Blower Door Test auch in bewohntem Haus möglich?

Diskutiere Blower Door Test auch in bewohntem Haus möglich? im Bauphysik allgemein Forum im Bereich Bauphysik; Hallo, wir würde gerne in unserem Haus, in dem wir schon wohnen einen Blower-Door-Test machen lassen. Meine Fragen sind: 1. Ist das in...

  1. #1 AJungleGirl, 14. November 2013
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    Hallo,

    wir würde gerne in unserem Haus, in dem wir schon wohnen einen Blower-Door-Test machen lassen.

    Meine Fragen sind:

    1. Ist das in einem bewohnten Haus noch möglich?
    2. Welche Vorbereitungen müssen dazu getroffen werden?
    3. Müssen Kleidung, Kissen ect. weggeräumt werden?

    Es wäre sehr schön, wenn ihr mir da weiterhelfen könntet.
     
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  3. Kater432

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    Das sollte kein Problem darstellen. Das Volumen des Hauses ist zwar relevant, aber nur für die Berechnung des n50 Wertes.Dieser Wert wird aber ausgerechnet, daher egal wieviel im Haus ist.
    Vorbereitungen müssen eigentlich keine direkt getroffen werden. Der Prüfer muss halt bestimmte Öffungen verschliessen und dann sein Gerät in eine Tür oder Fenster einbauen. Schwieriger wird es eher wenn der n50 Wert nicht eingehalten ist, dann noch Leackagen zu beseitigen bzw zu finden (Dampfbremse in OG Decke hinter Gipskarton)

    Kater432
     
  4. #3 Alfons Fischer, 14. November 2013
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    sogar die Katze oder der Kater (sorry, aber der musste sein...) darf drin bleiben. Sie sollte nur nicht in den Ventilator gelangen... :mega_lol:
     
  5. Kater432

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    Auch bei uns muss eigentlich vom GU noch ein Test erfolgen (unser 4ter), da unser vereinbarter Wert von n50=0,8 noch nicht eingehalten wurde. Schwierig nur in der Dampfbremse die Löcher zu finden, dafür muss jetzt mit Thermokamera gearbeitet werden. An diesen Stellen bei Unterdruck im Haus kühlen die Stellen schneller ab wo die kalte Luft nachströmt.
    Habe testweise unsere KWL mal auf "nur Abluft" gestellt und die Zuluft mit nem Ballon verschlossen und auf volle Pulle gestellt. an den Löchern der Rigipsdecke wo die Kabel der Lampen rauskommen, merkt man noch einen Luftstrom. Also wird irgendwo noch ne Fehlstelle sein. Vermutlich als die Dödel ähhh Handwerker die Rigpsplatten angebracht haben.
     
  6. Kater432

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    Die Prüferin selbst arbeitet auch völlig sinnfrei. Leckagen suchen udn feststellen und dann trotzdem ihre Messreihe durchführen ohne das diese vorher abgedichtet werden. Das Ergebnis auch nicht vor Ort ausrechnen, sondern erst zu Hause. Das dort dann festgestellt wird, das der Wert nicht eingehalten wird, ist dann etwas spät.
    Ich muss dies ja nicht bezahlen, also mir egal. Und sowas schimpft sich "zertifizierte Bauthermografin und freie Sachverständige für zerstörungsfreie Prüfmethoden" und ist auch Mitglied in der "FLIP"

    So durfte Sie bisher 4 mal bei uns antanzen. Die ersten beiden Male allerdings nur Fehler gesucht und dann nachträglich nacharbeiten lassen.
     
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  8. #6 Alfons Fischer, 14. November 2013
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    @Kater 432:
    nach meiner Einschätzung werden Sie es nie (!) vermeiden können, dass es über einzelne, kleine Öffnungen in einer Gipskartonverkleidung zu einer Leckageluftstömung kommt. Selbst bei sehr gut arbeitenden Handwerkern habe ich das noch nicht erlebt.
    Die Frage ist doch nur, ob die Leckageluftströmung aus einer größerer Einzelleckage besteht oder aus der Summe vieler kleinerer Minileckagen...

