gegner von 100% Finanzierungen. Auch wenn dies natürlich nicht günstig ist und man mit (viel) Eigenkapital ausgestattet den besseren Kreditnehmer gibt.

    Was mir bei der Schilderung aufgefallen ist, ist aber das die Kosten für den Hauserwerb ja nicht berücksichtigt wurden. Das sollten dann schon auch ca. 5000 Euro sein. Dann wird von ca. 30000 Euro gesprochen, was die Sanierung angeht. Ohne das Objekt besichtigt zu haben. Renovierungskosten, Möbel usw. sind da ja noch nicht mal drin!

    Jetzt bin ich kein Profi, glaube aber, dass keine Bank jenseits des Hauswerts (und das ist der Preis, den Du für das Haus bezahlst!) finanziert. Die Sanierung läuft extra - und eine Einbauküche ist da nicht mit drin!

    Zusätzlich den Autokredit damit ablösen zu wollen ist auch eher schwierig und ich denke auch da, dass das eher nicht gehen wird. Denn die Bank würde ja einen Kredit zu Hauskaufkonditionen geben, weil ein Haus als Sicherheit dahinter steht. Das ist schon bei der Sanierung nicht mehr wirklich gegeben und beim Auto schon gar nicht!

    Dann macht mich stutzig, dass bei einem Einkommen von 3000 Euro eine Last von 750+400 Euro nicht getragen werden soll. Da frage ich mich natürlich ernsthaft, wie wichtig euch das Vorhaben ist und wo ihr bereit seid, Abstriche zu machen. Ein Hauskauf bedeutet nämlich idR. schon, dass man sich einschränkt.

    Mache Dir mal einen Finanzplan der aktuellen Situation. Wie viel Miete wird denn bezahlt (Kaltmiete)? Und wo bleibt der Rest des Geldes? 1050 Euro über 2 Jahre sollte doch bei einem Einkommen von 3000 Euro locker gehen. Bleiben für den Rest ca. 2000 Euro! Da muss dann zwar auch geheizt werden, ist aber von Kirchenmausniveau immer noch sehr weit weg.
     
  15. flo79

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    @ ralf. Fast jede normale Finanzierung ist zu dicht an der Kante genäht wenn die Arbeit wegfallen sollte. Kenn nur wenige die Darlehen aus ihren Zinserträgen zahlen.

    Propieren kostet trotzdem nichts. Auch auf den Hinblick das wenn das mit diesem Haus nicht klappt man trotzdem einen Richtwert hätte für künftige Projekte wie viel eine Bank der Familie finanzieren würde.

    @ max. Wenn ein Schnäppchen wär würd ich zuschlagen. Daran ändern auch paar Jahre nix. Darlehen werden die Kunden so oder so brauchen. Den Rest mit den Bankern ist Einstellungssache.

    Preise können in der Gegend sehr wohl stimmen. Da is nix mit 150 euro der qm.

    Bei der rechtlichen Seite gehört auch biserl Glück dazu welche Leute man erwischt. Evtl. mal davor besuchen und auch mit der Bank sprechen die die Versteigerung betreibt. Vielleicht kann man sich auch so einigen.

    Sonst stimme ich Milan zu. Man muß mal schaun wo das Geld bisher hinging usw.
     
  16. Judy

    Judy

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    Erstmal vielen Dank für Eure ausführlichen Antworten...auch wenn bis jetzt mir noch nichts wirklich weiter geholfen hat :D

    Also fangen wir mal an bei unserm Eigenkapital.
    Ich kenne meine Frau erst 3 Jahre und ich gebe zu...vorher habe ich wirklich sehr verschwenderisch gelebt.Ich war viel weg, viel auf Partys, schnelle Autos usw.
    Dann lernte ich meine jetzige Frau kennen und es hat auch nicht sehr lange gedauert bis sie schwanger wurde :mauer :D
    Ich sag immer...sie ist zwar ein Wunschkind...aber kam leider ein wenig früh :D Würde sie aber für nichts auf der Welt wieder hergeben :)
    2008 folgte dann unsere erste gemeinsame Wohnung, wo wir komplett von Null angefangen haben...sprich rund 6000 € gingen in die Wohnung.
    2010 kam dann die Hochzeit mit Rund 8000 €.
    Leider ist unser gespartes gerade mal noch 3000 € und die waren für mich nicht erwähnenswert.
    Zur Zeit bezahlen wir 505 € Miete und wie gesagt die 400 € Autokredit.
    Nach den noch restlichen 2 Jahren Autokredit ist das Auto selbstverständlich komplett abgezahlt.

