Bitte um Hilfe. Welcher Dämmstoff ist das?

Diskutiere Bitte um Hilfe. Welcher Dämmstoff ist das? im Baubiologie Forum im Bereich Rund um den Bau; Ist Asbest im Spiel? Das Haus wurde 1950 gebaut (DDR). Kann auch später eingebaut worden sein. [ATTACH] Feuerzeug gegen gehalten: zieht sich...

  1. Metaller

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    Ist Asbest im Spiel? Das Haus wurde 1950 gebaut (DDR). Kann auch später eingebaut worden sein.

    unbekannt.jpg

    Feuerzeug gegen gehalten: zieht sich zurück und wird schwarz
    Stück ins Feuer geworfen: es bleibt ein kleiner schwarzer Rest.
    Wenn man das Zeug berührt, fällt Pulver zu Boden, als wenn es schneit.
    Kaum Festigkeit, lässt sich ganz leicht zusammen drücken.
    Weiß wie Styropor.

    Was kann das sein?
     

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  3. #2 Thomas Traut, 16. April 2014
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    Asbest wird es kaum sein, weil das nicht brennbar, nicht weiß ist und auch nicht im Feuer schwarz wird. Brennbarkeit deutet auf Kunst(harz)schaum, jedenfalls auf organisches Material hin. Weiter weiß ich aber auch nicht, habe sowas noch nie gesehen.
     
  4. #3 Friedl1953, 16. April 2014
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    Meiner Meinung nach Styropor, aber 50-er Jahre DDR oder später. I don't know!
    Scheint eine Kombiplatte aus Span und Styropor zu sein, somit definitiv später als 1950.
    Asbest eher unwahrscheinlich.
     
  5. #4 Ralf Dühlmeyer, 16. April 2014
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    Mal verrentete Dachdecker & Zimmerer fragen. Die müssten das Zeuchs ja noch kennen.
     
  6. #5 Friedl1953, 16. April 2014
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    Verrentet nicht unbedingt, wenn es eine Kombiplatte ist, was ich vermute, ist das Produkt noch nicht so alt.
     
  7. Metaller

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    Bin aufgescheucht worden, weil jemand sofort sagte, das sei Asbest.
    Flammtest bietet leider keine 100% Sicherheit.
    Mich wundert dass das Zeug so leicht zerfällt.
    Kann man ohne Staubalarm kaum entfernen.
    Industriestaubsauger oder nass machen vielleicht

    kk.jpg
     
  8. BenLuc

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    So in ungefähr sah es in einem Haus von einem bekannten aus und da war es Harnstoff-Formaldehyd-Schaum. Hat es den typischen formaldehyd Geruch den man von den DDR schrankwanden kennt?
     
  9. #8 Stolzenberg, 16. April 2014
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    Stolzenberg Gast

    Zumindest nach der Beschreibung unkritisch. Alle auf dem Markt befindlichen Asbest-Produkte (auch schwach gebunden / Spritzasbest) sehen anders aus! Würde mir aber wegen der Stäube trotzdem eine Maske aufsetzen und zumindest mit Filterklasse M nachsaugen!

    PS: Bei einem derart lockeren Gefüge ist der Flammtest nicht unbedingt empfehlenswert!!! - Schon einmal daran gedacht dass warme Gase aufsteigen?!?
     
  10. #9 Friedl1953, 16. April 2014
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    Ist dem so? Kenne diese Kombination aus der Holzverleimung. Das Zeug ist absolut nicht weiß. Sind dann die Schäume tatsächlich weiß?
     
  11. BenLuc

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    Wurde uns vom vor Ort Fachmann so mitgeteilt
     
  12. Metaller

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    Folgendes gefunden:

    Zitat:

    Wie lassen sich asbesthaltige Produkte erkennen?
    Asbesthaltige Materialien können vom Laien nur schwer eindeutig
    bestimmt werden. Dennoch lässt sich bei einigen Baustoffen z.B. auf der
    Grundlage der Dokumentation des Baugeschehens wie Rekonstruktion,
    Aus- oder Umbau feststellen, ob Asbest verarbeitet wurde. Manchmal hilft
    auch der optische Eindruck: Asbesthaltige Platten, Pappen, Schnüre oder
    Putz sind fast immer hellgrau, grau oder graubraun, jedoch nie absolut weiß
    oder glänzend. Schwach gebundene Asbestpappe ist weich und brüchig. An
    Bruchstellen sind meist mit bloßem Auge abstehende Faserbüschel zu
    erkennen.

    Quelle:
    http://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/2615.pdf

    Nicht jeder Industriestaubsager kann bedenkenlos eingesetzt werden.
    Das feine Zeugs kommt unsichtbar hinten wieder raus.
     
  13. #12 Friedl1953, 16. April 2014
    Friedl1953

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    Mag sein, finde hierzu aber nichts im Netz. Harnstoffharze sind tief braun, deshalb meine Verwunderung.

    @ Metaller, warum beschäftigst Du dich jetzt mit der Asbestthematik, versuche doch einfach mal das Zeugs analysieren zu lassen.
    Was auch mal sinnvoll wäre, was ich weiter oben in den Raum geworfen habe, ist das weiße Zeug auf den Spanplatten aufkaschiert? Wenn man das wüßte müsste ein älterer DDR Baufuzzy was damit anfangen können. Ein solches Produkt gab es auf dem DDR Markt sicherlich nicht mehrfach. Kann da leider nicht helfen, bin nur ein rüber gemachter.
    Wobei es mich insgesamt wundert, dass es so was zu DDR Zeiten gab.
    Seit wann bist Du den Eigentümer. Können die Platten nicht auch zur Nachwendezeit eingebracht worden sein?
     