    Übrigens: auch ich mache meine Auswertung zu Hause am Schreibtisch... Ich halte dies nicht für verwerflich. Und mit der Qualifikation, über die Sie hier schimpfen, hat das doch gar nichts zu tun! Auch nichts mit einer FLIP-Mitgliedschaft...
    Wobei ich in der Regel auf der Baustelle schon eine Abschätzung mache...

    Wie knapp waren Sie denn an dem Ergebnis n50<= 0,8 1/h vorbeigeschrammt? Was haben Sie für ein Gebäude? Wie groß (Volumen)? Welches Messverfahren (A oder B)?
     
  9. Kater432

    Kater432

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    @A.Fischer
    1 Termin - Leckagesuche, Messung abgebrochen, da zuviele Fehlstellen bei Unterdruck, Firma muss vorher nachbessern

    2 Termin - Leckagesuche, Messung abgebrochen, immer noch zuviele Fehlstellen laut Prüferin

    3 Termin - Leckagesuche, kleinere Stellen gefunden (suchen sehr grob, kein Rauch oder ähnlich), Messreihe durchgeführt
    Leckagen wurden erst DANACH abgedichtet - Verfahren B = mit falschen Volumen 426m3 = n50=0,96 -> umgerechnet auf Volumen 369m3 = 1,10

    - Gipskartondecke zwischendurch befestigt

    4 Termin - Leckagesuche, diesmal GLEICH abgedichtet, einige zusätzliche gefunden, die vorher hätten auch locker gefunden werden müssen. Bohrlöcher in Wänden z.b. -
    Messung durchgeführt - Verfahren A (warum auch immer, da auch alle gleichen Öffnungen verschlossen wurden) korrektes Volumen 369m3 = n50=1,04

    Also Hausvolumen korrekt errechnet 386m3, beim 3ten Test Fehlvolumen 406m3, beim 4ten Test 386m3, OBWOHL etliche Stellen noch abgeklebt wurden, und dort hat es schon recht gezogen, hat sich am Fehlvoumen nicht viel getan. Daher ist meine Vermutung das die Handwerker (da bisher nicht mit Ruhm bekleckert) beim anbringen der Platten diese mit ner Kante irgendwo wieder einen Riss reingemacht haben.

    Trotzdem denke ich, das es Sinnvoll ist gleich vor Ort das n50 parat zu haben, gerade wie in unserem Fall hätte man dann auf weitere Suche gehen können. Möglichkeiten gibt es ja noch viele unter anderem Rauch. Eine Einschätzung ist ja schon gut, nur trotzdem bringt es doch aber nichts, wenn wie in unserem Fall bei Test 3 festgestellt wird, das wir n50=0,05 bzw korrekt 1,1 haben, aber vertraglich 0,8 festgelegt ist. Es könnte Ihnen doch genauso passieren, das der n50 dann Zuhause einen n50 von 1,6 ergibt, was ausserhalb des ENEV bei KWL liegt. Dann müsste noch ein Test gemacht werden, welcher nicht gemacht werden müsste wenn vor Ort das Ergebis parat ist, oder sehe ich das falsch.

    Zumal ich anscheinend immer zuviel von Handwerkern verlange, aber selbst die Prüferin hat nicht selbst das Volumen, auch nicht grob selbst gerechnet. Sondern sich auf das vom Bauleiter zugeschickte ENEV Volumen bezogen. Als "Fachfrau" für diesen Bereich sollte Ihr ja wohl bewusst sein, das dies falsch ist, bzw sie selbst eine Berechnung des Volumens anstellen sollte.

    Haus sind 2 Vollgeschosse, quadratisch praktisch gut, also ein normaler Würfel, der dementsprechen auch keine schweren Stellen bietet. Kaltdach.
     
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