Bitumenspachtelmasse

Diskutiere Bitumenspachtelmasse im Abdichtungen im Kellerbereich Forum im Bereich Neubau; Unser Bauleiter hat uns nun überraschenderöffnet, nicht mehr die Schweißbahn (G200S5 aufzubringen, sondern eine...

  1. #1 bauoptimist, 16. Juni 2002
    bauoptimist

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    Unser Bauleiter hat uns nun überraschenderöffnet, nicht mehr die Schweißbahn (G200S5 aufzubringen, sondern eine Zweikomponenten-Bitumenspachtelmasse
    1. Lage 3mm, dann Gittergewebe bis 1 m Höhe, dann 2. Lage 4mm. Darauf dann Styrodurplatten geklebt und dann eine Noppenfolie.
    Ist das auch eine passable Lösung gemäß.
    DIN 18195?
    Dränung wird auch anbebracht. Lt Bodengutachten:Nichtdrückendes Wasser m. Sickerwasser.
     
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  3. #2 bauworsch, 16. Juni 2002
    bauworsch

    bauworsch Gast

    Ganz schön durcheinander

    Es gibt entweder den Lastfall Bodenfeuchte / nichtstauendes Sickerwasser oder aufstauendes Sickerwasser und drückendes Wasser. Es ist dann entweder eine Abdichtung nach DIN 18195 Teil 4 oder Teil 6 erforderlich. Wobei bei Lastfall drückendes Wasser KMB nicht mehr möglich ist. Bei Lastfall Bodebfeuchte / nichtstauendes Sickerwasser ist eine Trockenschichtdicke von 3 mm erforderlich, Auftrag in 2 Arbeitsgängen, naß in naß. Bei Lastfall aufstauendes Sickerwasser eine Trockenschichtdicke von 4mm, Auftrag in 2 Arbeitsgängen, wobei in die erste Schicht
    eine Verstärkungseinlage eingebettet werden muß. Die zweite Schicht darf erst nach ausreichender Antrocknung der ersten Schicht aufgebracht werden. In diesem Fall ist auch ein Schichtdickenprotokoll erforderlich. Die Dickbeschichtung ist 10cm über die Stirnsteite der Bodenplatte zu ziehen, aufpassen, dass die Hohlkehle nicht aus KMB hergestellt wird. Die verwendeten Materialien müssen ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis als Verwendbarkeitsnachweis besitzen. VORHER zeigen lassen! Schutzschichten, in Ihrem Fall Perimeterdämmung, dürfen NICHT in die nasse Schicht des KMB eingeklebt werden, sondern erst nach Austrocknung punktweise angeklebt werden. Der obere Abschluss der Perimeterdämmung muss so ausgebildet sein, dass kein Wasser die Dämmung hinterwandern kann. Bei der Dränung auf die ausreichende Dimensionierung achten, bei jedem Richtungswechsel muss ein Revisionsschacht angeordnet sein. Stangenware verwenden, gelbe Schläuche dürfen nicht eingebaut werden. Auf die richtige Höhenlage der Dränung achten.
     
  4. #3 bauoptimist, 16. Juni 2002
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    Bitumenspachtelmasse-Dank an H. Worsch

    Besten Dank herr Worsch für Ihre detaillierte Auskunft. Ehrlich gesagt dieses Durcheinander sind wir auch gründlich leid.
    Aber jetzt haben wir hoffentlich und endlich die Lösung, denn Ihre Aussage stimmt weitestgehend mit der letzten Aussage unseres Bauleiters überein -Ihnen müßte dafür ein Orden verliehen werden!!!
    Sie glauben gar nicht was uns über die Kellerabdichtung alles erzählt wurde....
    - die Nachbarn haben bereits die Quittung...., die machen z.T schon das 3.mal den Keller auf...(haben aber auch alles falsch gemacht!)
    Noch Fragen zu Ihrer Erklärung:
    1. Wie hoch sollte die Verstärkungseinlage
    angebracht werden , über die ganze Kellerhöhe.
    2. Woraus ist die Hohlkehle herzustellen aus Beton? Muß eine Hohlkehle überhaupt
    hergestellt werden?
    3. Oberer Abschluß Perimeterdämmung.
    womit? Mit einer sog. Z-Schiene? Oder kann auf dem oberen Rand der Perimeterdämmung auch so eine Art Hohlkehle anmodelliert werden (welches Material). Wir müssen da schon ein wenig weiterdenken, denn die Perimeterdämmung wird knapp unter der Geländeoberfläche enden oder wenig darüber herausragen.
    Den Anschluß/Übergang an den Sockelputz können wir
    uns noch nicht so recht vorstellen (Perimeterdämmung mit 6cm ist dicker als der Putz). Außerdem beabsichtigen wir zwei Kellerfenster abzuböschen.Da fehlt uns noch das Gespräch mit dem Außenfassadenverputzer.
    Gruß v. bauoptimist
     
  5. Jupp

    Jupp

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    Bauvertrag

    Was steht denn in Ihrem Bauvertrag Herr Schwarze. Wenn Schweissbahn,dann würde ich drauf bestehen. Aus meiner Erfahrung sage ich,daß die meisten Dickbeschichtungen falsch ausgeführt werden.Die wenigsten Firmen beherschen dieses Metier.
     
  6. MB

    MB Gast

    Bilder, Bilder, Bilder, Bil...........

    Und noch mehr Bilder. Vor dem Zuschütten ist noch was zu retten. Bin mal gespannt, ob die Drainung wenigstens der DIN 4095 entspricht. Achten Sie auf das Verfüllmaterial.
    Das Prüblem der KMB liegt in der tat in der Verarbeitung. Es muß ein Schichtdickenprotokoll angefertigt werden! Lassen Sie sich das zeigen (den Gesichtsausdruck des Unternehmers würde ich gerne sehen, wetten , der weiß das nicht?).
    Hohlkehle wird zu 99% falsch ausgeführt, da muß vorher eine Ausrundung mit Mörtel erfolgen.
    Wie gesagt: Bilder, Bilder, Bilder.. (oder Ralf anrufen :P )
     
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  8. #6 R. Derdau, 17. Juni 2002
    R. Derdau

    R. Derdau

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    Bitumenspachtelmasse bei drückendem Wasser

    Ich habe nun mehrmals gelesen, daß Bitumenspachtelmasse bei drückendem Wasser nicht zulässig ist. Nun bieten aber verschiedene Hersteller Dickbeschichtungen gegen drückendes Wasser an. Es gibt so etwas z.B. von Deitermann oder Remmers.
    Was ist davon zu halten?
    Wer hat Erfahrung damit gemacht?
    Gruß
    R. Derdau
     
  9. MB

    MB Gast

    Bitumenspachtelmasse, NEIN!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    DIN 18195, Teil 6, Abschnitt 8. KMB ist nicht zugelassen gegen drückendes Wasser. Egal, was die herstellerfirmen sagen. Und diese Hersteller waren im Normenausschuß!!!!!!!!!!!!
    Warum haben die sich wohl nicht durchsetzen können?
    KMB ist nach bschnitt 9 nur gegen aufstauendes Sickerwasser zulässig. Nach Höchstricherlicher Auffasung eilt die DIN 18195 sogar schon den anerkannten Regeln der technik voraus. Und Hersteller sollen das durch Werbeprospekte aushebeln können?
    Bin etwas genervt, weil ich mal wieder ne fehlgeschlagene Kellertockenlegung durch Verpressung hinter mir habe,
     
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