Blei/Asbest/Kachelofen

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  1. Snafu123

    Snafu123

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    Hallo! Frohe Ostern!

    Mein Mann und ich sind Mieter eines höchst sanierungsbedürftigen Altbaus (Baujahr 1901). Wir haben nun die Möglichkeit die Immobilie, welche seit den 1950er Jahren nicht mehr grundlegend saniert wurde, zu einem Schnäppchenpreis erwerben.

    Unglücklicherweise ist sie mit Asbest belastet, hat Bleileitung und ist mit Bleifarbe gestrichen. Die Frage wäre nun inwieweit es möglich wäre, dergleichen in Eigenarbeit zu sanieren. Keiner von uns ist vom Fach.
    Eine weitere Frage: Man sagte mir dass der Boden des vor dem Haus befindlichen Gemüsegartens durch abbröckelnde Bleifarbe verseucht sein könnte. Besteht diese Gefahr tatsächlich?

    Gibt es Möglichkeiten herauszufinden, wie hoch die Asbestbelastung der Raumluft ist. Auf dem Dachboden haben die Vorbesitzer anscheinend Eternit gelagert. Ist es möglich dieses selbst zu entsorgen oder braucht man einen Fachbetrieb.

    Die Immobilie besitzt einen alten Kachelofen von 1930, der die Abgaswerte anscheinend nicht erfüllt. Der Schornsteinfeger teilte uns mit, wir müssten diesen stilllegen. Nun habe ich aber gehört, dass es eine Ausnahme möglich ist, wenn der Kachelofen historisch ist. Er ist außerordentlich kunstvoll gearbeitet.

    Würde mich über Antworten freuen

    Danke!
     
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  3. Snafu123

    Snafu123

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    Uns ist außerdem aufgefallen, dass es in den von uns nicht genutzten Räumlichkeiten (Dachboden, Abstellkammer etc) schimmelt. Wir haben es überstrichen, aber der Schmimmel ist wiedergekommen. Dies geschah bereits mehrfach. Der Schimmel kommt immer wieder. Außerdem ist mir aufgefallen, dass Brot, Gemüse etc in diesem Haus weit schneller schimmelt als in der alten Wohnung. Wie können wir rausfinden, wie schlimm die Schimmelbelastung ist und ob sie eine Gefahr für die Gesundheit darstellt?
     
  4. Kalle88

    Kalle88

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    Welches Budget habt ihr euch denn gesetzt? Habt ihr ausreichend Liquidemittel um so eine Sanierung zu stemmen?

    Asbest darf grundsätzlich auch von Privatpersonen ausgeführt werden. Alle unterliegen aber der gleichen Regelung durchs TRGS wie ein Fachunternehmen. Schutzanzug, Maske, Handschuhe, Staubsauger, ggf. Schleusen usw. Bei schwachgebundenem Asbest rate ich jeden Menschen der noch bei Verstand ist da auch nur mit dem Finger drin "bohren" zu wollen ab. Das gehört sowas von in fachlich geeignete Hände! Eternit ist im übrigen ein Hersteller, kein Material. Sollten die Faserzementplatten asbest enthalten (Herstellung vor 1990, steht meist auf der Rückseite geprägt) ist davon auszugehen das es Gefahrstoffe sind und unterliegen wieder besondere Handhabung und Entsorgung.
     
  5. #4 Stolzenberg, 6. April 2015
    Stolzenberg

    Stolzenberg Gast

    Zum Thema Asbest hat Kalle eigentlich fast alles gesagt. Es hakt allerdings meist bei der Erfüllung der TRGS 519 welche eine bestandene Sachkunde und Behördenmeldung natürlich auch für Privatpersonen vorschreibt. Es gibt für solche Fälle extra preiswerte Kurz-Lehrgänge für Privatpersonen. Allerdings dürfen dann natürlich keine Kumpels, Freunde oder Verwandte mithelfen. Nur Ehepartner oder Kinder!

    Wenn es nur darum geht ein paar "gelagerte" Altbestände wegzutragen und zu verpacken dann hätte ich dazu sicherlich eine private Meinung, aber prinzipiell ist es auch eine Form des Umgangs.

    Die Bleifarbe im Beet kann langfristig besorgniserregend werden, muss es aber nicht. Im Zweifelsfall kann man aber einen Bodenaustausch vornehmen oder eine entsprechende Analytik machen lassen. In der Regel ist dies aber eher unkritisch...

    Wenn Schimmel nicht fachmännisch saniert wird, dann MUSS er wiederkommen. Überstreichen ist KEINE Sanierung. Allerspätestens an diesem Punkt würde ich einen entsprechenden Fachmann empfehlen. Der wird dann auch in der Lage sein einen recht hohen Anteil der sonstigen Schadstoffe zu orten. Eine Messung der Schimmelbelastung und ein entsprechendes Konzept bekommst Du ebenfalls von diesem Fachmann. Also: Nach einem Baubiologen suchen...
     
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