  14. Metaller

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    Ja an Analyse habe ich schon gedacht.
    Wollte vorher hier mal nachfragen.
    Ob aufkaschiert lässt sich schwer erkennen. Würde sagen nein, weil der Stoß des weißen Zeugs nix mit der Spanplatte zu tun hat. (siehe Fotos oben)
    Eigentümer bin ich seit 1 Jahr. Zuvor gehörte es 27 Jahre meinen verstorbenen Eltern.
    Ausgeschlossen ist es nicht, dass mein Vater als Möbeltischler und Spanplattenliebhaber später dabei war.
    Von unten ist altes verputztes Rohrzeugs.
    Gab es denn damals weiße Platten, die z.B. durch Ausdünstungen über viele Jahre fast zu Pulver wurden?
     
  15. Neutal

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    VON EVENTUELL EINGEBLENDETER WERBUNG IN DIESEM POS
    Vom Aussehen her und der Beschreibung passt es zu den Dämmschäumen auf Formaldeydbasis. Diese Schäume werden eigentlich zur nachträglichen Kerndämmung von Mauerwerk verwendet, viele Betriebe aber schämen auch im Dachbereich damit.
     
  16. #15 Stolzenberg, 16. April 2014
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    Stolzenberg Gast

    Wie ich bereits sagte: Vergiss Asbest! - Wenn Du Asbest suchst, dann nicht in diesem Schaum!

    Die Einschätzung von BenLuc und Flocke geht eindeutig in die richtige Richtung! Genaueres kann ich Dir anhand von Fotos aber auch nicht sagen! Dann wäre eine Analyse schon besser! Wenn diese Befundstelle in ein Schadstoffkataster aufnehmen müsste, dann würde ich definitiv eine Analyse machen lassen...

    PS: Ich gebe Dir Recht, dass eine Filterklasse M Asbest nicht in vollem Umfang greifen kann, aber dort ist auch nicht umsonst Klasse H vorgeschrieben! Da es sich bei Harnstoff-Formaldehydharz-Ortschaum / UF-Schaum primär um die Gasphasen dreht welche problematisch sind, so wird Dir keine Filterklasse eines Saugers weiterhelfen können...

    Das BfR vergibt für aktuelle Schäume die Emissionsklassen ES1 bis ES3. Verwendung nach ETB-Richtlinie "UF-Ortschaum". Auch heute wird dieses Material noch als Kerndämmung verwendet und sorgt nach wie vor regelmäßig für Probleme: http://www.enbausa.de/daemmung-fassade/aktuelles/artikel/formaldehyd-baugenossenschaft-entfernt-daemmung-3480.html

    @Friedl: Farbe kommt mit schneeweiß gut hin!!! - Danke übrigens noch für das Hilfsangebot, aber meine Frau war trotzdem zufrieden!

    Foto von UF-Schaum im Dachbereich wie von Flocke erwähnt (U=Urea=Harnstoff / F=Formaldehyd):
    UF-Schaum.jpg

    Liebe Grüße aus dem Harz!
     
  17. #16 Friedl1953, 17. April 2014
    Friedl1953

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    Also diese Schäume gab/gibt??? es auch als Plattenware.
    Da ich diese aber nicht aus eigener Erfahrung kenne und Ihr sagt, dass schneeweiß hinkommt, dann wird es wohl so sein.:winken
     
  18. #17 Stolzenberg, 17. April 2014
    Stolzenberg

    Stolzenberg Gast

    @Friedl: Meine Anmerkung bezog sich nur auf die Farbe, aber eine glatte Oberseite sehe ich auch nicht! - Keine Ahnung was es in der DDR so alles gab! Aber Dein Tipp einen entsprechenden Fachmann der "alten" Schule zu befragen wurde sicherlich berücksichtigt...

    ;-)
     
  19. #18 Friedl1953, 17. April 2014
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    Habe ich schon verstanden. Kann auch Ortschaum sein, aber dann aufgespritzt und nicht gefüllt. Wie man das vom Arbeitsablauf gemacht hat???????
     
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  21. Metaller

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    Der älteste Dachdecker ist 55 und hat so wie die anderen, sowas noch nie gesehen.

    Gespritzt würde ich ausschließen, weil mein Vater mit Sicherheit nichts eingespritzt hat und in den 50ern hat man sowas (zur DDR-Zeiten) bei so einer kleinen Fläche nicht gemacht, behaupte ich.

    Ein wenig beruhigen mich eure Antworten, danke schon mal.
    Nur wirklich richtig kennen tut es bisher keiner.
    Eine 100% Diagnose anhand Fotos geht natürlich auch nicht.
    Komisch nur, dass ein guter zuverlässiger Freund und selbstständiger Handwerker sofort sagte: Das ist DDR-Asbest-Zeugs, das kennt man doch!

    Ich brauche einen Sauger, bei dem mögliche Kleinstpartikel gleich nach draußen geblasen werden.
    Noch nicht probiert habe ich was passiert, wenn ich das Zeugs nass mache.


    Analyse werde ich zuvor machen.
    Gruß
     
  22. Metaller

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    Hier noch eine Info zu dem Zeugs:

    In Wasser zwischen den Fingern zerrieben bleibt davon nichts übrig.
    Scheint vollständig in Wasser löslich zu sein.
     
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