    Kommen wir nun zum Haus.
    Ich bin selber schon vorbei gefahren und sprach mit jemanden der schon mal drin war und das Haus macht wirklich einen guten Eindruck.
    Letzte Woche war ich beim Amtsgericht um mir das Gutachten anzugucken und anschließend zu kopieren...hätte ja nicht gedacht das es so viel ist :wow
    Der Gesamtwert des Hauses beträgt über 200 000 € einzelne Auflistung vorhanden.
    Nach dem der Zeitwert abgezogen wurde und mit den Immobilienpreise im Umfeld verglichen wurde, kam der Gutachter auf den Verkehrswert von
    140 000 €.
    Davon beträgt das Grundstück gerade mal 26 000 €.
    also ich denke ein Fehlkauf wäre das Has nicht.
    Leider hatte diese Woche der zuständige Pächter des Hauses Urlaub, sodas wir den Mindestpreis nicht erfahren konnten.
    Nächste Woche sollten wir schlauer sein und wenn der Mindestpreis in unserem Rahmen ist, hab ich mir auch vorgenommen, mal freundlich bei den jetzigen Besitzern nachzufragen, ob eine Besichtigung möglich wäre.
    Dann wüsste ich auch gleich wie die Leute drauf sind und ob es eventuelle Probleme nach der Versteigerung geben könnte...

    Ja die Kosten für den Erwerb des Hauses haben wir auch mit berücksichtigt und sollten in den 140 000 € mit drin sein.

    Ich hoffe ich konnte euch jetzt davon überzeugen damit ich kreditwürdig bin und das Haus keine Bruchbude ist :D

    Leider wurden auf meine Fragen zwecks der optimalen Finanzierung für uns, nicht sehr viel drauf eingegangen.
    Ich hoffe ich konnte euch jetzt unsere Lage ein bisschen genauer schildern.


    Wäre euch super dankbar für jeden Tip. :28:



    Mit freundlichen Gruß
     
  17. Baumal

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    mann, da fängt es doch schon an! weshalb feier ich ne
    hochzeit für 8000€, wenn ich das geld nicht locker in
    der tasche habe?

    kann es sein, dass du mit geld nicht umgehen kannst?

    mein tip: bleib zur miete wohnen.
     
  18. #17 ReihenhausMax, 8. Oktober 2010
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    Hallo Judy,

    nach Deinem zweiten Posting sieht es schon etwas sinnvoller aus. Da man bei den
    KfW Darlehen im ersten Jahr (optional auch länger, hab aber nicht den aktuellen
    Überblick, siehe www.kfw.de) nicht tilgen kann, kann das mit etwas Verzicht ggf. reichen, daß Ihr ohne Variation der Tilgungsraten die zwei Jahre Autokredit überbrückt bekommt und da nicht irgendwelche Umschuldungen etc. braucht. Wenn Ihr das Geld für den Autokredit und ggf. die Kaufnebenkosten in der Verwandtschaft leihen könnt, würde
    das sicherlich auch helfen. Macht wie oben schon erwähnt Eure Hausaufgaben was
    Eure Ein/Ausgabensituation angeht, bevor Ihr mit der Bank bzw. einem Finanzvermittler
    sprecht.

    Viel Erfolg!
     
  19. R.B.

    R.B.

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    Es ist auch schwierig darauf zu antworten ohne alle Details zu kennen. Deswegen wäre die (Haus)Bank vor Ort mal der erste Ansprechpartner. Die kennen Euch und das Umfeld und können das alles viel einfacher einschätzen.

    Was ich nicht verstehe:

    Welcher Betrag? Die Restschuld des Autokredits? Vermutlich hat die Bank halt ein Problem damit hier weit über die 100% hinaus zu finanzieren. Haus, Nebenkosten, und dann noch das Auto, und das alles auf den Immokredit, da kann ich mir schon vorstellen, dass der gute Mann Bauchschmerzen hat. Wenn er da so einfach das Haus als Sicherheit höher ansetzt, kriegt er von seinem Chef eine hinter die Ohren, und mit einem hohen Blankoanteil kriegt er die Finanzierung im Haus nicht unter.

    Deswegen auch meine Frage ob man nicht ein paar Euro Eigenkapital organisieren könnte. Bisher sieht die Sache so aus, dass Du von der Bank erwartest, dass sie Dir ein Haus kauft, inkl. aller Nebenkosten, und dann auch noch den Autokredit damit verwurschtelt. Dein Einsatz liegt bei Null !

    Warum sollte sich die Bank auf so ein Risiko einlassen bzw. das Risiko alleine tragen?

    Du siehst vielleicht, es gibt zuerst ein paar Grundlagen zu klären. Ob dann KfW zu x,xx% oder Anniutätendarlehen zu y,yy%, oder beides zusammen, das spielt im Moment noch keine Geige.

    Gruß
    Ralf
     
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  21. Baumal

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    ralf, weshalb gibst du jemanden noch futter,
    der mit geld nicht umgehen kann, seinen
    karren (geleast) an die wand fahren wird...

    nicht jeder muß auf biegen und brechen ein
    eigenheim besitzen.
     
  22. R.B.

    R.B.

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    Ich versuche nur möglichst neutral die Situation zu schildern, damit er versteht warum es vielleicht nicht so läuft wie von ihm gewünscht. Nur wenn man die Schwachstellen (vor allen Dingen die eigenen) kennt, kann man daraus lernen und es in Zukunft besser machen.

    Und wenn es heute mit dem Haus nichts wird, dann vielleicht in 3 oder 5 oder 10 Jahren, wer weiß.

    Gruß
    Ralf
     
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